Del Piero schrieb:
Ja,dann werde ich doch am besten gar nicht erst so fett,das kann doch nicht so schwer sein.
Wo leben wir denn,dass der Mensch es nicht mal selber hinbekommt auf sich und seinen Körper zu achten.
Tut mir Leid,aber jeder dieser selbsverschuldeten "Fetten" stellt für mich ein Armutszeugnis an Diziplin und Selbstwertgefühl da.
Bei Kinder verstehe ich es ja noch,die Phase haben viele durchgemacht(obwohl die Eltern sich dann mal Gedanken machen sollten),jedoch spätestens im selbständig denkendem Alter sollte man seine Lebensgewohnheiten jedoch ein wenig überdenken bzw. ändern.
Es kann mir keiner dicker erzählen,er wäre nicht gerne schlank oder durchtrainierter.
Mfg Del Piero
Tja hört sich alles so einfach an. Warum ist dann die Fettleibigkeit im Moment so ein Problem? Vor 20-30 Jahren gab es das Problem nur sporadisch. Es handelt sich aber immer noch um die gleichen Menschen. Ist die heutige Generation fauler, weniger willenstark als die vorherige??
Natürlich nicht, es haben sich die Rahmenbedingungen geändert.
Damals hatte ein grosser Teil der Bevölkerung kein Auto und musste sich mit dem Fahrad oder zu fuss zur Arbeit bewegen. Ausserdem waren noch viele Arbeiten physisch intensiv. Heute arbeiten die meisten in einer physisch nicht belastenden Stelle und bewegen sich mit dem Auto zur Arbeit.
Das heisst wenn heute jemand sich genug physisch betätigen will um der Fettleibigkeit zum leibe zu rücken, muss er dies in seiner Freizeit tun. Das "normale" fitness program für Otto-normal verbraucher müsste heute folgendermassen aussehen. 3x45 min Ausdauer + 2x30-45 min Muskeltraining pro Woche. Das sind die Empfelungen von den Ärzten.
Wie sieht aber so ein Program in Wirklichkeit aus.
Ich gehe um 7:30 aus dem Haus und komme um 19:00 gerädert nach Hause. Dann sollte man ja eigentlich gemeinsam essen und vieleicht ein paar Worte mit seinen Kindern wechseln. Danach muss man ein Übermensch sein um mit vollen Bauch noch irgendwelchen Sport zu betreiben. Das ist die Realität!!!!!
Andere Möglichkeit, es gibt einen Sportsaal bei der Arbeit mit Dusche, oder es gibt genug Fahradwege so das ich ohne mich in Lebensgefahr zu befinden, zur arbeit mit dem rad fahren kann.
Das heisst es ist ein geselschaftsproblem, das nur gelöst werden kann über strukturelle masnahmen. Allerdings, damit politisch und in der bevölkerung solche masnahmen ins auge gefasst werden, muss ersteinmal das Problem erkannt sein.
In dieser Beziehung, aus politischer korrektheit die Fettleibigen als variante der Norm anzusehen ist natürlich ein totaler Schwachsinn.
Zu diese ganzen bewegungsmangelmisere kommt noch die Nahrungsindustrie dazu. Sie setzt einem tag für tag junk food vor. Auch dort muss der konsument anfangen sich dafür zu interessieren was er so isst.
Aber, damit der konsument sich eine Meinung bilden kann, muss er die Information haben. Wenn ich sehe wie Nestle (Ich habe nichts gegen Multis, noch bin ich ein globalisierungsgegner) einem unter dem Label Fitness, Kornflakes verkauft, die man dann mit zucker und milch isst, um genau einen dickmacher zu verzerren, ärgere ich mich masslos.
Auf jeder Nahrungspackung werden alle Exxx aufgezählt, nur nicht ob es gesund ist was man da kauft. Es wäre so einfach: roter Label (ungesund), gelber Label (na-ja), grüner Label (gesund). Dieses label würde ausgerechnet über, die Kaloriendichte, den GI, die art der fette und das verhältniss Prot,KH und Fett.
Damit,könnte, ohne das der Staat den mündigen konsumenten bevormundet, sich der normale sterbliche ein bild darüber machen ob es gut oder schlecht ist was er gerade gekauft hat. Zu Beispiel würden dann solche Kinder-Milch Schnitten, die unsere Kinder mit ach so gesunder milch versorgen, mit einem Fluoreszierenden roten Label versehen. Die Industrie würde in wenigen Monaten das angebot umstellen.
joker