Fasten? @kurt

Anonym

New member
Wer hat schon erfahrung mit fasten?
ich will es machen, hab das Buch gekauft"wie neugeboren durch fasten"!
danke
 
A

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Re: Fasten? @kurt
jede Medaille hat 2 Seiten

Von Kurt und einigen anderen hier wirst du nur die eine Seite sehen: die mit dem erhobenen Zeigefinger und der negativen Sonstwas-Bilanz.

Bin gespannt, ob sich noch jemand mit Erfahrung hier meldet ;-)

Letztendlich wirst Du deine eigene Erfahrung sammeln,
und mit dem genannten Buch bist Du auf der sicheren Seite.

Keine Sorge, wenn Du auch beim Fasten täglich ausreichend abwechslungsreiche, aber nicht erschöpfende Bewegung hast(was Du hoffentlich gewöhnt bist), wirst Du nicht unter Muskelschwund leiden !!

Mindestens zwei Sachen mache ich inzwischen allerdings deutlich anders als in dem Buch beschrieben:
- "Darmreinigungen" halte ich für überflüssig(es geht bei entsprechender Vorbereitung viel schonender ohne)
- meine Getränke während des Fastens sind nicht natriumarm, auch trinke ich mehr, als in dem Buch beschrieben

Kurz zu meiner "Erfahrung"(führe kein Tagebuch): seit etwa 1985 faste ich mind. 1x jährlich 6 - 10 Tage, dabei bin ich immer aktiv, früher z.B. täglich mit dem Rad zur Uni(17km), heute auch mal Halbmarathons in der Fastenzeit,
und bei Ultraläufen wenige Tage nach dem Fastenbrechen kam ich mindestens auf die gleichen Ergebnisse, wie ohne vorheriges Fasten.

Was soll daran also falsch sein?

Mit freundlichen Füßen
Roland
der schon längst tot sein müsste, hätten sich die drohenden Zeigefinger bewahrheitet

PS für Kurt und Ekkehard:
der Mond hatte bisher keinen Einfluss auf mein gutes Befinden beim Fasten ;-)


http://www.rit.edu/~andpph/a-africa/lion-1.jpg
 
erzähl keinen Nonsens!

lieber roland,
abgesehen davon, dass es keine rationalen grund für's fasten gibt, solltest du hier keine märchen erzählen.
deine aussagen zeigen, dass du keine ahnung vom stoffwechsel hast, sonst wüsstest du, was im hungerstoffwechsel passiert (ich habe schon darüber gepostet, kannst ja mal zu diesem stichwort nachlesen). eine negative stickstoffbilanz (und eine solche ist im hungerstoffechsel zwangsläufig gegeben) bedeutet eine katabole stoffwechsellage und damit abbau von körperproteinen. dabei muss auch muskuläres strukturprotein daran glauben, muskeltraining vermag diesen prozess nur zu verhinderndern, wenn ein mindestmaß an proteinen (0.5g/kg) und kohlenhydraten zugeführt wird. der muskelmasseverlust ist in den ersten tagen des fastens am größten (stickstoffausscheidung ca. 20g/tag) und nimmt ab dem 7. tag ab, um sich auf ein geringeres niveau einzupendeln (ca. 5g/tag).
der zweite unsinn ist deine behauptung, trotz fastens die gleiche ausdauerleistungsfähigkeit wie sonst zu haben. schon mal was von muskulären glykogenspeichern gehört? du solltest deinen wissensstand erweitern, wird höchste zeit (->archiv, auch meine homepage ist dafür geeignet).
deine lebensphilosophie in ehren, aber dies ist ein forum für trainings- und ernährungsfragen, wo eine objektive info der leserschaft gefragt ist, und keine plattform für märchenonkel.
schönes wochenende, kurt
 
Kurt, du erzählst mir nichts Neues, aber...

...warum schaffst du es nicht ohne Beleidigungen?

Hier wurde nach Erfahrungen gefragt.
Ich hab' kurz von meinen Erfahrungen berichtet! Seit wann ist das verboten?
Märchenstunde ist was anderes!

Und da ich meine Erfahrungen nicht allein im stillen Kämmerchen gemacht habe, gibt es darüber auch Belege(notfalls Urkunden diverser Ultra-Laufveranstaltungen nach Fastenwochen).

Schönes Wochenende
Roland
der Freude daran hat, nicht nur schwarzweiß zu sehen


http://www.rit.edu/~andpph/a-africa/lion-1.jpg
 
Wer's glaubt, wird selig. Außerdem...

...hast du nicht nur deine persönliche erfahrung berichtet, sondern eine fehlinformation gegeben, indem du den muskelabbau beim fasten negiert hast.
schönes wochenende,
kurt (der nicht verstehen, kann, warum du ohne fasten beim HM nicht schneller laufen willst. du könntest es nämlich:winke:)
 
Re: steht alles im Archiv, lies bitte nach (k.T.)

