Leitungswasser

kallepister

New member
Ich habe schon so manche Schauergeschichten über die Qualitäten von Leitungswasser (also Wasser aus dem Wasserhahn, sprich vom Wasserwerk) gehört, unter anderem daß das Östrogen im Abwasser von Haushalten nicht weggeklärt werden könne und sein Gehalt im recycleten Wasser ständig steigt. Andere Horror-Geschichten über unzulänglichen Mineralgehalt (hypotonisch? hoffe es ist das richtige Wort) oder unregelmäßige Keimbelastungen machen mir auch zu schaffen. Meine Frage daher: inwieweit ist normales Leitungswasser als Lebensgrundlage für Fitnessbewußte überhaupt tauglich? Gibt es dazu Erhebungen, Studien und zuverlässige Aussagen? Würde mich ja sehr freuen wenn's so wäre, denn Mineralwasserkästen schleppen ist zwar lecker Workout, aber auf Dauer sicherlich teurer als ein Schluck oder zwei aus dem heimischen Wasserhahn. Und ich habe hier schon so viele Mythen purzeln sehen, da würde es mich nicht wundern, wenn mein Bad Teinacher auch eine unnütze Investition darstellt....

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Re: Leitungswasser
Leitungswasser ist unbedenklich...

...es wird strengeren Kontrollen unterzogen als Mineralwasser. Bei uns im Pott eignet sich Leitungswasser auch als Babynahrung. Für bedenklicher halte ich da Wasserfilter, die dein Teewasser enthärten.

Egbert
 
Genau, noch ein Thema: Wasserfilter!

Hätte ich fast vergessen: Ich zahle Mondpreise für diese Filterkartuschen (lass' den Namen mal weg, meine aber alle) für mein Tee- und Kaffeewasser. Ist da vielleicht auch der Wurm drin? Hielt genau DAS für Unsinn...

Wenn das hier so weitergeht, habe ich am Schluß vom Monat noch Geld übrig statt umgekehrt...

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jupp,besser kontrolliert...

...als mineralwasser und zur allgemeinen flüssigkeitsversorgung bestens geeignet...

wasserfilter-->verkeimen schnell
destilationsgeräte-->schwachsinn bis gefährlich
entkalker-->überflüssig

vorsicht ist höchstens in uraltbauten mit bleirohren geboten, obwohl die durch die zeit eine verkalkung aufweisen, die kontakt von blei mit trinkwasser verhindert

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wenn das mal nicht nen mythos ist...

... also das der kalk des wassers auch nur annähernd in den körper gelangt bezweifle ich stark und warum sollte er dann auch noch ausflocken irgendwo im körper?

mit den hormonen, das ist ganz interessant, möcht ich mehr drüber lesen :)obwohl es bei der heutigen überbev. der welt vielleicht sogar als natürliches verhütungsmittel angesehen werden sollte :)

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wie kommen die hormone ins wasser?

werden die von der hormonverschlingenden menschheit ins badewasser gep... und anschliessend als trinkwasser wieder aufgenommen?/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif

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Re: wenn das mal nicht nen mythos ist...

gut. kalk ist ne relativ simple anorganische verbindung (CaCO3) die aber ne menge bindungen eingehen kann. natürlich ist das net wie im leitungsrohr, wo das kalk die adern versopft (wobei - denk mal nach... war da nicht was mit den arterien am herzen? katheder... uh uh), aber letztlich wird zuviel kalk auch irgendwo gelagert, nachdem es vom körper in verbindungen aufgenommen wurde. die leute, bei denen der körper noch in der lage ist, das kalk über die haut zu entgiften sollten froh sein - bei zu vielen ist dieser weg der entgiftung schon lange nicht mehr intakt.
und noch was: leitungswasser ist gechlort. wer eine feine nase hat kann das sogar riechen. manchmal werden die rohre von den wasserwerken "gereinigt", dann riechts für ein oder zwei tage noch strenger. TIP: füll dir mal leitungswasser in einer OFFENEN kanne ab, und lass es zwei drei tage im kühlschrank stehen. das chlor wird nach und nach entweichen, nach ca. 2 tagen ist es draußen. test mal, und sag mir, welches wasser besser schmeckt !!

yours,
stéphane
 
Re: das frische aus der leitung!

ruf an bei deinem trinkwasserversorger!!!
man man... überleg mal was passieren würde, wenn die rohrsysteme zur trinkwasserversorgung der bevölkerung nicht gegen keime behandelt würden? du hättest morgen die pest! natürlich nicht gechlort wie im schwimmbad- es baden ja auch nicht den ganzen tag menschen in der trinkwasserleitung :winke:
 
Re: das frische aus der leitung!

also wir haben nur 2 sorten wasser: hochquellwasser (echt steirisch:cool: ) oder grundwasser.
das mit dem kalk durch die haut ausschwitzen musst du mir noch erklären. jetzt bin ich neugierig geworden
seas, uschi

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Kann man das mit den Hormonen...

