Hüftspeck

Anonym

New member
Hallo,

ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips geben!

Seit ich einen Bürojob habe, also eine überwiegend sitzende Tätigkeit, habe ich mehr Appetit, auch auf Süsses und nun 3 Kilo um die Hüften zugelegt.
Hüfthosen konnte ich bisher immer super tragen, aber ist jedoch nicht mehr möglich.

Ich gehe regelmäßig ins Studio, mache dort Ta - Bo, aber wenig Geräteübungen.
Wenn ich es schaffe gehe ich 2x in der Woche 60min Joggen.
Vor 3,5 Jahren habe ich mit Sport angefangen und auch mit Ernährungsumstellung 6 Kilo abgenommen.( von 67 auf 61 )
Bisher hatte ich aber auch immer einen - stehenden/ständig in Bewegung sein - Job und habe mein Wohlfühlgewicht auch halten können.
ich muß aber auch erwähnen, dass ich da nur wenig Süsses, ab und zu mal ein Stück Kuchen gegessen habe, was jetzt natürlich nicht mehr der Fall ist.

Muss ich denn jetzt ganz auf Süsses, sprich: Zucker verzichten?
Wie trainiere ich am effektivsten, um meinem Hüftspeck zu Killen?

Für ein paar Tips wäre ich echt dankbar!
 
A

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Re: Hüftspeck
Tipps

- auf gesundes Süßes umstellen: Obst in allen Variationen
- ruhig mit Krafttraining anfangen, das ist sehr effizient für den Fettabbau
- die "kleinen" Aktivitäten machen es! Treppensteigen statt Aufzug, eine Haltestelle früher aussteigen, mit den Füßen wippen, ...

Gruß

chianti
 
Hallo,

als Ergänzung zur Antwort von chianti:
Deinen Hüftspeck kannst du leider nicht isoliert angehen. Es gibt keine Übungen, die nur an bestimmten Körperstellen Fett abbauen.
Und wenn du auch das letzte Fett, sprich an deinen persönlichen Problemzonen, verbrennen willst, solltest du deinen Insulinspiegel niedrig halten. Das bedeutet, kein Süßkram!
 
Noch ein (kleiner) Tip:
Die Heisshungerattacken auf Suesses bekommst du wahrscheinlich, weil dein Körper nach schnell umsetzbarer Energie verlangt. Das ist meistens dann der Fall, wenn du zu lange nichts isst, also die Pausen zwischen den Mahlzeiten zu gross sind...
Versuch mal, ca. alle 2h etwas Obst (Apfel, Banane) oder einen fettarmen Joghurt oder ein kleinen Snack zu dir zu nehmen, dann solltest du die Hungerattacken in den Griff bekommen und zu den Hauptmahlzeiten weniger Hunger haben.
Ansonsten sind die Tips von Chianti uneingeschränkt zu unterschreiben :)!

LG,

Felix
 
Hallöchen !!!

Chianti´s Ausführungen treffen es. Ich würde allerdings nicht ganz auf Süßkram verzichten, da Du möglicherweise Heißhunger darauf bekommst - was wiederrum in eine Schokoladenvernichtungsorgie ausarten könnte. Belohne Dich nach sportlicher Aktivität ruhig mit einem Stück Schokolade. Direkt nach dem Sport ist der reflektorische Blutzuckerabfall auf den durch die Schokolade bedingten Insulinausstoß nicht so gravierend, da die Insulinsensitivität im Muskel verringert ist.

Ansonsten - super Tipps - auf jeden Fall eine Kombination aus Kraft- und Ausdauersport anstreben (mehr Muskel bedeutet mehr Energieumsatz).

Auf die Fettverteilung hat man leider keinen Einfluss (außer beim Absaugen :))

Achte etwas auf die Fette (Fette haben je Gramm in etwa doppelt so viel Energie/Kalorien wie Kohlenhydrate und Eiweiß) --> auf die richtigen Fette achten.