Meine Kollegin macht wieder ihre jährliche Fastenkur. Ist mir eigentlich egal was sie macht, aber sie bekommt dann immer einen schrecklichen Mundgeruch. Das finde ich wirklich schlimm. Da leidet ihre Umgebung auch mit unter ihrem Fastenkur-Wahn.

http://www.gifart.de/gifs123/sport/00009305.gif
 
Sicher werden beim Fasten Muskelzellen...

...abgebaut,
und später wieder aufgebaut.

So wie auch ständig während des Nichtfastens!

Unter einem Muskelschwund verstehe ich was anderes.
Hatte mal gut 3 Wochen einen Gips am Unterarm. Ich wurde gut bekocht in der Zeit damals(noch bei Muttern), hab sogar etwas zugenommen(weniger Bewegung), aber _den_ Arm hättest Du sehen sollen bzw. was davon übrig war, als der Gips abkam.
Sowas nenne ich Muskelschwund.
Bin halt Praktiker.

Hätte mir je eine Fastenzeit geschadet, ich würde es nicht mehr tun.
Wenn ein Ultra oder Marathon wenige Tage nach dem Fasten problemlos in meinem üblichen Leistungsbereich möglich ist, warum soll das Ganze schädlich sein?

Und wenn tatsächlich jemand glaubt, ich lauf _während_ des Fastens auf Bestzeit, na dann hat er sich ein Bisschen getäuscht.
Klar, es gibt Leute, die überhaupt nur zum Wettkampf antreten, wenn neue Bestleistungen drin sind.
Aber muss man denn immer so ehrgeizig sein?
Wo bleibt der Genuss?


Roland
der auf Selige jeglicher Passion gut verzichten kann


http://www.rit.edu/~andpph/a-africa/lion-1.jpg
 
Re: Fasten?

Hallo,
also, ich faste auch ab und zu für ein paar Tage.
Ich mache keine Nulldiät, sondern Saftfasten.
Ich habe jahrelang unter schwerer Neurodermitis gelitten, welche ich nun endlich -ohne Cortison - im Griff habe.

Wenn Du Dich in einem Forum umschauen willst:
http://www.fastenfueralle.de.

Lass Dich von gewissen Leuten nicht verunsichern, probiere es aus (am besten fragst Du Deinen Hausarzt).
Wenn es Dir nicht gut geht, dann höre wieder auf!

@Kurt
Da sieht man wieder den Schulmediziner!

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist! (und umgekehrt)
Ich stimme Dir in einem zu, nämlich darin, dass der Körper auf Sparmodus geht.
Andererseits steigt aber beim Fasten das allgemeine Wohlbefinden, die Wahrnehmug z.B. meines Körpers hat sich zum positiven verändert.
Ich bin etwas zu dick (167 cm, 60 kg), habe Neurodermitis, Asthma und diverse Allergien. Ich habe nach dem Fasten meine Ernährung umgestellt und fühle mich seither pudelwohl und fit.

Aber ich habe auch einen sehr guten Hausarzt, der nicht Pillen verschreibt, sondern der ganzheitliche Medizin betreibt.

Ich persönlich bin der Meinung, dass nicht alles wissenschaftlich erwiesen sein muss - ICH bin wichtig, und wenn ICH mich dabei wohl fühle und gesund bin - dann ist es okay.
 
immer dieses falsche Zitat!!!

Juvenal, Satiren X, 356:

"Orandum est ut sit mensa sana in corpore sano"

"Es wäre zu wünschen, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist steckte"

was bei Fastenbefürwortern nicht immer der Fall ist *grins*
 
Re: immer dieses falsche Zitat!!!

Stimmt schon zum Teil, aber mir geht es besser, und es geht ja nicht darum, wochenlang zu fasten, das halte ich auch für nicht so gut.
aber mal einige Tage finde ich okay.

Alles in Maßen - und die Bedürfnisse des Körpers nicht ignorieren!!!
 
genuss?