... endlich mal irgendwo seriös recherchieren? Ich habe ja früher auch missionarisch um mich geprustet und keinen einzigen vorweisbaren Hintergrund aufzeigen können, wobei ich mit "vorweisbar" wissenschaftlich untermauerte Fakten meine, keine paranoiden Konzepte eilfertiger Weltverbesserer! Also: gibt es brauchbare Literatur zu den verkrüppelten Fischen und den unfruchtbaren Westlern? Und wenn ja, wo?

Habe da was gefunden, allerdings bei einer "Reiki"-Akademie:

"Die Trinkwasserverordnung ist nur noch eine rechtliche Abicherung für den Staat, daß wenn doch mal jemand an dem Leitungswasser stirbt, er nicht zu zahlen hat. Es sind juristische Grenzwerte. So werden ein Großteil der im Wasser vorhandenen Pestizide nicht untersucht, geschweige denn herausgefiltert, Medikamentenrückstände, wie zB. Betablocker oder auch Hormone, wie durch die Anti-Baby-Pille ebenfalls nicht oder radioaktive Substanzen wie zum Beispiel das Tritium aus der Atomstromproduktion dürfen nun aber der Neufassung für 2003 bis zu 100 Becquerel pro Liter enthalten sein. Der natürliche Wert liegt bei 0,5 Becquerel pro Liter Wasser!
Auch nehmen wir ja nicht Einzelsubstanzen mit dem Wasser auf sondern zum Teil ganze Toxin-Cocktails.
Die Wasserwerke tun was sie können, sind aber hoffnunglos überfordert; schlichtweg machtlos.
Es ist wieder der Einzelne gefordert, denn wenn der Staat sich bei den Grenzwerten vertut oder etwas übersieht, dann erkranken daran die Bürger, die blind der Propaganda vertrauen!"

Harte Zeilen, die der Untermauerung bedürfen. Sonst müßte man sie als Marketing-Trick der Quellwasser-vertreibenden Industrie sehen.

Ich bin ja nicht aus reinem Spaß an der Freud' verunsichert...

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Auch ich bin

liebes pingelchen,
bisher davon ausgegangen, dass unser Leitungswasser, das ich zwischendurch, besonders im Sommer, immer mal wieder gerne trinke, das am strengsten kontrollierte Lebensmittel ist, das wir in Deutschland haben. Und bisher ist es mir auch gut bekommen, zumindest haben die Ärzte bei den relmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bisher nichts festgestellt und ich trinke es schon über 50 Jahre.
Gruß Rainer
 
für den Bereich Hamburg gibt es auf der Website der Hamburger Wasserwerke entsprechende Messwerte. Grundsätzlich muss das Leitungswasser erheblich öfter und genauer kontrolliert werden als Flaschwasser (die Lebensmittelindustrie boykottiert genauere Kontroller ihrer Produkte ja gerne mal).

Besonders krank wird es, wenn man Leitungswasser als Lifestyle-Gesöff in Designer-Flaschen abfüllt und stinknormales Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt für 4 Euro die Flasche verkauft !
 
aus pte-online:

Wasserqualität: Österreich weltweit auf Platz 18
Schweiz rangiert an 16. Stelle – Deutschland abgeschlagen auf Platz 57

Paris (pte, 5. Mär 2003 08:56) - Die UNESCO http://www.unesco.org legt heute, Mittwoch, in Paris den Weltwasser-Entwicklungsbericht vor. Führend in puncto Wasserqualität ist dem UNO-Index zufolge Finnland. Kanada und Neuseeland landen auf Platz zwei und drei. Österreich rangiert auf dem 18. Platz, knapp geschlagen von der Schweiz auf Platz 16. Deutschland wird in Sachen Wasserqualität der 57. Platz zugewiesen. Ranking unter: http://www.unesco.org/bpi/wwdr/WWDR_chart2_eng.pdf

Den letzen von insgesamt 122 Plätzen nimmt Belgien ein. Es scheitert an Quantität und Qualität. Hinzu kommt die starke industrielle Verschmutzung sowie eine schlechte Abwasserbehandlung. Damit liegt Belgien hinter Ländern wie dem Sudan auf Platz 118, Jordanien auf Platz 119, Indien auf Platz 120 und Marokko auf Platz 121. Der Vergleichsindex errechnet sich aus verschiedenen Faktoren wie der Menge und Güte des Süßwassers, insbesondere des Grundwassers, der Abwasser-Behandlung und dem Einhalten der Umweltgesetze.

