Kopfschmerz nach Sex

chris_ray

New member
Hallo,

seit einigen Wochen (war in dieser Zeit weder krank noch sonst irgendwie gestresst) habe ich Probleme, wenn ich mit meiner Freundin Sex habe. Hab danach meistens stechende, starke Kopfschmerzen an der Schläfe, die sich bis zum Hinterkopf (aber nur auf einer Seite) hinziehen. Einmal war es so heftig, das wir mittendrin abbrechen mußten.

Schwindel und leichte Kopfschmerzen nach dem Sex kennt sicher jeder, wenn man sich mal richtig ausgetobt hat. Aber in dieser heftigen Form ist es schon mehr als unangenehm.

Auch merke ich ein sehr Starkes, unangenehmes Pumpen und Pochen im Kopf, das ich früher nie hatte.

Bin mit meiner Freundin schon mehrere Jahre zusammen, und bisher hatten wir nie Probleme.

Wäre dankbar für Eure Hilfe!

Gruss
chris_ray
 
A

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Re: Kopfschmerz nach Sex
Der war eigentlich immer eher niedrig (110/120 zu 70). Ich hatte auch schonmal ein Langzeit-Blutdruckmessung, da war ebenfalls alles okay. Auch auf dem Belastungs-EKG war alles in Ordnung.
 
Hatte es gelegentlich auch beim Training, aber nur wenn ich extrem an meine Leistungsgrenzen gehe.
Dann erreichst Du beim Sex also schneller deine Leistungsgrenze?:D;)

Spaß beiseite, dein Problem ist gar nicht so selten. "Postkoitalkopfschmerz" nennt man das bisweilen. Es gibt gewisse Parallelen zur Migräne.
Man kann hier z.B Aspirin vor dem Geschlechtsverkehr nehmen, wenn es damit reicht, ist es ok. Wenn nicht braucht es eine prophylaktische Dauertherapie, wäre aber nicht so häufig.

Der Vollständigkeit halber wäre natürlich nach einem erstmaligen Ereignis eine ernste Ursache der Kopfschmerzen auszuschließen. Hierbei ist insb. an eine Hirnblutung zu denken. Ist aber bei dir aber nicht wahrscheinlich, nachdem Du das Problem schon häufiger hattest.


jeckyll
 
Nicht vom aber beim. Beim Stuhlgang auch. Oder bei sonstiger körperlicher Aktivität.
Das beruht aber in den meisten Fällen auf einer Gefäßmißbildung einer Arterie (Aneurysma).
Eine solche Subarachniodalblutung, wie es fachchinesisch heißt, kommt bei etwa 1 von 1000 Menschen pro Jahr vor. Also 0,1%.

jeckyll
 
Danke für die Antwort.

Dann wird es bei mir wohl eher eine harmlose Ursache haben (hoffe ich). Ansonsten würde das ja bedeuten, das ich in der letzten Zeit mehrere Hirnblutungen gehabt hätte, und die hätt ich wohl nicht überlebt :eek:

Ich hatte mal vor langer Zeit ein CT wg. Verdacht auf SAB, mit ähnlichen Symptomen.

Meine Frage wäre hierzu noch: Sieht man ein Aneurysma im CT oder im MRT?

gruss
chris_ray
 
@ Chris ray

Ich kann dir leicht sagen woran das liegt, hatte nämlich auch mal GENAU dasselbe Problem, war ziemlich arg, armer Chris :D ;)

Also, das sind im Grunde, so hab ichs halt gelöst, klassische Migränevorfälle. Sowas passiert bei zuwenig Magnesium, hab ich in Erinnerung. Iss mehr Brot und du wirst sehen dass es wirkt, war zumindest bei mir so. Dann wars plötzlich weg.
 
das ich in der letzten Zeit mehrere Hirnblutungen gehabt hätte, und die hätt ich wohl nicht überlebt
Völlig richtig.

Sieht man ein Aneurysma im CT oder im MRT?
Nein, nicht ohne weiteres. Dazu braucht man ein sog. Angio-CT oder Angio-MRT, die mit einem Kontrastmittel, das zuvor in eine Vene gespritzt wird, durchgeführt werden. Oder man macht eine klassische Angiographie.