ich würde es nicht genuss nennen, einen halbmarathon nur mittels betaoxidation absolvieren zu müssen, weil meine glykogenspeicher leer sind...
du sagst, dass nach dem fasten die verlorengegangene muskelmasse "später" wieder aufgebaut wird. aber du bist dir hoffentlich bewusst, dass das nicht automatisch geschieht, sondern dass man dafür was tun muss!
du sagst weiters, auch unter "nicht fasten" kommt es ständig zu einem muskelab- und wiederaufbau. das stimmt nicht, denn bei ausgeglichener stickstoffbilanz wird kein muskelprotein abgebaut. das passiert nur bei negativer stickstoffbilanz, und die ist nur dann der fall, wenn das zugeführte eiweißminimum unterschritten wird (ca. 0.5g/kg). aber vielleicht meintest du das fließgleichgewicht im muskelstoffwechsel, so wie es auch zwischen der lipolyse und der lipogenese im fettgewebe besteht (dieses fließgleichgewicht ist von der energiebilanz abhängig).
zum muskelschwund: ich sprach nicht von einem "muskelschwund", sondern von einem abbau von muskelprotein im hungerstoffwechsel (der ja beim fasten gegeben ist). ein solcher ist natürlich nicht innerhalb einiger tage optisch zu erkennen. aber überleg mal, was ein täglicher verlust von 20 gramm stickstoff bedeutet. wie du weißt, besteht muskelgewebe beim erwachsenen aus ca. 80% wasser, das sind also 800g/kg und ca. 30g stickstoff/kg. das heißt, dass man beim fasten in der ersten woche mehr als 600g muskelgewebe täglich abbaut (20g N/d), also bis zu 2 kg in 3 tagen. in weiterer folge reduziert sich der N-verlust, wie ich schon gesagt habe auf ca. 5g pro tag, das entspricht immerhin noch ca. 150g muskelgewebe, somit einem verlust von bis zu 1 kg muskelmasse in 5-7 tagen. wer also 3 wochen fastet, muss mit einem muskelmasseverlust von 6-8 kg rechnen (darauf beruht der "erfolg" auf der waage.../phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif)
also erzähl bitte niemandem mehr, dass beim fasten keine muskulatur abgebaut wird und keine körperliche leistungseinbuße besteht!
nochmals: es gibt überhaupt keinen rationelle grundlage für eine fastenkur. es gibt keine "giftstoffe", die der körper damit entschlackt. ein spiritueller hintergrund scheint mir in unserer wohlstandsgesellschaft fehl am platz. auch wenn etwas nicht schadet, heißt das noch lange nicht, dass es gut für einen ist. "fasten" hat eine grundlage in jeder weltreligion, das ist mir bewusst. aber im eigentlichen sinn bedeutet es nichts anderes wie eine bewusste lebensweise und ein sich besinnen auf die wahren werte im leben. mit einem erzwungenen hungern hat es im prinzip nichts zu tun.
zu meiner kritik, die du als beleidigung aufgefasst hast: ich stellte nur fest, dass du keine ahnung vom stoffwechsel hast. das ist keine beleidigung, sondern eine tatsache. wer unwahre aussagen tätigt, muss sich kritik gefallen lassen, ohne sie als "beleidigung" aufzufassen. aber dieses reaktion bin ich in diesem forum schon gewöhnt:winke:.
gruß, kurt
 
warum glaubst du, fasten zu müssen?

nenne mir bitte deine beweggründe. medizinisch betrachtet, gibt es keine - im gegenteil, es ist sogar ungesund und deshalb alles andere als empfehlenswert. hast du einen philosophischen beweggrund?
gruß, kurt (überzeugter schulmediziner und anhänger der "evidence based medicine" und gegner irrationaler alternativmedizin - auch wenn man damit viel geld verdienen kann...:winke:)
 
Re: warum glaubst du, fasten zu müssen?

Hallo Kurt,
Du fragst nach meinen Beweggründen fürs Fasten.
Mit ca. 20 Jahren brach bei mir eine schwere Neurodermitis aus, außerdem Asthma, und diverse Allergien kamen auch noch dazu.

Ich war bei X Ärzten in Behandlung, die mir überwiegend Cortison- Salben für die Haut, Cortison-Sprays für die Lunge und noch diverse andere Mitte verschrieben.

Ich bin kein Gegner der Schulmedizin, ich halte auch Cortison bei akuten Fällen für ein gutes Mittel, aber auf Dauer...
Ich habe eine furchtbare pergamentartige Haut bekommen, und ich wurde dick und rund.

Durch Zufall landete ich bei einer Ärztin, die Schul- und Naturmedizin kombiniert.
Ich erlernte autogenes Training, um mir "innere Ruhe" zu verschaffen und die Panikattacken bei einem Asthmaanfall auf ein erträgliches Maß zu senken.
Als dann irgendwann die Symptome der diversen Krankheitsbilder abgeklungen waren, riet mir die Ärztin zu einer Fastenkur.

Danach habe ich meine Ernährung umgestellt.
Deshalb sage ich, dass das Fasten mir gut getan hat.
Ich habe seither kaum noch Beschwerden. Und das war es mir wert.
 
irrationales Kausalitätsbedürfnis!

ich dir nur sagen, dass es nicht das fasten ist, das dir linderung verschafft hat. durchaus möglich, dass du deine atopie ernährungsmäßig positiv beeinflussen kannst (durch weglassen bestimmter nahrungsmittel, die nur du herausfinden kannst) - aber das muss ja nicht gleich ein fasten bedeuten, welches unweigerlich einen "raubbau" am eigenen körper bedeutet.
alles gute,
kurt
 
A

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Re: Fasten? @kurt
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