(Un-)tauglichkeit für Militärdienst

Polynomstapler

New member
Ich suche Gründe, vom Militärdienst befreit zu werden :D

Ich bin 197cm gross (kein Hindernis, oder?)
BMI 26
leichter Plattfuss
Ab und zu leiche Knieprobleme (meist trainingsinduziert)
Ab und zu Rückenschmerzen im LWS-Bereich (dank Training aber besser geworden)
Meines Wissens eine Allergie gegen frisches Gras (Da könnte sich aber vielleicht noch mehr finden lassen!?)
Kurzsichtig (-4.5/-4.25)

1. Reicht das für eine Untauglichkeit?

2. Wie könnte ich vielleicht die Rückenschmerzen oder die Knieprobleme so stark erscheinen lassen, dass sie meine Dienstfähigkeit ausschliessen? Brauche ein Arztzeugnis. Was soll ich dem Orthopäden erzählen?

3. Verbessern "erfundene" Dinge wie Depressionen, schlechte sportliche Leistungen, Cannabiskonsum meine Chance?

Gruss,
D.
 
A

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Re: (Un-)tauglichkeit für Militärdienst
Wenn du vom Militärdienst befreit werden willst, verweigere doch einfach, oder hast du auch keinen Bock auf Zivildienst?

Drogen würde ich bei der Musterung gar nicht erwähnen, du wirst

1. nur schießbefreit und darfst
2. keinen Führerschein machen

und aus 1. folgt das du in der Grundausbildung keine Waffe bekommst, und deshalb (wenn du Pech hast) mit einem Stock oder Klappspaten rumrennen darfst.

Ob dir die Allergie was bringt weiß ich nicht, normalerweise nur, wenn das extreme Folgen hat, für die die Bundeswehr haften müsste.

Größe, Plattfüße werden kaum einen Rolle spielen.

Es gibt natürlich ein paar todsichere Tipps, wie man am Wehrdienst vorbei kommt, das ist aber nicht im Sinne des Forums. Außerdem gibt es wahrscheinlich genug Seiten im Internet die dieses "Thema" behandeln.
 
Hmmm weiß jetzt nicht wie das in der Schweiz ist trotzdem:
1.
- Die Größe gibt höchstens Einschränkungen beim Einsatz.(Also die werden dich da nicht in nen Panzer quetschen;) )
- Bei meinem Gewicht haben die auch nichts gesagt müsste nen ähnlichen BMI haben.
- Durch die Plattfüße wurde ich T2 und nicht T1, ebenfalls nur Einschränkung für bestimmte Tätigkeiten(Gebirgsjäger)
- Für die Knieprobleme bräuchtest du nen ärztlichen Nachweis....die meisten Ärzte sind da aber recht hilfreich weiß aber nicht inwieweit sich das auf deine Tauglichkeit auswirkt/hängt von der Schwere ab.
- Rückenschmerzen siehe Knie
- Allergien:Ein Kollege wurde wegen einer Allergie gegen Eier(!!!)ausgemustert.
- Die Kurzsichtigkeit bringt auch nur Einschränkungen bei den Einsatzmöglichkeiten kein Ausmusterungsgrund.
2.Musst du schon selber hinkriegen.Wie gesagt wenn du nen coolen Arzt hast dann wird er dir beim ausmustern lassen sicher "behilflich" sein, allerdings musst du glaube ich zu einer zusätzlichen Untersuchung vom Heer wegen solcher spezieller Gründe.Die nehmens da ziemlich genau wird schwer werden.
3.Depressionen helfen dir wohl eher dabei zum Ersatzdienst eingeteilt zu werden.Schlechte sportliche Leistungen helfen dir nichts.
Mit dem Cannabiskonsum wäre ich ganz vorsichtig.Ein Bekannter wurde deswegen ausgemustert gab es zu und am nächsten Tag standen ein Paar nette Herren in Grün an der Tür...
 
Oops,

Hab erst jetzt gesehen, dass du ja aus der Schweiz kommst.
Inwieweit mein Beitrag jetzt Gültigkeit hat (bezieht sich auf D) kann ich natürlich nicht sagen.
 
@Cobalt

>2. keinen Führerschein machen

Hab ich schon.

Deine todsicheren Tipps würden mich sehr interessieren. Schreib mir doch bitte eine PM.