Viele sportliche Grüße von einem EX-MOPS.

hailekurt@hotmail.com
 
Richtig ist

lieber Tim,
dass nur eine permanente positve Energiebilanz "dick" macht, egal, ob zuviel Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß, oder Alkohol oder eine Kombination davon.
Gruß Rainer
 
Hallo Tim,

Zucker kann natürlich dick machen, da Zucker nun mal sehr viele Kalorien hat. Aber dies ist eher ein Faktor einer ausgeglichen Energiebilanz. Wobei man mit Zucker natürlich nur Leerkalorien zuführt. Dies bedeutet, die zur Verwertung notwendigen Vitamine und Mineralien sind im Zucker nicht enthalten und der Körper muss diese woanders herholen.

Aber nun zum eigentlichen Grund:
Nach der Aufnahme von Zucker erhöht sich der Blutzuckerspiegel über das Normalmaß hinaus. Die Bauchspeicheldrüse schüttet in der Folge verstärkt Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren. Als Folge wird der Zucker, oder besser gesagt die Glucose, in der Leber und in der Muskulatur als Glykogen gespeichert. Sind die Speicher gefüllt, wird zu viel vorhandene Glucose in Fett (Triglyceride) umgewandelt und in den Fettzellen gespeichert. Nun ist Insulin nicht nur für die Reduzierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich, sondern generell ein Speicherhormon. Es ist auch zuständig für das Speichern von Triglyceriden in den Fettzellen und wirkt einer Freisetzung von Triglyceriden aus den Fettzellen somit entgegen. Diese Freisetzung ist aber Voraussetzung, wenn man Fett aus dem Unterhautfettgewebe (Fettdepots) verbrennen will. Und gerade die Problemzonen neigen dazu, ihr Fett nur ungern wieder abzugeben.

Das Thema Gewichtsreduktion ist natürlich noch viel umfassender, das hier dargestellte ist nur ein ganz kleiner Teil, der berücksichtigt werden sollte.
 
Siehe

lieber Tim das Posting von AndreasG, wobei noch anzumerken ist, dass es keine "Leerkalorien" gibt, eine Kalorie ist und bleibt eine Kalorie!
Gruß Rainer
 
bitte nicht schon wieder den Insulin-Mythos...

...aufwärmen! dieser aspekt hat nur im falle einer insulinresistenz mit gestörter glucosetoleranz bedeutung, nicht aber für stoffwechselgesunde und erst recht nicht für die energiebilanz. thomas und ich haben schon ausgiebig darüber gepostet.
gruß, kurt
 
siehe "Problemzonen" u. "spot reduction" im Archiv

wenn du dich registrierst, kannst du die einträge via suchfunktion abrufen (beschränke dich auf thomas markmanns und meine postings und lies sie in chronologischer reihenfolge).
lies auch die FAQ-antwort zu "negative energiebilanz" und "fettverbrennung - fettabbau".
lg, kurt
 
*phew* und ich dachte schon ich müsste jetzt..

...wirklich mit der Schlickerei aufhören... schreckliche Vorstellung, das!

:) Rowena
 
bitte nicht verallgemeinern!

hallo felix,
ich bemühe mich seit jahren, für die individuelle gestaltung der nahrungszufuhr zu plädieren und du kommst jetzt wieder mit der empfehlung, alle 2 std was zu essen. "hunger" spielt sich im kopf ab und hängt nicht von der dauer zwischen den mahlzeiten ab. prinzipiell soll jeder essen, wann er will und wie oft er will - das ist nicht zuletzt vom time-management abhängig. aber zu glauben bzw. zu behaupten, dass häufige mahlzeiten zweckmäßiger wären als nur drei, ist falsch. gerade bei täglich mehrmaliger nahrungszufuhr besteht die "gefahr", die energiebilanz zu positivieren. und für dicke mit insulinresistenz ist gerade das der verkehrte weg (jede nahrungsaufnahme ist mit einem anstieg des insulinspiegels verbunden).
außerdem ist die nahrungszufuhr nicht zuletzt eine gewohnheitssache!
gruß, kurt (der nur 2x am tag ist und dazwischen keinen hunger verspürt - und damit nicht allein ist:winke:)
 
wie bitte??

