8. Stuttgarter Sportkongress - Erfahrungsbericht

8. Stuttgarter Sportkongress - Erfahrungsbericht

Bild courtesy von Allgäu-Info
Der 8. Stuttgarter Sportkongress fand im "SpOrt  Stuttgart", nur einen Steinwurf vom Mercedes-Benz Stadion und dem Domizil des VFBStuttagart statt.  Unter dem Dach befinden sich drei Sportorganisationen und zwölf Sportfachverbänden. Und während in den unteren Stockwerken und im Foyer in großzügigen Räumlichkeiten der 8. Stuttgarter Sportkongress stattfand, konnte man durch die  Innenfenster eben jenen Mitarbeiter der Sportverbände, es war ja Freitag, bei der täglichen Arbeitsroutine zuschauen. Aber das nur nebenbei.



Vom Kongress, an dem ich aus Zeitgründen leider nur einen von drei Tagen teilnehmen konnte,  nahm ich einiges an neuen Eindrücken mit,  die mich nachhaltig inspierieren werden. 



Sowohl die Vorträge  zu Beginn des Events,  als auch die  verschieden Workshop in den einzelnen Räumen beschäftigten sich mit dem Thema Bewegung und Sport "Over 50", neue  Bewegungstrends und Bewegungsformen, mit Sozialen Netzwerken, also Facebook, Googe+ & Co, mit Mitgiedergewinnung für Vereine und deren Erhalt -  und mit dem "grünen Thema Energie-Effizienz und Umweltschutz.



Die Begrüssungsvorträge im Foyer des Hauses bewiesen nicht nur,  dass die Vereine und der Vereinssport  sich sehr intensiv auf den demografischen Wander der Bevölkerung eingestellt (was laut einer Auskunft nicht immer so war), sie  zeigten auch auf,  dass der Wettbewerb zwischen Vereinen und den  klassischen Fitnessstudios in eine neue Runde geht.



Dies war unschwer zu erkennen, wenn man dem zweiten Vortrag von Hans-Georg Pompe lauschte: "Wettlauf um die Kunden auf der Lebenstreppe: 



Bindungsmanagement im Verein: Kunde - Mitglied - Mitarbeiter"



Ein Seminar befasste sich mit einem weiteren Thema in dem bisher nur die Fitnessstudio ihre Kompetenz sahen:



"Betriebliche Gesundheitsförderung, ein mögliches Standbein für Vereine?"  



Weitere Seminare und Workshops die mich beeindruckt hatten:

- "EDV, Internet - Soziale Netzwerke -Was braucht  der Verein"

 -  "Auf der Suche nach Mitgliedern - Wer nicht wirbt,  der stirbt".

-  "Wie Sie Best-Ager als Mitglieder gewinnen!" 



Auch dieses Thema, am Beispiel des TV 1860 Aschaffenburg,  fand  viel Anklang: "Pilates-  nur ein Trend oder eine Chance für vereinseigene Studios?" Sowohl das Seminar als auch die nachfolgenden Workshops mit Arc und Allegro waren bis auf den letzten Platz ausgebucht.



Dies sind alles Themen, die auf die klassischen Kompetenzen von Fitness-Studios abzielen. Die Vorträge wurden intensiv besucht, überall gab es volle Stühle und viel Interaktion zwischen Seminarleitung und Teilnehmern.



Viele diese Seminare und Workshops vermitteln  also eine strategische Bedeutung um  die Entwickung des künftigen Verständnisses eines Sportvereins. Sie brechen in die Domainen ein, die die klassischen Fitnessstudios bisher für sich reserviert sahen. Und das ist gut so! Denn Mitbewerberschaft belebt das Geschäft. Möge der Bessere gewinnen  -  zum Vorteil des Konsumenten.



"Andersherum" kann ich Fitnessstudiobesitzern und Managern den 9. Stuttgarter Sportkongress 2012 zum Besuch nur empfehlen, da viele  Themen eben auch für  klassischen Fitnessstudios von Bedeutung sind.



Auf zwei weitere Vorträge möchte ich eingehen, die so in der Fitnessbranche nie diskutiert wurden: 



Das „Energieeffiziente Vereinsheim“ ( adäquat: Das energieeffiziente Fitnessstudio?)

Energiesparen ist in aller Munde, die Klimaschutzziele sind ambitioniert - gemeinsam können wir viel erreichen. Der baden-württembergische Sport und die EnBW arbeiten gemeinsam daran, die vielen Vereinsgebäude zu Energiesparern zu machen. Erfahren Sie alles rund um die Aktion und die energetische Sanierung von Vereinsheimen, Vereinsräumlichkeiten, Turn- und Sporthallen. Fachexperten erklärten  anhand konkreter Beispiele, wie viel Energie und Kosten bei einem  Vereinsgebäude (Fitnessstudio)  durch eine Sanierungsmaßnahme eingespart werden können.



Noch einmal kurz zur unterschätzten Zielgruppe der 50+:



Ich fand ein Plakat auf dem auf "Die fünf Esslinger" aufmerksam gemacht wurde. Sofort fielen mir "Die fünf Tibeter" ein. Im Seminoar selbst, andem ich dann teilnahm klärte sich das Mißverständnis rasch.   Das Programm „Fünf Esslinger" beinhaltet die wichtigsten Übungen, die in der zweiten Lebenshälfte sinnvoll sind, um sich fit zu halten.  Die „Fünf Esslinger" werden mehr als zehn Jahren in der Region Esslingen praktiziert und seitdem wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Dr. Runge, der das Seminar leitete ist  Facharzt für Allgemeinmedizin/Klinische Geriatrie sowie für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Osteologe





In eigener Sache:  Bedanken möchte ich mich  bei der Veranstaltungsleitung für die ausserordentlich fürsorgliche Betreuung der Presse. Ohne ein zweites Mal anzufragen bekam ich per Email  und als Erinnerung ca 8 Tage vor Veranstaltungsbeginn meine Akkreditierung mit freiem Zugang zu allen Bereichen, die Info wo ich kostenfrei meinen Wagen parken konnte, das war übrigens für alle Teilnehmer des Events so.

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