konzentrisch vs exzentrisch

Wolge

New member
hi

eigentlich ist doch die negative phase der bewegung diejenige inwelcher der muskel "wächst" d.h. nahm ich bis jetzt an (und praktizierte) eine kadenz von 3/1/4 - 3/1/5 bis 4/1/5

in vielen vorgeschlagenen programmen, profi programmen etc etc...

sehe ich jedoch die positive bewegung langsamer als die negative? sowas wie 5/0/2...WHY??????? Vorteile?
 
A

Anzeige

Re: konzentrisch vs exzentrisch
der muskel wächst nicht beim training, sondern danach. mach dir keinen kopf um die genauen kadenzen, es gibt wichtigeres.
 
ja?!...:)) ja aber das ist keine antwort...:))

wills trotzdem wissen weils mir nicht einleuchtet, vielleicht hilfts ja beim training...(will bald mal dr dardens masse training probieren, dort ists genauso...superlangsame wiederholungen)
 
Ich hatte mich auch schon gefragt, warum z.B. eine Kadenz von 10/5 machen, wo es doch immer heißt, die negative Phase ist wichtiger.

Ich habe eine mögliche Antwort in den HIT FAQ's, die ich mir mal von cyberpump.com runtergelden habe, gefunden.

Dort lautet das Zauberwort Reibung. Hier mal die wichtigsten Erkenntnisse von mir zusammengefasst:

Die ganzen HIT-Programme (dort wird am Beispiel von Superslow argumentiert) sind ja nicht erst gestern entstanden, sondern schon vor einiger Zeit. Und damals verursachten bestimmte Maschinen viel Reibung (z.B. die beliebte Beinpresse). Die Reibung, die wirkt, erschwert dabei die positive Bewegung, erleichtert aber die negative Bewegung (d.h. in der positiven Phase gilt "Gewicht plus Reibung" und in der negativen Phase "Gewicht minus Reibung"). Ich bin kein Physiker, aber es scheint wohl so zu sein.

Jetzt mal etwas konkreter:

Im Falle der schon angesprochenen Beinpresse wirkte eine Reibung von 50%. Stellte man bei den Steckgewichten also 100 kg ein bzw. verwendete 100 kg an Gewichtsscheiben (falls es eine Beinpresse ohne Steckgewichte war), dann drückte man in der positiven Bewegung eigentlich insgesamt 150 kg (150 kg = 100 kg Gewichte + 50 kg zusätzlich wegen der Reibung (50% von 100 kg)). In der negativen Phase musste man aber nur noch gegen 50 kg ankämpfen (50 kg = 100 kg Gewichte - 50 kg wegen der Reibung), weil in diesem Fall ja die Reibung die Sache erleichterte.

Deswegen, weil die negative Phase im Gegensatz zur positiven Phase ja viel zu leicht war (150 kg positiv vs. "nur" 50 kg negativ), führte man die negative Phase viel kürzer als die positive aus, weil sich sonst der Muskel während der negativen Phase zu sehr erholen konnte (d.h. z.B. 10 Sekunden positiv und nur 2 Sekunden negativ).

Natürlich wurden die Maschinen aber immer besser (d.h. weniger Reibung), so dass später auch die negative Phase etwas länger gehalten wurde. Im konkreten Fall von Superslow hat sich deswegen eine 10/5-Kadenz eingebürgert.

Bei bestimmten Übungen, wo die negative Phase betont werden soll oder auch wo fast keine Reibungskraft wirkt, hat sich hingegen eine 10/10-Kadenz etabliert (d.h. positive und negative Phase gleich lang).

Mein Fazit:

Die ganze Geschichte mit der längeren positiven Phase rührt vermutlich von den Reibungskräften bei bestimmten Maschinen her, was auch ziemlich einleuchtend klingt. Bei modernen Maschinen, wo kaum Reibung entsteht, kann diese Thematik aber vernachlässigt werden. Und natürlich v.a. auch bei freien Gewichten. Denn dort entsteht ja diese Reibung nicht.

Wie gesagt, es ist nur ein Erklärungsversuch. Vielleicht gibt's ja auch noch bessere...
 
hmmm ich weiss net...weil buch von dr darden super slow wiederholungen machste ja auch mit allen Hantel übungen...hast du schon gemacht??? er verspricht ja riesen zuwächse und sollte es eigentlich wissen:- ) das buch ist glaub ich auch erst 1 oder 2 jahre alt...

naja weiss net 3x30 min pro training (dabei trainier ich gern viel:-(() viele sagten mir mit superslow kommste gleich ins übertraining...10 sekunden ist auch ne laaaaaaaange zeit

werde trotzdem glaube ich nächste woche das super slow in verbindung mit einer keto starten, na wenn schon denn schon...lol
 
@ Moleman

Interesante Theorie. Leider denke ich ist sie absolut falsch :)
Das mit der Reibung ist nicht ganz so richtig.

