Wiederholungsintensität

sniffer

New member
Hallo,

ich habe mal eine Frage:

Wenn ich zum Bsp. Bauch trainiere, ist es dann besser
schnelle Wiederholungen zu machen oder langsame (ca. 3-5 sek.
für eine Wiederholung).

Ich halte jetzt immer für 5 sek den Muskel unter voller Anspannung und lasse ihn dann erst wieder entspannen.
 
Auf das Bauchtraining bezogen, langsame WDH.
Ansonsten hängt es von Deiner Zielsetzung ab. Wenn Du Expolsivität entwickeln willst, solltest Du das Gewicht in der positiven Phase auch explosiv, also schnell, bewegen.
Wenn es Dir um Hypertrophie geht, ist die Zeit, in der die Muskeln unter Spannung stehen, wichtiger. Neudeutsch time under tension. Also eher langsam und kontrolliert ausführen. Das ist auch Gelenk-, Bänder- u. Sehnen-schonender.
Du solltest dann die Muskeln kontinuierlich unter Spannung halten.

jeckyll
 
Hi,
ganz gleich, welchen Muskel du trainierst, du solltest zunächst auf eine langsame Wh-Kadenz setzen. Dann gewöhnst du dich umso schneller an die Übungen und außerdem kommt es ja auch auf die TUT, die Time under Tension, also die Spannungszeit an, das ist bei jedem Muskel anders. Da muss ich mich nochmal informieren, aber vor allem bei den Armen und dem Bauch kommt es darauf an, dass man den Zielmuskel für 35-60 unter Spannung hält, sprich: langsame, konzentrierte Wh's oder eine hohe Wh-Zahl. Schnelle Wiederholungsgeschwindigkeiten verursachen schnell Zerrungen oder gar Muskelrisse, was einen auch gleich wieder heftig zurückwerfen kann!
 
@jeckyll:
Wenn Du Expolsivität entwickeln willst, solltest Du das Gewicht in der positiven Phase auch explosiv, also schnell, bewegen.

Da bin ich ausnahmsweise mal nicht gleicher Meinung ;).
Ich würde die jedes Gewichtstraining langsam ausführen.
Zum einen wegen der Verletzungsgefahr, zum andern bringt explosives Gewichtstraining kaum die gewünschte Schnellkraft.
Meiner Meinung nach sollte Schnellkrafts und Gewichtstraining getrennt werden.

Gruss Skyguide
 
@Skyguide

Bis auf meine Ansicht nach der Effektivität eines Schnellkrafttrainings nach dessen Prinzipien habe ich nichts anderes behauptet.;)
Ich halte explosive Bewegungen auch für verletzungsfördernder, sicher nicht für Anfänger geeignet. Ich rate auch zu kontrolliert langsamer Übungsausführung. Auch die Trennung gemäß der Zielsetzung ist sinnvoll.
Natürlich bestimmt (u. a.) die maximale statische Kraft die mögliche dynamische Kraft. Allein deswegen sind entsprechende Trainingszyklen sinnvoll, um beidem Rechnung zu tragen.
Die übliche Unterteilung eines Trainings bei schnellkraftorientierten Sportarten besteht in einer ersten Vorbereitungsphase mit wiederholten submaximalen Krafteinsätzen und einer zweiten mit maximalen mit 90-100% 1-RM. Das führt nach einigen Studien nicht zwansläufig zu Verbesserungen der Explosivkraft.
Mir sin nicht sehr viele vernünftige Studien hierzu bekannt. Diejenigen aber, die ich kenne, wurden mit explosiv-isometrischen Kontraktionen durchgeführt, was uneinheitliche Ergebnisse brachte. Nur sind explosiv-isometrische Kontraktionen nicht mit explosiv-dynamischen gleichzusetzen, die Ergebnisse, ob positiv o. negativ, insg. kritisch zu betrachten.
Wenn Du eine Studie zur Hand hast, in der mit explosiv-dynamischen Kontraktionen gearbeitet wurde, bei der eine nicht-signifikanten Steigerung der Explosivkraft das Resultat war, wäre ich sehr interessiert.

jeckyll
 
@jeckyll: muss ich mal nachschauen, ich habe im hinterkopf, dass ich irgendwas habe, ich glaube aus der ddr. explosiv-isometrische kontraktionen halte ich eh für nicht sinnvoll, das sie mit der einsatz-situation überhaupt nix gemeinsam haben.

gruss Skyguide
 
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