Bankdrücken vs. Trizeps?

KrazyKraut

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Ich hab Anfang der Woche mein Training auf den gängigen 3er-Split umgestellt. Also machte ich am Montag folgendes Programm (in dieser Reihenfolge):

1. Bankdrücken (flach): 12/10/10/8 (45kg)
2. Schrägbankdr. mit Kurzhanteln: 12/10/8/8 (jew. 22kg)
3. Butterfly: 12/10/8/8 (120lbs)

4. Trizepsdrücken am Seilzug: 12/10/10/8
5. 1-armiges Trizepsdr. mit Kurzhantel: 10/10/8/8 (12kg)

Jetzt meine Fragen:
1. Beim Bankdrücken fiel mir auf, dass der Trizeps wohl vor den Brustmuskeln "schlappmachte". Ich hatte zwar am folgenden Tag (wohl auf Grund der Butterflies) nen leichten Muskelkater in der Brust, frage mich jetzt aber trotzdem, ob es besser wäre die Butterflies VOR dem Bankdrücken zu machen, um so die Brust schon mal zu ermüden?

2. Ich greife beim Bankdrücken etwa so, dass zw. Schulter und Hand jeweils noch "eine Hand breit" Abstand ist. Kann ich durch z.B. einen größeren Abstand den Trizeps entlasten?
 
beide ideen können zum erfolg führen. ich persönlich würde beim bd weiter greifen, da mir die übung einfach wichtiger ist als butterflies. wenn dir aber vollkommen egal ist ob du dich in der übung stark verbesserst und einfach nur auf das muskelwachstum aus bist dürfte die vorermüdung eine gute alternative darstellen.
 
Original geschrieben von KrazyKraut

1. Beim Bankdrücken fiel mir auf, dass der Trizeps wohl vor den Brustmuskeln "schlappmachte". Ich hatte zwar am folgenden Tag (wohl auf Grund der Butterflies) nen leichten Muskelkater in der Brust, frage mich jetzt aber trotzdem, ob es besser wäre die Butterflies VOR dem Bankdrücken zu machen, um so die Brust schon mal zu ermüden?

2. Ich greife beim Bankdrücken etwa so, dass zw. Schulter und Hand jeweils noch "eine Hand breit" Abstand ist. Kann ich durch z.B. einen größeren Abstand den Trizeps entlasten?

1. Butterflies kannst du zur Vorermüdung auch vor dem Bankdrücken machen.

2. ja
 
Ich persönlich würd nicht mit Vorermüdungstechnik arbeiten weil du damit das Ungleichgewicht zwischen Trizeps und Brust weiter förderst. Du gehst ja nicht gegen das Problem, den schwachen Trizeps an.
Du hast m.E. folgende Möglichkeiten:
- So weiter trainieren wie bisher damit sich das Problem irgendwann durch Anpassung von alleine erledigt
- Trizeps separat am anderen Tag trainieren und ggf. sogar Brusttraining reduzieren um die Entwicklung des Trizeps zu forcieren.
 
Reicht Bankdrücken eigentlich für den Trizeps aus,odere muss man ihn noch zusätzlich trainieren für optimales Wachstum??:confused: :confused:
 
Hab das gleice Problem. Mein Trizeps hinkt hinterher, zumindest kraftweise. Das wirkt sich dann so aus das ich mit 15kg KH flys mache und dann mit 50 kg BD.... Ist zum kotzen aber nicht aufgeben. Ich glaube ganz fest daran das mein Trizeps irgendwann aufholt. KAnnst du auch tun, denn deine Brust wird nicht gerade sich viel entwickeln wenn sie nur zu 50 % beim Training belastet wird.
 
@ alle: Danke für die Tips!
@ Atombuster:
bin zwar selber Einsteiger, würd aber schon sagen, dass separates Trizepstraining wichtig ist. Ich kenn da wen in meinem Studio der nur die Hauptmuskelgruppen trainiert (Rücken/Beine/Brust).
Ergebnis: respektables Kreuz & mächtige Brust, aber gemessen am Rest ziemlich dürre Ärmchen. Sieht nicht gerade toll aus, besonders wenn er 'n kurzes Shirt an hat.
 
Ich hab auch schon mit weniger Sätzen für die jew. MG trainiert. Allerdings hatte ich da subjektiv nicht den Eindruck wirklich ausreichend getan zu haben. Mehr Gewicht schaff ich momentan eh nicht, da sonst die Wiederholungen ziemlich unsauber werden. Zudem trainiere ich jede Muskelgruppe nur einmal die Woche, also sollte die Zeit zum Regenerieren wohl gegeben sein.
 
es kommt immer auf die intensität an.

wenn du noch nicht so lange trainierst und kopf und körper noch nicht wirkliche intensität hervorbringen können, dann kann man auch 12 sätze brust und 8 trizeps machen.

wenn du aber "volle kanne reinhaust" merkst du selber, dass es die letzten sätze eigentlich nicht mehr bringen, weil du kaum noch gewichte bewältigen kannst.
 
