Nu mal langsam mit den Pferden, vom Verhungern ist nicht die Rede. Täglich 3 Euro Essensgeld sind im Monat je nach Wochenenden 60 - 66 Euro - weiß ja nicht, ob du noch Geschwister hast, stell dir mal vor, für 2 - 3 Kinder das Geld aufzubringen - will ja erstmal verdient werden. Anständige Mahlzeiten kriegt er, daß er keine Plasteflaschen nehmen soll deutet auf Gesundheitsbewußtsein hin (Weichmacher - Gleichgültigkeit sieht anders aus), Glasflaschen sind an manchen Schulen verboten (Rangeleien, Verletzungsrisiko) - kann man für überzogen halten, deutet aber auch nicht auf Böswilligkeit der Eltern hin.
Manchmal kann ich echt nur den Kopf schütteln über die Vorstellungen so mancher Leute, die meinen, daß Nahrungsmittel und Einkommen frei Haus auf dem Dach wachsen.
Du selbst hast geschrieben, daß du entweder Geld oder das, was du von zu Hause mitbekommst, haben kannst, das klingt für mich nach fairem Deal, du selbst willst das, was du dir verdienst, ja offenbar auch nicht ausgeben. Ehrlich: mit 14 kann man ruhig schon mal anfangen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie sich die Sache mit Einkommen und Ausgeben verhält - werden dir die 10 verdienten Euros für's Nichtstun nachgeschmissen? Sicher nicht, oder?
Ich wiederhole mich, aber egal: wenn jemand wirklich was will, dann findet er Wege, das zu erreichen - und das nicht, indem er rumgreint, daß Muddi und Vati ihm nicht alles nach Laune in den Arsch schieben. Ich könnte mir vorstellen, wenn sie sehen, daß du ernsthaft bei der Sache bist und beispielsweise anbietest, Arbeiten im Haushalt für ein Entgegenkommen ihrerseits zu verrichten, wären sie auch eher bereit, sich auf deine Wünsche einzustellen. Nehmen und Geben - so funktioniert das.