Kampfsportarten und -Stile

shooty

New member
Hi,

ich wollte mal wissen ob die verschiedenen Kampfsportstile auf einer gemeinsamen Basistechnik aufbauen oder jeder Stil grundlegend anders ist. Es gibt ja auch Stile, wie Aikido, die nur als "Show" dienen, also keinen Wettkampfsport darstellen.
Was wäre denn nun als Beispiel der Unterschied zwischen Karate (Shotokan, Goju Ryu) und Taekwondo (soll ja auch "Ableger" haben: Wing-Tsun)
 
hallo shooty

erstmal vorweg. alle kampfsportarten sind nur so gut wie der, der sie ausführt. es gibt keine formel die den sieg bedeutet.
von der effektivität würde ich es so einstufen:
taekwondo niedrig
grund: 80% dieser Kampfkunst besteht aus tritten
20 % aus schlägen und diversen selbstverteidigunsformen. nun mal ehrlich, in einer kneipe bei gedrängel und rempeleien wird wohl niemand vor dem ersten schlag sagen moment mal bitte ich muss mich erst mal dehnen um einen kick zu deinem kopf zu machen. auch wird platzmangel ein zweiter grund sein. bei karate geht es schon eher realitätsnaher zu. ca.50% kicks, 50% punches. aber auch eher realitäsfern. sehr realitätsnah ist wing tsun, es gibt keine regeln, die totale vernichtung des gegners steht im vordergrund, da es im schlimmsten fall um dein leben geht. einfache und effektive techniken, stehen im vordergrund. kickboxen und thaiboxen sind in der effektivität dem wing tsun ähnlich bis gleich, erforden aber hohe körperliche fähigkeiten und eine menge training.

keep clean punching
 
Klingt nach einem Werbeprospekt für

...Wing Tsun

Wieder einmal wird auf Kultur, Technik, soziales Verhalten, Spass am Sport etc. verzichtet, um "der totalen Vernichtung seines Gegners" zu fröhnen.

Unter dem Motto
"Ich kenne Dich nicht, ich weiss nicht was Du drauf hast, aber ich werde Dich vernichten, denn Du könntest irgendwann zu einer Gefahr werden. ICH BIN WT-MAN!"

Klingt irgendwie nach Meister Bush, oder?

viele Grüße,

Braveone

http://www.clean-protect.de/Bild3.jpg
 
Wing-Tsun ist mE eine Form von Kung-Fu, während Taekwondo ein eigener Kampfsport ist!
Ich habe mal 5 Jahre Taekwondo gemacht, es hat auch super Spass gemacht, aber zur Selbstverteidigung ist es wirklich nur bedingt geeignet!
Wenn es dir darum geht, dann würde ich auch eher zu Wing-Tsun raten, das lernen übrigens auch unsere Freunde und Helfer, die liebenswerten Gestalten in grün :).
Beim Taekwondo ist die traditionelle Komponente ausgeprägter, auch das Rituelle, man muss viele "Formen", also Bewegungsabläufe gegen imaginäre Gegner erlernen, die teilweise echt kompliziert werden und bei denen die meisten Boygroups versagen würden, weil es deren geistigen Horizont überschreitet :).
Taekwondo ist ausserdem ein absolut FAIRER Kampfsport, Tritte unter die Gürtellinie sind tabu usw... Mein Trainer hat immer gesagt, sollte man wirklich jemals in die Lage kommen, dass man ernsthaft angegriffen wird, ist es immer das Beste, zu rennen :winke:...
und wenn das einer sagt, der in meinen Augen echt eine "Maschine" ist, dann halte ich mich da auch dran :).
Im Vergleich zu Karate wird bei Taekwondo mehr getreten und mehr Faustschläge verwendet, Karate mehr Handkante und son Krams :).
LG,

Felix

 
Karate

Es kommt in jeder Kampfsportart immer darauf an, mit welcher Einstellung man sie betreibt.

- Gesundheitssport
- Wettkampfsport
- Selbstverteidigung

Beim Gesundheitssport stehen wohl in erster Linie der Spass und das eigene Verbessern im Vordergrund. Katas, Nullkontaktkumite, Meditation.

Der Wettkampfsportdojo wird wohl eher nur auf Semi- bzw. Vollkontaktkumite trainieren. Da wird man fernöstlicher Tradition und sowas kaum was mitbekommen.

Für das sogenannte "Streetfighting" können aus jeder Kampfsportart die geeigneten Techniken herausgefiltert werden. Auch die "unfairen" Techniken werden hier geschult. (Auch unter die Gürtellinie, Ellenbogen usw.)

Ich persönlich habe zu Anfang eher wettkampforientiert trainiert (Shotokan-Karate). Bis ich dann bei einem 3- oder 4fach-Dan (weiß nimmer so genau) aus der Slowakei auf einem Karatetrainingslager trainieren durfte. Der hat dann meine Leidenschaft für Goju Ryu geweckt.

Goju Ryu ist der traditionellere Stil (aber weit seltener), Shotokan hat sich vor 100 Millionen Jahren oder so :winke: abgespalten. Die Techniken sind verschnörkselter und haben wohl eher was mit Kampfkunst als mit Streetfighting zu tun. Wohingegen im Shotokan die effektiveren Techniken bevorzugt werden. Sind aber beide im Grundsatz sehr ähnlich.

Gruss Flo

http://static.orf.at/community/user/2002-43/3380.gif
 
dem kann ich nur zustimmen

... ich habe auch ein paar Jahre in dem Verein zugebracht.
Und das 2ten Schülergraden eingetrichtet wird das sie nichts vor die Batterie bekommen können ist schon fast schwere Körperverletzung ;-)
um sich mit WT EFFEKTIV zu verteidigen muß man es sehr lange machen. Leute die zB Boxen sind wesentlich schneller Selbstverteidigungsfähig.

Gruß
Stefan

http://mitglied.lycos.de/savateur/fitness.jpg
 
hehe

TapferEins :)

Ich war ne gewisse Zeit lang beruflich nen büschn eingebunden. Lesen immer .. Schreiben dann nur wenn ich viel Zeit habe oder jemand Klitschko Arroganz vorwirft <g>
Gewisse Themen allerdings lassen mich automatisch was hintippseln ;-)
Soweit allet klaa ... Hoffe bei dir auch ;-)

Greetz
Stefan

http://mitglied.lycos.de/savateur/fitness.jpg
 
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