Stretching Artikel auf Kurt´s HP

reach

New member
Hi!
Ich hab den Artikel 2mal sehr aufmerksam gelesen und ich finde absolut nichts was (für MICH) dagegen spricht ihn als Freibrief dazu zu benutzen, nie mehr zu dehnen. (wohl aber die Antagonisten zu trainieren)

1. Frage: würde das auch Kurt so unterschreiben?

2. es steht da u.a. "Muskuläre Dysbalancen und "Verkürzungen" können mit Dehnen allein nicht korrigiert werden".... was sind dann Verkürzungen??? Und wie können die geheilt werden, wenn nicht durch Dehnen? Eingangs steht ja, daß ein Muskel sich nicht verkürzt. Und wieso "nicht ALLEIN durch Dehnen"? - also offenbar SCHON auch durch Dehnen?!

3. Kurt, Du hast einmal in einem Thread über Aufwärmen geschrieben, daß Du nicht Aufwärmst, nur Warmdehnst. Ist schon ein Bißchen her - waren diese Erkenntnisse für Dich auch so neu und verzichtest Du jetzt auf´s Warmdehnen?



Worauf ich raus will - ist der Artikel wirklich absolut der Weisheit letzter Schluß, oder finde ich auf anderen HPs möglicherweise genauso viele Argumente dafür, die genauso wissenschaftlich fundiert klingen?
Und wieso sieht man dzt. in St. Moritz so viele Athleten dehnen - sprechen sich solche Erkenntnisse so langsam herum, daß die Weltspitze davon noch nichts weiß?

msG! reach
 
Hi reach,
eigentlich hat es ja keinen Zweck, denn
Kritik prallt eh an Kurt ab.
Dehnen ist wichtig, richtig und gut, da
Muskulatur bekanntlich elastisch ist.
Kalte Muskeln hingegen sind nicht dehnbar,
ergo liegt hier die Verletzungsgefahr sehr
hoch und dabei ist völlig egal was für eine
Sportart man betreibt.
Zum Teil sind Informationen darüber derart
verwirrend(auch die auf Kurts HP), dass niemand
mehr weiß ob Dehnen nutzt oder schadet.
Im Profisport wird auch nach wie vor gedehnt,
dass haben wir ja auch beim Skispringen wieder
sehr schön sehen können.
Verürzungen hingegen kannst Du nur durch
Training der betreffenden Muskulatur korrigieren,
denn wie wir alle Wissen, wenn man Muskeln
nicht benutzt, verkümmern diese, will heißen
die Elastizität lässt nach und die Muskel kann
ihrer Haltefunktion nicht mehr in vollem Umfang
nachkommen. Aber ich denke, dass weißt Du
selbst alles, denn auf dem Foto siehst Du
ja sehr sportlich aus.:)
Ich finde Dehnen vor manchen sportlichen
Betätigungen sinnvoll und richtig, vor allem
bei weniger sportlichen Menschen.
So genannte neue Erkenntnisse gibt es
täglich, jeder versucht hier der "beste Wissende"
zu sein.
Meine Erfahrung, Menschen mit einer natürlich
ausgeprägten gut durchtrainierten Muskulatur,
können schon mal auf ein Dehnen verzichten,
aber wer hat diese schon in unserer Zivilisation?

Tu das, was Dir und Deinem Körper gut tut.:)

lg Angi
 
Ja, so seh ich es ja auch

Sollte es jetzt nur ne Bestätigung sein,
oder wie meinst Du Deine Antwort?
*leichtirritiertbinjetzt*

lg Angi
 
hallo reach,
schreibe ich wirklich so unverständlich?
zu 1: natürlich. ich habe nie geschrieben, dass man nicht dehnen soll. auch die beweglichkeit ist eine motorische grundeigenschaft der muskulatur, die man trainieren sollte.
zu 2: was eine "verkürzung" ist, ist im artikel definiert. ebenso ist die gegenmaßnahme beschrieben.
zu 3: da musst du mich falsch verstanden haben. ein "warmdehnen" gibt es nicht. ich wärme mich 3 min lang auf, dehne aber nicht vor dem krafttraining (auch nicht zwischendurch und danach).

