LWS-Bereich-Schmerzen/Frage nach Blockadenerkennung

Danke skyguide, auch wenn jeckyll den Test wieder durch seine Aussage etwas entkräftet.
Hab ihn jedenfalls gerade ausgeführt, zunächst mit dem gestreckten rechten und anschließend mit dem gestreckten linken Bein. Kein Schmerzgefühl (hab es bis 90° angehoben)!

Die Beinlängendifferenz ermittelte der Orthopäde, indem ich mich auf den Behandlungstisch setzte und er meine Beine bzw. Füße fasste und sie gegeneinander hielt. Ich glaub, dass die Differenz bei ca. 1,5 cm lag, kann aber auch 1 cm gewesen sein.
 
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Re: LWS-Bereich-Schmerzen/Frage nach Blockadenerkennung
@jeckyll: Ich habe das Gefühl wir Missverstehen uns da etwas. Bei einer Symptomatik mit LWS Bereich und einem negativen Laséque gehe ich davon aus, dass es sich um eine pseudoradikuläre Symptomatik handelt.
Ein positive Laséque bedeutet jedoch nicht zwingend ein discus prolaps oder eine discus hernie.

Für eine radikuläres Kompressions-Syndrom im LWS Bereich sind m.E. folgende Zeichen zwingend:

- positiver Laséque
- Anlaufschmerz
- Hustschmerz
- Schmerzreaktion beim Klopfen auf Dornfortsatz

Sind dieses Zeichen nicht vorhanden, kann sehr wohl noch ein discus prolaps vorliegen, wie er bei jedem Menschen wohl vorkommt und auch auf nem MRI sichtbar wird, dieser ist dann jedoch nicht die Ursache der Beschwerden.

Deshalb gehe ich dann primär von einem spondilogenen Syndrom aus.


@TB: hmmm, ich würde die Beinlängendifferenz nochmals prüfen lassen, am besten z.B. von einem orthopädischen Schuhmacher. Diese Beschreibung des Verfahrens scheint mir nicht sehr zuverlässig um eine anatomische Beinlängendifferenz zu ermitteln.
Eine funktionelle Beinlängendifferenz kann z.B. auch durch einen "Beckenschiefstand" verursacht werden (ISG-Blockierung) und lässt sich durch die entsprechende Mobilisation beheben.
Eine anatomische Beinlängendifferenz von 1.5cm würde ich zu 50% korrigieren, deshalb die Frage nach der Korrektur bzw. der Einlage.
Wenn das Becken schon mal nicht gerade steht, wird das alles über die WS korrigiert und es ist m.E. sinnlos oben was zu korrigieren, solange die Basis nicht stimmt.


Gruss Skyguide
 
@Skyguide

Stimme zu.:)

Bzgl. der BLD:
Voll ausgleichen würde ich auch nicht. Bei uns wird in 0,5cm Schritten ausgeglichen, demzufolge würde ich eine BLD v. 1,5 cm um 1 cm korrigieren. Ich bin kein orthopädischer Schuhmachermeister, aber einen Ausgleich um 0,75cm habe ich noch nicht gesehen. Ich kenne es nur in 5mm Schritten beginnend bei 1cm. Zur Prüfung der BLD verwende ich versch. dicke "Unterlegbretter" in 0,5cm Schritten. Oder ich messe sie in Rückenlage direkt.

jeckyll
 
@ skyguide& jeckyll

Also meint ihr ich sollte einfach nochmal in den Laden gehen, der meine Einlage anfertigte und diesen nochmal darum bitten, die Differenz noch einmal zu ermitteln?

Eine andere Frage zu diesem Thema:
Was bringt einem eigentlich eine Einlage zuküntig gesehen? Hört sich jetzt echt bekloppt an, aber wächst das eine Bein "nach" oder wie kann ich mir das vorstellen?
Anderenfalls müsste ich die Einlage ja quasi den Rest meines Lebens tragen..

Wie würdet ihr jetzt weiter mit meinem Rückenporblem verfahren? Was soll ich tun? Wie lange noch warten bis ich einen Orthopäden aufsuche?

