Low Carb || Fett wirkt antikatabol???

Vortex

New member
Hi Zsm,

und zwar hab ich Verständnis schwierigkeiten bzw. eher gesagt weiß ich nicht ob ich das glauben soll.

Habe mich mal versucht schlau zu machen über die Atkins Diät (Low Carb).
http://www.extrem-bodybuilding.de/joomla/ernaehrung/low-carb

Was mich ein wenig stutzig macht ist,
dass dort von einer antikatabolen Wirkung von Fett gesprochen wird.

Zitat:
Und wie ist es im Training?

Man hat in der Diät wahrscheinlich weniger Kraft, das Trainingsgewicht geht ein wenig nach unten.
Verliere ich dann nicht viel Muskelmasse während der Diät?

Eben nicht, das ist einer der großen Vorteile der Diät. Im Gegensatz zu anderen Diätformen bleibt sogar mehr erhalten, da das Fett antikatabol wirkt, also die "Verzuckerung" von Muskelgewebe zur Energiegewinnung verhindert. Verzuckerung (Proteinase) heißt die Umwandlung von MuskelEiweiß in Kohlenhydrate.

Zitat-Ende

Hat jmd vllt ein wenig mehr Erfahrung oder glaubt ihr das das funktioniert?

lg
 
Ich beschäftige mich im Moment auch eingehend mit diesem Thema. Was ich rausgefunden hab ist, dass man ungesättigte, unraffinierte Öle zu sich nimmt in Verbindung mit Eiweiß. Dann wird der Fettstoffwechsel angeblich erhöht und Fett verbrannt. Leider mach ich das erst seit einer Woche - also zu kurz um eigene Erfahrungen hier rein zu stellen. Allerdings - zugenommen hab ich bis jetzt noch nicht. :lol:
Unten sind einige Textpassagen die ich selbst schon gefunden hab und die eventuell interessant sein könnten:



Warum keine Kohlenhydrate?

Schlüssel ist der Insulinspiegel: Insulin bildet auf der einen Seite zwar Muskeln, auf der anderen Seite aber werden überschüssige Kalorien dadurch in Körperfett umgewandelt. Kein Insulin, keine Körperfetteinlagerung. Des Weiteren wird durch das Ausbremsen des Insulins die Verbrennung von Körperfett begünstigt, da der Gegenspieler Glucagon besser arbeiten kann. Ein weiterer riesiger Vorteil dieser Diät ist durch den konstant niedrigen Insulinspiegel, dass man überhaupt kein Hungergefühl in der Diät hat, Heißhungerattacken bekannt aus anderen Diäten fehlen sogar gänzlich.


Also diese Aussage kann ich nur voll bestätigen! Seit ich dieses Eiweiß-Fett (ungesättigte Fettsäuren) - Expriment gestartet habe bin ich immer schnell und lange gesättigt. Kein Heißhunger auf Kohlehydrate - gar nix! Und das alleine find ich schon mal beachtlich!

Hier hab ich noch einen Text von einem Profibodybuilder rein kopiert, der auch zu diesem Thema nen Beitrag geleistet hat und ich eigentlich ganz schlau fand.
www.andreasfrey.net/fette.html

Vielleicht beantwortet es ja einige Deiner Fragen :roll:



Ungesättigte sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren dienen der Gesunderhaltung und einem geregelten Stoffwechselablauf des Körpers und sollten vornehmlich verzehrt werden. Von allergrößter Wichtigkeit ist die Linolsäure (Distelöl) und Linolensäure (Leinöl), welche der Organismus nicht selber herstellen kann. Erst durch eine ausreichende Zufuhr dieser beiden Fette wird der Fettabbau effektiv mobilisiert und der Muskelerhalt gefördert; besonders während Reduktionsdiäten ist es wichtig eine ausreichende Menge dieser Fette zu konsumieren. Die darin enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind deshalb so wichtig für eine einwandfreie Funktionalität der Organe, weil sie nicht selber vom Körper hergestellt werden können und somit von der Nahrungszufuhr abhängen. Die Ernährung der Eskimos belehrt uns in dieser Hinsicht eines besseren und soll uns verdeutlichen, daß der Verzehr gesunder Fette nicht unbedingt Fett macht. Eskimos ernähren sich ausschließlich von stark fetthaltigen Fischen wie Makrelen, Seelachs und Hering, welche zum Großteil mehrfach ungesättigte Fette enthalten. Trotzdem sind sie nicht dicker als Menschen, die weniger Fett zu sich nehmen und leben vor allem wesentlich gesünder.

