Putenfleisch und -haltung

Gerade unter Bodybuildern:
wer zahlt freiwillig für das KG Pute 25 statt 12 €???
Dann wäre, wenn alle Nutztiere ethisch korrekt aufwachsen dürfen, für einen Bodybuilder eine Ernährung, die ohne oder kaum mit Supplementen auskommen kann, nicht mehr finanzierbar.
 
Shit happens!

In der dritten Welt sterben jede Minute 20 Kinder an Unterernährung, weil sie sich für umgerechnet 5 cent kein Leib Brot kaufen können, aber ich soll 10 Euro mehr für ein Kilo Fleisch ausgeben.

Tolle Moral :rolleyes:

Deswegen lieber gar keine Moral ganz frei nach Nietzsche...
 
Wenn du sehen würdest wie viele Tiere gehalten oder geschlachtet werden würdest du erst recht kein Fleisch mehr essen.

Ich lebe da eher nach dem Motto: Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.;)




MfG Helle
 
Jo genau. :rolleyes:

Besonders störend finde ich immer diese Tierschutzorgansisationen, die auf offener Straße Bilder aufhängen und Videos von Schlachthäusern oder Hühnerfarmen zeigen.

Da bin ich dann immer so aufgewählt, auch wenn ich nicht hinsehen wollte, dass ich dann immer gleich einen Hamburger vor lauter Frust verdrücken muss!
 
...17 bis 25 Euro pro Kilo bezahlt. Die Mehrheit der Verbraucher kauft lieber "normale" Ware für 7 bis 11 Euro...

Ich hätte kein Problem damit bzw. das wäre es mir sogar wert. Gehen wir mal von der geringsten Differenz von 6 Euro aus, macht das einen Anstieg von ca. 50 Prozent. Ich bae mich mittlerweile an Preissteigerungen in fast allen Marktsegmenten (unfreiwilliger Weise) gewöhnen müssen. Ausserdem ist diese Angabe eh nur ein Zahlenspiel. Im Endeffekt sind bei solchen Rechnungen gleich nicht unbeachtliche Gewinnsteigerungen mit eingerechnet.

Gruss Multo
 
jo, ich mach dir da auch keinen Kopf drüber.
Diese Tiere sind sowieso zu primitiv um ein richtiges Bewusstsein zu haben.
Ohne Bewusstsein können sie über sich und ihre Situation nicht nachdenken.
Ohne darüber nachdenken zu können, können sie nicht unzufrieden sein oder Leiden.
 
Nun,erstens sind Vögel sicherlich nicht primitiv.Mit dem einen hast du recht.Es ist Nachgewiesen das zb Vögel kein Bewustsein haben,und nicht über ihr Leid usw nachden können. Da aber Vögel Säugetiere sind und keine Weichtiere wie etwa Schalentiere,Würmer,Tintenfische usw können sie auch Schmertz empfindenken .Und wenn eine Pute wochenlang eingefärcht mit zichtausenden anderen Pute in einer Halle leben muss,und sie von Küken an so mit Medikamenten gemestet werden das ihnen die Beine unter ihrem eigenen Körper wegbrechen dann ist das schon ne große sauerei!Auserdem sterben inmitten von diesem haufem regelmäßig Tiere die dann qualvoll zugrunde gehen.Und diese werden dann nicht aussoertiert sondern bleiben da monatelang liegen und verwehsen dort.Somit ist die Gefahr das sich die Tiere untereinander auch noch anstecken sehr groß.Ich möchte nicht son krankes Fiech essen wollen,auch wenn es für den Menschen nicht ansteckend ist.

Jezt zu dem Argument das mann dann ja garnichts mehr essen dürfte.Sicher sind auch die Bedingungen der Schweine und Rindhaltung nicht optimal.Ich habs hier in Ostfriesland noch besser weil viele Bauern ihre Kühe hier noch weiden lassen.Trotzdem spielt sich die Putenhaltung(und darüber ist ja das Thema)in einem ganz anderem Rahmen ab.Sicher,ganz lässt sich der Verzehr nicht vermeiden,da ja sicherlich auch in einigen Sublementen Pute verwendet wird.Ich vermeide aber dann auf übergroße Putenbrust und greife da lieber mehr zu Fisch,Schwein und ergänze das dann mit Proteinpulver.
 