Natührlich entstehen Reibungen bei der Beinpresse zwischen den beweglichen Teil den man bewegt und dern Führungschienen. Allerdings werden diese Schienen geölt und erzeugen somit eine vernachlässigbar kleine Reibung die nicht Spürbar ist.

Der Unterschied zwischen positivem und negativem Bewegungsablauf ist dieser, dass man beim Hochdrücken eines Gewichtes gegen die Gravitation ankämpfen muss. Dass bedeutet, dass man eine viel größere Kraft erzeugen muss um das Gewicht zu heben als es zu halten. Wenn man nähmlich das Gewicht runterlässt, also negative Phase, so muss man ledeglich eine Kraft aufbringen die das Gewicht abbremst bzw. haltet. Desto schneller man ein Gewicht runterlässt desto geringer ist diese Haltekraft, die das Gewicht abbremmst. Beim Heben beschleunigt man also das Gewicht gegen die Gravitation. Beim Senken bremst man es gegen die Gravitation ab.

Is eigentlich eh loogisch.....

CU RaskRask
 
@RaskRask:

Ich war damals in den 80er Jahren natürlich nicht dabei und gebe daher nur das wieder, was geschrieben wurde. Anscheinend gab es früher aber wirklich Beinpressen, die so viel Reibung verursacht haben.

Hier mal ein Auszug vom Original-Wortlaut:


"Few of the Nautilus machines used in the osteoporosis study [1982-86] were designed and manufactured with bearings. Most used bearings of exorbitant friction and were barely acceptable -- certainly less than ideal -- for Super Slow application.

One of the most important exercises - leg press - was originally performed on the early-vintage Compound Leg machine. Although this machine was the lowest-friction Leg Press we could locate, its friction required a positive contraction less than 8 seconds. Any slower and the mechanism stuck...broke loose...stuck...broke loose with static friction - "stickion".

Since apparatus friction exceeded 50 percent and negative work was almost meaningless in this Leg Press, the negative phase was performed in approximately 2 seconds - all but dropping the weight.

Once the Nautilus Leverage Leg Press - bearings throughout - replaced the Compound Leg, the specific leg-press protocol changed to: Positive -- 10 seconds, Negative - 10 seconds."



Also erst mit moderneren Beinpressen war es möglich bzw. sinnvoll auch die negative Phase zu betonen.

Das mit der Reibung gilt, wie schon gesagt, nur für Maschinen die auch viel Reibung verursachen. Bei freien Gewichten oder Beinpressen wie du sie beschreibst, verhält es sich natürlich anders.
 
@Wolge:

"weil buch von dr darden super slow wiederholungen machste ja auch mit allen Hantel übungen"

-> In einem anderen Forum habe ich auch mal eine Diskussion zum Thema Darden verfolgt. Die konnten sich auch nicht wirklich erklären, warum nun ausgerechnet 10/5 und nicht etwa 5/5 oder 10/10, etc.


"hast du schon gemacht???"

-> Ich hab noch nie Super Slow trainiert.


"er verspricht ja riesen zuwächse und sollte es eigentlich wissen"

-> Ich habe auch schon von anderen gehört, die Programme von ihm gemacht haben, dass sie etwas bewirken. Aber die Zuwächse sind sicher nicht ganz so utopisch, wie es Darden beschreibt.


"das buch ist glaub ich auch erst 1 oder 2 jahre alt"

-> Die Originalausgaben sind schon etwas älter. "Massive Muscles in 10 Weeks" ist von 1987 und beispielsweise
"Bigger Muscles in Forty-Two Days" von 1992. Vielleicht wurden die Bücher aber in der Zwischenzeit auch gründlich überarbeitet. Ich habe sie nicht gelesen...


"naja weiss net 3x30 min pro training (dabei trainier ich gern viel:-(() viele sagten mir mit superslow kommste gleich ins übertraining..."

