@ Zausel
In dem Nachbarthread hab ich dir ja einen Link geschickt, in dem Sisco mehrere Gründe aufzählte, warum 1-Satz-Training evtl. doch nicht das nonplusultra sein könnte oder besser gesagt, dass für mancherlei Hinsicht das Mehrsatztraining von Nöten sein könnte.. Eben mit ihm habe ich auch mal in mehreren PM`s über die benötigte Satzzahl für eine Muskelgruppe diskutiert. Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr ganz genau an alle einzelnen Punkte erinnern, die er aufzählte. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es so sei, dass eine einzige Übung einen Muskel ja immer nur über einen gewissen Bewegungsspielraum belasten könnte, beispielsweise Scott- und Langhantelcurls. Scottcurls belasten den Bizeps ja vorwiegend im untern Ansatzbereich zum Arm hin, während Langahntelcurls ja wiederum mehr den mittlereren Gesamtbereich belasten (oder so in der Art). Solltest du beispielsweise immer nur eine einzige Übung machen,z.B.Scottcurls, so würdest du nie das optimale aus deinem Armtraining holen können, da du vorwiegend den untern Anteil belasten würdest.
Ich meine mich ebenfalls erinnern zu können, dass Sisco 2-3 Sätze in jedem Fall für eine Muskelgruppe empfahl. Hierbei kommt es sicherlich auf die Größe an, beispielsweie für den Quadrizeps sei z.B. eine kombi aus Kniebeuge, Frontkniebeuge und Sissy-Kniebeugen empfehlenswert, da man mit ihnen alle Teile des angesprochenen Muskels ausgelastet hätte. Sicher bin ich mir dabei aber nicht mehr, also wie gesagt, alles ohne Gewähr
Du schreibst:
"Ob ich einen Curl für den Bizep mit Hantel,Kabel oder sonstwas mache,ist dem Bizep egal.Die Übung die ihn am meisten fordert-nämlich die die NUR den Bizep fordert,und nicht noch tausend Hilfsmuskeln-ist die effektivste.Es macht doch überhaupt kein Sinn noch irgendeine andere Übung hinterher zu machen,oder?
Und bei Brust?Ob die Brust nun durch BD oder Butterfly belastet wird ist ebenfalls schnuppe-oder fehlen mir jetzt ein paar Gehirnwindungen?"
Hier wiedersprichst du dir ja zum Teil selber:
Du gehst davon aus, dass du lediglich eine Übung machen müsstest, die den Muskel quasi alleine belaste, ohne weitere Hilfsmuskeln zu belasten, stimmts? Gleichzeitig gehst du aber davon aus, dass es egal sei, ob man nun Bankdrücken oder Butterfly machen würde. Bankdrücken beansprucht neben der Brust noch zahlreiche weitere Hilfsmuskeln, Butterfly nicht!Ergo: Denkfehler.. Nach deiner Theorie KÖNNTE oder ich sage besser mal DÜRFTE man nur noch Isolationsübungen machen, da Grundübungen ja zu viele Hilfsmuskeln beanspruchen (Interessant: Rückenmensch Werner Kieser teilt ebenfalls diese Meinung). Der Haken an der Sache ist aber, dass vorwiegend schwere Grundübungen die Wachstumshormonausschüttung ankurbeln, was wiederum fürs Muskelwachstum unentbehrlich ist (Bsp. Kniebeuge, Kreuzheben, Klimmzüge etc.).
Du siehst, ganz so einfach ist das nicht...
Ich persönlich bin der Ansicht, dass ein reines Isolationsübungstraining im rehabilitativen medizinischen Bereich sicherlich von Vorteil ist, da man sich dort alleine auf den Muskel konzentrieren kann, und nicht unbedingt auf eine Wachstumshormonausschüttung angewiesen ist, zumindest nicht auf eine derart hohe. Um einen richtig muskulösen und massigen Körper aufzubauen, wird man aber nicht um das Training mit Grundübungen herumkommen(,auch die die dortige Mitbeanspruchung der Hilfsmuskeln ist enorm wichtig, da Koordniation erforderlich -> Stimulation weiterer Muskelfasern).
Aber wie gesagt, das ist meine subjektive Meinung!
Gruß
TB