Von wegen kein eigenes Bewusstsein. Wir hatten mal einen
Graupapagei, und der hatte definitiv ein eigenes Bewusstsein.
Der konnte fröhlich sein, traurig, beleidigt und eifersüchtig.
Man kann sowas also nicht verallgemeinern.

Zeigt mir mal 'ne Studie, wo das nachgewiesen wurde !
 
Wirbeltiere können sehr wohl auch zwischen angenehm und unangenehm unterscheiden.
Auf einer Mastfarm werden sich deshalb die wenigsten Truthähne wohl fühlen.
 
is ne komplizierte Sache, würde den Rahmen des Forums wohl sprengen...
mag sein, dass ich mit obiger Aussage auch nicht ganz richtig liege.
Zum Thema Neugeborene:
Stell dir mal folgendes vor:
Kannst du dich noch dran erinnern, als du 1 Monat alt warst? Nein :)
Was, wenn du damals von einem Pfleger gequält wurdest, wenn er dir weh getan hat.
Kannst du jetzt im Nachhinein mit Sicherheit sagen "ja, es war schlimm"? Du kannst dich nicht daran erinnern, nicht darüber nachdenken; es ist, als ob es nie passiert wäre.
Du hättest als Kind sicherlich schrecklich geschriehen und geweint - aber hast du den Schmerz ohne Bewusstsein "gespürt"? Du könntest genauso gut einfach darauf reagiert haben, so wie eine Maschine, der das einprogrammiert wurde.

Die Frage ist, welche Tiere auf Gefahren nur reagieren, und welche Gefühle wie Angst und Schmerz kennen!
Nur weil ein Tier aussieht, als hätte es Angst, heißt das noch lange nicht, dass es die Angst "fühlt".
Angst ist schlichtweg eine Vorkehrung der Natur - Adrenalin, Puls erhöht, extremst konzentriert - um zu überleben! Wie ein Computerprogramm ruft man das Programm "Angst" hervor. Doch passiert es einfach, oder kennen sie das Gefühl?
 
Weißt du was passiert wenn ein Neugeborenes keine Zuwendung sondern nur Nahrung bekommt? Es verkümmert und stirbt schließlich.
Gerade die ersten paar Lebensjahre sind am Bedeutendsten für die gesunde körperliche und psychische Entwicklung.
In den ersten Lebensjahren werden auch die meisten neuronalen Verbindungen geknüpft - die allesamt auf Erfahrungswerte und Erlebtem basieren.
Wird dem Baby also Schmerz zugeführt, so wird das, auf Dauer gesehen, sich nachteilig für den Menschen auswirken. Bei Wirbeltieren, die weitgehendst genetisch uns ähneln verhält es sich genauso.

Bei Insekten schaut die Sache vielleicht wieder anders aus. Die sind ja darauf einprogrammiert ihren Teil zu tun und sterben dann einfach, zb. Ameisen oder Bienen.

Vielleicht braucht ein Truthahn oder ein Schwein keinen Swimmingpool und jeden Sonntag ein Schlemmerfrühstück für 70€ im Hotel "Rio Grande", aber ihre Grundbedürfnisse und Empfindungen sind auf einer Ebene wie die der unseren. Nur missachten wir diese oft. So ist das leider.
Katzenmütter kümmern sich auch einen feuchten Dreck drum, ob die halbtote Feldmaus noch lebt, während gerade ihr Nachwuchs mit dem Opfer herumspielt.
Nur der Unterschied: die Katze versteht nicht, dass auch die Maus schmerzen haben könnte - dafür ist sie zu dumm.

Wir wissen es schon, und sehen trotzdem darüber hinweg, indem wir Tiertransporte quer durch Europa subventionieren und Gänse und anderes Geflügel bis zum Aufplatzen mästen.
Habt ihr schonmal gesehen wie Kühe oder Pferde von einem Transporter bei der Ablade herunterfallen oder geworfen werden, und dabei noch bei vollem Bewusstsein sind? Ist ja eh wurscht - ein paar Stunden später sind sie nur noch Lungenbraten oder Steak...
 
Ich hatte es im Leben auch nicht leicht. :rolleyes:

Und .....

Krieg deshalb auch nicht mehr Gehalt :D :p

In diesem Sinne .... Frohe Weihnachten



(Ist zwar nen bißchen oberflächlich, aber das Thema hier ausdiskutieren würde wohl zu weit gehen (schulterzuck))

Vielleicht öffnet ja mal im Off-Topic jemand einen Thread.