Und weiter im Text:

Kurzum: „Nicht Fett mach Fett, sondern in Kombination mit Kohlenhydraten!“ Durch den Blutzuckeranstieg einer kohlenhydratreichen Mahlzeit, wie bereits in der Insulintheorie erläutert, welche zu bestimmten Zeiten gewünscht ist, steigt der Insulinspiegel an. Wird nun gleichzeitig auch Fett konsumiert, öffnet das Insulin als seine Hauptaufgabe die Schleusen zu den Zellen, nämlich den Fettzellen. Die Kohlenhydrate und die damit verbundene Insulinausschüttung ebnen den Weg für die weitere Fetteinlagerung. Die leckere Torte nach einem üppigen kohlenhydratreichen Essen ist der „richtige Weg“ zu einer Fettzunahme.

Die Atkins-Diät belehrt uns in dieser Hinsicht eines Besseren, denn durch eine reichliche Aufnahme von Fett bei gleichzeitigem Kohlenhydratverzicht ist eine Fettspeicherung eigentlich kaum möglich. Gleichwohl ich die Atkins-Diät aufgrund ihrer extremen Ansichten resp. Richtlinien nicht vertrete, kann man dennoch die richtigen Schlüsse daraus ziehen. In einer Diät sollte es demnach nicht vornehmlich darum gehen das Nahrungsfett einzusparen, sondern den Kohlenhydratanteil der Nahrung zu reduzieren. Die Fettzufuhr sollte konstant hoch gehalten werden (abhängig vom Körpergewicht zwischen 40-80g pro Tag), um dem Körper auch während Diätphasen genügend Energie zur Verfügung zu stellen und fettlösliche Vitamine effizient aufzunehmen. Kohlenhydrate sollten nur gezielt zur Aufladung verzehrt und weitgehend reduziert werden.


Dann schreibt er noch was zu ungesättigten Fettsäuren:

Omega-Fettsäuren

Diese Fettsäuren sind für den Körper, wie bereits erwähnt, elementär, da er sie nicht selber herstellen kann und deshalb von einer exogenen Zufuhr abhängig ist. In Diätphasen nimmt die Zufuhr dieser wichtigen Fettsäuren weiter zu, da durch sie der Stoffwechsel aufrecht gehalten werden kann, mit dem Ziel eine konstante Fettverbrennung über eine lange Dauer zu erreichen. Distelöl, Leinöl und Fischölkapseln sind perfekte Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäurelieferanten und sollten bevorzugt verzehrt werden. Ich nehme täglich 2 Esslöffel Distelöl und 1 Esslöffel Leinöl zu mir. In Diätphasen ergänze ich diese Fettzufuhr zusätzlich noch um 9g Fischölkapseln. Das ganze Jahr über nehme ich additiv noch Lecithingranulat zu mir, um meine tägliche Fettzufuhr qualitativ aufzuwerten. Darauf ist jedoch zu achten, daß Pflanzenöl nicht zum Braten zu verwenden, sondern vornehmlich Salaten, Shakes oder dem Essen nach der Zubereitung hinzuzugeben. Wenn man dennoch beim Braten nicht darauf verzichten möchte, sollte man nur Distelöl verwenden und dieses erst nach dem die Pfanne heiß geworden ist in diese geben und anschließend sofort das zu bratende Essen. Die Befürchtung durch eine Mehraufnahme die Fettsäuren als Fettgewebe zu speichern ist unbegründet, da dies aufgrund ihrer Struktur fast ausgeschlossen ist. Bevor diese als Fettgewebe eingelagert werden, werden sie für eine Stoffwechselerhöhung genutzt, welche wiederum die Fettverbrennung weiter erhöht.


