Radfahren macht agressiv

Re: Radwegbenutzung - wenns geht

Hallo Rowena,

Du musst allerdings auch berücksichtigen, dass ein Rennradler auf der Straße immer besser gesehen wird und von den anderen Verkehrsteilnehmern ernster genommen wird. Am schlimmsten ist es oft, wenn zwischen dem Radweg und der Straße auch noch Bepfanzungen sind, dann hat der Autofahrer z.B. vor Abbiegungen gar keine Chance, zu sehen, ob sich ein schneller Radfahrer auf dem Radweg befindet.
Außerdem führt der von Dir beschriebene Radweg bestimmt auch entlang von Straßenmündungen und vor allem entlang irgendwelcher Ausfahrten. Und wenn Du mit einem gesunden Trainingstempo auf flacher Strecke (irgendwas zwischen 35 und 40 Klamotten) an schlecht einsehbaren Ausfahrten vorbeirauschen sollst, wird Dir als Rennradlerin bestimmt schlecht vor Angst, dass da gleich ein zurücksetzendes Auto rauskommen könnte, das versprech ich Dir. Die Straße hingegen wird auch von zurücksetzenden Autofahrern als potentielle Gefahrenquelle angesehen, dorthin wird, wenn überhaupt, nur gaaaaaaaaaaanz sanft zurückgesetzt.

lg

Tabea

P.S.: Interessanter Link: http://bernd.sluka.de/Radfahren/Radwege.html. Jaja, ich weiß, glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, trotzdem kann man nicht pauschal sagen: Wenn ein guter Radweg da ist, ist er sicher und muss benutzt werden...
 
Deppen gibts in allen Variationen!

Hi,

es gibt Autofahrer, die meinen die Straße wäre ihnen,
LKW und Busfahrer sind eh die Größten(Idioten):),
es gibt Radfahrer, die fahren wie sie möchten,
es gibt Fußgänger, die laufen über die Fahrbahn als
wären sie blind und taub. u.s.w. Es ist müssig sich
darüber aufzuregen, es gilt eben immer §1 der Verkehrsordnug,
dass vergessen die meisten Menschen heutzutage.
Also was soll's, vielleicht findest Du ja ne nette ruhigere
Gegend zum radeln, sich über so was aufregen bringt nix,
außer Gallensteine:)

gruß sonnenscheinchen
 
Re: wenn das so ist, tust du mir leid.

Tja, wenn es denn wirklich "radsportliches Training" wäre. Leider sieht man gerade jetzt viele "Möchtegernrennradler". Neues Rennrad, gestylt bis zur Sonnenbrille, und dann auf der Landstraße unterwegs, wo nebenher ein wirklich gut ausgebauter Radweg verläuft. Das Tempo: 25-30km/h (ebene Strecke, wohlgemerkt). Da beißt man als Autofahrer doch regelmäßig ins Lenkrad, weil diese Idioten meistens gerade zu Berufsverkehrzeiten unterwegs sind und so weit zur Mitte hin fahren, daß ein sicheres Vorbeikommen nicht möglich ist.

LG Alouetta
 
Re: wenn das so ist, tust du mir leid.

In Antwort auf:

so weit zur Mitte hin fahren, daß ein sicheres Vorbeikommen nicht möglich ist

Ein sicheres Vorbeikommen ist bestimmt möglich, selbst wenn der Radler fast auf dem Mittelstreifen fährt. Denn das einzig sichere Überholen eines Radfahrers, der auf der Straße fährt, ist das Überholen ohne Gegenverkehr.
Ob ich mich als Autofahrer so verhalte? Ja. Sogar wenn ich es wirklich eilig habe und auf die Gefahr hin, einen Stau zu produzieren.
Ob ich das Verhalten des Radlers gutheiße? Jein, hängt ab. Wenn er wirklich mit 25 daherzuckelt und offenbar eher auf dem Heimweg von einer Trainingsfahrt als auf selbiger ist, dann nicht. Sonst schon.

lg

Tabea

P.S.: Noch eine Anmerkung zum "weit zur Mitte hin fahren": Als für den Radler halbwegs sicher gilt es, diejenige Position auf der Straße einzunehmen, die auch der rechte Reifen der Autos einnimmt. Achte mal drauf: Wenn ein Radfahrer diese Position einnimmt, ist es auf den allermeisten Straßen definitiv unmöglich, ihn mit dem Auto bei Gegenverkehr zu überholen.
 
