Fette und Kohlenhydrate getrennt?

Honskeh

New member
Moinda.
Hab in der Matador (an sich bueno Zeitschrift finde) gelesen, dass es mal wieder ne neue Theorie in der Ernährungswissenschaft in Bezug aufs Abnehmen gibt:
Nämlich sollte man derzufolge darauf achten, Fette und Kohlenhydrate so selten wie möglich gemeinsam zu essen. Laut dem Autor da, sohn Ernäwischa is klar, würde nämlich der Körper sonst erst die Kohlenhydrate verbrennen und die Fette speichern...
Also sein Vorschlag: 2x am Tag eine Kohlenhydratreiche und Fettarme Mahlzeit, bspw. morgens und mittags, 1x am Tag andersrum, z.B. abends.
Was hält man denn nun davon?

PS: Unterstützung für seine These holte er unter anderem aus dem Tierreich, wo es ja auch Fleisch- oder Pflanzenfresser gibt und eher selten Tiere, die sich über beides ernähren.
 
Is aber doch eigentlich nix neues..
Es heißt doch auch so schon immer, dass der Bierbauch z.B. nicht vom Bier allein kommt, sondern weil Biergenuss i.d.R. mit fettigem Grillfleisch, Pommes, Pizza etc. verbunden ist.

Gesteuert wird doch im Endeffekt eh alles über die Gesamtkalorien, da können die Theorien aufstellen, so viel sie wollen.
 
Hi,

Nennt sich Trennkost und ist ein alter Hut und auch noch längst widerlegt worden.
Im Tierreich gibt es Planzen- und Fleischfresser, das ist korrekt. Aber diese unterscheiden sich in der Anatomie ihres Stoffwechsels/Kieferaufbau ungemein. Der Mensch als Allesfresser ist ein mittelding, denn er besitzt sowohl Reißzähne, als auch Mahlzähne. Beide hingegen nicht in der perfektion wie sie Spezialisten besitzen. Sein Verdauungsapparat kann beides verdauen tierische Nahrung udn Pflanzen.
IMO ist diese Theorie vollkommener Humbug. Man müsste ja dann immer Stundenlang warten bis man was anderes essen kann, da alles ein wenig im Magen verweilt. Wie schon gesagt macht zu viel essen dick und weniger essen dünn, so einfach ist das. Jeder weiß es und doch kommen immer wieder solche Mythen auf.

Ciao DerAmboss
 
Wobei bei der klassischen Trennkost Eiweiß und Kohlenhydrate getrennt werden.
Ist aber so oder so schlicht ein philosophisches Problem...... oder eine Glaubensfrage.



jeckyll
 
tatsächlich habe ich da grade in einem trainerlehrgang drüber diskutiert.
aber auch zur anabolen diät lassen sich bögen spannen.
in der anabolen diät wird die trennung ja durch die verminderte ausschüttung von insulin begründet und der daraus resultierenden einschränkung im aufbau von körperfett.
der vortrag in dem lehrgang war sehr interessant:
es war keine verbreitung einer theorie, als viel mehr eine horizonterweiterung.
das thema "machen kohlenhydrate dick" ist immer noch existenziell. und wird wahrscheinlich auch so schnell nicht beantwortet werden. tatsache ist, dass die einen schnell zunehmen wenn sie viel KH essen, andere widerum gar nicht.

hier setzt dann der versuch an, KH und fett zu trennen.
zB.:
- morgens zum frühstück KH um die geleerten glykogenspeicher wieder zu füllen.

- mittags möglichst wenig KH und eher eiweiß und fett

- vor dem training mit KH aufladen

- nach dem training die geleerten speicher wieder füllen

- abends wieder wenig bis keine KH, dafür eiweiß und fett. (hier fiel auch das beispiel, dass bei gefüllten glykogenspeichern zusätzlich zugeführte KH "eingelagert" würden)

das ist wie gesagt nichts neues und auch kein allheilmittel, aber ich halte es durchaus für einen guten ansatz, den mal für sich selbst mal erkunden kann.
mit der ernährung ist es wie mit dem training. es gibt grobe richtlinien, aber bei jedem führt eine andere akzentuierung zum erfolg. diese gilt es im laufe der jahre zu finden und zu verfeinern.

wer weiß, dass er mit KH eher schlecht fährt, und ansetzt, der kann das durchaus so durchziehen. wer weiß, dass er mit KH gut klarkommt, der kann das modell ja nach belieben zu seinen gunsten justieren.
 
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