Im nachfolgenden Artikel werden die aktuellsten Erkenntnisse sowie Richtlinien beim Umgang, Verzehr und Menge hinsichtlich Fett erläutert. Er macht deutlich, wie wichtig Fett für die Gesunderhaltung sowie für die allgemeine Leistungsfähigkeit ist und zeigt, daß eine drastisch fettreduzierte Ernährung, wie sie fürher häufig beobachtet wurde, keinerlei Vorteile bringt...
 
boah Klasse und vielen Dank für die wichtigen Infos ;)

erstmal Öle einkaufen :D

haste sonst noch so eigene Tipps wie man das ganze überlebt bzw. was du so isst?
lg
 
Also wenn Du Öle kaufst kann ich Dir nur Leinöl empfehlen und auf keinen Fall bei der Qualität sparen. Industriell raffinierte Öle sind in etwa so schädlich wie weißer Zucker. Leinöl hat von allen Ölen den höchsten Omega 3 -Gehalt.

Naja - wie man das Ganze überlebt :lol::lol::lol:

Gute Frage: ich leb ja schon seit ein paar Monaten freiwillig ohne Zucker und weißem Mehl. Ich kann Dir nur schildern wie diese Umstellung für mich am Anfang war - also ich hatte so etwas wie Entzugserscheinungen! Wenn man so raffinierte Kohlenhydrate zu sich nimmt reagiert ja der Blutzuckerspiegel in etwa wie ein Bungee-Seil. Isst man Zucker wird extrem viel Insulin ausgeschüttet soviel, dass dann Unterzucker entsteht. Bei Unterzucker schlägt der Körper gleich mal Alarm und man bekommt den bekannten "Heiß"-hunger. Wieder werden raffinierte Kohlenhydrate zugeführt und wieder entsteht eine übermäßig starke Insulinausschüttung und so setzt sich das unendlich fort.

Dh. wenn man nun Zucker weglässt oder auf eine Low Carb-Diät umsteigt, leidet man sicher erst mal unter Entzug (zumindest bei mir wars so). Dann gewöhnt sich jedoch der Körper relativ rasch daran und das Insulin wird im Körper ausgeglichen ausgeschüttet. (Aufgrund der gesunden Ernährung). So kann man dem Heißhunger nun ade sagen :hihi: und fühlt sich auch wohler, hat mehr Energie und aus diesem Grund isst man dann auch viel lieber gesünder.

Fazit: Jeder Mensch hat einen anderen ganz individuellen Stoffwechsel. Ich kann nur sagen - raffinierte Produkte sind eines jeden Menschen Feind und auch für Fitness kontraproduktiv. Allerdings muss jeder selbst raus finden was ihm gut tut und was am besten hilft. :wink:
 
Ah ja was ich so esse:

Ich halt mich jetzt nicht an eine strikte Diät. Mein einziges Ziel ist die Insulinausschüttung bei jeder Nahrungsaufnahme möglichst gering zu halten.

Wenn Du Dich da informieren möchtest kannst Du über den glykämischen Index nachlesen und über die Montignac-Diät die mit diesem arbeitet - ist ganz interessant. Hier findest Du alles darüber:

www.montignac.com/de/index.php

Und so vermeide ich bewusst Kohlenhydrate bzw. solche Kohlenhydrate die einen hohen glykämischen Index haben.

Was ich nicht esse:

isolierter Zucker (Trockenfrüchte oder Obst aber schon)
raffiniertes Mehl (auch keine Kuchen, Torten oder ähnliches...)
raffinierte Öle
Kartoffel
Reis
Nudeln (selten Vollkornnudeln)

Überwiegend ernähre ich mich von Fleisch und Gemüse. Oder auch Sojaprodukte mit Gemüse. Sehr gut sind auf jeden Fall Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Sojabohnen.

Gerne esse ich auch Milchprodukte für den Hunger zwischendurch: Magerjoghurt, Magertopfen, Buttermilch.

Ein Rezept, dass den Blutzuckerspiegel wieder ganz schnell einrenkt und auch lange anhält ist zum Beispiel folgendes:

Ferner eignet sich die Quark/Leinöl-Emulsion (Rezept: 125g Magerquark, 1/4 Becher Kefir oder Buttermilch, 1 Eßlöffel Leinöl, 1 Prise Ascorbinsäure, im Mixer mit höchster Stufe mischen, es darf kein Tropfen Öl auch nach längerem Stehen mehr zu sehen sein. Das Leinöl muss sich mit dem Quark, dem schwefligen Eiweiß, intensiv vermischen und in mikroskopisch feinste Kügelchen teilen. So wird der Quark wasserlöslich und die ohnehin leichte Viskosität des Leinöls noch verstärkt, um den Zuckerspiegel in ruhigere Bahnen zu lenken.

