Kleine Muskeln?

TzTz

New member
Hi, bin grad bisschen unschlüssig, was is da dran, dass es so kleine muskeln z.b. unter den deltas gibt in der Schulter, die man normalerweise nicht mittrainiert? Ein Freund meinte, die kann man nur mit leichten gewichten trainieren, weil sonst der große die ganze arbeit macht, und ich meinte das wär unsinn weils doch keinen sinn macht dass sich die kleinen nur anspannen wenn der große nichts macht, und vor allem dass der große sich bei kleinen gewichten nicht anspannt, aber ich kenn mich einfach nicht so gut aus auf dem gebiet also was meinen die experten? :D

Zudem war die übung die er vorschlug meiner meinung nach schwachsinn: Hanteln links und rechts und dann wie schulterheben, nur halt hantel oben behalten und dann immer seitlich und nach vorne mit den armen... also so ne art viertelkreis-butterflymäíge bewegung... nur müssen die besagten muskeln (sollen angeblich in der brust sein) dabei ja praktisch nichts leisten als nur den arm nach vorne zu bewegen, weil das gewicht in der hand in dem sinne ja keinen widerstand leistet (im vergleich zu butterfly z.b.) und man schafft so locker 50 wiederholungen vor und zurück womits ja eigentlich schwachsinn wäre? wahrscheinlich isses das auch aber wie kann ich ihm das klarmachen :confused:
 
geht weniger um mich als um ihn... man muss ihm doch darlegen können, dass das keinen sinn macht?
 
wenns aber offensichtlich nix bringt und unsinn is dann würd ich ihm das halt gern klar machen und nicht einfach übungen machen lassen die nix bringen, ich mein an seiner stelle müsst ich wahrscheinlich auch erstma übereugt werden
 
Er meint offensichtlich die Rotatorenmanchette. Hier entsteht ziemlich schnell eine Dysbalance, weil die Innenrotatoren bei BD und ähnlichem trainiert werden während die Aussenrotatoren auf der Strecke bleiben. Das die Innenrotatoren stärker sind ist schon beim untrainierten meist so, doch das Krafttraining verstärkt das Ungleichgewicht noch.

Die Folge ist meist eine Schulterverletzung/Schulterschmerzen und dann ists vorbei mit Krafttraining bzw. es muss erst einmal rehabilitiert werden.
Mit ein wenig Aufwand ca. 2*/Woche kann man das Risiko stark minimieren.

Von den Rotatoren wissen wenige Trainierende, weil sie zum einen keinen großen Schimmer von Anatomie (nur die absoluten Basics bekommt man im Studio mit) haben und zum anderen das Hauptaugenmerk auf die großen Muskel des Körpers legen, die man auch sieht.

Hier mal ein sehr guter Artikel zum Thema:

Rotatorentraining

Ciao DerAmboss
 
stimmt alles was du da sagst und ich kann davon ein Lied singen .allerdings halte ich die beschriebene Uebung als wenig hiflreich um die Rotatoren geziehlt zu trainieren .dafuer gibt es wesentlich bessere Uebungen falls die beschriebene Uebung dort ueberhaupt etwas bringt.
 
er meinte halt dass man die nur mit leichten gewichten trainieren kann, auch wenn man dann so 100 wdh schafft... aber man müsste doch auch diese muskeln mit so schweren gewichten trainieren können dass man so 15 wdh schafft... er meint halt die werden dann gar nicht erst angespannt weil bei so großen gewichten die großen alles alleine machen... kann ich mir aber nur schwer vorstellen... naja auf jeden fall danke für den hinweis ich werd das lesen und berücksichtigen ;)
 
TzTz schrieb:
er meinte halt dass man die nur mit leichten gewichten trainieren kann, auch wenn man dann so 100 wdh schafft... aber man müsste doch auch diese muskeln mit so schweren gewichten trainieren können dass man so 15 wdh schafft...


kann man natuerlich auch .wenn man aber nur seine Rotatoren staerken will um Verletzungen vorzubeugen braucht man nicht bis zum MV zu traineren.
 
ok aber dann sollte man doch trotzdem noch was spüren und nicht 5 minuten lang die übung machen können und immernoch keine anstrengung spüren...
 
