Virus oder Mimose?

Anonym

New member
Hallo

Vorgestern im Krafttraining war mir nach jeder Uebung schwindlig (sonst nur nach Beinpresse). Ich sass an jenem Tag morgens schon 2 Stunden auf dem Rad und dachte daher, dass es vielleicht einfach etwas viel war. Nun habe ich gestern den gannzen Tag gefroren, habe leichte Ohrenschmerzen, starke Kopfschmerzen und in der Nacht Schweissausbrüche. Die Temperatur liegt nur bei 37.5 Grad, aber ich fühl mich total krank und war heute nicht mal arbeiten. Ich fühl mich noch immer schlecht, habe aber ein total schlechtes Gewissen wegen der Arbeit. War das zu viel Training an einem Tag oder bin ich einfach ein Weichei? Kann man einen Infekt haben und sich so krank fühlen, auch wenn man kaum Fieber hat? Ich hab nicht mal Schnupfen, nur Hals- und Ohrenschmerzen und einen "verstopften" Kopf....

Danke und Gruss, Anonym mit schlechtem Gewissen
 
Re: Virus! (wahrscheinlich)

Das schaut nach einer beginnenden handfesten Verkühlung aus! Manche kriegen erst sehr spät Fieber oder nur sehr wenig, bist schon kein Weichei! Wart lieber ein paar Tage und nimm das "schlechte Gewissen", pack es in einen Karton, schnür ihn zu und lass ihn entsorgen!

Ciao
Meni
 
man kann. ersteres klingt danach.
zu zweiterem kann ich mich nicht äußern, dazu kenne ich dich zuwenig:winke:
gute besserung,
kurt

p.s.: wieso hast du ein schlechtes gewissen???
 
hallo kurt

verstehe deine antwort nicht ganz... heisst das, man kann einen infekt ohne grosses fieber haben und sich dabei ziemlich krank und KO fühlen? Und wozu kennst Du mich zu wenig? ;o)) sorry, versteh ich echt nicht. Ob wohl der Virus auch aufs Hirn geschlagen hat?
Schlechtes Gewissen: Ich bleibe normalerweise erst dann daheim, wenn ich echt hoch Fieber habe, die andern in "meinem" Geschäft auch.... Daher hab ich jetzt ein schlechtes gewissen, wenn ich den ganzen tag rumpenne und nicht mal richtig krank bin....

Grüssle, Anonyma.
 
Mach keine Dummheiten!!!

"bleib ich normalerweise erst dann daheim, wenn ich echt hoch Fieber habe..." - das bringt nichts! Lieber einen Tag "angeschlagen" daheim bleiben oder auch zwei als vielleicht eine leichte Grippe verschleppen! Das kann sich ziemlich böse auf´s Herz schlagen! Und wer hat dann was davon, wenn Du wochenlang im Spital bist und dann noch ein paar Wochen auf Kur? Ich weiss, das schaut oft blöd aus, wenn die anderen in der Firma nicht merken, WIE schlimm es schon ist, man wirkt wie ein Hypochonder. Aber wenn Du Dir die Zahl und die Dauer der Krankenstände anschaust, die könnte man wesentlich reduzieren, wenn alle schneller reagieren. Ganz abgesehen davon, dass der Zustand, wie Du ihn jetzt beschreibst, noch mit Tee oder Honigmilch oder so in Griff zu kriegen ist. Die schwerste Übung an dem Ganzen finde ich, bei einem solchen Zustand auch wirklich ruhig im Bett zu bleiben und das schlechte Gewissen in Griff zu bekommen........