Sowas passiert bei zuwenig Magnesium,...
Nicht wirklich.

und ich dachte immer sowas haben nur frauen
In den unpassenden Momenten.


jeckyll
 
Wie gesagt ne Hirnblutung hättest mit sicherheit nicht überlebt *g*

Is aber sicher ein schöner tot naja spaß bei Seite.

Bei Frauen ist die Menstruation oft ein Triggerfaktor (was man bei Dir ja ausschließen kann oder??? *GG*). Als mögliche weitere Ursachen kommen Stress, unregelmäßiger Biorhythmus und Schlafmangel in Frage, wobei ein Migräneanfall auch erst in der Poststress-Entspannungsphase folgen kann („Wochenendmigräne“). Ebenso können ein unregelmäßiger Tagesablauf und Muskelverspannungen im Kopf-, Hals- und Schulterbereich damit in Zusammenhang stehen. Wetterschwankungen werden häufig als Auslöser genannt, es können sich Wettersituationen jedoch nicht nur ungünstig, sondern auch günstig auf Migräne auswirken. Sowohl kaltes, sonniges Wetter im Winter als auch kühles, windiges Wetter im Sommer kann migränebegünstigend wirken.

Mögliche ernährungsbedingte Ursachen sind individuell unterschiedlich und werden oft überbewertet. Alkohol löst bei manchen Migränepatienten stets eine Attacke aus, bei anderen selten oder nie. Konsum von großen Mengen Coffein (in Kaffee, Schwarztee, Eistee, koffeinhaltigen Limonaden) kann über den Weg des Entzuges Kopfschmerzen auslösen. Speiseeis kann über den Kältereiz und eine folgende Reizung des Trigeminusnervs zu Kopfschmerzen führen, löst aber üblicherweise keine Migräneattacke aus. Der Geschmacksverstärker Glutamat kann Kopfschmerzen auslösen, allerdings nur bei Zufuhr größerer Mengen auf nüchternem Magen. Die Bedeutung tyramin- und histaminreicher Nahrungsmittel (z. B. Hartkäse, Schokolade, Nüsse, Bananen) ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Eine „Migräne-Diät“ wird von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) nicht empfohlen. Wichtiger erscheint eine regelmäßige Ernährung ohne Auslassen von Mahlzeiten, um Hypoglykämien zu vermeiden.

Einige Arzneimittel, insbesondere gefäßerweiternde Substanzen (Vasodilatatoren), können einen Migräneanfall induzieren. Blitzlicht und flackernde Lichter (Stroboskop-Licht in Diskotheken, flackernder Computermonitor, hektische Computerspiele) können ebenfalls einen Migräneanfall bei empfindlichen Personen auslösen. Als weitere Faktoren werden Reizüberflutungen wie übermäßiges Fernsehen oder sogar Lesen, Volumenmangel bei mangelnder Aufnahme von Flüssigkeit, Stress, Schlafmangel, starke körperliche Belastung sowie Nikotin (Aktiv- und Passivrauchen) genannt.
 
So und nun die Therapiemöglichkeiten (Sorry für den doppelpost aber es wird sonst unübersichtlich)

Akuttherapie:
Nach Empfehlung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) können zur Akutbehandlung des Migränekopfschmerzes einerseits unspezifisch Schmerz- und Entzündungsprozesse hemmende Schmerzmittel aus der Gruppe der Nichtopioid-Analgetika (z. B. Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Ibuprofen) und andererseits spezifische Migränetherapeutika aus den Gruppen der Triptane (z. B. Sumatriptan, Naratriptan und Eletriptan) als Mittel der ersten Wahl eingesetzt werden.

