Skoliose, Ausgleich

Original geschrieben von MegaCube
Ein gutes Korsett sollte bei nur 15° auch recht gute Dienste leisten, ebenso die Therapie nach Schroth, wie schon gesagt.
Schroth - Kur
Kur, die auf den Naturheilkundigen Johannes Schroth (1798 - 1856) zurückgeht und eine Entgiftung des Körpers bewirkt.

Die Therapie einer Schrothkur stützt sich auf drei Säulen:

1. Die Kurpackung.
Dieser morgendliche Ganzkörper-Kaltumschlag fördert die Schweißabsonderung und sorgt damit für die Ausscheidung von Giftstoffen.

2. Die Diät.
Die Haupt - Säule der Schrothkur ist eine fettfreie, salz- und eiweißarme Diät von täglich etwa 700 Kilokalorien. Am Morgen und am Abend gibt es einige Scheiben trockenes Schroth - Brot, mittags eine warme vegetarische Mahlzeit, Gemüse oder eine Suppe. Hierdurch wird der Körper gezwungen Fettdepots abzubauen.

3. Trink- und Trockentage.
Drittes und sehr wesentliches Merkmal der Schrothkur ist die dritte Säule mit Trink- und Trockentagen. Johannes Schroth erklärte diese von ihm entwickelte Methode logisch und ganz praktisch: durch den periodischen Wechsel von Tagen an denen nur ein Minimum bzw. reichlich Flüssigkeit zugeführt wird, gleicht der Körper einem Schwamm,der nach seiner Sättigung ausgedrückt wird und hierdurch seine Giftstoffe verliert.



Ist das dein Ernst?
 
A

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Re: Skoliose, Ausgleich
Winkel.

90° bedeutet ein rechter Winkel am Schnittpunkt zweier Achsen.
360° heisst voller Kreisumfang, also der komplette Radius.

Bei 180° Verdrehung der Wirbel dürfte man demnach bewegungsunfähig sein.
 
@Mr. Satan

Oh ne ey :D

Sorry, war wohl mein Fehler.

NEIN, das geschmarie da oben mein ich natürlich nicht. Was ich meine ist die 3D-Skoliosetherapie nach Christa Lehnert-Schroth, bekannter als Schroth-Therapie.
 
180° Skoliosen gibt es in der Praxis eigentlich garnicht. Ab 90° geht man von einer absoluten OP-Indikation aus! Dennoch gibts es tasächlich Skoliosen von mehr als 100°. Diese drehen quasi eine Schlaufe, sieht auf Röntgenbildern etwa so aus wie ein N. Aber, wie gesagt, bei solchen Verkrümmungen besteht absolute nahezu unausweichliche OP-Indikation da durch die starke Einschränkung der Organe absolute Lebensgefahr besteht.

Die häufigse Messmethode nach Cobb gibt übrigens weniger die Drehung der Wirbel als viel mehr den Winkel der seitlichen Verbiegung an. Wie es mit anderen Methoden aussieht weis ich jetzt grad nicht so genau.
 
@Mr. Satan

Das was ich gelesen habe war lediglich von dem Durchtrennen des Knochens und einführen eines Marknagels.
Was meinst du denn, was das Durchtrennen bedeutet? Oder dachtest Du jetzt, man bricht einen Knochen wie man einen Ast vom Baum bricht?;)

Lehnert-Schroth = Schroth-Kur - auch gut.:D

@MegaCube

Du mußt dich aber auch deutlicher ausdrücken.;)



jeckyll
 
Also wenn ich ehrlich bin dachte ich wirklich, dass man mit einem Hammer oder so auf den Knochen draufhaut, von mir aus mit einem Medizinhammer. :eek:

Warum sagst man knochenbrechen dazu, wenn man eigentlich Knochen durchtrennen meint?
 
Wohl weil man den Patienten dann die Therapie und deren Dauer verständlicher machen kann. Wenn man sagt "Knochenbruch" ist sofort klar, das muß ruhiggestellt werden und braucht seine Zeit, bis es wieder zusammengewachsen ist. Sagt man "Knochendurchtrennung", kann sich der Laie deutlich weniger darunter vorstellen. Und wenn man es dann lang und breit erklärt hat, sagt er: "Ach so, der Knochen wurde also gebrochen, warum sagen Sie das nicht gleich?".

Die Nummer mit dem Hammer wäre eine völlig unkontrollierte Maßnahme. Schägst du mit einem Hammer auf einen Ast ein, zertrümmerst Du ihn. Sägst Du ihn durch, kannst Du kontrolliert zwei Teile draus machen.


jeckyll
 
Man kann ja auch das Bein an eine Kante legen und dann kontrolliert, wie bei einem Sportunfall, drauftreten.
Aber natürlich ist das durchsägen sicherer.

Was mich noch interessiert: wieso zum Teufel hat jeder Arzt aus derselben Sparte (zb. Orthopäde und Physiotherapeut) immer eine andere Heilmethode auf Lager?
Das ist ja unendlich inneffektiv, die Behandlungsmethoden sollten viel mehr standardisiert werden, sodass man nicht mehr darauf hoffen muss "an einen guten" geraten zu sein.