im übrigen ist mein artikel eine zusammenarbeit mit thomas markmann (sein name ist ja auch angeführt) und entspricht dem "state of the art". er fasst die wesentlichen einträge im forenarchiv zusammen, du kannst dir also die mühe sparen, nach fundierten "gegenargumenten" zu suchen, auch auf anderen webpages. außerdem geht es nicht um argumente, sonden um fakten. hast du auch die links gelesen? dass spitzenathleten dehnen, heißt gar nichts. erstens sind die athleten und auch viele trainer trainingswissenschaftlich nicht auf dem laufenden, zweitens lässt sich ein spitzenathlet sowieso nichts sagen und drittens soll jeder das tun, wie er glaubt. eins steht jedenfalls fest: verletzungsvorbeugend wirkt dehnen vor einer belastung nicht! ebenso vermindert vorangehendes statisches dehnen die kraftleistung und fördert es ein DOMS. letzteres wird auch durch ein dehnen nach intensiver, mit exzentrischen kontraktionen einhergehender muskelbelastung provoziert bzw. verstärkt. all das sind keine behauptungen von thomas und mir, sondern fakten, die wissenschaftlich fundiert sind.
angis "senf" solltest du am besten gleich wieder vergessen. sie hat nun mal die gabe, trotz fachlicher inkompetenz ihre "weisheit" an den mann/die frau bringen zu wollen:winke:.
gruß, kurt
 
Irrtum!

nicht die bänder, sondern die muskeln können gedehnt werden. in meinem artikel findest du auch links zur näheren info. auch wenn du's nicht glauben willst, so ist durch dehnen keine verletzungsprophylaxe gegeben.
gruß, kurt
 
einige falsche Aussagen in den Beiträgen

Hallo,

da ich mir anmaße, sehr gut über den aktuellen Stand in Sachen Dehnen Bescheid zu wissen, will ich hier mal Licht ins Dunkel bringen und besonders Angi korrigieren. Meiner Meinung nach trägt ihr permanentes Bedürfnis, sich mit Kurt in die Wolle zu kriegen, hier zur fachlichen Verwirrung bei, denn was sie schreibt ist entweder pure subjektive Vernmutung oder definitiv unwahr.

Wenn Bänder elastisch würden, dann wäre das fatal, dann ginge nämlich Gelenkstiffness verloren. Ein Bänderriss ist nicht ein Problem von unelastischen Bändern, sondern die Folge eines Traumas durch äußere Krafteinwirkung. Die Stabilität des Gelenks wird zum einen durch die stabilen Bänder und zum anderen reflektorisch durch die umliegende Muskulatur bewerkstelligt. Ausgiebiges Dehnen beeinflusst kurzfristig die Erregbarkeit der Motoneuronen -> die Gelenkstiffness nimmt ab. Das wiederum ist aber eine physiologische Geschichte und hat mit den Bändern nichts zu tun. Wenn ich den Muskel in Dehnung bringe, dann beanspruche ich Sehnen, Faszien, Kennektinfilamente und das kontraktile Gewebe, nicht aber die Bänder.

Die Beobachtung an Footballspielern darf hier nicht generalisiert werden, da nicht mal klar ist, ob überhaupt ein korrelativer Zusammenhang zwiwschen Dehung und Inzidenz von Bänderrissen besteht, geschweige denn ein kausaler.

Die Quellen, die Kurt zitiert, sind übrigens nicht von irgendeiner Homepage abgekupfert, sondern basieren größtenteils auf Wiemann. Der wiederum arbeitete sehr intensiv auf diesem Gebiet und steht mit dieser Ansicht nicht alleine da. Auch Erkenntnisse von Wydra, Klee, Freiwald, etc. weisen in die selbe Richtung. Es gibt keine wissenschaftlich saubere Studie, die eindeutig belegt, dass Dehnen eine positive Auswirkung auf die Verletzungshäufigkeit hat.

Um auf reaches Frage zu antworten:
Die Frage, ob Dehnen Sinn macht, kann nur vor dem Hintergrund der Zweckmäßigkeit eindeutig mit ja oder nein beantwortet werden. Wenn es dein Ziel ist, funktionelle Dysbalancen zu beheben und die Verletzungsanfälligkeit zu senken, dann nutze die Zeit fürs Dehnen lieber sinnvoller. Wenn es dir im Rahmen eines allgemeinen Sportprogramms darum geht, die Beweglichkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und dadurch deine Lebensqualität zu verbessern, dann ist Dehnen ein wichtiger Bestandteil deines Trainingsplans, nur sollte es nicht unmittelbar vor oder nach intensiven Einheiten durchgeführt werden. Für mich persönlich ist Dehnen ebenfalls wichtig, da die von mir praktizierte Sportart stark beweglichkeitsdeterminiert ist. Aus diesem und auch nur aus diesem Grund dehne ich sehr ausgiebig im Rahmen meines Trainings. Mit Verletzungsprohylaxe hat das nichts zu tun. Dafür wärme ich mich ausreichend auf.

