Schulterschmerz

Donar's Hammer

New member
Hallo!
Habe Probs mit der Schulter. Sobald ich den Arm hebe "springt" irgendwas. Der Arzt meint, das sei die Sehne. Nach einer Belastung ist der Schmerz am größten. Ich boxe (z.Zt. nur einmal die Woche), das Schlagtraining bekommt ihr überhaupt nicht. Auch andere Bewegungen z.b. Dips sind undenkbar ( ein stechender Schmerz und der Arm knickt sofort ein). Das ganze dauert jetzt schon über ein halbes Jahr an. Auch eine längere Trainingspause , begleitet durch Spritzen , brachte keine Besserung, allenfalls so lange die Spritzen wirkten. Besonders schlimm sind die Schmerzen nach demAufwachen. Was genau ist das und vor allem, wie bekommt man es schnell wieder in den Griff??:mad:
 
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Re: Schulterschmerz
@Donar's Hammer

Wann trat es zum ersten Mal auf? Wobei?
Genaue Schmerzlokalisation? Schmerzcharakter -> stechend, brennend, bohrend, dumpf.......? Ausstrahlung? Welche Bewegung schmerzt -> nach vorne heben, zur Seite, nach hinten, drücken über Kopf, Rotation nach innen, außen?
Gibt es Röntgenbilder?

jeckyll
 
Hallo Jeckyll!

Kann nicht mal sagen, daß ein bestimmtes Ereignis vorausgegangen ist. Vielmehr hab ich mal gespürt, daß die Schulter nicht mehr "rundläuft". Dann einmal beim Boxtraining - ein Aufwärtshaken - und zack, ein stechender Schmerz in der Schulter. Hat sich dann nach 2-3 Tagen wieder auf das Ausgangsniveau eingependelt.
Habe immer beim Anheben des Armes solch ein knacken , nach vorne wie auch seitlich. Gleichfalls schmerzt die Schulter bei Gegendruck nach vorne und nach aussen. Null Probleme nach innen. Wie schon gesagt kann ich Bewegungsabläufe wie Dips gar nicht ausführen <-- ist am schlimmsten (am vorderen Schulterkopf). Röntgenbilder hab ich keine. Der Arzt hat ne Ultraschalluntersuchung gemacht und irgendwas von Sehne und Reizung der Rotatorenmanschette, event. Kalkablagerungen der Sehne geschwafelt. Hatte sowas auch mal an der linken Schulter. war nach ca, 2-3 mon. verschwunden. Aber dies hier dauert nun schon über ein halbes Jahr. Weißt Du Rat??
 
So kommen wir weiter. Ich tippe mal auf ein subacromiales Impingement Syndrom. Das ist praktisch eine "Einklemmung" der Rotatorenmanschette bzw. ihrer Sehnen bei Bewegung im Schultergelenk. In den meisten Fällen ist hier auch der subacromiale Schleimbeutel mitbetroffen.
Besteht der Reiz weiterhin, kann es zu einer Verkalkung der Sehne(n), meist am Ansatz am Oberarmknochen konnen.
Die Supraspinatussehne ist sehr häufig betroffen.
Physiotherapie kann hilfreich sein, lokale Wärmeanwendungen ebenso. Ggf. Reizstromtherapie.
Keine Belastung der Schulter! Insb. kein Drücken über Kopf.
Da Du es schon ein halbes Jahr hast, wäre eine exakte Diagnostik wichtig, um zu sehen, in welchem Stadium das Problem angekommen ist. Die Verkalkung sollte man verifizieren, mittels Ultraschall kann man das ab ein er gewissen Ausprägung gut beurteilen.

jeckyll
 
Hallo Jeckyll!

Zunächst mal vielen Dank für Deine Antworten. Mich würde mal interessieren, ob man die von Dir beschriebene "Einklemmung", mittels bestimmter Übungen wieder bessern oder sogar beseititgen kann. Denke z.b. an aufrechtes Rudern, Nackenheben etc.
Wie ist eigentlich generell die Aussicht auf Heilung, oder besteht die Gefahr, daß das ganze chronisch wird??:confused:
 
Primär sollte ein Versuch mit Physiotherapie unternommen werden. Dazu sollte man sich an einen versierten Therapeuten wenden.
Hierzu gehören auch Bewegungsübungen sowie Dehnübungen.
Mit den von Dir angesprochenen Übungen wird es nichts. Rudern aufrecht dürfte noch zusätzlich Probleme machen.
Wenn Du die Sache vernünftig ausheilen läßt, hast Du gute Chancen. Bei weiterer Belastung besteht natürlich die Gefahr der Chronifizierung. Dann hilft u. U. nur noch ein operativer Eingriff.

jeckyll
 
War gestern nochmal beim Doc. Mein eigentlicher Orthopäde ist jetzt schon länger erkrankt, darum sind ständig andere Vertretungen eingesetzt. Drei Ärzte, drei Meinungen. Mittels Ultraschall will der Gestrige nun eine Verschiebung der Bizepssehne erkannt haben d.h. die sehne wäre etwas versetzt zu ihrem normalen "Laufweg". Meine Frage: Gibt es sowas? wenn ja, würde das das von mir oben beschriebene Beschwerdenbild verursachen. Der vorherige Arzt war übrigends Deiner Meinung, was die Diagnostik angeht.
So wurde ich gestern wieder nach hause geschickt mit der Empfehlung einer event. OP. Aber auch nur wenns unbedingt sein muss. Es ist zum Ko....:confused:
 
Die lange Bizepssehne verläuft in einer Knochenrinne des Oberarmknochens, um dann oberhalb der Schultergelenkspfanne anzusetzen. Die lange Bizepssehne hat also auch einen Einfluß auf das Schultergelenk. Der Bizeps ist damit beteiligt an Bewegungen wie Front- u. Seitheben.
Die Symptomatik, die Du beschrieben hast, paßt nicht ganz dazu. Obwohl es Verlagerungen der langen Bizepssehne gibt. Wenn die Sehne einen etwas "versetzten" Aspekt hatte, würde ich "blind" auf eine Entzündung der Sehne, eine Tendinitis, tippen. Im Ultraschall kann man dabei eine Verdickung der Sehne im Vergleich zur Gegenseite feststellen, was, abhängig von der Position des Schallkopfes, als "Verschiebung" der Sehne interpretiert werden kann. Eine solche Tendinitis kann aber auch sekundär aufgetreten sein, z. B. durch eine schmerzbedingte Fehlbelastung aufgrund von Ausweichbewegungen.

jeckyll
 
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Re: Schulterschmerz
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