Verlust von (Maximal)Kraft

speedfeet

New member
Hi!
Also ,ich höre hier immer wieder, dass die Maximalkraft bei längerer Trainingsabstinenz bzw bei auschliesslichem Kraftausdauertraining verloren ginge.
Der durch Hyperthrophie(Hyperplasie) vergrösserte Muskelquerschnitt geht doch nicht einfach zurück( ausser durch altersbedingte Prozesse wie Muskelschwund,etc).
Somit bleibt doch auch die erarbeitete Maximalkraft erhalten. Es kann sich doch eigentlich nur die inter- und intramuskuläre Koordination durch fehlendes Training verschlechtern. Welche durch Übung aber schnell wieder erreicht werden kann, oder?

Ein gebrochener Knochen vergrössert sich ja auch durch Superkompensation und ist stärker als vorher. Aber der Umfang nimmt doch nicht wieder einfach ab, ausser durch Alterungsprozesse (wobei man den Knochen ja eh nicht "trainiert").

Bitte klärt mich auf. Denn die Aussagen verunsichern mich !!


Gruss, Speedfeet:confused: :confused:
 
Die Maximalkraft ist doch auch nur eine Kraft,die du trainieren musst.Bewegt sich so im Wdh.-bereich von 4-6(ganz grob).Wenn du länger nicht trainierst,dann verlierst du doch auch an Maximalkraft.Heb mal ein best. Gewicht und tu das nach einem Monat ohne Training erneut.Du wirst den Unterschied merken.
Eine Kraft ,die man antrainieren kann,kann man auch wieder verlieren -ist doch logisch.

Mfg Del Piero
 
Original geschrieben von speedfeet

Der durch Hyperthrophie vergrösserte Muskelquerschnitt geht doch nicht einfach zurück.

Doch, tut er wohl wenn Du nicht weiter tranierst. Weil warum sollte er sonst vergrössert bleiben wenn er die Last nicht mehr bewältigen muß? Dein Körper ist schon ziemlich intelligent. Eine "Schutzfunktion" ist es u.a. sich bei schweren Belastungen anzupassen und gleichzeitig passiert das Gegenteil wenn die Belastung nicht mehr gegeben ist. Warum dann unnötig Muskelmasse mit sich rumschleppen? Das wäre aus natürlicher Sicht unlogisch für den Körper (Verschwendung von Resourcen).
Er passt sich also positiv als auch negativ an (für den Körper jedoch immer optimal).
 
Re: Re: Verlust von (Maximal)Kraft

Original geschrieben von Comeback
? Dein Körper ist schon ziemlich intelligent. Eine "Schutzfunktion" ist es u.a. sich bei schweren Belastungen anzupassen und gleichzeitig passiert das Gegenteil wenn die Belastung nicht mehr gegeben ist.

Aber so intelligent ist der Körper ja doch nicht. Denn müssen beispielsweise Marathonläufer ihr Training nach Beendigung noch Jahrelang (mit abnehmender Intensität) weiterführen, da
der Herzmuskel sowie Herzfunktion und Volumen so stark angestiegen sind und nicht von heute auf morgen wieder zurückgehen??!!??
Wieso sollte es sich mit anderen Muskelgruppen bzw Organen oder Trainingszuständen(Erhöhter Muskelquerschnitt in anderen MG) anders verhalten.
Der positive Adaptionseffekt ist sicherlich stärker als ein negativer, nicht wahr???

Toll, warum klappt die "intelligente" Anpassung nicht beim Fettabbau, das man sich durch jahrelanges Training angefressen hat.
Das bleibt fast für immer am Körper, super:D :D :mad: :mad: :D :D


Gruss, Speedfeet
 
Re: Re: Re: Verlust von (Maximal)Kraft

Original geschrieben von speedfeet
Aber so intelligent ist der Körper ja doch nicht. Denn müssen beispielsweise Marathonläufer ihr Training nach Beendigung noch Jahrelang (mit abnehmender Intensität) weiterführen, da
der Herzmuskel sowie Herzfunktion und Volumen so stark angestiegen sind und nicht von heute auf morgen wieder zurückgehen??!!??

Machen sie auch. Auch kein Hochleistungssportler hört von heute auf morgen einfach auf. Er zieht sich zwar aus dem "öffentlichen" Sport zurück was dann diesen Eindrucke entstehen lässt, hört aber nicht komplett auf und macht nichts mehr. Sie trainieren u.a. aus diesem Grund mit geringerer Intensität weiter.
 
speedfeet

Du sprichst in deinem obigen Post verschiedene Aspekte an.

Deine Max.-Kraft entwickelst du im 3-1 Wdh.-Bereich, bei (95-100%), durch eine neuronale Adaption (Anpassung), hierbei kommt es nur zu einer sehr geringen Hypertrophie (wenn überhaupt).

Wenn du im Bereich von 6-4 Wdh. trainierst, steigerst du deine Muskelmasse und da die Gewichte in diesem Wdh.-Bereich, noch sehr schwer sind (90%), kommt es auch zusätzlich noch zu einer Stimulierung deiner Max.-Kraft, nur etwas geringe als bei 3-1 Wdh.

Wenn du höher gehst und mit 10-7 Wdh. oder mehr trainierst, steigerst du vorrrangig deine Muskelmasse, es findet also eine Hypertrophie statt.

Wenn jetzt eine dieser Belastungsarten ausgestezt wird, findet innerhalb weniger Wochen ein Abtraining der jeweiligen Belastungsziele statt, welches aber schnell wieder aufgeholt werden kann.