Gruß,
Thomas

https://de.fitness.com/company/buttons/thomas_markmann.jpg
 
Lieber Kurt! Du schreibst nicht unverständlich, aber in anderen Zusammenhängen ergeben sich Fragen, die sich durch Deinen Artikel und auch durch diese Antwort nicht klären lassen: (vielleicht schreibe ja ich ein wenig unverständlich)

1.) ich meinte, ob Du diesen Freibrief für mich unterschreiben würdest, nie mehr zu dehnen, nicht, ob Du den Artikel unterschreibst.

2.) ich hab Deine Def. der Verkürzung gelesen, fange damit aber deshalb nichts an: zB in unserm FStudio werden eingangs Beweglichkeitstests gemacht um zu sehen, ob div. Muskelgruppen "verkürzt" sind. Dabei stammt die Kraft nicht aus dem eigenen Muskel, sondern der Trainer (Sportwissenschaftler, immerhin) bewegt zB. das Bein. Wenn der Radius eingeschränkt ist, empfiehlt er entsprechende Dehnübungen.
Das kann dann ja wohl nicht daran liegen, daß der Antagonist zu heftig gegenzieht, oder?

3:) will Dich ja nicht festnageln, war ja nur eine Frage (obwohl ich schon glaube, mich an das Wort Warmdehnen erinnern zu können... egal!)


Davon abgesehen lese ich gerade ein (populärmedizinisches) Buch "Sportanatomie" in dem von phasischen und tonischen Muskeln die Rede ist. Einer der beiden (tonisch, glaub ich)neigt zur Verkürzung und sei deshalb zu dehnen. Das meine ich u.a. auch mit anderen HPs und gegenteiligen Meinungen. Wenn man zB einen Hottenrott Artikel liest macht er genausowenig wie Du den Eindruck, daß er sich seiner Sache nicht völlig sicher ist. Das fällt einem Laien dann schon schwer abzuwägen was Fakt, was Fake ist. Da wirst Du mir wohl hoffentlich recht geben. (dachte schon mal daran spaßhalber dem Hottenrott Deine Gegenausführungen zu schicken, wär mir sicher, daß er keine Probleme hätte das alles wieder umzudrehen...)

msG! reach
 
Trainingswissenschaft und Spitzensport

Ein Hinweis noch:
Es ist keinesfalls so, dass die Trainingsmethoden im Spitzensport permanent mit dem aktuellen Stand der Trainingswissenschaft abgeglichen werden. Bei technologischen Innovationen geht das sehr schnell. Wenn heute ein neuer Ski oder ein neuer Schwimmanzug entwickelt wird, dann ist der nach erfolgreichen Tests bem nächsten Wettkampf im Einsatz. Andere Innovationen brauchen etwas länger, bis sie sich etbalieren, siehe Klappschlittschuh.

Technikleitbilder werden da schon langsamer verändert. Wie lange hat es gedauert, bis auch die letzten Nationen beim Skispringen vom Parallel- auf den physikalisch günstigeren V-Stil umgestellt haben?

Bei der Trainingslehre ist es noch um einiges langsamer. Bis das, was wir heute rausfinden, in die Trainerausbildungen aufgenommen wird, vergehen Jahre. Die Trainer sind eben Praktiker, vertrauen auf das, von dem sie wissen, dass es funktioniert. Diese konservative Haltung kann man an dieser Stelle auch sehr gut verstehen. In den "Medizinabteilungen" geht das zugegebenermaßen alles deutlich schneller...ihr wisst, was ich meine.
Gruß,
Thomas

https://de.fitness.com/company/buttons/thomas_markmann.jpg
 
mensch meier, schreib doch mal was zum thema...

und nicht immer etwas gegen kurt. das is hier kein forum um seinen frust an anderen auszulassen !
 
ich hab dich schon richtig verstanden!

und deine frage 1 mit einem eindeutigen "ja" beantwortet. gibt es eine eindeutigere antwort? dehnen macht sehr wohl sinn, muss aber einen zweck verfolgen (siehe thomas antwort, steht alles im artikel!)
zu 2: das sind die üblichen "verkürzungstests", die aber am kern der sache vorbeigehen.
zu 3: mach dir bitte die mühe und suche dieses posting. nochmals: es gibt kein "warmdehnen".
zu deinem buch: du weißt vielleicht nicht, dass bücher zu 80% von anderen abgeschrieben werden und es somit auch lange dauert, bis sich neue erkenntnisse von der primär- in die sekundärliteratur "verirren".
zu hottenrott: er hat sich schon einige male blößen gegeben (ich erinnere an diverse aussagen über die muskuläre energiebereitstellung, v.a. zur fettverbrennung), dass ich einer konfrontation mit ihm gelassen entgegensehe
ansonst erlaube ich mir, auf thomas' antwort zu verweisen.
gruß, kurt
 
das war schon ich weiter unten!

frag mich nicht, was da passiert ist - vielleicht kann es thomas aufklären:winke:
gruß, kurt
 
weder noch

Es ist ja schön, dass ihr auch auf dieses Problem plausible Antworten habt. Ich bin aber weder der Ziehsohn von Kurt, noch gibt es hier multiple virtuelle Persönlichkeiten, sondern lediglich ein kleiner technischer Fehler im Forum ist Schuld an der Verwirrung. Ich denke, jetzt stimmt die Zuordnung wieder.

