Weitertrainieren? - Aufhören? - Einschränken?

lsdjunkie

New member
Hallo, folgendes:

Ich war heute zur Vorsorgeuntersuchung bei meinem Sportarzt. Hab nen Termin wegen meines leichten Rundrückens gemacht und wollte eigentlich nur wissen, ob es da durchs Training negative Auswirkungen auf die Wirbelsäule geben könnte. Nungut, wurde geröntgt und das Ergebnis war, dass meine Wirbelsäule an 2 Stellen Fehler aufweist. Einmal in der Mitte (leider keine Ahnung von irgendwelchen Fachbegriffen) der Krümmung der Wirbelsäule und einmal kurz überm Becken. Beim ersten Fall liegt es an einem Wirbel, der eine leichte "Trichterform" hat, statt wie die restlichen Teile rechteckig zu sein. Der zweite wurde damit begründet, dass mein linkes Bein etwas länger zu sein scheint als das Rechte. Mir wurde mitgeteilt, dass beim Bewältigen der Gewichte auf fast jede Art (außer im liegen) die Wirbelsäule sehr stark belastet wird. Wenn ich also weiter intensiv weiter trainieren würde, könnte ich damit rechnen, mitte der 30 Probleme zu bekommen.
Also, jetzt die Frage: Was ratet ihr? Soll ich schweren Herzens aufhören und mich einer anderen Sportart zuwenden? Oder lieber auf die Risiken pfeifen und einfach hart weitertrainieren? Oder gibt es eine Möglichkeit, die Belastung der WS minimal zu halten? (Hab ich schon überlegt, aber irgendwie gehen doch alle Übungen auf die WS, wenn sie nicht gerade im Liegen ausgeführt werden, oder?)
Werde mir eure Meinungen und Tips ansehen und nochmal ne Nacht drüber schlafen...
 
Soviel ich weiß, ist gerade bei solchen statischen Fehlern ein angepasstes Training sehr sinnvoll (KG´s korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege !)
Ich denke sky und jekyll werden Dir da bestimmt gute Tips geben, sinnvoll wäre auch, Dir von einem Krankengymnasten direkt das richtige Training zeigen zu lassen.
 
Hi

um es richtig beurteilen zu können bräuchten wir natürlich die genaue Diagnose. Frag doch nochmal beim Arzt nach was du genau hast insbesondere auch nach dem Grad der Deformation des Wirbelkörpers.

Ich tippe mal darauf, dass die Problematiken im Bereich Th12/L1 und L5/S1 liegen, wie dies sehr häufig vorkommt.

Bezüglich der angeblichen Beinlängendifferenz wäre es interessant zu wissen, wie diese ermittelt wurde und wie gross die Abweichung ist.

Grundsätzlich ist ein richtiges, angepasstes Training in den meisten Fällen das a und o bei Rückenproblemen. So kann die Rückenmuskulatur insbesondere die m. errector spinae die Wirbelsäule stark entlasten und Fehlstellungen wie Rundrücken oder Skoliose positiv beeinflusst werden.

Gruss Skyguide
 
Ich tippe bei der BWS mal auf einen Keilwirbel. Ist recht häufig.
Die Beinlängendifferenz auch. Ist die ausgeprägt, sollte man das durch entsprechende Einlagen u./o. orthopädische Zurichtungen der Schuhe ausgleichen.
Bei beiden Problemen besteht kein Verbot für Krafttraining. Gezieltes Aufbautraining ist absolut sinnvoll und wichtig. Ich würde dazu raten, axiale Stauchungen der WS zu reduzieren, also Über-Kopf-Bewegungen, wie z. B. Nackendrücken, sowie Auflagern des Gewichts auf die Schultern, wie bei Kniebeugen, einzuschränken und Ersatzübungen dafür zu suchen.
Eine Anleitung durch einen Physiotherapeuten ist sehr empfehlenswert.
Frag´ Deinen Arzt doch mal nach den genauen Diagnosen.

jeckyll
 
Hallo,
also, die Aussage, dass ich ein leicht verkürztes Bein habe war mehr eine vermutete Begründung für den verformten Wirbel oberhalb des Gesäßes als eine wirkliche Diagnose. Ok, ich werde mal versuchen die Diagnosen dort per Telefon zu bekommen.
Wenn ich das so weit geklärt habe, werde ich die Ergebnisse mal hier rein posten (obwohl ich des Lateins unkundig bin...)
Vielleicht wäre es sogar möglich, dass wir den bisherigen TP gemeinsam umstellen?
Naja, das ist erstmal Zukunftsmusik, ich melde mich alsbald möglich!
 
