ilb methode

was haltet ihr von der ILB Methode

  • super, für mich mittel der wahl

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  • naja, für den breitensportler gut aber ich...

    Stimmen: 0 0,0%
  • nicht empfehlenswert

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  • sonstiges und warum?

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
  • Umfrage geschlossen .
@Hart das Problem der Intensität in einem Zyklus liesse sich vielleicht folgendermassen bewältigen. Nehmen wir als Beispiel einen 4 Wochen 60-80% Plan. Das heisst 60 - 66.6 - 73.3 - 80 %. Anstatt an der linearen Steigerung zu basteln könnten man die Anzahl der Sätze variieren, zum Beispiel 60% 4S, 66.6%3S, 73.3% 3S und 80% 2S.

Ist halt alles eine Frage der Phantasie. Hoffe keinen neuen Glaubenskrieg gestartet zu haben.

mfg JK
 
A

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Re: ilb methode
Hallo joker_ch,

schau mal hier:
ilb .
Ich sehe keinen Grund für einen Glaubenskrieg. Das wäre zwar ein Ansatz von Dir, aber mir widerstrebt es die Volumina zu verändern. Man kann natürlich hergehen und mit abnehmenden Steigerungen arbeiten.

z.B 60%, +7,5% , +5%, +4 ...

Aber wichtiger ist mir zur Zeit die Adaptionsgeschwindigkeit zu beleuchten, bei gleicher Intensitätssteigerung mit Probanden die in ihrer Leistungsfähigkeit vergleichbar sind.

MfG, Hart
 
@ Hart

Was stört dich daran die Volumina zu verändern? Dein Vorschlag löst aber nicht das Problem des wahrscheinlich kleinen Reizes in den tiefen %, ist aber Testenswert. Meine Überlegung an den Volumina zu arbeiten ging von dem Begriff Intensität aus. Intensität stellt das Produkt von Volumen und Gewicht dar, wobei dies nicht ein mathematisches Produkt ist. Daher war die Idee die Intensität gleich zu halten. Man könnte natürlich deine Gewichtsprogression einfliessen lassen um dem Faktor genüge zu tragen das die Adaptation wahrscheinlich nicht linear mit der Intensität des Stimulus steigt.

Da gibt es noch viel zu spekulieren über diese Thema :)

mfg JK
 
@Hart

:) Eigentlich kein Mißverständnis. War eher rethorisch gemeint, da mir deine Antwort klar war. Natürlich kann man es so sehen, daß der Durchlauf der Zyklen eine allgemeine Verbesserung der möglichen Kraftdimensionen beinhaltet. Und natürlich ist es so, daß wir alle (95% ?) hier sind, um in erster Linie den Anteil unserer Magermasse zu erhöhen und nix anderes.

Aber...ich meine trotzdem, daß eine stetige Periodisierung ein effektiverer Weg für den Masseaufbau (mit deiner Anmerkung "...schnellen Masseaufbau..." kann ich wenig anfangen) ist. Langfristig (hierbei meine ich nicht den Zeitraum irgendeines Makrozyklus), also den Zeitraum von mehreren Jahren, auf jeden Fall.

Zurück zum Topic.

Die Kritik der ILB-Periodisierung (und nochmehr eines klassischen Volumentrainings mit klassischer Periodisierung - also irgendetwas wie 4 Wochen/ 4Wochen/ 4 Wochen o.ä.) hängt bei mir in erster Linie damit zusammen, daß die Zeiträume zwischen den jeweiligen Entwicklungszielen (lokale Muskelausdauer, Kraftausdauer (ist mir als Definition für Hypertrophie bedeutend lieber) und Maxkraft) soweit auseinander liegen, daß ich zu Beginn eines neuen Mesos von den bisher erreichten Erfolgen sehr weit entfernt bin. Am meisten macht sich dies aus eigener Erfahrung im Bereich der Maxkraft offenbar. Die Intensität (als Definition ist hier die reine Kg-Zahl gemeint) ist spürbar wieder abgesackt (was nur logisch ist).

Die Frage bleibt, ob man dies so hinnehmen muß/möchte, oder ob die Verteilung von Volumen, Intensität, Frequenz (ganz wichtig) und noch wichtiger, deren Ablauf (meine hier die Folge der einzelnen Entwicklungsziele) nicht anders gestaltet werden kann.

Kappa hat hierzu einiges veröffentlicht, was sich für mich und meinen persönlichen Trainingsalltag mehr als logisch anhört. Im ILB-Forum gab es dazu einen Thread ("...an die Kappajünger..." oder so ähnlich) zu dem ich mich leider nicht mehr, aus bekannten Gründen, äußern konnte.

