Zum ausrasten! (meine Wirbelgeschichte)

imported_benni

New member
War heute das dritte Mal innherhalb eines Monats wegen eines gedrehten Wirbels beim Masseur.
Das Ding will nicht drin bleiben...dabei trainiere ich schon extrem auf Dehnung des Brustmuskels (lege die Hantel fast auf der BRust ab beim BD) und Bauch und Trapezius werden ebenfalls hart bearbeitet.

Die ganze Scheiße kommt eh nur wegen meiner zu massigen Brust (wer will mir 'nen paar 100g abkaufen?*g*), dabei bin ich gar nicht mal so kräftig auf der Bank...
Habe auch schon erste Erfolge bei der Dehnung meiner Brust gemacht, der Wirbel verabschiedet sich weiterhin mit schöner Regelmäßigkeit....
Hab am Freitag 'nen Termin beim Orthopäden.... aber was würdet ihr mit raten? Will ja schließlich noch viele Jahre weiter trainieren können *seufz*
 
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Re: Zum ausrasten! (meine Wirbelgeschichte)
Lieber Benni, da musst du wohl durch. Ein muskuläres Ungleichgewicht das sich über längere Zeit aufgebaut hat ist nicht von heute auf morgen weg. Wirst schon eine Weile daran arbeiten müssen.
Hast du den Masseur mal gefragt, ob er dir dazu nicht unterstützende Übungen hat? Müsste sich eigentlich auch aktiv was machen lassen.
Und ein regelmässiger Besuch beim Masseur ist ja für die Regeneration auch gut, kannst ja schon mal ein Abo lösen
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Gruss Skyguide

P.S.: Kannst mit ruhig einige 100g abgeben
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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
Jap...da muss ich wohl durch. Ich weiß, dass es ZEit braucht... bin auch gerne bereit viel Schweiß zu investieren, bin auch schon kräftig dabei. Hartes Bauch und Trapeziustraining.

Ich mache mir nur Sorgen um meine Bandscheiben...dieses ewige Einrenken leiert die ja kräftig aus
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Lasse ich den Wirbel draußen, habe ich nach einigen Tagen unerträgliche Schmerzen, weil die ganze Kacke sich entzündet...
Ich spiele nun sogar mit dem Gedanken, das Brusttraining vorerst ganz zu streichen
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Geh zu einem guten Fysioterapeuten. Am besten einer, der auch von BB Ahnung hat.
Der kann dir da am besten helfen.
 
@Benni: Die Bandscheiben werden dabei nicht ausgeleiert. Hingegen ist die Belastung für die kleinen Muskeln und Bänder zwischen den Wirbeln gross.
Dies ist jedoch auch abhängig von der angewandten Methode. Es gibt sanfte autorepositorische Massnahmen, die die Strukturen nicht belasten.
Wenn das muskuläre Ungleichgewicht gross ist, würde ich das Brusttraining mal für 2-3 Wochen ganz weglassen; wenn du dich damit abfinden kannst.
Auf jeden Fall beibehalten solltest du Dehnungsübungen für den Brustbereich.

Gruss Skyguide

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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
Also meine Brustübungen werde ich auf Flachbankdrücken für die nächste Zeit beschränken. Besonders massig ist eh nur mein großer BRustmuskel... und BD ist ja auch gut für den Nacken etc.
Ich achte besonders auf eine tiefe Ausführung mit ausgedehnert Negativphase... was hälst du davon?

Àlso der MAsseur hat den Wirbel einfach durch Druck auf die Wirbelsäule bei tiefen Ausatmen wieder "reingekloppt". Besonders schonend ist das bestimmt nicht
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Aber der Typ hat schon Ahnung vom BB...vielmehr eigentlich vom Powerlifting. Soll schon ganz dicke Beine massiert haben...
Dehnübungen führe ich jetzt 2-3mal täglich aus, oder erriche ich bei so häufigen Dehnen nicht den gewünscheten Effekt und/oder nur ungewünschte Effeke?

Danke für deine Hilfe @Skyguide !
 
@Benni: in therapeutischer Anwendung ist 2-3 maliges dehnen pro Tag absolut üblich. Auf keinen Fall wippen und am erfolgreichsten die Muskeln gegen die Dehnung anspannen, dann wieder locker lassen und weiter in die Dehnung rein....
Die beschriebene Methode des Reindrückens beim ausatmen ist für mich nicht schlüssig im Zusammenhang mit den von dir angegebenen Verdrehung der Wirbel.
Reindrücken wäre ja eine Massnahme aufgrund einer dorsal Verlagerung (nach hinten).
Kannst du mal bei deinem Masseur nachfragen, was für einen Befund er erstellt hat und welche therap. Massnahme er jeweils durchführte ? Würde mir für's Verständnis enorm helfen.

