Verstärkt Grapefruit-Saft die Wirkung oraler Medikamente?

Menhir

New member
Hi!

Wie schon im Titel würde es mich mal interessieren, obs stimmt, dass Grapefruit Saft die Wirkung eigentlich aller oral eingenommen Medikameten, auch AAS, verbessert?
In nem tollem neuen Buch (so bissal schwarz - eigentlich rausgeschmissenens Geld... :rolleyes: )
wir die These dadurch begründet, dass ein Wirkstoff der Grapefriut (Naringin) an ein bestimmtes Isoenym bindet, was den FirstPass beeinflusst, sodass weniger Wirkstoff in der Leber zerstört wird.

Hab das jetzt auch woanders gelesen (Schlafmittel + Grapefruit führt angeblich zu starker Benommenheit...) und jetzt wollt ich mal fragen, was ihr so dazu wißt/meint :D :confused:
 
A

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Re: Verstärkt Grapefruit-Saft die Wirkung oraler Medikamente?
Ist richtig.
Hängt mit einer Beeinflussung des Cytochom P450-Systems zusammen. Über diese Enzyme werden auch Medikamente verstoffwechselt. Hat aber nur Eifluß bei Gabe von oraler Medikation, wurde es per Spritze verabreicht, hatte Grapefruitsaft keinen Einfluß.
Man sollte aber zwischen einer Veränderung von Plasmaspiegeln oder Anflutzeiten und einer klinisch faßbaren Wirkung unterscheiden.
Zudem scheint es recht große Unterschiede zwischen einzelnen Personen zu geben.



jeckyll
 
Die Sache mit dem Grapefruitsaft sollte man eigentlich aber sein lassen, den man kann überhaupt nicht steuern was man da beinflusst im Gegensatz wenn man die Menge des Medikament ändert.


Joker
 
Könnte man damit die Toxität von 17aa roids abmildern und diese gar nich effektiver machen? Erscheint mir jetzt logisch wenn mehr von dem Wirkstoff den First Pass übersteht.
 
Deine Logik scheint mir unverständlich.

Gehen wir mal hypothetisch davon aus, dass Grapefruit die Aufnahme im Darm verbessert und den Abbau in der Leber hemmt. Dann wäre die Bioverfügbarkeit ja höher, man hätte mehr Wirkstoff im Blut (und in der Leber), die (Hepa-)Toxizität wäre ergo höher.
 
Polynomstapler schrieb:
Dann wäre die Bioverfügbarkeit ja höher, man hätte mehr Wirkstoff im Blut (und in der Leber), die (Hepa-)Toxizität wäre ergo höher.

Ok, das leuchtet mir ein.
ich bin jetzt davon ausgegangen, dass generell weniger Wirkstoff von der Leber metabolisiert wird.
 
A

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Re: Verstärkt Grapefruit-Saft die Wirkung oraler Medikamente?
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