TzTz schrieb:
ok aber dann sollte man doch trotzdem noch was spüren und nicht 5 minuten lang die übung machen können und immernoch keine anstrengung spüren...


wie gesagt die Uebung ist m.M. nach mist.
die Uebungen die bei Ironsport beschrieben sind ,sind wesentlich besser wenn man die Rotatoren trainieren will.es gibt auch noch andere .
mache sowas immer als Aufwaermtraining vor jeder TE und weil ich die Schulter noch brauche nehme ich leichte Gewichte und mach zwischen 10 - 20 WDH.
reicht voellig.
 
Würde die Rotatoren aber eher nach dem Training trainieren, da sie beim Bankdrücken etc. ja stabilisierend mithelfen sollen und man sie deswegen nicht vorher belasten sollte. Indem man sie vorher schwächt erreicht man imo ja das Gegenteil vom angestrebten.
L-Flys und Cuban Rotation mache ich im Moment (2*/Woche jeweil 2*20+) und ich denke es wirkt.

Ciao DerAmboss
 
Man kann die Rotatoren auch vor einer Grundübung wie BD trainieren, manche kommen gut zurecht damit. Ich würde es aber auch umgekehrt machen.

Aber es ist unnötig, diese kleinen Muskeln speziell zu trainieren. Bei speziellen Trainingsphasen oder bei speziellen Indikationen kann es nötig sein.

Diese kleinen Muskeln werden ohnehin immer "mittrainiert". Häufig kommt ihnen eine Stabilisierungsfunktion zu, und die kann man nicht ausschalten. Soll heißen, auch die Rotatoren werden z.B. beim BD mitbeansprucht, da sie ihre Schulter stabilisierende Funktion natürlich ausüben müssen.





jeckyll
 
wenn man noch keine Probleme hat, ist es sicherlich besser sie nach dem Training ranzunehmen.
habe nur fuer mich(der schon Probleme hatte ) herrausgefunden das es vor dem Training am meisten bringt weil die Uebungen die komplette Schulter mit Baendern und Sehnen gut aufwaermt.
 
ah jeckyll :) bei dir vertrau ich darauf dass du dich damit ganz gut auskennst ;)

also kann man zusammenfassend sagen, dass es eigentlich keine "kleinen" Muskeln gibt, die nur durch das Verwenden besonders niedriger Gewichte trainiert werden? Und vor allem keine die man z.b. zum entwicklen einer höheren Schnellkraft braucht? Denn die kleinen wirken ja so wie ich das verstanden habe wenn, dann eher stabilisierend, oder?
 
Durch die Muskelgröße variiert auch die absolute Kraft des Muskels das ist schon richtig.

Doch weder die Übung noch die anderen Ausführungen deines Freundes waren imo richtig.

Die Rotatoren trainiert man nur mit wenig Gewicht um sie nicht gleicht zu verletzen was ja den gegenteiligen Effekt hätte den man beabsichtigt. Man trainiert sie mit wenig Gewicht und vielen Wiederholungen ohne ans MV zu kommen um sie nicht zu sehr für ihre Stabilisierungsfunktion zu schwächen aber trotzdem einen Trainingseffekt zu haben.

AFAIK kommt es bei Krafttraining auf Basis der Grundübungen über kurz oder lang zu einer Dysbalance der Innen- zu den Aussenrotatoren. Weil die Innenrotatoren stärker belastet werden bei einigen Druckübungen. Das ist es dann was Probleme machen kann und meistens auch macht.

Ich persönlich habe das Rotatorentraining und Dehnen ins Programm mitaufgenommen, da ich anfing Probleme zu bekommen und es wurde dadurch gut und vor allem auch schnell besser.

Ciao DerAmboss
 
hm kannst du dazu übungen empfehlen? Ich hab auf dieser Seite nachgeschaut http://www.exrx.net/Exercise.html da stand auch was von diesen L-Flies... sind diese 1 oder 2 übungen ausreichend?

Ich meinte: es macht doch keinen Sinn diese Muskeln 5 Minuten am Stück zu trainieren? Welcher Wiederholungsbereich wäre denn in etwa angebracht? Ich vermute mal zwischen 20 und 30?