Re: Hmm..

Oder man stelle sich überhaupt erstmal vor, auf einem schmalen Radweg mit 40+ unterwegs zu sein... Da kommt schon mal ein ähnliches Feeling auf wie im PKW mit 120 Sachen auf einer norddeutschen Alleenstraße!

lg

Tabea
 
Tja....

Eure Argumente machen Sinn:

Aber genauso für die Autofahrerseite:
stellt euch doch mal die Landstrasse vor, die auch recht schmal wird, wenn ich da mit 100 km/h langfahre, und dann einen (oder schlimmer noch mehrere, ihr "renner" neigt ja dazu in Schwärmen aufzutreten :winke: ) Rennradler , sei es auch mit 40 km/h, vor mir hab.

Das ist ungefähr so wie 20 zu 40 oder?
Mit dem kleinen unterschied, das ich dem Radfahrer noch ganz andere Sachen antun könnte (auto trifft rad..autsch)


Ich will ja auch keinem Rennradler verbieten, auf der STrasse zu fahren. Mach sicherlich Sinn.
Ich finde nur, man sollte sich je nach Fahrsituation überlegen, WANN es sinnmacht, anstatt auf der strasse auf dem radweg zu fahren.
Oder einfach mal vorher zu planen wo man herfährt...kein Radweg, keine entscheidung! :winke:

lg, Rowena

http://www.der-mobber.de/anigif-Dateien/anigif-comics/bugsy.gif
 
Re: Tja....

In Antwort auf:

Ich finde nur, man sollte sich je nach Fahrsituation überlegen, WANN es sinnmacht, anstatt auf der strasse auf dem radweg zu fahren.

Da stimme ich Dir voll und ganz zu, das Problem ist nur: Aus Perspektive des Radlers sieht es meist schon längst so aus, dass es sinnvoller ist, auf der Straße zu fahren, wenn der Autofahrer noch lange lange denkt, warum fährt der blöde Ochse denn nicht auf dem schönen Radweg, den die lieben Verkehrsplaner extra für ihn von meinen Steuergeldern dahingebaut haben?

Anbei nur eine winzige Auswahl möglicher, etwas kurios anmutender Antworten, die aber aus dem Leben gegriffen sind und öfter eintreffen, als viele glauben:

- Im Gegensatz zum Autofahrer weiß der Radfahrer, dass der vermeintliche Radweg ein geteerter Landwirtschaftsweg ist, der nach 500 m Parallelführung zur Straße im Off endet.
- Im Gegensatz zum Autofahrer weiß der Radfahrer, dass der schöne Radweg am letzten Wochenende von zahlreichen Schützenfestheimkehrern benutzt wurde, die ihre Bierflaschen daselbst kistenweise zerbrochen haben :-(( Während Scherben auf der Straße von 3 vorbeifahrenden Autos weggepustet sind, dauert das auf dem Radweg manchmal Wochen.
Im Gegensatz zum Autofahrer weiß der Radfahrer aus leidvoller Erfahrung, dass der von weitem so schön anzusehende Radweg in Wahrheit ein Teerflickenteppich ist, der wegen Baumwurzeln an zahlreichen Stellen aufgeplatzt ist und demzufolge mit (aus Renn-Radler-Perspektive zumindest) riesigen Schlaglöcher und Rissen quer und (viel gemeiner!) Längsrichtung übersät ist. (Diese Risse in Fahrtrichtung können einen Radfahrer wirklich umhauen - ähnlich wie einen armen Tropf, der mit seinen Laufrädern aus Versehen in die Straßen-/Eisenbahnschienen gerät.)

lg

Tabea
 
Zurück
Oben