Mein Plan:
Kreuzheben erstmal weglassen, gründliche Hyperextensions auf der Schrägbank mit Aufrollbewegung der WS jeden 2. Trainingstag mit 3 Sätzen zu je 15 Wiederholungen ohne Gewicht ausführen(ich tat es letzte Woche bereits -> ich spürte noch nie in meinem Leben so deutlich die Muskelarbeit meines unteren Rückens, hatte fast 4 Tage danach noch Muskelkater). Sind die Schmerzen Anfang der nächsten Woche nicht weg bzw. deutlich gelindert, Osrthopäden aufsuchen..


Gruß&Dank mal wieder
TB
 
Ich würde die Einlagen durchaus noch mal überprüfen lassen.

Das Bein wächst nicht nach, schön wär´s.
Die Einlage mußt Du also weiterhin tragen. Ein Problem bei unterschiedlich langen Beinen (anatomische BLD) ist, daß dadurch ein Beckenschiefstand resultiert. Daraus folgt kompensatorisch eine Seitverbiegung der Wirbelsäule, S-förmig bei Aufsicht von hinten. Kann man sich so vorstellen, daß die Schiefe in einer Richtung durch darüber gelegene Teile mittels einer Neigung zur anderen ausgeglichen wird, um in der Summe gerade zu bleiben und nicht wie der schiefe Turm von Pisa in der Landschaft zu stehen. Was aus einer unphysiologischen Krümmung der Wirbelsäule folgen kann, ist klar => Fehlstatik => Fehlbelastung => Schmerzen. Bleibende Schädigung z. B. Arthrose möglich.

jeckyll
 
@jeckyll: ich habe schon mit eigenen Augen gesehen wie mit den Unterlegbrettern versucht wurde die Beinlänge zu ermitteln und dabei am Becken gemessen wurde bei bestehender ISG-Blockierung :(. Genauso Patienten bei denen eine funktionelle Beinlängendifferenz mit Einlagen korrigiert wurde und das bezgl. der anatomischen Situation genau seitenverkehrt war.

@TB: wie sieht's denn bezüglich Ruhetonus bei deiner Rückenmuskulatur aus ?

Gruss Skyguide
 
@Sky
Da wären wir dann bei der variablen BLD nach Derbolowsky.:D
Und der Frage, ob´s die überhaupt gibt. Die versch. Schulen streiten sich.:rolleyes:
Aber eine vernünftige Chirodiagnostik gehört für mich sowieso dazu.

jeckyll
 
@TB: ich meine damit, wenn du entspannt liegst (am besten wäre natürlich ne kyphosierte Lagerung), wie sich die Rückenmuskulatur dann anfühlt, ist sie hart oder lassen sich myogelosen (örtlich begrenzte Verhärtungen in der Muskulatur) tasten ? Dabei interessiert natürlich auch die Aussage, welche Muskeln allenfalls verhärtet sind.

Gruss Skyguide
 
Habs mal versucht zu texten, ist aber meiner Meinung nach extrem schwer jetzt darüber ein Urteil abgeben zu können. An welchen Stellen es sich jetzt besonders "hart" oder besonders "normal" anfühlt mag ich jetzt nicht beurteilen. Kommt sicherlich auch darauf an, wo man es zu fühlen versucht: Ziemlich nahe an der Wirbelsäule? Eher weiter außen? Ich bräuchste eine genauere Anleitung! Worüber kann/soll dieser Test den Aufschluss geben?
 
@TB: lass doch einfach mal zarte Frauenhände nach verhärteten Stellen in deiner Rückenmuskulatur suchen ;).

Jegliche Probleme im Bewegungsapparat sind schlussendlich ein gestörtes Zusammenspiel von aktivem (Muskulatur) und passivem Bewegungsapparat (Knochen, Bänder...). Diese Komponenten beeinflussen sich gegenseitig.
Um einen stabilen Zustand zu erreichen, müssen beide Anteile wieder "im Lot sein". Wenn nur die knöcherne Situation zurechtgerückt wird aber muskuläre Dysbalancen in Bezug auf Stärke, Länge oder Ruhetonus bestehen, ist dies nicht von Dauer.
Dasselbe gilt auch umgekehrt. Eine therapeutisch gesenkter Muskeltonus z.B. bleibt auch nicht stabil, wenn die Gelenksituation nicht stimmt.

Gruss Skyguide
 
A

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Re: LWS-Bereich-Schmerzen/Frage nach Blockadenerkennung
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