LG
Meni
 
Bettruhe weder nötig, noch empfehlenswert

dadurch wird höchstens eine venenthrombose provoziert. es genügt eine allgemeine körperliche schonung. es gibt nur wenige erkrankungen, die eine vorübergehende bettruhe erfordern (z.b. akuter myocardinfarkt).
lg, kurt
 
das "zweitere" bezog sich auf deine frage, ob du eine mimose wärst:winke:
ansonst habe ich unmissverständlich ausgedrückt (und auch die anderen in diesem thread). ein virusinfekt muss nicht mit fieber einhergehen, nicht einmal mit subfebrilen temperatur (bis 38°C, dann erst spricht man von fieber). je nach virus sind die symptome unterschiedlich, abgesehen von schnupfen, halsweh usw. verursachen die einen mehr gelenks- und muskelschmerzen, andere wiederum "hauen" den kreislauf "zusammen". das kann durchaus zeichen einer myocardialen beteiligung sein, weshalb man sich gerade in diesem fall nicht körperlich belasten soll.
deswegen betone ich immer wieder, auf die signale seines körpers zu hören, nicht nur beim sport, sondern auch in einem solchen fall. wenn du dich krank und k.o. fühlst, dann bist du auch krank und solltest dich ein paar tage lang körperlich schonen. das heißt ja nicht, dass du den ganzen tag im bett verbringen musst (siehe meine antwort an xantippe).
gute besserung, kurt
 
Re: Bettruhe weder nötig, noch empfehlenswert

Also bei EINEM Tag im Bett und das vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr kann ich mir eine drohende Venenthrombose nicht vorstellen!!! Und lieber schlürfe ich heissen Tee und schlafe ein paar Runden, als dass ich da eine oder zwei Wochen vor mich hinleide und alle Leute anstecke!

LG
Meni
 
Bettruhe

liebe meni,
es haben schon leute nach 24-stündigem liegen eine thrombose oder sogar eine lungenembolie bekommen. natürlich braucht es hiefür eine (genetische) "veranlagung", aber wer weiß das schon vorher? "bettruhe" sollte nicht als durchgehendes im-bett-liegen interpretiert werden. man kann sich durchaus ganz normal zu hause bewegen. und natürlich zwischendurch ein paar stunden schlafen, wenn man "tschik" ist, das ist ja selbstverständlich:winke:.
lg, kurt
 
Re: Bettruhe

So ungefähr hab ich das auch gemeint.
Dass es mit Thrombosen so schnell gehen kann, wusste ich allerdings nicht!
Vielleicht bin ich auch im Moment ein bisschen überempfindlich in Bezug auf Härte gegen sich selbst, weil ja immer alle Jobs unterbesetzt sind und weil man ja die anderen nicht "hängen" lassen kann - ein Branchenkollege, der bei einem Mitbewerber das Gleiche gemacht hat wie ich, ist gestern nach 2 Herzinfarkten und mit vegetativer Dystonie endlich vom Dauerkrankenstand in die Pension gegangen (worden) - frag lieber nicht, wie alt der Knabe ist.....*heul*
Da hat kein Zureden und kein Streiten was genutzt, er ist nicht auf die Bremse gestiegen - ist der Preis nicht ein bisschen zu hoch??

LG
Meni
 
Re: Bettruhe

das ist nicht der wahre grund. beruflicher stress ist kein wirklicher risikofaktor. ein herzinfarkt ist in erster linie schicksal. mit einer lifestyleänderung kann man dieses schicksal zwar günstig beeinflussen (siehe meinen präventivmedizinischen artikel auf meiner hp), aber nie 100%ig ausschließen. da gibt es noch die genetik, und gegen die ist man machtlos...
jedenfalls gehen mehr leute ungerechtfertigterweise in frühpension als workaholics sich "zugrunde" richten...
im übrigen ist "vegetative dystonie" eine verlegenheitsdiagnose.
lg, kurt
 
Nicht der einzige Grund,

das passt aber nicht mehr in diesen Thread, ausser, dass ich eben finde, ein kurzes RECHTZEITIGES bremsen ist langfristig vernünftiger.

Weiß ich, "vegetative Dystonie" ist eine dieser "nichts Genaues weiss man nicht" Diagnosen.