@comeback

könnte er nicht seine einteilung von brust-trizeps auf brust-bizeps wechseln und den trizeps an einem anderen tag gezielt mit dem rücken trainieren?

wäre meines erachtens nach auch eine möglichkeit, welche ich selber so mache!!
 
Original geschrieben von dani18
@comeback

könnte er nicht seine einteilung von brust-trizeps auf brust-bizeps wechseln und den trizeps an einem anderen tag gezielt mit dem rücken trainieren?

wäre meines erachtens nach auch eine möglichkeit, welche ich selber so mache!!

- Trizeps separat am anderen Tag trainieren und ggf. sogar Brusttraining reduzieren um die Entwicklung des Trizeps zu forcieren.
Damit meinte ich nicht zwingend alleine den Trizeps. Selbstverständlich kann man es auch so machen, nur man muß aufpassen, dass die Regeneration nicht darunter leidet.
 
@KrazyKraut

Ich hatte das selbe Problem.

Einfach beim Bankdrücken breit greifen und einen seperaten Trizepstag planen.

Der Rest kommt von allein.

Ich hatte immer dicke Arme (durch meinen massigen Trizeps), durch den relativ engen Griff beim Bankdrücken, meine Brust jedoch hinkte zurück, geschweige von der schwachen Bankdrückleistung.

Dann griff ich breit, dafür plante ich aber einen extra Trizepstag ein und plötzlich meine Brust explodierte, meine Kraft im Bankdrücken stieg dramatisch und die Trizepsmasse wurde durch den extra Tag weiterhin stimuliert.



Eisenfresser
 
Danke für eure Tips. Werds heute mal mit breiterem Griff ausprobieren und den Trizeps Mitte der Woche separat machen.

Spricht eigentlich was dagegen dann auch gleich Bizeps am gleichen Tag zu machen?
Also z.B.:
Mo: Brust
Mi: Rücken
Fr: Bizeps/Trizeps
Sa: Beine/Schulter

@Eisenfresser
Mich würd mal deine Meinung als Profi bezüglich der (zu) vielen Sätze die ich bisher gemacht habe interessieren. Hab die Anzahl zwar letzte Woche reduziert (auf 8 für die großen & 5 für die kleinen MG) bin aber noch nicht so ganz überzeugt ob das jetzt wirklich besser ist.
 
@KrazyKraut

Erstmal danke für den "Profi", bin ich zwar nicht, trotzdem danke.

Mit den Sätzen muß man selber Erfahrungen sammeln, wieviel man braucht bzw. wieviel ausreichen.

Ich trainiere auch immer mit relativ vielen Sätzen.

Pro Übung mach ich aber nie mehr als 6 Sätze.

Für große Muskelgruppen mach ich 1-2 Übungen

Für kleine Muskelgruppen 1 Übung.


Ich finde es besser, lieber weniger Übungen, dafür aber mehr Sätze bei einer Übung auszuführen, gefällt mir einfach besser.

Das Muskelgefühl ist mir am wichtigsten und das ist so am besten.


Eisenfresser
 
Ich meinte "Profi" im Sinne von "sich auskennen" nicht im Wettkampf-Sinne.:)

Die Sache ist natürlich, dass man im Netz nie weiß hinter welchem "100kg-Monster" nicht vielleicht ein 14-jähriger Hänfling mit zu viel Zeit steckt. Aber deine bisherigen Beiträge machen dich ja sehr glaubwürdig. Und wenn du wirklich, wie du irgendwann mal gepostet hast, 20-30kg Muskelmasse ohne Doping aufgebaut hast (Zeitraum spielt keine Rolle) dann zählst du für mich eindeutig zu den "Profis".
Ausserdem gefällt mir deine Einstellung!:)
 
Ich habe jetzt nach einer Umstellung meines Trainings feststellen müssen, das Bankdrücken tierisch auf den Trizeps gehen "tut".
Bisher trainierte ich Mo:Brust/Bizeps und Mi:Rücken/Trizeps. Am Mittwoch konnte ich nach dem Rückentraining bisher 12 Dips machen. Jetzt habe ich die kleine Muskelgruppe getauscht.

Gestern nach dem Bankdrücken keinen einzigen Dip gschafft!!! War selber erstaunt und habs auch mehrmals getestet, aber da ging goarnix.
 
@KrazyKraut

War mir schon klar, wie du es gemeint hast, aber ich zähle mich zwar auch schon zu den Erfahrenen, aber trotzdem noch Lernenden.

Okay lassen wir diese Spitzfindigkeiten.

Ja, ich trainiere ja schon ein Weilchen, so das ich zwangsläufig viel Erfahrung sammeln konnte.