Was das für einen Eindruck macht, wenn jeder Arzt mir was anderes als Lösung vorschlägt? Einen beschissenen!
 
Man kann ja auch das Bein an eine Kante legen und dann kontrolliert, wie bei einem Sportunfall, drauftreten.

Ja sicher, man kann eine Herz OP auch mit verbundenen Augen und angelegten Handschellen durchführen.Alles Pie mal Daumen dann passt das schon. :rolleyes:
 
Man kann ja auch das Bein an eine Kante legen und dann kontrolliert, wie bei einem Sportunfall, drauftreten.
Die auftretenden Biegebeanspruchungen lassen sich nicht berechnen. Daneben dürften die aufliegenden und getretenen Weichteile um den Knochen herum dabei keine Freude haben.
die Behandlungsmethoden sollten viel mehr standardisiert werden
Es gibt Standards und Leitlinien. Aber wenn man alle Therapien standardisieren will muß man auch alle Krankheiten und Patienten standardisieren. Ist völlig unmöglich.



jeckyll
 
Um auf die Lehnert-Schroth Therapie zurückzukommen: Diese Maßnahme sollte wohl durchgeführt werden, solange man noch im Wachstum ist, oder? Ist es denn mit beinahe 18 Jahren schon zu spät? Und inwiefern tritt eine Verbesserung bei erfolgreicher Bewegungstherapie ein? Wird die Wirbelsäule aufgerichtet oder wird sie lediglich entlastet durch stärkere Stützmuskulatur?

Übrigens: Neuerdings knackst meine linke Hüfte manchmal, als ob sie wieder einrasten würde :rolleyes: Liegt das an meiner coxa valga? Auch meine Wirbelsäule knackst ab und zu bei manchen Bewegungen. Schön langsam bekomm ich es mit der Angst zu tun..
 
Ziele der Schroth-Therapie sind primär eine stabilisierung der WS zu erreichen, also es wird versucht, den aktuellen Stand der Verkrümmung zu "erhalten" und es soll verhindert werden, dass die Krümmung weiter zunimmt. Wenn ich ehrlich bin kann ich dir da auch nur theoretisch weiterhelfen, weil ich es selbst noch nie gemacht habe. Da mir aber von vielen Skoliotikern gesagt wurde, es wäre einfach das Beste was es gibt, werd ich mir im Sommer wohl mal einen Aufenthalt in einer der beiden Schroth-Kliniken genehmigen und mir die ganze Sache mal anschaun - vorrausgesetz der Antrag wird genehmigt :rolleyes:.

Was ich dir sagen kann ist, dass die Therapie zum einem aus einer Reihe spezieller Krankengymnastischer Übungen besteht, die als Ziel den Aufbau der Stützmuskulatur, also nicht diesen Bereich, wie er z.B. beim BB trainiert wird, sonder die feine Muskulatur direkt an der Wirbelsäule, welche diese eben direkt hält und stüzt. Darüber hinaus wird versucht, das richtige Körpergefühl zu vermitteln, also der Patient soll ein Gefühl dafür bekommen, was wirklich gerade ist, es wird versucht, gewisse Bewegungsmuster einzutrainieren, also dass alles was du machst von dir automatisch so gemacht wird, dass die WS dabei gerade ist und du dich nicht unnötig verbiegst und verdrehst und somit der Verschlechterung der Skoliose quasi zuarbeitest - ein gutes Beispiel wäre z.B. sich beim öffnen seiner Schreibtischschublade mit dem ganzen Körper zur Seite zu drehen und die Schublade mit geradem Rücken zu öffnen, statt sich zur Seite zu biegen und sie so zu öffnen, wie man es eben aus Gewohnheit macht. Nach einer erfolgreichen Therapie sollten sich diese neuen Bewegungsmuster fest integriert haben und man sollte es danach garnicht mehr anders (falsch) machen, weil man es eben nun so gewöhnt ist, es richtig zu machen. Ein weiterer Teil ist die Atemtherapie, hierbei soll versucht werden, durch gezielte Atmung die durch die verschobene WS entstandenen "Hohlräume" auszufüllen und somit auf längere Sicht die WS quasi zu "entdrehen", wie das genau aussieht kann ich dir, wie gesagt, auch noch nicht genau sagen.

Mit dem Alter hat das nicht viel zu tun. Natürlich lassen sich bei jugendlichen im Wachstum gewöhnlich noch weitaus bessere Ergebnisse und Korrekturen erzielen als bei Erwachsenen, aber helfen wird es wohl auch noch bei 50 Jährigen, wenn auch nicht mehr so gut, was die zu erwartende Besserung angeht.

Das die Hüfte und die WS knacksen muss nicht unbedingt schlimm sein, kommt ab und zu vor, auch bei normalen Wirbelsäulen. Ich denke mal, bei dir ist das jetzt gerade einfach sowas wie Paranoia. Wenn man erstmal genau weis, was man hat und was daraus noch werden kann, schiebt man plötzlich voll Panik wegen Dingen, die einem vorher garnicht aufgefallen wären.
 
A

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Re: Skoliose, Ausgleich
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