Gruss Skyguide

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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
War vohin beim Orthopäden, der hat gleich mal Röntgenaufnahmen gemacht.
Diagnose: Hypermobilität der Brustwirbelsäume verursacht durch eine muskuläre Disharmonie. Also kein Grund zur Beunruhigung
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Wie hat er denn die Hypermobilität der BWS auf dem Rö-Bi gesehen?
So wie ich das verstanden habe, hast Du Probleme mit Blockierungen im Bereich der BWS. Verabschiede Dich erstmal von der Vorstellung, daß da ein Wirbel "rausgesprungen" oder "verdreht" ist. ´Reingedrückt wird er auch nicht, das Knacken, das gelegentlich dabei entsteht, hat damit nichts zu tun. Ein Ausleiern von irgendwelchen Strukturen bei häufigen Manipulationen ist auch nicht zu erwarten. Natürlich sollte man was gegen die Ursache der Blockierungen unternehmen, und nicht immer nur die Blockierung beseitigen. Wenn der Arzt muskuläre Dysbalancen festgestellt hat, kannnst Du ja jetzt was dagegen unternehmen.

@Skyguide
Ob eine Manipulation während der Ausatmung oder sonstwann durchgeführt wird ist nicht so entscheidend. Hängt von der Schule des Therapeuten ab, also wie er´s gelernt hat. Hoffentlich hat er´s überhaupt gelernt!!

CU
jeckyll
 
@jecky: meine Aussage zielte darauf hin, dass mir keine Therapie-Methode geläufig ist, bei der man eine Rotations-Verlagerung eines Wirbelkörpers auf die hier dargestellte Art behandelt. Deshalb ging ich davon aus, dass entweder die Behandlungstechnik eine andere war oder der Befund falsch wiedergegeben wurde.
Bei Manipulationen alter Schule kann es sehr wohl zu Überdehnungen kommen.
Eine anterior-posterior verschiebung und vice versa von Wirbelkörpern ist therapeutisch sehr wohl möglich, genauso wie eine Korrektur einer Rotations-Verlagerung.
Blockierungen resp. Hypermobilitäten ihrerseits sind bloss eine Frage der Betrachtung resp. davon, was man für dieses WS-Segment als "normal" sieht.

Gruss Skyguide

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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
In diesem Kontext sicher richtig.
Bei Manipulationen alter Schule ist nätürlich auch die Gefahr, daß es hinterher schlimmer ist als vorher.

Eine a-p oder p-a Verschiebung ist im Bereich der BWS physiologisch schwer möglich (Stichwort: Stellung der Gelenkflächen).

Eine Rotationsverlagerung einzelner Wirbel ohne traumatische Genese kann ich mir ad hoc schwer vorstellen, ist dann auch mit erheblichen strukturellen Schäden verbunden. Mit einfachem ´Reindrücken ist´s da dann nicht getan.

Hinsichtlich der Definition v. Hypermobilität stimme ich zu, eine Blockierung hingegen ist nicht abhängig von der Definition eines Normalzustandes.

CU
jeckyll
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@jecky: bezgl. Manipulation hast du leider recht, hab sogar schon gesehen, dass Chiros Dornfortsätze abgebrochen haben (tztztz).

Bezüglich a-p / p-a Verschiebung hast du natürlich auch recht, dass insbesondere Verlagerungen nach ventral primär im LWS Bereich zu finden sind.

Die Rotationsverlagerung kann auch über mehrere Segmente gehen und ist ohne strukturelle Schäden natürlich nur in sehr geringem Umfang möglich
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Und mit "reindrücken" geht da eh nix.

Wenn du die Blockierung als effektive Immobilität / Bewegungsunfähigkeit betrachtest, ist's schon so.
Aus der Praxis gehe ich jedoch davon aus, dass wenn von Blockierung gesprochen wird in den seltensten Fällen eine solche vorliegt sondern eine relative Bewegungshemmung in Bezug auf die durchschnittliche Beweglichkeit im entsprechenden WS Segment gemeint ist.

Gruss Skyguide

P.S.: Beruflich damit zu tun ?