-> Wirklich 3x30 min pro Training? :eek:
Detailliert habe ich seine Programme noch nicht begutachtet, aber ich habe schon gehört, dass sein Training super hart sein soll. Es gibt sicher viele, die seine Programme wieder abbrechen oder auch stark modifizieren. Insbesondere wenn man vorher noch nie ähnlich intensiv trainiert hat, ist es nicht einfach. So ein Programm ist auch eher für den fortgeschrittenen Athleten gedacht. Wenn du noch nicht viel Trainingserfahrung hast, dann würde ich es zunächst auf die lange Bank schieben...
 
das mit der reibung kann natürlich sein. hab auch nur meine theorie dazu geschildert. bin kein wissenschaftler :)

cu RaskRask
 
all

Ich denke das die Kadenz überhaupt keine wesentliche Rolle spielt.

Sicher wenn man die Wdh.-Geschwindigkeiten ändert wird der Körper auf diese Neuerung reagieren und Kraft und Muskel aufbauen, aber ich halte es für falsch, einen übermäßigen Wert auf irgenwelche Kadenzen zu legen.

Das Wichtigste ist einfach sauber und kontrolliert zu trainieren.

Ich z.B. leite meine Wdh. immer mit einer langsameren, kontrollierten negativ Bewegung ein (keine Sekundenangabe, einfach nach Gefühl), dann folgt, in der Kontraktionsposition, ein kurzer Haltepunkt (auch nach Gefühl, etwa 1-2 Sek.) und zum Schluß drücke ich dynamisch, aber kontrolliert rauf.

Es kann nicht schaden auch in der Streckposition etwas zu halten.

-Bei manchen Übungen beginnt man ja mit einer positiven Bewegung (z.B. Klimmzüge), da gilt das Ganze dann genauso, also erst eine dynamische pos. Bewegung, dann halten und langsam neg. Bewegung.-

Ich denke dieser ganze -Kadenz-Mist- lenkt vom eigentlichen Training nur ab.

Laßt euer Gefühl entscheiden, trainiert sauber, IMMER.

Wenn man beim Training auf die Uhr schauen muß oder ein Trainingpartner mit der Stoppuhr daneben steht lenkt das ab, jedenfalls mich.

Ich bin Kraftsportkler und kein Leichtathlet!!

Im Kraftsport sollte die Uhr nur den Sinnhaben, zu überprüfen das die Pausen nicht allzu lang werden und das die Gesamttrainingszeit nicht allzu lang wird.

Ist natürlich nur meine bescheidene Meinung.

Gruß Eisenfresser
 
naja denke dass die kadenz schon eine grosse rolle spielt so von wegen adaption etc...

also nomalerweise würde es mehr sinn machen die exzentrische langsamer auszuführen um sie gleich hart zu gestalten...

die erklärung die ich habe ist dass ich mal gelesen habe, dass falls du die exzentrische phase zu langsam oder zu intensiv machst das bindegewebe schaden nehmen kann, aber wie genau das vonstatten gehen kann weiss ich nicht mehr...

naja ich trainier zwar nicht mehr soviel wie früher aber jetzt schon seit ca 4 jahren, und immer noch mit kraft, cardio, und spezial trainings bis zu 13-14h pro woche...bin mich also an hartes training gewöhnt...hm denke werd das training mal 6 wochen ausprobieren in verbindung mit ner positivien kaloirenbilanz in der keto...(wenn mir vorher von den vielen würsten nicht schlecht wird...)
 
Wolge

Genau das schrieb ich auch am Anfang meines Post`s.

Eine Änderung in der Kadenz bzw. (was mir besser gefällt) in der Wdh.-Ausführung hat auf jeden Fall zu Folge, dass der Körper geschockt wird und mit Kraft- bzw. Muskelwachstum reagiert.

Aber ich denke dass man mit einer zyklischen Änderung der Belastungsart (Max. oder Hypertr. oder Kraftausd. u.s.w) den Körper genauso schockt, wenn man dann noch alle paar Wochen die Übungen wechselt, liegt man richtig.

Dann braucht man sich keine Gedanken über irgedeine "Kadenz" zu machen!!!!

Eisenfresser
 
klar aber wenn du mal 4 jahr trainiert hast bist du mit allem durch:)) aber seh schon was du meinst...danke noch für die maxkraft pläne...so was meinte ich eigentlich auch mit dem ganzk.....werde nach meinen 6 wochen superlangsame wh programm anfangen zu periodisieren...weiss nur noch nicht ob ich eher auf hit oder au volumen (wie bisher) gehen soll...hab von beidem sehr gute trainingspläne...
 
A

Anzeige

Re: konzentrisch vs exzentrisch
Zurück
Oben