@Restless

>Bei meinem Gewicht haben die auch nichts gesagt müsste nen ähnlichen BMI haben.

Du hast nen 23er BMI. (laut Profil)

>Mit dem Cannabiskonsum wäre ich ganz vorsichtig.Ein Bekannter wurde deswegen ausgemustert gab es zu und am nächsten Tag standen ein Paar nette Herren in Grün an der Tür...

Die Ärzt unterliegen der Schweigepflicht.
 
Ich kenne jemanden, der mir ein Zeugnis ausstellen könnte, dass ich aus psychischen Gründen nicht tauglich bin. Aber könnte berufliche Nachteile mit sich bringen!? Was meint ihr?
 
@Poly
http://www.vitaltotal.ch/bmi.php
Hier hab ich mit Profildaten 26.

Wegen Ärzten:Stimmt eigentlich aber bei ihm war es trotzdem so versteh ich auch nicht so recht.
Ich kenne jemanden, der mir ein Zeugnis ausstellen könnte, dass ich aus psychischen Gründen nicht tauglich bin. Aber könnte berufliche Nachteile mit sich bringen!? Was meint ihr?
Kommt auf die Gründe an...wenn es Gründe wie Kriegstraumata in der Familie sind nicht.
 
wg. BMI

hast recht, hab mich verrechnet

Gründe: Wäre ne aufgeblähte Kindheitsgeschichte mit Depressionen, Aggressionen, Komplexen und so nem Zeug ;)
 
Hmmm, jo hört sich ja nicht so schlimm im Bezug auf Beruf an.Allerdings werden die beim Heer das dann auch nicht so eng sehen.
Mit dem Psycho-Weg erreicht man in D eh nur das man Ersatzdienst anstatt Wehrdienst macht ist das in der Schweiz anders?
 
In der Schweiz ist man aus psychischen Gründen automatisch für Militär- wie Zivildienst untauglich.

Man braucht allerdings ein Zeugnis und wird dann noch mal vor einen Ausschuss aus 3 Psychiatern geladen. Das ist der schwierigste Part, da muss man bisserl schauspielern..
 
@ polynomstapler

hab mich unklar ausgedrückt: Wenn du Drogenkonsum angibst, darfst du beim Militär keine Fahrzeuge bewegen, und du darfst z.b. keinen BCE Lappen machen.

Ich weiß nicht wie es in CH mit Fehlerziffern etc. geregelt wird, vielleicht reicht ja schon das dir ein Orthopäde ein günstiges Zeugnis ausstellt.

Du musst halt berücksichtigen, das die Ärzte beim "Amt" den ganzen Tag nichts anderes machen als "mustern". Deswegen haben die schon so ziemlich alles gehört, und sind in der hinsicht einfach abgestumpft.

Generell wird nur ausgemustert, wenn dein Einberufung eine Risiko für den Staat darstellt; Das heißt wenn durch den Dienst dir ein bleibender gesundheitlicher Schaden entsteht für den der Staat aufkommen müsste.

Ich denke mal körperlich wird es etwas schwierig, vor allem wenn man BB macht.

Psychologisch gibt es natürlich Möglichkeiten, aber bei drei Psychologen (!), dann hast du nachher vielleicht wirklich einen Schaden

Du kannst dir ja vorstellen was eher "zieht":

1. Ich will frieden und liebe

oder

2. ich will andere Menschen t***n / oder dich selber

Na?

Das kannst du natürlich mit deiner "Geschichte" kombinieren

>Gründe: Wäre ne aufgeblähte Kindheitsgeschichte mit Depressionen, Aggressionen, Komplexen und so nem Zeug

Aber die Psychoebene würde ich erst anwenden wenn du schon da bist (als kleiner Tipp), Die Leute beim "Militär" denken da anders als die beim Amt. Wenn du das geschickt anstellst (habe ich selber erlebt) wirst du vom Truppenarzt beurlaubt und musst dann nur alle zwei Wochen kommen (da der dich zumindest in D nicht länger k.z.h schreiben kann), das geht dann ein paar Wochen (Monate) so, und wenn alles klappt wirst du entlassen und hast auch noch Geld dafür bekommen. Und außer dem Truppenarzt musst du keinen überzeugen.

So, jetzt reichts glaub ich aber :rolleyes:
 
Hmm... ist auch keine schlechte Idee.