Seit einiger Zeit befasse ich mich mit dem Thema der Adaptionsgeschwindigkeit.

Wenn ich micht recht entsinne, hattest du dich dazu recht kritisch geäußert. Falls sich dies (entnehme ich mal deinem Statement) geändert hat, bin ich sehr gespannt, was du dazu herausfindest.

Gerade diese unterschiedlichen, teilweise nur schwer erkennbaren Adaptionsgeschwindigkeiten, bieten es doch geradezu an, die klassische Periodisierung zu verändern, bzw. ganz auf den Haufen zu werfen.

Wenn ich davon ausgehe, daß es in den Kraftdimensionen unterschiedliche Adaptionsgeschwindigkeiten gibt (was zur logischen Folge hat, daß es KEINEN Sinn macht ununterbrochen sowohl immer ans Limit zu gehen und zweitens immer die gleiche Kraftdimension zu trainieren), dann bleibt die Frage, was mache ich in der Zeit, in der eine optimale Reizsetzung (bezogen auf z.B. auf die Länge eines bestimmten ILB-Zyklus, also in der Praxis: ich bin an der obersten Prozentskala meiner Einstufung angelangt) stattgefunden hat. Falls ich nicht nach ILB trainiere, was mache ich, wenn ich an einer Intensität bei einem beliebigen Volumentraining (z.B. Hypertrophiephase) angelangt bin, mein Limit erreicht habe, weitere Intensitätssteigerungen kontraproduktiv wären, die Adaptionsvorgänge jedoch noch nicht abgeschlossen sind?

Hier böte es sich an, genau in diesen Phasen, eine andere Kraftdimension zu entwickeln und zwar zeitlich so, daß das vorher erreichte nicht verloren ist, und weitergehend, in einer Abstimmung in bezug auf Volumen, Intensität und Frequenz, daß es nicht in die Adaptionsvorgänge des eigentlichen Ziels (z.B. Hypertrophie) hineinpfuscht. Ich also einen Schwerpunkt setze und in den "Nebenbereichen" nur einen Status quo halten möchte.

Hört sich alles ein wenig verquäst an und in der Praxis stellt sich das Problem, wie gestalte ich meinen Trainingsplan (denn hier stellt sich wirklich die Frage nach deinem oft erwähnten "Instinkt").

mfg

glutaeus, der hofft, zumindest einigermaßen zu verdeutlichen was er meinte.
 
@Gluteaus

Interessante Gedanken
Ich versuche einmal die Verschiedenen Punkte zu erläutern


Erst ein mal das Ziel:

1.)Powerliftung schliesse ich aus, es hat seine eigenen schon gut etablierten Trainingsformen.

2.)Muskelmasse pur ganz schnell ohne Rücksicht auf die Gesundheit, in dem Stiel WBB für den Osterurlaub auf den Kanarieninseln.

3.) Muskelmasse pur in einem relativ kurzen Zeitraum (2 Jahre) aber ohne chemische Hilfe.

4.) Funktionelle Muskelmasse mit einem Ziel von etwa Magermasse=Grösse-100 und 10%KFA. Zeitraum etwa 5-7 Jahre. Ein längerfristiges Programm das eigentlich ein ganzes Leben gemacht werden kann und auch für die älteren Semester geeignet (sprich die passiven Strukturen werden respektiert).


Über 2 werde ich mich nicht Äussern. Bei dem Ziel 3 ist eigentlich HIT oder Volumentraining angesagt, die Frage ist was machst du längerfristig.
4 ist mein Ziel und hier schlägt die Periodisierung an und ein Gelenkschonendes Training.


Die Periodisierung und die verschiedenen Kraftformen.

