Kreuzbandanriss

Imhotep

New member
Hallo Forum,

bei mir wurde heute ein Anriss am hinteren Kreuzband li. Knie festgestellt(MRT) den ich wohl schon seit längerer Zeit mit mir rumtrage, aber nicht bemerkt habe.

Ich bin in Anatomie allerdings nicht besonders bewandert und befürchte, dass ich mein Knie noch weiter schädigen könnte, wenn ich weiterhin wie gewohnt Sport mache. Laut MRT besteht kein Knorpelschaden, die Minisken sind auch in Ordnung.

Ich würde jetzt gerne wissen, welche Übungen bei dieser Verletzung unbedenklich sind. Ich wärme mich beispielsweise gerne mit Seilspringen vor dem Training auf.

Auch würde ich gerne die Meinung der Physiotherapeuten unter Euch erfahren, da ich mit dem Gedanken spiele das Knie nicht operieren zulassen, sondern mit gezielter Physiotherapie und evtl. anderen Behandlungsmethoden anzugehen. Ist das theoretisch möglich? Habt Ihr vieleicht schon Patienten ähnlich therapiert?

Ich würde echt die Krise bekommen, wenn ich mein Training sein lassen müsste, zumal ich noch keinerlei Schmerzen habe.

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für die Antworten.

Gruß,
Imhotep
 
A

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Re: Kreuzbandanriss
Also ich kann dir nur von meiner Erfahrung berichten.
Ich hab auch einen Kreuzbandanriss (beim Bund meinten sie sogar, dass eines ganz ab sei). Dazu sind meine Außenbänder nicht so straff wie sie sein sollte und mein Miniskus ist wohl auch nimmer frisch. Aber ich renn so seit 5 Jahre rum OHNE PROBLEME!
Hatte mich damals auch gegen eine Operation entschieden (man hatte mir auch davon abgeraten, da es danach wohl nur selten besser wird), da ich nur Probleme hatte wenn ich eine Drehung (Torsion)aufs Knie bekommen hab.

Ein Physiotherapeut bei mir im Studio hat mir dann empfohlen, Beine so schwer al möglich zu trainieren, um die Sehnen und Bänder um das Knie zu festigen. Ebenso stützen die aufgebauten Muskeln das Knie.
War anfangs nicht ganz leicht, da ich beim Beintraining teilweise Schmerzen bekam und auch das Knie danach leicht anschwoll.
Aber irgendwann klappte es immer besser, tja, und heut laufe ich schmerzfrei, hab keine Probleme (nicht mal bei "kniegefährlichen" Sportarten wie Beach-Volleyball).

Also das mal als kleinen Denkanstoß und als kleine Anekdote meinerseits. :)
 
Hi Sinistrus,

danke für die Antwort. Das ist genau das, was ich hören wollte. :)

Allerdings bin ich ein wenig skeptisch, was die Spätfolgen am Knie betreffen. Wenn das Kreuzband nicht mehr richtig arbeitet kommt es doch zu Abnutzung(Knorpel etc.)

Hast Du denn dein Knie in der letzten Zeit mal untersuchen lassen?

Gruß,
Imhotep
 
Ne hab ich nich, ehrlich gesagt. :(

Abnutzung war bei mir wohl eh schon leicht sichtbar.
Da meinten sie auch, dass das sicher irgendwann schlimmer werden wird, so dass ich Schmerzen kriege. Dann muss man operieren. Aber sie meinten halt, solange ich schmerzfrei laufen kann, soll ich es so lassen. Wenn die Schmerzen und Probleme kommen ist gleich operiert. Und evtl. gibt's bis dahin auch neue Methoden (die meinten das dauert bei mir sicher noch mind. 10 Jahre)!

Deswegen und weil ich schmerzfrei bin war ich seit Jahren nimmer beim Doc wegen dem Knie. :)
 
Hier richtet sich das Vorgehen u. a. nach dem Grad der Instabilität. Daß ein Anriß des hinteren Kreuzbandes unbemerkt bleibt, ist gar nicht so selten.
Da es sich offensichtlich um eine isolierte Verletzung des hinteren Kreuzbandes handelt, wird normalerweise zunächst konservativ, d. h. ohne OP, behandelt.
Stabilisierung durch Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur steht hier an erster Stelle. Hierbei übungen mit sog. geschlossener Kette, Fuß aufgestellt. Z. B. Kniebeugen, Beinpressen. Keine Beincurls.
Radfahren ist ebenfalls gut.
Keine kniebelastenden Sportarten.

Wie gesagt hängt es vom Ausmaß der Instabilität ab. Hierdurch kommt es zu einer veränderten Bewegung bes. im Bereich zw. Oberschenkelknochen und Kniescheibe sowie im medialen Teil zw. Oberschenkelknochen und Schienbein, wo ein beschleunigter Gelenkverschleiß stattfinden kann. Auch ein nicht vollständiger Riß dieses Bandes kann mit einem erheblichen Funktionsverlust einhergehen, entsprechend sollte das Ausmaß festgestellt werden.


jeckyll
 
Seilspringen würde ich lassen.

Um eine Instabilität zu quantifizieren, werden i. A. gehaltene Röntgenaufnahmen gemacht, dabei kann man sehen und ausmessen, wie ausgeprägt die Funktionseinbuße ist. Da das hintere Kreuzband die Bewegung des Schienbeins gegen den Oberschenkelknochen nach hinten begrenzt, übt man dabei bei gebeugtem Kniegelenk einen definierten Druck von vorne auf das Schienbein aus und mißt, wie weit es sich nach hinten schieben läßt. "Hintere Schublade" nennt man das.

jeckyll
 
Jup, genau. Das wurde alles bei mir gemacht.
Kernspinttomographie (Oh je, schreibt man das so?), Röntgenaufnahmen, massig Bewegungstests, Ultraschall etc...
 
A

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Re: Kreuzbandanriss
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