Jedoch lerne auch ich noch dazu und muß immer wieder feststellen, dass man auch nach Jahren noch mal was Neues kennenlernt.




Ansonsten kann ich dir nur sagen, ich halte nichts von Schnick-Schnack-Theorien, auch wenn manche sicher wirken.

Ich steh auf "altmodisches" schweres Grundlagentraining.

Mir bringen wenige Sätze, seltenes Training und hohe Intensität einfach keinen Bock.

Mir muß mein Training an erster Stelle Spaß machen und zweitrangig natürlich auch Erfolg bringen, wobei man Erfolg versch. definieren kann.

Sicher ist uns allen klar, dass irgendwann, ab einem bestimmtem Alter, keine extremen Zuwächse mehr zu realisieren sind, dann stehen andere Dinge im Vordergrund, wie zum Bsp. aktiv und vital alt werden oder einfach nur Fit aussehen o.ä.

Wenn man sich in der Gesellschaft umschaut, fellt einem auf, dass sich alles um den Profit dreht, es geht nur um Kohle und Status.

Um so schöner ist es, wenn es wenigstens beim Training um den Genuß geht, also Training weils Spaß macht und nicht vorrrangig erfolgsorientiert.


Das ist jedenfalls meine Meinung.

Manch einer wird das anders sehen, dem geht es um den Erfolg ausschließlich.

Ich war auch so, als ich begann, aber man wird älter.......


Ich kenne in meinem Umkreis persönlich 5 Männer die unter 30 Jahren schon mind. einen Bandscheibenvorfall hatten!!!

Weitere 3 unter 40 Jahren die Diabetis haben (Typ II), also nicht krankhaft bedingt, sondern auf die Lebensweise zurückzuführen!!!

Weitere Leute haben andere schwerwiegende Probleme.

So z.B. kenne ich einen 40 jährigen (einen Kollegen), der sieht aus wie 50 oder 60.

Er hat akuten Eisenmangel und Blutdruckprobleme, mal hoch mal runter u.s.w.

Der sieht aus wie der Tot auf Latschen.


Alle diese Leute haben eins gemeinsam: Wenig-gar keine Bewegung (No Sports), viel Nikotin, viel Alkohol, viel zu viele Kalorien.



Ich esse auch gern, aber paß trotzdem auf.

Ich trinke auch gerne mal ein paar Bierchen, aber in Maßen.

Ich rauche auch ab und an mal gelegentlich, aber eigentlich bin ich Nichtraucher.

Und ich bewege mich, betreibe vor allem Kraftsport, die beste Alltagsprävention die es gibt.



Und darum geht es, wir haben nur dieses eine Leben, warum also nicht so lange wie möglich Spaß dran haben, aktiv und gesund sein?


Ich weiß das hört sich für einen 16-jährigen an wie ein Märchen, aber die Zeit kommt, dann denkt man anders, glaubt mir.

Ich bin jetzt fast 30 und seit eigentlich erst 2-3 Jahren denke ich so.


Die oben beschriebene Leute haben bis ihre Leiden begannen nicht so gedacht, erst als es zu spät war, kam die Reue.



O.K. entschuldigt diesen kritischen Ausflug, also zurück zum Thema:


Ich finde viele Sätze einfach besser, ich hab einfach ein besseres Muskelgefühl.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man zuanfang ein hohes Satz-Volumen braucht, um die wichtige Geist-Muskelverbindung aufzubauen.

Trotzdem halte ich mich an gewisse Grundsätze, die wären:


- 3-4x wöchtl. Krafttraining

- max. 75 min Trainingszeit

- 1-2x wöchtl. moderat Ausdauertraining 20-40 min.

- 1-2 Übungen für große Muskelgruppen (Grundübungen)

- 1 Übung für kleine Muskelgruppen (Grundübungen, aber auch Isos)

- ab und an wechsle ich die Übungen und die Satz- und Wdh.-Bereiche

- in der Regel führe ich immer zw. 3-6 Sätzen pro Übung aus

- ich konzentriere mich darauf stärker zu werden, die Masse kommt von allein nach

- Dehnung nach dem Training


Die Ernährung behandle ich eher stiefmütterlich, ich achte zwar meißt auf eine kontrollierte Kalorien- und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme, aber esse auch mal unkontrolliert.

Auch Supp. verwende ich eher selten.



Also hör auf dein Gefühl, hab Spaß am Training, genieße dein Training, solange wie das gegeben ist, bist du auf dem richtigen Weg.

Ob du nun wenige Sätze oder viele Sätze magst, hauptsache du hast Spaß dabei.

Im Übrigen ist das der beste Indikator für Übertraining, solange man voll Bock aufs Training hat und sich stark und energiegeladen fühlt, ist alles in Ordnung.





Eisenfresser
 
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