@ ISD

Hy , meine Wirbelsäule ist ein einziger Schrottplatz. Ich kann Dir aber sagen das ich ohne Training nicht zurecht komme, da alles bedingt durch die einseitigen Belastungen des Alltages noch schlimmer wird.
Du mußt nur überlegen wie Du trainierst.

Gruß Snorre
 
keine ahnung wie mans schreibt , ich hab skuriose und scheuermann , und ich habe aufgrund der empfehlung meines arztes mit dem training begonnen
 
Skoliose hab ich auch!
Hab mich früher mit Badminton an den Rand des Bandscheibenvorfalls gespielt. Konnte in der Zeit nich mal Auto fahren, weil ich die Kupplung nicht treten konnte.
Mit dem Schlafen war auch k*/&%.
Habe auch auf Anraten des Arztes mit BB begonnen.
Haben in unserem Studio n Trainer, der auch Physiotherapeut ist. Bin heute (fast) beschwerdefrei. Mache ich jedoch Kniebeugen, oder Nackendrücken mit unsauberer Technik, so bekomme ich sofort wieder Schmerzen.
Zu Scheuermann kann ich nix sagen.
 
So, da bin ich wieder.
Also, endlich mal ne freie Leitung erwischt und mir die Diagnose geben lassen. Folgendes:

- diskrete linkskonvexe Seitanbiegung (?)
- Keilwirbel
- und nen Scheuermann

Bin absolut nicht sicher, ob die erste Angabe so wirklich stimmt.

Gestern habe ich den Trainer angehauen, ob er mir nicht ein paar Tipps geben könnte, wie ich die Wirbelsäule etwas entlasten kann. Will er machen. Gibts noch spezielle Übungen, wie ich die Muskulatur um die WS stärken kann? Oder kann man alte Übungen etwas variieren?
 
Seitverbiegung kann man auch dazu sagen;)

Die bekannten Übungen zum Aufbau der Rückenmuskulatur sind geeignet. Kreuzheben würde ich lassen, schweres Ruden vorgebeugt auch.

jeckyll
 
Skoliose = Seitwärtsbiegung der Wirbelsäule.

Bei neuesten Untersuchungen hier in der Schweiz hat man rausgefunden, dass die Mehrheit der Kinder im Alter von 15 Jahren ne Skoliose haben ;). Insofern ist die Treffewahrscheinlichkeit einer solchen Diagnose also sehr gross. Allerdings bedeutet dies noch lange nicht, dass davon auch irgendwelche Beschwerden ausgehen.

Gruss Skyguide
 
Hi,
habe auch prob's mit der ws ist etwas schief.beim lh-rudern habe ich auch schon ein bisschen was gemerkt.aber welche übung soll man dann einbauen???weil ich finde sie richtig gut.wenn ich mich jetzt nicht irre ist doch lh-rudern für breiten rücken.aber welche soll man dann einsetzen um einen breiten rücken zu bekommen.(oder war es doch breite schultern)
thx

cya
 
@Patrick

Kaum einen WS ist anatomisch absolut normal aufgebaut.
Wenn man auf korrekte Technik achtet, ist es i. A. kein Problem. Statt LH-Rudern kannst Du auch KH-Rudern ausführen.

jeckyll
 
Also gut, ich werde jetzt einfach weitertrainieren. Der einzige Unterschied zum bisherigen Training wird sein, dass ich ein verstärktes Augenmerk auf das Rückentraining legen werde und einige Übungen einfach weglasse. Möchte mich auf diesem Wege auch bei euch Leutz für die Unterstützung bedanken!
mfg,
Junkie
 
Wow - lauter verbogene wirbelsäulen...

fakt is, daß ausschließlich die muskeln die wirbelsäule stützen und entlasten.
also: korrekt trainieren und du wirst beschwerdefrei und mit einer besseren haltung belohnt
 
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