Grob gibt es Kraft, Ausdauer und explosive Kraft. Diese verschiedene Formen werden spezifisch trainiert. Aber bei Ausdauer im Gegensatz zu Kraft pur verändert sich der Muskel in dem Sinne das die Vaskularisation sich verbessert sowie die Anzahl von Mitochondrien sich erhöht. Beim Krafttraining ist es nur eine neurologische Adaptation. Genau aus diesem Grunde geht das Krafttraining schnell ist aber auch schnell wieder weg. Mit anderen Worten ohne dauerndes pures Krafttraing ist es unmöglich die Kraft aufrecht zu erhalten. Die einzige Möglichkeit Kraft für einen längeren Zeitraum ohne spezifisches Krafttraining zu halten heisst Hypertrophie.
Mit anderen Worten, in einer klassischen Periodisierung werden langfristige Verbesserungen gemacht und das passiert während der Ausdauer und Hypertrophiephase. Die gewonnene Muskelmasse und Ausdauer geht nicht in den 4 respektive 8 Wochen verloren in der man Ausdauer und Kraft+Hypertrophie trainiert. Die Kraft schwindet natürlich in der Ausdauerphase aber wie vorher gesagt kommt sehr schnell während der Kraftphase wieder. Nach diesen Überlegungen kann man sich fragen wofür überhaupt eine Kraftphase. Ich denke sie ist ein gute Vorbereitung auf die Hypertrophiephase und es bleibt wahrscheinlich langfristig trotzdem etwas hängen von dem neurologischen Lerneffekt.


Das Individuelle.

ILB ist Individuell in dem Sinne das Gewicht individualisiert wird gegenüber der Trainingsphase in der man sich befindet.
Es ist aber nicht individuell weil es nicht die individuellen Adaptationsgeschwindigkeiten respektiert. Dies geht aber nur über ein Feedback System (X-stream hat dies versucht im HIT Bereich). Genau über einen möglichen Feedbackmechanismus sollten wir in den nächsten Posts nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen JK
 
@ glataeus

Das war schon recht deutlich für mich und im Prinzip rennst Du mir zu großen Teilen offene Türen ein. Was den "schnellen" Masseaufbau anbelangt, so meinte ich damit, alle Trainingsparameter so aufeinander abzustimmen ,daß innerhalb eines definierten kurzfristigen Zeitabschnitt das bestmögliche Masseergebnis erzielt werden kann. (D.h in meinem Fall bis zum 15.3, da ich dann wieder nach Indonesien gehe)

Thema Adaptionsgeschwindigkeit. Theoretisch wäre es optimal, wenn man stets auf dem Hochpunkt der SK/anabolen Phase trainieren würde. Es gibt zwar allgemeine Angaben, wann dieser erreicht sein soll, aber durch Ausprobieren (mit dem TP) habe ich herausgefunden, daß dies individuell sehr verschieden ist.

In diesem Zusammenhang mußte ich auch feststellen, daß bei ILB, wenn auf einmal von Woche x zu Woche x+1 alle Intensitäten für jede TE plötzlich angehoben werden, alles durcheinander geriet. Eine derartige Vorgehensweise halte ich mittlerweile auch nicht mehr für sinnvoll.

Was Du mit kritischen Aüßerungen meinerseits zum Thema Adaptionsgeschwindigkeit meinst ist mir übrigens unklar. :confused:

Wie auch immer, zu den von Dir genannten Punkten könnte sich noch eine lange Diskussion ergeben. Ehrlich gesagt ist es schon unglaublich wie aufwändig es ist, scheinbar simpele Zusammenhänge zu untersuchen. Das Problem ist, daß sich strengenommen nach jedem Training gewisse Parameter verschieben und ich habe Monate daran gearbeitet um eine halbwegs vernünftige Basis auf die Beine zu stellen um daran etwas ableiten zu können.

Naja, jetzt sieht es fast nach einem Paradoxon aus, daß ILB Befürworter ILB verhackstücken. So ist es nicht gemeint, wer aber langfristig mit ILB Prinzipien arbeiten will, kommt bei spezieller Zielsetzung um Modifikationen nicht vorbei.

MfG, Hart
 
@ Joker. Ich hatte mich schon an einem Feedbackansatz versucht, was den HT Zyklus betrifft. Dabei habe ich zwei unterschiedliche Verfahren gewählt.

1.) Geringes Volumen / hohe Intensität , Ableitung der Trainingsintensität aus regelmäßigen maxk Tests. 2.) Hohes Volumen / geringere Intensität , Ableitung der Intensität aus regelmäßigen maxk Tests.

Ich fasse mal grob zusammen. Zu 1.) Ergebnis = höhere Anpassungsgeschwindigkeit als bei 2.) schnelle maxk Erhöhung, geringer Massezuwachs.

Zu 2.) deutlich langsamere Anpassungsgeschwindigkeit als bei 1.) ebenfalls schnelle maxk Erhöhung, höherer Massezuwachs.

Ergo = mittleres Volumen (3 Sätze) , höhere Intensität.

So trainiere ich schon seit einigen Wochen.

Nach einer gewissen Zeit ließen sich durch die Tests hochpräzise Prognosen stellen, d.h in welcher Trainingswoche sich wieviel Gewicht bei statischen 10 reps bewältigen lassen wird.