Nichtopioid-Analgetika wie z.B:Die Nichtopioid-Analgetika Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac und Paracetamol sind insbesondere bei einer leichten bis mittelschweren Migräne indiziert und gelten dafür als Mittel der ersten Wahl. Auch eine Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein, die wirksamer ist als die Einzelsubstanzen oder Ibuprofen, wird von der DMKG als Mittel der ersten Wahl empfohlen. Die Migränewirksamkeit von Phenazon und Metamizol gilt hingegen als weniger gut dokumentiert. In klinischen Studien haben sich darüber hinaus die COX-2-Hemmer Valdecoxib und das auf Grund seiner Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen vom Markt genommene Rofecoxib als effektiv zur Behandlung akuter Migräneattakten erwiesen. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung für die Verwendung als Migränetherapeutika besteht jedoch nicht. Generell besteht bei länger andauernder oder gar dauerhafter Anwendung von Nichtopioid-Analgetika die Gefahr eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes.

Um schnell zu wirken und die ohnehin bei Migräne oft bestehende Übelkeit nicht zusätzlich zu verstärken, werden viele Nichtopioid-Analgetika in einer schnell verfügbaren und als magenfreundlich geltenden Darreichungsform angeboten. Dazu zählen beispielsweise gepufferte Brausetabletten. Ist eine orale Anwendung eines Nichtopioid-Analgetikums nicht möglich, so steht beispielsweise Paracetamol als Zäpfchen (Suppositorium) zur rektalen Anwendung zur Verfügung.

Prophylaxe:
Das Ziel der Migräneprophylaxe ist die Häufigkeit oder die Schwere von Migräneattacken bereits vor ihrer Ensteheung zu senken. Diese ist insbesondere dann angezeigt sein, wenn der Patient einen starken Leidensdruck oder starke Einschränkungen der Lebensqualität durch die Migräne erfährt. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung sollte durchgeführt werden. Ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis kann insbesondere dann vorliegen, wenn der Patient besonders häufig unter Migräne leidet (mehr als drei Attacken pro Monat), Migräneattacken regelmäßig länger andauern (drei Tage oder länger), die Migräne nicht zufriedenstellend mit Standardtherapeutika behandelt werden kann oder bei schwer zu behandelnden Sonderformen und Komplikationen der Migräne.

Zur Migräneprophylaxe stehen insbesondere Arzneistoffe zur Verfügung, die nicht gezielt als Migräneprophylkatika sondern für verschiedene andere Anwendungsgebiete, wie beispielsweise die Behandlung des Bluthochdrucks oder der Epilepsie, entwickelt wurden. Für diese Arzneistoffe konnte nachträglich eine migräneprophylaktische Wirkung belegt werden
Viele Antiepileptika sind nicht nur in der Lage die Häufigkeit epileptischer Anfälle zu reduzieren, sondern führen zusätzlich zu einem Rückgang der Frequenz von Migräneanfällen. Am besten von diesen Substanzen ist die Migräneprophlaktische Wirkung für Valproinsäure und Topiramat dokumentiert. Unter Berücksichtigung des Nebenwirkungsspektrums gelten diese Substanzen ebenfalls als Mittel der ersten Wahl, wenn keine Betablocker eingesetzt werden können. Die Anwendung von Valproinsäure in der Migräneprophylaxe entspricht in Deutschland, nicht aber in vielen anderen Staaten, einem Off label use, da kein valproinsäurehaltiges Präparat für diese Indikation zugelassen ist. Basierend auf Daten aus einer einzelnen klinischen Studie mit Gabapentin, in der eine leichte Reduktion der Migränehäufigkeit beobachtet wurde, gilt dieser Arzneistoff als Mittel der dritten Wahl.Für das Antiepileptikum Lamotrigin hingegen konnte keine migräneprophylaktische Wirkung, jedoch eine Reduktion des Auftretens einer Aura beobachtet werden. Für andere Antiepileptika liegen keine ausreichenden Daten über ihre migräneprophylaktische Wirksamkeit vor oder sie haben sich, wie im Fall von Oxcarbazepin,als unwirksam erwiesen.

Für das Antidepressivum Amitriptylin konnte in einer Vielzahl klinischer Studien eine migräneprophylaktische Wirkung gezeigt werden. Daher wird Amitriptylin in der Migräneprophylaxe als Mittel der ersten oder zweiten Wahl eingestuft.
Die für Amitriptylin beobachtete prophylaktische Migränewirksamkeit lässt sich jedoch nicht auf andere Antidepressiva übertragen.