Und da das sowieso mein Thread is stört wohl auch niemanden wenn ich ein anderes Thema anschneide: Dehnen

Ich hab da widersprüchliches gehört über den Nutzen/Schaden davon. Manche gehen sogar davon aus das Dehnen vor dem Training schlecht ist, weil die Stabilisierung dann leidet. Andererseits hört man, dass es einen nicht unerheblichen Einfluss auf Durchblutung, Wachstum, etc. des Muskels haben soll (im positiven Sinne).

Ich hab etwas verkürzte Beinbeuger (komm im Stehen nicht an meine Zehenspitzen etc.), die sollte ich sowieso dehnen (kann das auch ein Grund für Knieprobleme sein, ähnlich wie beim Schultergelenk => Dysbalance / Längenunterschied der Muskeln). Kann jemand eine gute Seite mit Dehnungsanleitungen empfehlen?

Übrigens: Ist es eine schlechte Angewohnheit von mir die Knie immer vollständig durchgedrückt zu haben wenn ich wo rumstehe (mehr als nur senkrecht, richtig durchgerückt halt)?

So das ist ein haufen Holz, aber bei der Antwortfrequenz ist es glaub ich besser gleich ein bisschen mehr Fragen auf einmal zu stellen. :D

vielen Dank im voraus (allein fürs Lesen :p )

TzTz
 
TzTz schrieb:
hm kannst du dazu übungen empfehlen? Ich hab auf dieser Seite nachgeschaut http://www.exrx.net/Exercise.html da stand auch was von diesen L-Flies... sind diese 1 oder 2 übungen ausreichend?

Ich meinte: es macht doch keinen Sinn diese Muskeln 5 Minuten am Stück zu trainieren? Welcher Wiederholungsbereich wäre denn in etwa angebracht? Ich vermute mal zwischen 20 und 30?

Es müssen auf jeden Fall nicht viel Übungen sein. Ich mache die L-Flys am und vorm Körper und vorgebeugtes Seitheben. Jeweils mit wenig Gewicht 2-3 *20. Meist nach dem Training einer Druckübung. Mittlerweile habe ich keine Schmerzen mehr beim Bankdrücken. Mache es weiter als Prehabilitation.

Lies dir den Link mal durch ganz am Ende sind einige Übungen vorgeschlagen:

Link zum Rotatorentraining

Ich hab da widersprüchliches gehört über den Nutzen/Schaden davon. Manche gehen sogar davon aus das Dehnen vor dem Training schlecht ist, weil die Stabilisierung dann leidet. Andererseits hört man, dass es einen nicht unerheblichen Einfluss auf Durchblutung, Wachstum, etc. des Muskels haben soll (im positiven Sinne).

Ich dehne vor dem Aufwärmen. Damit habe ich die positiven Effekte des Dehnens auf die Bewegungsfähigkeit des Muskels genutzt ohne das es einen negativen Effekt auf die Kraftleistung hat. (Den hat das Dehnen nur wenn es zeitlich kurz vor dem Arbeitssatz gemacht wird)

Ich hab etwas verkürzte Beinbeuger (komm im Stehen nicht an meine Zehenspitzen etc.), die sollte ich sowieso dehnen (kann das auch ein Grund für Knieprobleme sein, ähnlich wie beim Schultergelenk => Dysbalance / Längenunterschied der Muskeln). Kann jemand eine gute Seite mit Dehnungsanleitungen empfehlen?

Hier mal zwei:

BB Lexikon: Stretchin

Ian King - Dehnen für Faule (deutsch)

Übrigens: Ist es eine schlechte Angewohnheit von mir die Knie immer vollständig durchgedrückt zu haben wenn ich wo rumstehe (mehr als nur senkrecht, richtig durchgerückt halt)?

Meiner Meinung nach schon, da dann dein ganzes Gewicht nur auf dem Gelenk lastet. Wenn es ein wenig gebeugt wird ist es eine Entlastung durch die Muskeln für das entsprechende Gelenk.
Aus dem selben Grund vermeide ich es beim Training ganz durchzustrecken egal bei welcher Übung.

Ciao DerAmboss
 
ok vielen dank für diese umfassende antwort ;)

Werd mal versuchen das alles zu beherzigen.

TzTz
 
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