Mich persönlich würde ja mehr interessieren, wie sich das ganze Chemiezeugs was sie in die armen Tiere reinpusten auf den Menschen auswirkt (soooo toll ist Geflügel dann auch nicht mehr).

Gegen Antibiotika sind wir ja schon fast immun.
Hoffentlich fällt uns mal von den ganzen Zeugs nicht der Schnipel ab
:D
 
hallo zusammen!

es geht doch nicht darum ob diese tiere über ihr leiden nachdenken können oder nicht sondern um die schmerzen welche die tiere erleiden müssen!

ich bin für eine möglichst gute und artgerechte haltung und dann das schlachten sollte möglichst schnell und ohne leiden sein, natürlich ist dies der optimalfall und nicht die realität!

bin aber trotzdem pro fleisch!!:cool:


tschüss
 
Original geschrieben von dani18

es geht doch nicht darum ob diese tiere über ihr leiden nachdenken können oder nicht sondern um die schmerzen welche die tiere erleiden müssen!

zu einem gewissen grad gehört das aber zusammen! Ein Roboter kann auch so tun, als spüre er den Schmerz, dabei reagiert er auf elektrische Impulse.
Tiere bis zu einem gewissen Stadium sind nichts weiter als Roboter. Ihr dürft das "Leben" nicht als etwas unantastbares sehen.
Und da steht jetzt die Frage: "leidet" das Tier an schrecklichen Schmerzen, oder reagiert es nur darauf?
 
Streng gesehen ist das Nervensystem der Tiere nur eine Reaktion auf chemische Prozesse, die im Gehirn ausgewertet und dann weitergeleitet werden.
Das ist bei uns Menschen nicht anders.

Warum jault ein Hund, wenn man ihn schlägt? Warum schreit ein Mensch wenn man ihn schlägt? Wo ist der Unterschied? Nur weil zwischen diesen beiden Lebensformen ein IQ von 100 liegt?

Ureinwohner, die noch nicht über den Sinn des Lebens nachgedacht haben und nicht lesen und schreiben können, reagiert deren Körper auch nur auf den Schmerz, und in Wahrheit spüren sie ihn nicht?

Oder was willst du uns mitteilen?
 
ne, ich weiß es ja selber nicht genau.
Aber eins ist klar:
Ein Einzeller spürt keinen Schmerz.
Eine Milbe auch nicht.
Eine Fliege wohl auch noch nicht.

Wir Menschen sind davon überzeugt, dass wir ihn "spüren".

Irgendwo muss die Grenze liegen. Wenn dieser Übergang fließend ist, wird die Sache noch schwerer.

Ein anderer Theorie-Ansatz wäre folgendes:

Der Mensch hat durch sein Bewusstsein die Möglichkeit, über sich selbst zu bestimmen und Entscheidungen zu hinterfragen (das glauben wir zumindest).
Wenn die Natur jetzt uns dazu bringen will, etwas bestimmtes zu tun, braucht sie Gefühle wie Schmerz, Verlangen, Freude usw., die unser Bewusstsein beeinflussen können (aber dennoch können sie unterdrückt werden).

Ein Tier, das so primitiv ist, dass sein ganzer Tag nur Triebgesteuert ist (schlafen, jagen usw.), kann von dem "Schmerztrieb" viel leichter beeinflusst werden, als ein Tier, das sich Gedanken macht.
 
http://science.orf.at/science/news/74545

womit sich die Frage nicht mehr stellt, ob auch einfache Säugetiere oder Vögel Schmerz spüren, und wenn, ob die Schmerzintensität gleich hoch wie beim Menschen ist.

Wenn du noch immer Zweifel hast lass es mich wissen!

Anmerkung: der Mensch ist auch nur ein Tier, jedoch mit einer viel höheren Intelligenz, die es ihm erlaubt, manchmal Triebe zu unterdrücken und Dinge zu tun, auf die kein Tier kommen könnte.
Mehr ists aber auch nicht.

Und oft gehts halt auch bei den Menschen sehr primitiv zu, soll heißen auf die Grundtriebe gerichtet

zb hier
oder
hier
und vor allem für viele Frauen als ehemalige Sammlerinnen ;)
das

Das sind doch die Dinge um die sich unser Leben dreht. Nur einen Bruchteil verbringen die meisten mit anderen Dingen, die nur hochentwickelte Lebewesen wie der Mensch in der Lage sind zu verstehen, so wie ich zb mit Stochastik ;)
 
Zurück
Oben