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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
Zitat:
Wenn du die Blockierung als effektive Immobilität / Bewegungsunfähigkeit betrachtest, ist's schon so.
Aus der Praxis gehe ich jedoch davon aus, dass wenn von Blockierung gesprochen wird in den seltensten Fällen eine solche vorliegt sondern eine relative Bewegungshemmung in Bezug auf die durchschnittliche Beweglichkeit im entsprechenden WS Segment gemeint ist.
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Dann isses eher ´ne fixierte oder teilfixierte Fehlhaltung.
In einem Satz definiert ist eine Blockierung ein segmentales Irritationsgeschehen aufgund gestörten Reflexverhaltens und den Schaltmechanismen zw. Vorder- und Hinterhorn, wobei es zu reversiblen Störungen im Gelenkspiel zusammen mit Tonuserhöhungen der Muskulatur u./o. des Bindegewebes im entsprechenden Segment kommt.
Diese Störungen im Gelenkspiel sind aber nicht immer klar messbar.

PS: Yo, beruflich damit zu tun.

CU
jeckyll
 
@jecky: na klar doch, hatte ich auch mal so ähnlich gelernt. Der Begriff wird nur oft fälschlicherweise verallgemeinernd verwendet
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Übrigens ich denke beim Röntgenuntersuch hat er eine seitliche Funktionsaufnahme gemacht und Anhand der Bilder dann die "Hypermobilität" festgestellt. Wobei ja eigentlich klar ist, dass wenn einige Segmente in der Bewegung eingeschränkt sind, die Bewegung entsprechend aus den anderen Segmenten stattfinden muss und diese somit "Hypermobil" sind.

Ansonsten bin ich natürlich auch für den Ansatz die Ursachen zu suchen und zu beheben anstatt Symptombekämpfung zu betreiben.

Gruss Skyguide

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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
aha...soso.... er hat von vorne und von der Seite mit der Röntgenkanone auf mich geschossen. Irgendwie hat er dann drauf getippt, dass die BWS hypermobil ist, weil alles andere i.O. war.

Noch was: Er meinte, ich soll mich mit nem Tennisball einrenken... sinnvoll?
 
Hi benni,

die Sache mit dem Tennisball funktioniert schon, Du solltest Dir aber von Deinem Orthopäden zeigen lassen wie das geht, sofern er es noch nicht getan hat. Wichtig ist natürlich auch, daß Du mit dieser Technik zurecht kommst. Immer klappt es aber nicht, in dem Fall solltest Du Dich doch eher in die Hände eines versierten Chirotherapeuten begeben.
Aber probier´s nach Anleitung ruhig mal aus.

jeckyll
 
Hmm...hat er mir nicht gezeigt... könnte es mir hier nicht einer kurz erklären? Schon alleine, wenn ich mich auf den Ball drauflege knackt es *g*
 
Also, Du platzierst den Ball auf die Weise, daß er, wenn Du draufliegst, etwas neben der Wirbelsäule Kontakt hat. Dann kannst Du die einzelnen Segmente der BWS "bearbeiten" indem Du ihn immer um ein kleines Stück verschiebst, z.B. von oben nach unten, hierbei kannst Du Dich einfach liegend auf dem Ball entlang rollen, also den Körper auf dem Ball liegend nach oben (kopfwärts) bewegen (es geht natürlich auch in die andere Richtung, wenn Du unten anfangen willst). Das funktioniert etwa vom 4. bis 10. Brustwirbel. Nachdem Du das für eine Seite gemacht hast, macht Du es für die andere Seite, d. h. den Ball auf der anderen Seite der WS positionierst, ob erst re. und dann li. oder umgekehrt ist egal.

CU
jeckyll
 
Also neben der WS bekomme ich das irgendwie nicht hin...aber wenn ich direkt auf der Ws rolle, knackt es schön. Oder ist das komplett verkehrt?
Kann mich erninnern, dass der Doc auf was meinte mit AUF der Ws rollen...kann allerdings auch anders gemeint sein ?)
 
@Benni: du meinst wirklich direkt auf den Dornfortsätzen ?
Ist nicht wirklich was, wo man drauf rumdrücken sollte, ist recht empfindlich, da du direkt die Knochenhaut irritierst. Ausserdem ging's wenn ich's richtig im Kopf habe um die Gelenke zwischen Wirbelkörper und Rippen und die gehen von den Querfortsätzen aus.

Gruss Skyguide


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Tag für Tag, guter Tag. (YÜN-MEN)
 
A

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Re: Zum ausrasten! (meine Wirbelgeschichte)
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