Wenn man eine zeitlang mit gleichen Übungen und gleichen Satz- und Wdh.-Zahlen trainiert,
folgt unweigerlich eine Stagnationsphase, d.h. man kann sich einfach nicht mehr steigern,
nicht in der Wdh.-Zahl und nicht im Gewicht.
Jetzt muß zumindest ein Trainingsparameter geändert werden, um dem Körper wieder einen neuen Reiz zu geben.
Man kann die Übungsreihenfolge bzw. auch die Trainingsaufteilung ändern,
andere Übung reinnehmen (anstatt der alten Übungen) oder man kann in einen anderen Wdh.-Bereich trainieren, Stichwort: Periodisierung.
Fakt ist, man muß irgendwas ändern, um dem Körper wieder einen neuen Reiz zu bieten.
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Für jemanden dem es in erster Linie um Muskelzuwachs geht bzw. auch allgemeine Kraftentwicklung bietet sich an, hauptsächlich die Übungen zu wechseln, bei denen man stagniert und anstatt dieser ähnliche Übungen reinzunehmen, z.B. statt Bankdrücken, Schrägbankdrücken auszuführen.
Es reicht sich auf einen Wdh.-Bereich zu konzentrieren.
Jeder hat da andere Erfahrungen gemacht, manche mögen 5 Wdh.,
andere arbeiten gerne mit 8 Wdh. oder 10 Wdh. u.s.w.
Für Muskelaufbau sollte man schon irgendwo zw. 10-5 Wdh. bleiben.
12 Wdh. gehen auch noch, 15 Wdh. sollten jedoch die absolute Obergrenze sein.
Möglich sind natürlich auch weniger als 5 Wdh. und dafür viele, viele Sätze,
auch damit kann man Muskelmasse aufbauen,
denn entscheidend ist letzendlich die Summe der einzelnen Kontraktionen.
Von Zeit zu Zeit ist es trotzdem ratsam, auch mal in einem völlig anderen Wdh.-Bereich zu arbeiten,
z.B. könnte man wenn man lange mit 5 Wdh. trainiert hat, ein paar Wochen mit 10 Wdh. arbeiten o.ä.
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Wenn man seine Kraft speziell, in einer (oder mehreren) bestimmten Übung(en) steigern möchte,
kommt man an einer Periodisierung nicht vorbei.
Hierbei bietet sich an mit 2 versch. Wdh.-Bereich zu arbeiten, das reicht für den Hausgebrauch völlig.
Eine Möglichkeit wäre eine zeitlang mit 10 Wdh. zu arbeiten, um dann ein paar Wochen 5 Wdh. auszuführen und
dann wieder mit 10 Wdh. u.s.w.
Die genaue Planung ist individuell versch. und muß auf den einzelnen Sportler angepasst werden.
Ein Vorschlag wäre z.B. für die Hauptlifts 4-6 Wochen mit 8 Wdh. zu arbeiten und
dann 4-6 Wochen auf 5 Wdh. runter zu gehen, die Nebenübungen durchgängig mit 8 Wdh. zu trainieren und
hier nur von Zeit zu Zeit, vor allem bei Stagnation, Übungen auszutauschen.
Möglichkeiten gibt es viele, letzendlich entscheiden die jeweiligen Ziele und Vorlieben.
Gruß Eisenfresser
P.S.: Feste Satzzahlen halte ich, wie man sieht, für völlig unnötig,
denn auch Satzzahlen sind eine individuelle Angelegenheit und
in erster Linie von der jeweiligen Arbeitskapazität des einzelnen Sportlers abhängig.