psychosomatische erkrankungen

imported_trivial

New member
hi!:)
hab grad nen schulprojekt über psychosomatische erkrankungen bei kindern und jugendlichen und jetzt wäre meine frage, ob autismus auch dazuzählt!?
wenn ja, was für psychische einflüsse können da eine rollle spielen?
was sind die symptome für autismus?
was für therapiemöglichkeiten gibt es?

ich hoffe hier kennt sich überhaupt irgendjemand nen bisschen mit aus!?

danke schonmal für eure antworten!:)

mfg
trivial
 
A

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Re: psychosomatische erkrankungen
Gehört steng genommen nicht dazu.
Es gibt zwar einen psychogenen und einen somatogenen Autismus (sowie das Kanner- und Asperger-Syndrom), aber keinen psychosomatischen.

Vollständige Klärung der Entstehung ist noch nicht vorhanden. Ma geht jedoch hauptsächlich von einer biologischen Ursache aus. Die psychische wird noch beim psychogenen Autismus diskutiert, hier insb. ein "Vernachlässigungsverhalten" gegenüber dem Kind.

Die bekanntesten Symptome gehören wohl in den Bereich der Kommunikationsstörung, die Patienten leben in ihrer eigenen Welt, man kann nur schwer Kontakt mit ihnen bekommen (wer "Rain Man" gesehen hat, kann es sich etwa vorstellen).
Dann die teilweise vorhandene Begabung in einem speziellen Gebiet ( z. B. Rechengenie). Das zeigt auch die enge Eingrenzung der Interessen der Patienten.

Je nach Unterform des Autismus treten einzelne Merkmale stärker hervor.

Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten wären ähnlich der Schizophrenie, da auch hier Erhöhungen des Serotoninspiegels festgestellt wurden.
Dann psychologische Therapien in unterschiedlichem Maße, je nach Verhalten des Patienten. Das kann z. B. auch Sprachtherapie beinhalten. Mit positiver Konidionierung wird viel gearbeitet, um gezeigte Verhaltensweisen zu verstärken. Also z. B. einem Kind, das erfahrungsgemäß fast nur mit Stofftieren spielt, solche zu geben, wenn es ein Verhalten gezeigt hat (z. B. Kontaktaufnahme mit einem anderen Kind, Antwort auf Ansprache), um eben dieses Verhalten zu fördern.




jeckyll
 
Hallo trivial,

nun Autismus ist ein recht weites Feld- und lässt sich nicht so auf einen Aspekt reduzieren. Zudem sind die Gründe noch nicht 100%ig geklärt.
Meines Wissens entsteht diese psychische Erkrankung im Säuglingsalter und die Vererbung spielt eine wichtige Rolle.
Allerdings beeinflussen auch Faktoren während der Schwangerschaft (z.B. Röteln) die Entstehung.

Die Therapie ist wiederum abhängig von der Ausprägung des Autismus. Verhaltenstherapie, vielleicht auch eine logopädische BEhandlung (bei Sprachstörungen) werden hier angewendet.
Da bei vielen Patienten der Serotoninspiegel erhöht ist, werden auch Medikamente benutzt, die diesen senken.

Viele Grüße
LH

Edit: Nun war jeckyll schneller und hat schon alles gesagt. Noch zu sagen wäre, dass sich die beiden Syndrome in dem Alter des auftetens unterscheiden.Beim Asperger S. treten sie später auf (Eselsbrücke Asbach Uralt) bei Kanner schon in den früheren Lebensmonaten.
 
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