In Antwort auf:

Direkt nach dem Sport ist der reflektorische Blutzuckerabfall auf den durch die Schokolade bedingten Insulinausstoß nicht so gravierend, da die Insulinsensitivität im Muskel verringert ist.
wo hast du den das her?
abgesehen davon, dass es nicht stimmt, bewirkt schokolade aufgrund ihres niedrigen glykämischen index ohnehin keinen "gravierenden insulinausstoß".
gruß, kurt
 
Re: bitte nicht schon wieder den Insulin-Mythos...

Sorry Kurt,

aber ich wiederhole hier nur, was ich kürzlich in meiner Ausbildung zum Ernährungsberater glernt habe. Der Dozent war auch Arzt, der sich mit dieser Thematik beruflich befaßt. Aber es gibt ja zu vielen Dingen unterschiedliche Untersuchungen mit verschiedenen Ergebnissen. Und derzeit glaube ich noch "meinem" Dozenten, da er seine Ansicht plausibel dargestellt hat.
 
Zucker bedeutet Leben!

er ist kein "feind"!
ansonst siehe meine reichhaltige info im archiv zu diesem thema.
gruß, kurt
 
Re: bitte nicht schon wieder den Insulin-Mythos...

hallo andreas,
nur weil jemand arzt ist, heißt das noch lange nicht, dass er in stoffwechselfragen kompetent sein muss. war er internist? diabetologe? lipidologe? endokrinologe? in der ausbildung zum "ernährungstrainer" werden mitunter genauso falsche inhalte vermittelt wie in der ausbildung zum fitnesstrainer.
lies bitte im archiv zum thema insulin, insulinresistenz, hyperinsulinämie, metabolisches syndrom usw. nach - ich habe seitenlange postings darüber verfasst.
zur klarstellung:

- insulin hemmt zwar die lipolyse, nicht jedoch die betaoxidation. und auch die lipolyse-hemmung ist zu relativieren: hat euer dozent nicht gesagt, dass gerade beim metabolischen syndrom, das ja durch eine viszerale adipositas gekennzeichnet ist, viele freie fettsäuren aus eben diesem viszeralen fettgewebe mobilisiert werden, die wiederum den triglyceridspiegel ansteigen lassen?

- die empfehlung einer beachtung des GI hat nur im falle einer gestörten glucosetoleranz (das symptom der insulinresistenz) eine berechtigung. dabei geht es aber darum, dass der postprandiale BZ-spiegel nicht so hoch ansteigt und weniger um eine "verhinderung der fettspeicherung". bei patienten mit hyperinsulinämie/insulinresistenz bzw. bereits NIDDM ist es zweifellos zweckmäßig, nur 2 bis 3x am tag zu essen, da jede nahrungsaufnahme mit einem insulinspiegelanstieg einhergeht.

- das thermodynamische gesetz, dass letztlich einzig und allein eine negative energiebilanz für eine körperfettreduktion entscheidend ist, gilt für jedermann. auch für patienten mit hyperinsulinämie und insulinresistenz.

gruß, kurt
 
du wirst lachen ...

... aber es gibt eine Studie, in der das Bewegungsverhalten unterschiedlich Dicker untersucht wurd. Die "dünneren" waren nicht die Supersportler, sondern eben mit den "kleinen Dingen" aktiver als die dickeren! Wenn du täglich 100kcal durch "Hibbeligkeit" und simples Gehen mehr verbrauchst, sind das 3000 kcal im Monat und damit fast 500g Fettgewebe! Rechne das mal auf ein paar Jahre hoch ...

Gruß

chianti
 
Re: wie bitte??

Ach jetzt ist der GI doch ernst zu nehmen, wo er doch sonst immer in Grund und boden gestampft wird? Uebrigens hat nur Schoko mit hohem Kakaoanteil. d.h. 60-70% und mehr einen niedrigen GI
 
A

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Re: Hüftspeck
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