Aber ich will umbedingt bereits vorher untauglich sein, damit ich nächsten Herbst mein Studium in Angriff nehmen kann...
 
Ich nenn hier jetz mal ein paar härtere Kaliber:

Mach ihnen klar das du Selbstmordgedanken hegst.

Oder du wurdest als Kind vergewaltigt und kannst seitdem keine nackten Männer mehr sehen d.h. du kannst die gemeinsamen Duschräume nicht benutzen----->untauglich.( Wäre mir persönlich zu heavy, weiss nicht wie du drauf bist... )

Gibt da noch eine Reihe von Krankheiten die sich nicht so einfach nachweisen lassen.Musst einwenig im Netz stöbern.

Auf den netten Onkel Doktor der dich untauglich schreibt würde ich mich nicht verlassen...dazu müsstest du schon WIRKLICH ein mittel bis eher schweres Gebrechen haben das dieser Doc "weiterausbauen" müsste um deine Untauglichkeit zu gewährleisten...
 
bei uns in ö wirst du wenn du sachen wie selbstmordgedanken usw. angibst, höchstens vorübergehend untauglich geschrieben und musst einige zeit später wieder zur musterung -> ist vielleicht auch nicht unbedingt das wahre, wenn die das heer dann aus der asubildung rausreisst
 
Thanx Leute.

Hab schon mal den ärztlichen Fragebochen recht grosszügig ausgefüllt (nichts gelogen, nur etwas dramatisiert - aber im Rahmen) :D Ich bin ein sehr kranker Mensch :D
 
@ polynomstabler
es gibt irgeneine vereinigung bei der man sich melden kann die machen das dann und man wird ausgemustert!!!!!
habe das inner zeitung gelesen(wertbung) habe sie aber weggeschmissen wiel ich ja jetzt zivi bin:rolleyes:
suche ma bei google vielleicht ham die ja ne page!
 
Warum muss ein Oberst am Infotag ungefähr 30 Mal wiederholen, dass wir dem Militärstrafgesetz unterstehen und er uns problemlos für 35 Tage einsperren könnte, wenn er wollte...!? :confused: :D

Ne gscheite Funktion für mich kann ich auch nicht finden. Bei den interessanten Jobs darf man nicht über 190 gross sein...
 
:D in der Schweiz von der Wehrpflicht wegzukommen ist die einfachste Sache der Welt.

Seit der Einführung der differenzierten Diensttauglichkeit, helfen deine echten Problemchen nix mehr. Gibt nur noch ein paar Dispensen.

Musst dir gut überlegen, wie wichtig das für dich ist, und was du dafür bereit bist einzugehen.
Der psychiatrische Weg ist der sicherste. Allerdings solltest du nicht den Fehler machen und ne Aggressions-Schiene fahren, das könnte dich den Führerschein kosten.
Wichtig ist, dass du die Sache so drehst, dass Militär unmöglich ist, aber alles andere eigentlich trotzdem passt. Depression, Gruppendruck, Befehlsführung sind ein paar Stichworte in dem Zusammenhang.

Theoretisch geht jede Ausmusterung über die UC aber die entscheidet auch schon mal in Abwesenheit. Wichtig ist, dass der Arzt den Antrag direkt stellt.

Wichtig ist auch das Timing, es wird gerne versucht, das Verfahren rauszuzögern, und dich zwischenzeitlich aufzubieten.
Da solltest schauen, dass du entweder nen Verschiebegrund findest, oder innert der ersten Tage wieder nach Hause geschickt und dispensiert wirst.


Gruss Skyguide (der keinen Sport und deshalb kein Militär machen darf :eek::))
 
Original geschrieben von Skyguide
[BGruss Skyguide (der keinen Sport und deshalb kein Militär machen darf :eek::)) [/B]
:eek: :eek: :eek: :D

Hätt ich von dir nicht erwartet...! :p
In Deutschland geht es auch wenn du Frau und Kind hast... naja, das ist vielleicht in der Kürze der Zeit ein wenig blöd zu regeln!
Aber oft reicht es auch eine eigene Wohnung zu haben, die müsste der Staat dann logischerweise mitfinanzieren und da dass recht teuer ist kann man so auch Glück haben!
 
A

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Re: (Un-)tauglichkeit für Militärdienst
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