"verkürzter" Muskel

Lena2

New member
Liebe Forumels! Ich (w, 25, 176cm, 63kg) mache 2x pro Woche ein Ganzkörpertraining. Meine Körperhaltung weist meiner Meinung nach auf einen "verkürzten" Brustmuskel hin, d.h. die Schultern fallen nach vorn. Ich habe den Artikel auf Kurts homepage zum Thema Dehnen gelesen. Dort heißt es, ich solle den "Gegenspieler mit großen Bewegungsreichweiten trainieren", um Dysbalanzen auszugleichen. Ich trainiere Rücken/Schulter aber durchaus gleichwertig. Soll ich jetzt das Brusttraining vernachlässigen und den Rücken stärker trainieren? Und was ist mit großen "Bewegungsreichweiten" gemeint? Ist eine Veränderung meiner Körperhaltung überhaupt möglich?
 
Toller Beitrag! Was glaubst du Schlaumeier, warum ich das "verkürzt" in Anführungszeichen gesetzt hab?! Aber wenn´s dir lieber ist: Also, ich habe den Eindruck, als habe mein Brustmuskel seine optimale Kraftentfaltung in einem kleineren Winkel....(der Rest wie gehabt)
 
sorry aber da muß ich entschieden widersprechen...
vor nem konsonanten kanns gar kein doppel s geben!

oder hat die neue rechtschreibreform auch da ihre spuren hinterlassen???
 
oje, mir scheint...

...dass du kein meister der orthographie bist. nicht der konsonant danach, sondern der vokal davor entscheidet über ein "ss" oder ein "ß". nach einem kurzen vokal kommt ein "ss". also passt das "passt"!
gruß, kurt
 
Re: oje, mir scheint...

oje mir scheint die neuen rechtschreibregeln ham tatsächlich...
hab das gefunden:

Zugunsten des Stammprinzips soll nach kurz gesprochenem Vokal statt ß zukünftig ss geschrieben werden. Einige Beispiele lassen diese Regel zunächst sinnvoll und logisch erscheinen:

vor der Reform nach der Reform
fassen – er faßt fassen – er fasst
hassen – er haßt hassen – er hasst
küssen – er küßt küssen – er küsst
lassen – er läßt lassen – er lässt
müssen – er muß müssen – er muss

tja meine matura is lang her und die neuen regeln hab ich nie...
tatsächlich war ich früher ein meister der orthographie
 
Re: "verkürzte" Brustmuskulatur

hallo lena,
du solltest keinsfalls dein brustmuskeltraining vernachlässigen, im gegenteil: achte beim flachbankdrücken bewusst darauf, die hantelstange bei der exzentrischen kontraktion ganz bis zur brust zu führen. ergänzend dazu empfehle ich "fliegende" auf der bank (also butterflies in rückenlage mit zwei kurzhanteln, die du bewusst so tief wie möglich absenkst). als antagonistentraining empfehle ich v.a. bankziehen, wobei du die hantel bei der konzentrischen kontraktion bis zur bankberührung führst. bankdrücken und bankziehen eignen sich sehr gut als supersätze (d.h. du wechselst ab). ergänzend bzw. alternierend zum bankziehen kannst du rudern vorgebeugt, lat-züge und klimmzüge machen.
und denk an deine körperhaltung im stehen: zieh die schultern bewusst nach hinten.
viel spaß,
kurt
 
Hi Lena,

wie du selbst schon erkannt hast, sind Dysbalancen funktioneller Natur. Es besteht kein Grund, das Training der Brustmuskulatur komplett einzustellen. Dennoch ist es wichtig verstärkt die obere Rücken- und Schulterblattmuskulatur anzusprechen, falls du die bisher vernachlässigt haben solltest.
Krafttraining kann zwar die Körperhaltung insgesamt verbessern, doch ist es nicht möglich, den Körper ganz gezielt zu shapen.

Brust Dehnen, Latissimus aufbauen und schon stehen die Schulter weiter nach hinten - so einfach ist es leider nicht. Der knöcherne Körperbau ist größtenteils vorgegeben und lässt sich auch durch Krafttraining nicht großartig verändern.

Gruß,
Thomas


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