Der PILATES Trapeze-Table

Der PILATES Trapeze-Table

Ein wahrer Könner am Trapez ( Cadillac ) ...
Im Laufe seines Lebens fertigte Joseph Pilates (1883 – 1967) über 20 verschiedene Geräte an, um den Körper zu entwickeln, zu trainieren und zu konditionieren. Seine Vision war, eine universelle Methode zu erschaffen, die den Menschen „alltagstauglich“ macht und ihn in jeder Lebenslage allzeit beweglich hält.



Unter seinen Geräten sind die unterschiedlichsten Kreationen zu finden: Der Reformer mit seinem bettähnlichen Gestell, an denen Federn und Seilzüge befestigt sind, der Chair, der ursprünglich den ersten funktionellen „Home-Trainer“ seiner Zeit darstellte und schließlich der Trapeze-Table, der an einen Schlingentisch aus der Physiotherapie erinnert.



Mit seinen am Trapeze befindlichen und an einen Cadillac erinnernden Beschlägen, erfreut sich der Trapeze Table nach wie vor großer Beliebtheit. Der Rahmen - aus massivem Holz bestehend – ist mit einer gepolsterten Liegefläche und einem aus Edelstahl gefertigten Gestell ausgestattet, an dem Federn, Stangen und Trapeze befestigt sind. Dieses Gerät ist hervorragend geeignet, um als Trainer oder Therapeut sehr differenziert anzuleiten und Trainierende taktil zu begleiten. Von allen Seiten zugänglich, können hierauf feinste Initialbewegungen im Liegen, Sitzen, Stehen, in Bauchlage und Vierfüßler-Stand angeleitet werden. Aus diesem Grund wird der Trapeze-Table insbesondere im rehabilitativen Bereich sehr geschätzt. Gleichzeitig können hervorragend raumgreifende und komplexe Abläufe ausgeführt werden, die auch jedem Pilates-Profi eine Herausforderung bieten.



Der „Assisted Roll Up“ ist eine exzellente Übung, um sich auf den klassischen Roll Up auf der Matte vorzubereiten. Die Roll-Up-Bar ermöglicht, die äußere Muskulatur loszulassen und die tiefliegende, intrinsische anzusteuern.



Geräte-Einstellung:

• Die Roll-Up-Bar (Holzstange) mit den gelben, langen Federn wird von oben befestigt (für mehr Unterstützung können die blauen Federn verwendet werden).



Ausgangsstellung:

• Im Langsitz mit gestreckten Beinen berühren die Füße die Stangen.

• Die Hände umgreifen außen die Roll-Up-Bar, die Arme sind getreckt.



Ausführung:



1. Sie atmen in die Seiten des Brustkorbes und in den mittleren Rücken vorbereitend ein. Die Schultern fallen locker und entspannt nach unten.

2. Mit dem Ausatmen aktivieren Sie den Beckenboden; die Bauchmuskeln und kippen das Becken zurück, so dass sich die Lendenwirbelsäule (LWS) beugt. Der untere Rippenbogen taucht dabei ein.

3. Die Schulterblätter ziehen aktiv nach unten zum Becken.

4. Sie rollen Wirbel für Wirbel weiter ab bis Sie schließlich in Rückenlage angelangt sind.

5. Atmen Sie erneut ein, mit dem Ausatmen beginnen Sie, das Brustbein sinken zu lassen und dadurch den Kopf mit langer, runder Halswirbelsäule (HWS) aufzurollen.

6. Weiterhin ausatmend ziehen Sie die Bauchdecke kraftvoll nach innen und rollen die Brustwirbelsäule (BWS) Wirbel für Wirbel auf bis sich der Schultergürtel über dem Becken befindet. Die gesamte WS ist hier noch in einer langen C-Kurve.

7. Aus der C-Kurve richten Sie schließlich den Rücken wieder auf bis Sie wieder in der Ausgangsstellung angelangt sind.





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