Regeneration des ZNS

m&m1

New member
Wie der Titel des Threads schon sagt geht es mir hier um die Regeneration des ZNS.
Hatte gestern mit einigen Kommilitonen (Mediziner) eine Diskussion zum Thema Muskelaufbau und Regeneration. Im Großen und Ganzen waren wir der selben Meinung, jedoch stellte sich beim Thema ZNS eine gewisse Ungläubigkeit der angehenden Ärzte bezügliche der Regeneration heraus. Als sie mich dann baten ihnen doch zu erklären, in welcher Weise das ZNS beim Training geschädigt/überansprucht wird, so dass es anschließend eine Regeneration nötig hat, musste ich leider passen. Da ist mir auch aufgefallen, dass ich im Forum schon cirka ein dutzen fundierte Beiträge zum Thema Proteinsynthese, Muskelregeneration und Low-Carb vs. Low-Fat gelesen habe, aber noch nie einen fundierten wissenschaftlichen Beleg für eine Regeneration des ZNS.

Somit die Frage: Kann jemand weitere Hintergrundinformationen zum Thema ZNS und Regeneration posten (vielleicht jeckyll)? *bettel* :)
 
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Re: Regeneration des ZNS
Was ist jetzt? Hat keiner ne Ahnung? Vielleicht könnten die Mods den Thread ins Medizinische Forum verschieben, da schaut Jeckyll häufiger vorbei!
 
nicht direkt über regeneration:


Aus physiologischer Sicht ist das Ziel des Programms die Ermüdungsaufstockung (und damit die Muskelhypertrophie) bei gleichzeitiger größtmöglicher Aktivierung des Zentralen Nervensystems (ZNS).
Und wie Ihr vielleicht wisst, hängt die Maximalkraft im Wesentlichen von der Aktivierungsfähigkeit des ZNS und vom Muskelquerschnitt ab. So gesehen trainiert das HD diese beiden Faktoren gleichzeitig.
Durch die hohen Gewichte bei den Einzelwiederholungen wir das ZNS aktiviert eine möglichst hohe Zahl Muskelfasern GLEICHZEITIG zu aktivieren.
Die kurzen Pausen bewirken im Gegensatz dazu eine aufeinander folgende Aktivierung der Muskelfasern, aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Fasern ermüden und durch neu hinzugeschaltete ersetzt werden (Prinzip des Korridors nach Zaciorskij). Somit kann davon ausgegangen werden, dass eine maximale Zahl an Muskelfasern angesprochen wird.

Was die Auslösung von Muskelwachstum angeht, so verbreitete Mentzer in seiner Philosophie des HIT das „the last impossible rep“, also die letzte Wiederholung, die NICHT mehr möglich ist, der Auslöser für das Muskelwachstum ist.
Dies deckt sich auch mit der allgemeinen Trainingspraxis im Bodybuilding, in der stets versucht wird den Muskel auszubelasten.

Und genau hier steckt der Riesenvorteil des HIT- RPT im Vergleich zum Mehrsatz-Training.
Wenn wirklich nur die letzte Wiederholung zählt, sind die Wiederholungen davor nur Vorgeplänkel.
 
Erst mal Danke für den Post. Aber er gibt lediglich Hinweise auf die Wichtigkeit des ZNS beim Bodybuilding bezüglich der Kraftleistung. Leider steht nicht darin, wieso das ZNS eine Regeneration nötig hat bzw. inwiefern es beim Training geschädigt wird.
 
Hatten wir neulich erst in einer Neuro Vorlesung, relativ knappe infos habe ich auch im DTV-Atlas Nervensysteme u. Sinnesorgane gefunden, falls dir das was sagt, gibts ja vielleicht bei euch in der Bücherei.

Ein Bestandteil jeder Nervenzelle sind die sogenannten Nissl-Schollen, aus was sie bestehen weiss ich nicht evtl. ja sogar aus Proteinen, die motorischen Neurone werden durch körperliche Aktivität beansprucht, bei ausgiebiger Beanspruchung hat man im Tierversuch mit Mäusen herausgefunden dass die Anzahl der Nissl- Schollen abnimmt und erst wieder in der Ruhephase aufgebaut wird, solange ist die Nervenzelle nicht 100% Leistungsfähig. Der vollständige Aufbau wird im DTV-Atlas mit 15h beschrieben, wobei dass auch von der Belastung und den Tätigkeiten während deiner Regenerationsphase zusammen hängen wird.
 
Genau sowas, habe ich mir als Antwort gewünscht. Besten Dank auch. Werde wohl demnächst mal die Unibibliothek aufsuchen und mir den DTV-Atlas ausleihen! :)
 
Die Frage läßt sich nicht so einfach beantworten. Zumal auch noch nicht alle Vorgänge im ZNS vollständig geklärt sind.
Klar ist u. a., daß eine körperliche Belastung zu einem Anstieg bestimmter Transmitter wie Dopamin, Serotonin oder Noradrenalin in versch. Hirnkernen führt. Streßreaktionen (wie sie auch durch Training erzeugt werden) lassen eine Beteiligung des Hypothalamus erkennen. Hier ist Serotonin ein wichtiger Botenstoff. Offenbar geht eine chron. Streßreaktion mit Veränderungen in der Serotoninausschüttung einher.
Streßreaktionen mit erhöhter Cortisonausschüttung kann zu Beeinträchtigungen des Hippocampus führen, wo die Bildung von Nervenzellen behindert wird. Andererseits spielt der Hippocampus auch selbst bei der Regulation der Cortisonausschüttung mit. Irgendwann ist diese Hirnregion überfordert, obwohl sie diese vermehrte Ausschüttung selbst veranlaßt hat.

In der Summe läuft es auf eine neuroendokrine Streßreaktion heraus.



jeckyll
 
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Re: Regeneration des ZNS
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