Proteinreiche Ernährung gut gegen Akne??

MegaCube

New member
Hi,

hab grade durch Zufall folgenden Text entdeckt und denke, dass er doch für einige hier Interessant sein könnte - kopiere hier mal nur den geringen Teil, den ich hier für relevant halte:

Stark proteinhaltige Ernährung (44% Protein, 35% Kohlenhydrate und 21% Fett) zeigt eine substantiell geringere 5-Alpha-Reduktion des Testosterons und erhöhte cytocrome p-450 Hydroxylierung des Estradiols - beides therapeutische Ziele. Eine stark kohlenhydrathaltige Ernährung (10% Protein, 70% Kohlenhydrate und 20% Fett) hatten eine gegeteilige Wirkung.

Es ging um Akne und deren entstehung - alles nichts neues - und halt um die immer wieder gestellte Frage Akne und Ernährung.

Nur, wie genau soll ich das Fettgedruckte jetzt verstehen?
erhöhte cytocrome p-450 Hydroxylierung des Estradiols - was zur Hölle bedeutet das?

Wenn ich es richtig verstanden habe, würde es doch bedeuten, viel Protein ist gut gegen Akne und viele KH's sind schlecht (kenn ich nur umgekehrt bisher, wenn überhaupt) - aber schlecht für die Muskeln, weil der Testosteronwert sinkt oder wie :confused:

C U

PS: Hab möglicherweise das falsche Forum erwischt - einfach verschieben. Thx
 
A

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Re: Proteinreiche Ernährung gut gegen Akne??
Joah, genau das ist der Text.

Wobei der Rest für mich eher irrelevant ist, kenn ich entweder schon oder betrifft mich nicht.

Nur wer übersetzt mir mal den von mir kopierten Abschnitt???

C U
 
Cytochrom P 450 Enzyme (da gibt es verschiedene) hydroxylieren Estrogen an Position 2 und 16a. Das ist der normale Metabolismus des Östrogens. Es gibt schon lange den Ansatz, daß eine Verschiebung der 16-Hydroxylierung zur 2-Hydroxylierung ernährungsbedingt möglich ist (weibliche Leistungssportler -> Turnerinnen mit sehr geringem Körpergewicht und entsprechendem Ernährungsverhalten). Dabei entstehen sog. Katechol-Östrogene, die zwar Steroidform haben, aber nicht so wirken. Ist auch schon lange bekannt, daß Änderungen der Nahrungszusammensetzung in erhöhter Produktion von Katechol-Östrogenen resultiert (Anderson KE et al.: The influence of dietary protein and carbo-hydrate on the principal oxidative biotransformation of estradiol innormal subjects. J. Clin. Endocrinol. Metab. 1984; 59: 103–107). Aus dieser Studie stammen auch die Zahlen!!!!! Also ein fast 20 Jahre alter Hut!

Hier der Abstract für Interessierte:
Dietary protein, when substituted for carbohydrate or fat, can increase cytochrome P-450-dependent drug oxidation rates in humans. Endogenous estrogens, as well as drugs, are also metabolized by cytochrome P-450 and other enzymes in the hepatic endoplasmic reticulum. Therefore, it was of interest to determine whether variations in diet can alter the major metabolic pathways for estrogens, as assessed by radiometric methods. Eight normal men were fed a high protein diet (44% of calories as protein, and 35% as carbohydrate for 2 weeks), followed by a high carbohydrate diet (70% of calories as carbohydrate and 10% as protein) for an additional 2 weeks. The fat and total energy contents of the two diets were equal. The percent oxidation of [2-3H]estradiol, measured as 3H2O released, which is an in vivo measure of 2-hydroxylation of endogenous estrogen, was greater in all eight men during the high protein dietary period than during the high carbohydrate dietary period (44 +/- 3% and 33 +/- 3%, respectively, means +/- SE, P less than 0.005). In contrast, 16 alpha-hydroxylation of estrogen, as measured using [16 alpha-3H]estradiol, did not change significantly. Our findings demonstrate that dietary components can alter estradiol oxidation in humans and that the 2- and 16 alpha-hydroxylases for estrogen are under separate regulatory control. The influences of specific nutrients on estrogen metabolism may have potential significance for diseases in which these hormones may play a role in clinical expression.

Ob das aber auch einen therapeutischen Effekt hat ist eine andere Sache. Eine Modifizierung entsprechender Soffwechselwege scheint aber möglich.


jeckyll
 
Nun gut, danke erstmal Jeckyll.

Nur frag ich mich jetzt noch immer, ist eine Proteinreiche Ernährung nun gut gegen Akne oder nicht? Weil, insofern man zwischen Akne und Ernährung einen Zusammenhang herstellen möchte, kenne ich das bisher nur umgekehrt, also das viel Eiweis Pickel eher fördert als sie verhindert.

Irgenwie finde ich das jetzt etwas verwirrend:confused:

C U
 
Verwirrend finde ich an dem Artikel eher, dass der Vitamin B Komplex(B2,6,12) gut bei Akne sein soll. Ein Hautarzt hat mir genau das Gegenteil gesagt...
 
Stimmt, den Abschnitt hat ich garned gelesen, weil ich mir ned viel aus Vitaminen und Kräutern mache, wenn es um sowas geht.

Vielleicht isses ein Druckfehler? Meines wissens nach gelten die Vitamine B6 und B12 als Aknefördernd bei manchen Personen, während B5 sehr gut sein soll und häufig sogar als Aknetherapie eingesetzt wird!

C U
 
Meines wissens nach gelten die Vitamine B6 und B12 als Aknefördernd bei manchen Personen, während B5 sehr gut sein soll und häufig sogar als Aknetherapie eingesetzt wird!

Exakt. In dem Artikel steht auch das man Jod vermeiden sollte! Warum?? Reguliert Iod nicht die Schilddrüsenfunktion und damit die Hormonbildung? Und eine Iodvergiftung kann nur bei wirklich extrem hohen Mengen einsetzen.
 
A

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Re: Proteinreiche Ernährung gut gegen Akne??
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