Ciao
Meni
 
"Stress"

liebe meni,
das, was die leute als stress bezeichnen, ist per se kein kardiovaskulärer risikofaktor. vielmehr ist es ein psychosozialer stress (soziale vereinsamung, depressionen usw...). der "übliche" stress (dysstress) führt aber zu einem lifestyle, der mit etablierten risikofaktoren behaftet ist (bewegungsmangel, übergewicht - metabolisches syndrom, rauchen). ein eustress hingegen ist sogar wünschenswert, um beruflich und privat leistungsfähig zu sein. wer seine arbeit gern macht, wird nie ein burn out-syndrom bekommen. für ein solches ist nie der beruf allein ausschlaggebend, da kommen immer noch weitere stressfaktoren dazu (v.a. private probleme wie partnerschafts- und/oder familiäre probleme, eine reaktive depression usw.).
lg, kurt
 
DU BIST EIN HIT!!!

Gratuliere! Was heute noch nichts und niemand geschafft hat ist Dir soeben gelungen! Ich bin aufgewacht!!!

Dystress ist in erster Linie Sache der Bewertung. Das Gefühl des Ausgeliefert-seins, Ohnmacht, Situationen (über einen längeren Zeitraum) nicht bewältigen können, Opfer sein, Sinnlosigkeit (Kampf gegen Windmühlen). Das ist was anderes als "Viel zu tun haben".
Im Konfliktmanagement ist es halt so (noch dazu wird keiner von uns supervidiert!!!!), dass die positiven Erlebnisse sehr in der Minderheit sind und die Betroffenen in meiner Branche "allein im Regen stehen gelassen" werden. Dadurch hat es uns auch so "zusammengeschweisst" - wir haben sonst niemanden, der uns "versteht".
Das ist eine Spirale nach unten, wenn man sich da nicht bewusst dagegen wehrt..... - Hans (der "Pensionist") hatte natürlich privat auch noch Zores - Henne-oder-Ei-Frage, was zuerst war, hat kompensiert mit Alkohol, Rauchen, Fressen, Sport findet sowieso im Fernsehen statt usw. Ich hab ihn vor ca. einem halben Jahr das letzte Mal gesehen - es war schlimm - Schweissausbrüche, Zittern.....
Und trotzdem eine Zigarette nach der anderen - "irgendwo muss sich der Mensch ja anhalten"!
Er ist das Extrembeispiel, aber typisch.
Es ist natürlich schön, "wichtig" zu sein, selbständig zu arbeiten usw.; es ist natürlich riskant, auf die Leistungsbremse zu steigen - aber vor allem ist es reichlich unangenehm, sich selber bei der Nase zu nehmen und mit den Korrekturen bei sich selber anzusetzen, aber die Mühe zahlt sich schon aus und es funktioniert.

LG
Meni
 
wenn du es sagst...

ich kann dir nur in jedem punkt recht geben. aber es ist allemal besser, eine lifestyleänderung herbeizuführen, indem man durch regelmäßige sportliche aktivität nicht nur dysstress abbauen, sondern auch etwaige kardiovaskuläre risikofaktoren kompensieren kann (siehe meinen artikel auf meiner hp), als wegen einer depression (damit "geht's" am leichtesten!) in frühpension zu gehen.
lg, kurt
 
:))

Schon gar nicht in so einem Zustand, da hat man ja nichts mehr davon!
Dabei war der Ausgangspunkt aber nur mein Tip, lieber einen Tag daheim zu bleiben als vielleicht eine Grippe (eine echte, meine ich) zu übertauchen - also wirklich, deswegen muss doch noch lang keiner in Pension geschickt werden!*hundemüdegrins*

Ciao
Meni
 
Grippaler Infekt vs. Grippe (Influenza)

wer hat schon die "echte" grippe? dass diese einen gehörig z'sammhaut", ist klar.
lg, kurt
 
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