In der Regel erreicht man ein schonmal erreichtes Level, schneller wieder, als man für den erstmaligen Aufbau benötigt hat.


Fakt ist wenn du im Kraftausdauer-Bereich (12-............) trainierst, wirst du sicherlich an der unteren Wdh.-Grenze (12-15 Wdh.) auch noch etwas Muskelwachstum stimulieren, je höher die Wdh. aber werden, um so mehr entwickelst du einzig deine Kraftausdauer.

Bei einem reinen Kraftausdauertraining, mit hohen Wdh.-Zahlen, findet kaum eine Hypertrophie statt.

Deine Max.-Kraft wird nicht mal annähernd stimuliert, nein entwickelt sich dabei stark zurück.

Wenn du also im Kraftausdauerbereich trainierst wirst du nach ein paar Wochen feststellen, das du dich im Max.Kraft-Bereich sehr stark verschlechtert hast.

Im 6-4 Wdh.-Bereich wirst du auch schlechter werden.

Einzig im 10-er Bereich kann es sein, dass du dein Level gehalten hast, vielleicht sogar etwas verbessert.


Eisenfresser
 
Das ist interessant.
In der Anfangsphase des Trainings, also so das erste halbe Jahr oder mehr (?) baut man ja auch mit höheren WH auf. Ich z.B. habe mit einem Zirkeltraining, d.h. jeder Satz etwa eine Minute angefangen und trotzdem aufgebaut.
Meine Frage: Wie lange dauert diese Phase genau? Weil ich möchte gerne den schmalen Grad zwischen Masseaufbau und Wachstum gehen, d.h. zur Zeit trainiere ich eine steigende Pyramide mit 12-8 WH.
Gibt es diesen schmalen Grat und inwiefern lohnt es sich überhaupt, auf das Wachstum zu achten (bin 18).
Sollte ich auch schon in den 10-6 WH-Bereich gehen?
Danke Honskeh.
 
Alsomit 18 würde ich aufs wachstum scheissen, ausser du bist nen ausgesprochener Spätzünder.
Wie lange diese Phase dauert ist individuell, bei mir war sie nach ca. 6-7 monaten (10kg+) vorbei.
 
Unter Berücksichtigung aller Aussagen in Verbindung mit der Tatsache ,dass die oben angeführten Kraftarten(plus) Schnellkraft ja alle fliessend ineinander Übergehen,reziprok abhängig sind und nur die Subkategorien der allgemeinen dynamischen Kraft repräsentieren, bietet sich das periodisierte Krafttraining an um die gesamte Dynamische Kraft(Schnellkraft, Maximalkraft und Kraftausdauer) ausreichend zu aktivieren. Plus Einbeziehung isometrischer und oder isokinetischer Übungen um die Statische Kraft ebenfalls mit einzubeziehen!!

Gruss, Speedfeet
 
Honskeh

Es lohnt sich immer, mit den Wdh. runter zu gehen.

Ich z.B. würde jedem Anfänger empfehlen mit wenigen Wdh. zu beginnen, nur halt das Gewicht moderat halten und erst später die Trainingsgewichte langsam zu erhöhen.

Der Grund ist ganz einfach, man kann über wenige Wdh. die Konzentration, um einen Satz sauber und kontrolliert auszuführen, besser aufrechterhalten, als bei höheren Wdh.-Zahlen, wo man zum Schluß des Satzes, wenn die Muskeln müde werden, oft unsauber wird.

Vor allem ein Beginner kann dann kaum eine saubere Wdh.-Ausführung beibehalten und wird zwangsläufig unsauber.

Bei wenigen Wdh. kommt es fast nie zu so einer Übersäuerung wie im höheren Wdh.-Bereich.




Also versuch ruhig einmal über ein paar Wochen mit 6-4 Wdh. zu trainieren, nutze dazu aber ein Trainingsgewicht womit du 10-12 Wdh. schaffen würdest.

Verwende dieses Gewicht durchgehend für 3-6 Sätze a 6-4 Wdh., für die Haupt-Grundübung.

Steigere langsam, über die Wochen, das Trainingsgewicht.

Achte darauf das du nie zu intensiv trainierst.

Wenn du keine absolute saubere Wdh. mehr herausbringst, beendest du den Satz.

Konzentriere dich auf die Wdh.-Ausführung.


Bei den Neben-Isolationsübungen kannst du ja weiterhin mit höheren Wdh. arbeiten, aber selbst die könntest du etwa reduzieren (10-7 Wdh.).

Auch dort immer auf saubere Wdh.-Ausführung achten.


Eisenfresser
 
Deine Max.-Kraft entwickelst du im 3-1 Wdh.-Bereich, bei (95-100%), durch eine neuronale Adaption (Anpassung), hierbei kommt es nur zu einer sehr geringen Hypertrophie (wenn überhaupt).
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Kraft hat nichts mit der muskelmasse zu tun...
 
Mr.Universum

So würde ich das nicht unbedingt 100%-ig unterschreiben, denn eine Zusammenhang zw. Kraft und Muskelmasse besteht schon .

Ich würde es so formulieren: "Kraft muß nicht unbedingt was mit Muskelmasse zu tun haben."

Man kann seine Max.-Kraft steigern, ohne an Muskelmasse zu zulegen.

Man kann auch seine Kraftrausdauer steigern, ohne an Muskelmasse zu zunehmen.


Eisenfresser
 
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