Kurt und ich kommen aus zwei unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen. In der Schnittmenge, dazu zähle ich in erster Linie die Stoffwechsel- und Leistungsphysiologie, schreiben wir so gut wie immer das gleiche. Das liegt aber nicht daran, dass wir uns so gut leiden können und uns gegenseitig bauchpinseln wollen, sondern hängt vielmehr damit zusammen, dass wir auf der Grundlage von beweisbasierten Erkenntnissen argumentieren und beraten. Da es zu einem Thema immer nur einen gold standard gibt, liegt es auf der Hand, dass wir zu den Fragen, zu denen wir behaupten etwas zu wissen, das gleiche antworten. In den medizinischen und pharmakologischen Themenbereichen weiß Kurt um einiges besser Bescheid als ich. Das ist als Internist auch sein gutes Recht und ich nutze permanent die Gelegenheit, auf diesen Gebieten von ihm zu lernen. Auf dem Gebiet der Bewegungs- und Trainingslehre helfe ich Kurt weiter und versorge ihn mit Literaturquellen.

Die Bereitschaft, vernunftbasiert zu argumentieren und von solchen Leuten, die auf ihrem Wissensgebiet eine Expertise besitzen, zu lernen, scheint allerdings einigen in diesem Forum sehr schwer zu fallen, was ich leider immer wieder feststellen muss. Diejenigen, die als anfängliche "Laien" ein kritisches fachliches Verständnis entwickeln, werden von neidern zu Unrecht als Nachplapperer von Kurt und meinen Aussagen hingestellt, dabei haben sie nur die Bereitschaft besessen, sich mit den Themen kritisch auseinander zu setzen und das Forum hat dafür die Plattform geliefert.

Vielleicht geht einigen ja ein Licht auf, meine Hoffnung ist allerdings gering...
Gruß,
Thomas

https://de.fitness.com/company/buttons/thomas_markmann.jpg
 
jo, wissen wir

ich kann nur für meine Erfahrungen sprechen
und die zeigen mir, dass Dehnen eher hilfreich
für die Muskulatur ist und Verlezungen vorbeugt.
Trainer bilden sich auch weiter, wie das in jedem
Berufsstand sein sollte. Aber nach wie vor gibt
es keine genaueren Ausführungen, warum man
dehnen, oder nicht dehnen sollte. Die Hinweise
das neuste Erkenntnisse dazu geführt haben, dass
man nicht unbedingt dehnen muß, sind da sehr
wenig hilfreich.
Gerade von Sportärzten hören wir immer wieder nach
Knieverletzungen;"Nicht ausreichend erwährmt, keine
Dehnübungen gemacht." Ja was nun???????

lg Angi
 
die Aussagen stammen aber

nicht von mir! Ich habe meine Antwort
auf das Dehnen bezogen. Da feste
sehnenähnliche Bänder aber
aus Bindegewebe bestehen, kann dehnen
zum aufwärmen auch nicht schaden.

Mein permanentes Bedürfnis, mich mit Kurt
in die Woll zu kriegen? Kommt mal runter Jungs!
Unwahr = Lüge, willst Du tatsächlich damit
sagen, das ich lüge? Dann kannst Du schon
mal Fitness.com als Sekte anmelden.
Ich sehe genau diese Dinge über die ich schreibe
Tag täglich, also von der Anwenderseite und nicht
aus Fachbüchern zitiert. Sind alle außer euch neben
der Kappe? Ich denke nicht, der Alltag sagt mehr als
jedes noch so dicke Fachbuch.

Und nochmals ich bin nicht der Verfasser des Artikels.
lg Angi
 
Re: jo, wissen wir

auch auf die Gefahr hin, dass Du mich wieder als Nachplapperer titulierst. Bei Verletzungen habe ich von Ärzten immer nur gehöhrt:" ...wohl nicht genug erwärmt?" und nie:" wohl nicht genug gedehnt". Im Fitnesstudio in Berlin das selbe. Über dehnen wurde dort eigentlich nie gesprochen. Immer nur über erwärmen. habe mich vergessen anzumelden.

Gruß Rebecca
 
Das Thema war ein Streching-Artikel

und nicht, ich übe mich in schlechter Konversation, die noch dazu am Thema vorbei geht.
 
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