Das ist übrigens ein Rezept von Dr. Johanna Budwig. Diese hat die Öl-Eiweiß-Kost entwickelt die auch viele Vorteile bietet. (Ebendort nachzulesen).

So ernähre ich mich hauptsächlich von Gemüse und Fleisch oder Salat und Fleisch,....

Du siehst Ernährung hat viele Facetten. Probiers einfach mal aus....
 
Vielen Dank für die nützlichen Tipps^^

werde mich auf jedenfall ran halten

achja du hast bissher noch nichts dazu gesagt, ob nun Fett wirklich antikatabol wirkt.
kann mir das i-wie auch nicht vorstellen.
egal denke, dass die paar Kohlenhydrate, die man vor und nach dem Training nimmt sich eher positiv auswirken
 
Das ist wirklich mal ne gute Frage?!

Hab grad raus gefunden, dass angeblich Aspirin antikatabol wirken soll. (200 mg - 30 min vor dem Training). Auch L-Carnitin soll antikatabol wirken - wahrscheinlich weils ein Absinken des Testosteron-Spiegles verhindern soll.

So hier jetzt ein Text bezüglich Fette und Muskelerhalt:

Von allergrößter Wichtigkeit ist die Linolsäure (Distelöl) und Linolensäure (Leinöl), welche der Organismus nicht selber herstellen kann. Erst durch eine ausreichende Zufuhr dieser beiden Fette wird der Fettabbau effektiv mobilisiert und der Muskelerhalt gefördert;

Also ich nehme an mit "...wird der Muskelerhalt gefördert..." wird tatsächlich sowas wie eine antikatabole Wirkung gemeint.

Also hier muss ich definitiv auch passen! Dass man dem Fett eine antikatabole Wirkung zuschreiben kann - ich glaubs ja fast nicht.

Lass mich aber auch gern jederzeit eines Besseren belehren....:D
 
den blödsinn hatten wir gerade erst einmal. aspirin kann durchaus ernsthafte nebenwirkungen hervorrufen, also spare dir bitte solche ratschläge.
lg

Iss wohl falsch rüber gekommen. Ich hab lediglich zitiert was im Netz als "antikatabol" bezichnet wird.

Erstens kenn ich mich mit antikatabolen Mittelchen nicht aus und zweitens war das nie als Ratschlag gedacht.

Allerdings würd mich ja Deine Meinung zur angeblich antikatabolen Wirkung von Fett interessieren? :wink:
 
ja, du musst halt daran denken das leute hier auf ernsthaft dumme ideen kommen, also versuch es halt bitte nicht zu provozieren.
antikatabol sind fette mit sicherheit, schon einmal allein deshalb weil sie für den menschlichen körper energiequelle sind- so what?
allerdings ist es so, dass der körper stehts kohlenhydrate und fette verbrennt, und wenn keine kohlenhydrate zugeführt werden muss der körper sie sich aus proteinen (oder meines wissens nach auch aus fetten) herstellen, was ernergieaufwändig ist und so den wirkungsgrad heruntersetzt, ergo du kannst mehr kalorien zu dir nehmen als mit mischkost und trotzdem abnehmen. ich habe auch mal eine studie gesehen in der stand, dass low-carb-diäten beim abnehmen zu einem signifikant bessern verhältnis von fett- zu muskelverlust führen als andere ernährungsformen, allderdings kann ich mich weder an die quelle, noch an die durchführung der studie(oft werden die ja im bereich der sportwissenschaften an viel zu kleinen gruppen durchgeführ) erinnern.
zuguterletzt möchte ich halt auch noch einmal darauf hinweisen, dass ergebnisse einer diät und ihr gesundheitlicher aspekt zwei verschiedene paar schuhe sind.
lg
 
Diese Panik vor Muskelabbau ist eher eine Modeerscheinung unterstützt von den Supplementhändlern.
In der Klinik gibts Eiweisslösungen mit BCAA's angereichert um Muskelabbau bei Bettlägerigen usw. etwas zu verhindern.
Bei Trainierenden ist Muskelabbau während des Trainings ganz normal und möglicherweise ja ein Reiz für die Überkompensation danach; auch hier werden BCAA's gegen Katabolismus empfohlen, aber vielleicht ist das ja auch langfristig kontraproduktiv?
Wenns wer genau wissen will, bei scholar.google.com nach den Stichworten protein, turnover, oä. suchen.
 
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