"Jene 50 Prozent der Weltbevölkerung, die in Entwicklungsländern leben und verschmutztes Wasser trinken, werden weiterhin am stärksten betroffen sein", so der Bericht. Flüsse in Asien sind die schmutzigsten weltweit, in ihnen leben dreimal so viele Bakterien, hauptsächlich menschlichen Ursprungs, als es dem globalen Durchschnitt entspricht. Darüber hinaus führen diese Flüsse 20 Mal mehr Blei als dies in Industrienationen der Fall ist. "Die Zukunft vieler Teile der Welt sieht düster aus", heißt es weiter. Vor allem hinsichtlich des erwarteten Weltbevölkerungswachstums, das weiterhin der Motor für die Wasserkrise sein wird. Der Wasservorrat pro Kopf ist laut Bericht zwischen 1970 und 1990 bereits um rund ein Drittel gesunken. Selbst wenn die Geburtenrate sinkt, wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 etwa 9,3 Mrd. Menschen zählen (im Vergleich 2001: 6,1 Mrd.). Der Wasserkonsum wiederum hat sich seit den letzten 50 Jahren nahezu verdoppelt, ist aber ungleich verteilt. Ein in den Industrienationen geborenes Baby verbraucht 30 bis 50 Mal mehr Wasserressourcen als ein in einem Entwicklungsland geborenes Kind. Währenddessen sinkt kontinuierlich die Wasserqualität. Laut Report sterben jeden Tag 6.000 Menschen, vorwiegend Kinder unter fünf Jahren, an einer Durchfallerkrankung.

Hinsichtlich der Wasserverfügbarkeit ist es am schlimmsten um Kuwait, den Gaza-Streifen und die Vereinten Arabischen Emirate bestellt, gefolgt von den Bahamas, Katar und den Malediven. Die Top-10 der wasserreichsten Länder führt Französisch Guyana an. Auf Platz zwei und drei folgen Island und Guyana. Grönland und Alaska sind im Ranking ausgenommen. Der Bericht wird auf dem dritten Weltwasser-Forum vom 16. bis 23. März in Kyoto/Japan präsentiert. (Ende)


viele Grüße,

Braveone


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Danke für die Info,...

...daß es mit dem deutschen Leitungswasser so schlecht bestellt ist, häite ich nichtgedacht. Verringert die Dringlichkeit meines Hauptanliegens wirklich nicht besonders (aus dem Thread hochgeholt):

Kan man das mit den Hormonen im Trinkwasser irgendwo seriös recherchieren? Ich früher immer missionarisch um mich geprustet und keinen einzigen vorweisbaren Hintergrund aufzeigen können, wobei ich mit "vorweisbar" wissenschaftlich untermauerte Fakten meine. Also: gibt es brauchbare Literatur zu den verkrüppelten Fischen und den unfruchtbaren Westlern? Und wenn ja, wo?

Habe da was gefunden, allerdings bei einer "Reiki"-Akademie:

"Die Trinkwasserverordnung ist nur noch eine rechtliche Abicherung für den Staat, daß wenn doch mal jemand an dem Leitungswasser stirbt, er nicht zu zahlen hat. Es sind juristische Grenzwerte. So werden ein Großteil der im Wasser vorhandenen Pestizide nicht untersucht, geschweige denn herausgefiltert, Medikamentenrückstände, wie zB. Betablocker oder auch Hormone, wie durch die Anti-Baby-Pille ebenfalls nicht oder radioaktive Substanzen wie zum Beispiel das Tritium aus der Atomstromproduktion dürfen nun aber der Neufassung für 2003 bis zu 100 Becquerel pro Liter enthalten sein. Der natürliche Wert liegt bei 0,5 Becquerel pro Liter Wasser!
Auch nehmen wir ja nicht Einzelsubstanzen mit dem Wasser auf sondern zum Teil ganze Toxin-Cocktails.
Die Wasserwerke tun was sie können, sind aber hoffnunglos überfordert; schlichtweg machtlos.
Es ist wieder der Einzelne gefordert, denn wenn der Staat sich bei den Grenzwerten vertut oder etwas übersieht, dann erkranken daran die Bürger, die blind der Propaganda vertrauen!"

Harte Zeilen, die der Untermauerung bedürfen. Sonst müßte man sie als Marketing-Trick der Quellwasser-vertreibenden Industrie sehen.

Ich bin ja nicht aus reinem Spaß an der Freud' verunsichert...

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ich glaube...

...das es in diesem bericht nicht ums leitungswasser geht, oder? süsswasser ist auch das in flüssen, grundwasser nicht unbedingt das, was fürs leitungswasser verwendet wird, abwasserbehandlung hat nichts mit leitungswasserqualität zu tun! wenn nicht genau daneben das leitungswasser gezapft wird! bin mir nicht ganz sicher, ob dies wirklich ausschlaggebend sein sollte? platz 54 kann immer noch sehr gute qualität bedeuten!?nur halt nicht spitzenqualität...

die ösis *g* nehmen das schöne saubere wasser von den bergen und in die flüsse pumpen sie ihr abwasser, was dann die nachgeschalteten länder als trinkwasser benutzen müssen ;P

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Kalk "entgiften" - so ein Quatsch!

CaCO3 löst sich in Wasser in Ca++ und HCO3- Ionen.Das letztere wird als CO2 abgeatmet und das erstere in Knochen verbaut!

Gruß

chianti
 
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Re: Leitungswasser
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