Eine migräneprophylaktische Wirkung konnte auch für das langwirksame Nichtopioid-Analgetikum Naproxen gezeigt werden[31]. Dem gegenüber liegen für andere Nichtopioid-Analgetika keine konsistenten Daten über eine Migräne vorbeugende Wirkung vor. Hinzu kommt die bei Daueranwendung bestehende Gefahr der Entwicklung eines medikamenteninduzierten Kopfschmerzes. Nichtopioid-Analgetika gelten daher in der Migräneprophylaxe als Mittel der zweiten oder dritten Wahl.

Als Mittel der dritten Wahl gelten die Antihypertensiva Lisinopril und Candesartan, die sich in Pilotstudien als wirksam erwiesen. Gleichfalls kann möglicherweise eine prophylaktische Anwendung mit Botulinumtoxin die Häufigkeit von Migräneattaken reduzieren. Der Wert von Mutterkornalkaloiden, wie beispielsweise Dihydroergotamin, ist trotz einer arzneimittelrechtlichen Zulassung zur Migräneprophylaxe strittig. Als unwirksam hat sich der für diese Indikation entwickelte Neurokininrezeptor-Antagonist Lanepitant erwiesen.Die über eine Hemmung von Serotonin-Rezeptoren wirkenden Arzneistoffe Methysergid und Pizotifen sind hingegen migräneprophylaktisch wirksam. Auf Grund ihrer schweren Nebenwirkungen haben sie jedoch keine therapeutische Relevanz mehr.

Die migräneprophylaktische Wirksamkeit des traditionell angewendeten Phytopharmakons Pestwurz konnte mit Hilfe klinischer Studien belegt werden und wird als Mittel der zweiten Wahl eingestuft.Eine marginale Wirksamkeit konnte ebenfalls für einen CO2-Extrakt aus Mutterkraut belegt werden. Inwieweit diese Wirksamkeit auf andere Extrakte übertragen werden kann ist fraglich. Schlechter belegt ist eine mögliche Wirksamkeit von hochdosiertem Magnesium (580 mg) und hochdosiertem Riboflavin (400 mg). Homöopathische Migräneprophylaxen zeigen keine über einen Placeboeffekt hinausgehende Wirkungen.


Nichtmedikamentöse Prophylaxe
Die Wirksamkeit einer Akupunktur zur Migräneprophylaxe ist mit Hilfe klinischer Studien kaum zu beurteilen, wird jedoch von der Mehrzahl der Migräneexperten empfohlen. In einem Vergleich zu einer etablierten medikamentösen Prophylaxe ist die Akupunktur nicht unterlegen. Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und das Biofeedback können ebenso eine wirksame Möglichkeit der Migräneprophylaxe sein[39][40]. Daneben stehen verschiedene andere Methoden, wie z. B. Ernährungsmaßnahmen, Entspannungstechniken, Yoga, autogenes Training und leichter Ausdauersport als Alternativen zur Verfügung. Ihre migräneprophylaktische Wirksamkeit ist jedoch nicht ausreichend evaluiert
 
ganz ehrlich?

Wenn ich nach den sex,sport oder auch scheissen so arge kopfschmerzen hätte wie du beschreibst, würd ich nicht hier in einen forum schreiben und warten bis hobby neurologen eine diagnose stellen :) nix für ungut aber gerade der bereich kopf,gehirn,nerven muss man sehr gut ausgebildet sein um iwas feststellen zu können. an deiner stelle würd ich nicht die leute hier fragen sondern so schnell wie es geht zum arzt gehen.....
 
Der war eigentlich immer eher niedrig (110/120 zu 70). Ich hatte auch schonmal ein Langzeit-Blutdruckmessung, da war ebenfalls alles okay. Auch auf dem Belastungs-EKG war alles in Ordnung.

der wert ist definitionsgemäß unfug, da die systole immer der höchstauftretende druck ist. es könnte auch psychosomatisch sein,aber wie sooft wäre ein arzt eindeutig der bessere ansprechpartner.
lg
 
A

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Re: Kopfschmerz nach Sex
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