Jenny meint vermutlich Quecksilber, weil das das Problem in früherer Zeit bei Thunfischen war. Aber heute nicht mehr.
Quecksilber reichert sich im Fettgewebe an. Magerfische, die ihre Fettreserven fast ausschließlich in der Leber speichern, haben im Filet nur geringe Gehalte an Quecksilber. Fettfische wie Thunfisch speichern Quecksilber aber auch in den Muskeln. Dabei ist die Anreicherung umso größer, je älter der Fisch ist. Das führte dazu, dass in den Jahren bis etwa 1965, als vorwiegend sehr alte und große Fische für die Herstellung von Dauerkonserven verwendet wurden, in Thunfischkonserven erhöhte Konzentrationen an Quecksilber gefunden wurden. Deshalb verarbeitet die Industrie heute nur noch jüngere Fische. Heutzutage gibt es daher, wie umfangreiche Untersuchungen (z.B. Veterinäruntersuchungs-Amt in Cuxhaven gezeigt haben, praktisch keine Thunfischkonserven mehr, die die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten. Diese Erkenntnis hat sich aber bis heute nicht hinreichend durchgesetzt, so dass die Thunfischkonserve völlig zu Unrecht in vielen Informationsmedien nach wie vor als Beispiel für belastete Fischerzeugnisse herhalten muss.