VincentVega schrieb:
Genau so in etwa verstehe ich es auch.
Nur, daß es statt nem Satz mehr oder weniger auch mal ne Übung mehr oder weniger sein darf. Oder mal ne komplett andere Übung. Oder nach dem Rückentraining einfach mal nix mehr und dafür Bizeps am nächsten Tag.
Trainingslog führe ich auch und gewisse Grundübungen gehören in jeden Plan rein. Darum gehts auch nicht, es geht einfach darum, nicht nach einem festen Plan zu trainieren, sondern einen gewissen Rahmenplan am jeweiligen Trainingstag erst "fein zu tunen".
Das meinst du also mit "Training nach Gefühl".
Das ist aber nichts besonderes, denn so geht jeder erfahrende Sportler vor.
Ich sage immer:
"Warum einen starken Tag verschenken oder an einem schwachen Tag alles geben???", d.h. ich höre immer auf meinen Körper und trainiere nach Gefühl.
Das bedeutet wenn ich mich schwächer fühle (was bei jedem mal vorkommt, man hat nicht immer gute Tage), gehe ich nicht auf Rekord sondern trainiere leichter, entweder hole ich mir dann mein Trainingsgefühl über das Volumen, also leichteres Gewicht höhere Umfänge oder ich führe an solchen Tagen einige komplett neue Übungen aus und experimentiere ein wenig herum.
Man sollte also immer sein jeweiliges Training individuell nach seinem Energie-und Kraftvermögen abstimmen.
Wobei es auch hier Ausnahmen gibt.
Ich hatte schon meine besten Trainingseinheiten, wo Rekorde fielen, an Tagen wo ich überhaupt keinen Bock und ein völliges Scheißfeeling hatte.
Meißt schätze ich meine Verfassung erst nach meinem Aufwärmprogramm ein.
Wenn ich mich danach immer noch scheiße fühle, wirds wohl nichts mehr, aber auch da irre ich mich manchmal.
Und ich lasse die Beine an nem Tag, an dem ich absolut null Bock drauf habe lieber weg, und versuche mich fürs den nächsten Tag zu motivieren. Kommt einfach besser und bringt meiner Meinung nach mehr!
Stell's Dir so vor: du schreibst alle Muskelgruppen auf nen Zettel und streichst nach jedem Training die gerade trainierten Muskelgruppen durch. Du darfst jede/jede große Muskelgruppe erst dann wieder trainieren, wenn alle anderen durch sind.
Davon halte ich nichts, man braucht schon eine gewisse Ordnung und Reihenfolge.
Nicht jeder Muskel braucht den selben Wechsel von Belastung-Erholung.
Eine Muskelgruppe kann häufiger belastet werden, weil sie schneller regeneriert, bei andere Muskelgruppen muß man längere Regenerationszeiten einplanen.
Versuche längerfristig die optimalen Zeiträume zu finden, inden du die Wachstumsreize setzt.
Ich habe auch manchmal Tage, an denen ich einfach nicht genug bekomme und richtig Bock auf pumpen habe.
An diesen Tagen hänge ich am Ende der regulären Traininseinheit noch einige Pumpübungen an.
In erster Linie trainiere ich weil es mir Spaß macht und ich mein Training liebe, ja sogar brauche.
Es geht nicht nur immer darum an schlechten Tage das Training zu verkürzen, sonder auch darum an spitzen Tagen sein Training evtl. sogar etwas zu verlängern.
In der Regel gilt:
"Was mir Spaß macht, darin bin ich auch gut bzw. werde gut."
Wer sein Training liebt oder zumindest mag, ist schon auf dem richtigen Weg, der Erfolg kommt dann von ganz allein!!!