Um eine "subjektive Verfälschung" auszuschließen, wurden die testrelevanten Übungen an der Maschine ausgeführt und zwar so, daß es mir und meinem TP unmöglich war zu wissen, mit welchem Gewicht
man arbeitete, da das bewegte Gewicht nicht einzusehen war.

Das funktioniert bis jetzt ganz ausgezeichnet, aber allgemeine Aussagen kann man nur grob treffen. Ich hatte schon versucht einige andere Leute zu einem Test zu bewegen, aber das Interesse war gleich 0. Schade eigentlich, aber macht nichts, so werde ich weiter in meinem "Geheimlabor" mit meinem TP "forschen".

MfG, Hart
 
Ich bin der Meinung, dass JEDER langjährige Sportler, irgendwann anfängt sein Training flexibler und intuitiver zu gestalten.

Warum immer dem Kind einen Namen geben?

Früher oder später wird jeder gewisse zyklische Trainingsformen in seinem Training vereinen.


Ich mag diese Diskussionen über irgendwelche versch. Trainingsformen nicht.

Einer sagt das System X ist super ein ander hält es für "scheiße" und schwört auf System Y.

Solche Diskussionen bringen uns nicht weiter.


Ich stimme Hart zu, die klassische Periodisierung birgt Nachteile für einen "Normalo".


Ich denke auch so wie joker_ch, dass das wirklich lohnende Ziel die funktionelle Muskelkraft(-masse) zur Altersprävention ist.


Wobei ich mich ähnlich wie Hart auch nur den 2 Bereiche Max.-Kraft und Hypertrophie widme.

Das kann zyklisch geschehen oder auch kombiniert.


Für ein gesundes und vitales Älterwerden (+Kraft und solide Muskelmasse) ist ein übertriebener Kraftausdauerbereich nicht nötig, ja sogar teilweise kontraproduktiv.

Entscheidend ist es seine Kraft (im 12-6 Wdh.-Bereich) zu steigern, was wiederum ein Muskelwachstum nachsichzieht.

Und ich glaube wir sind uns alle einig, dass die jeweiligen Belastungsbereiche sehr groß und die Übergänge fließend sind.

Somit kommt es auch über 12 Wdh. (12-20 Wdh.) zu einer Muskelwachstumstimulierung, wobei in diesen Bereichen dann auch die Kraftausdauer entwickelt wird.

Genauso wird bei unter 4 Wdh. neben der max.-Kraft auch ein Muskelwachstum stimuliert.


Abschließend möchte ich sagen, dass jeder seinen Weg gehen und (ein selbstkritisches Prüfen seiner Trainingserfolge vorausgesetzt) früher oder später das o.g. Level erreichen wird.


Eisenfresser
 
@eisenfresser01

"Ich mag diese Diskussionen über irgendwelche versch. Trainingsformen nicht."

Eigentlich ist im Moment die Disskussion sachlich und es werden keine Glaubenskriege ausgefochten sondern Ideen ausgetauscht. Zum Beispiel die erläuterungen von Hart über Feedback.

Du hast ja ganz klar andere Ziele als ich du hast dich ja dem Powerlifting verschrieben und deswegen ist es klar das ein ausdauerbereich kontraproduktiv ist. Hingengen hast du aus deiner Ecke dieses 5x5 Trainings system gebracht das sehr interessante Aspekte hat auch für nicht Powerlifter.

Du schreibst: Für ein gesundes und vitales Älterwerden (+Kraft und solide Muskelmasse) ist ein übertriebener Kraftausdauerbereich nicht nötig, ja sogar teilweise kontraproduktiv.

Frage ist natürlich was ist übertrieben 1/3 der Trainingszeit wie in ILB? Ich bin nicht gabz deiner Meinung. Der Grund ist das wenn es natürlich fliesende Übergänge in den Trainingsformen gibt (Ausdauer,hyperttrophie und Kraft) die Resultate doch am Schluss ziemlich unterschiedlich sind.

Hier eine gut geführte Studie die dies beschreibt:
Muscular adaptations in response to three different resistance training regimens: specificity of repetition maximum training zines. Campos GE et al. Eur J Appl Physiol. 2002 Nov;88(1-2):50-60

3 gruppen:G1 3-5 Wiederholungen, G2 9-11 und G3 20-28. während 8 Wochen

Getestet wurde: MaxKraft, Maxausdauer(zeit) bei 60% der Maxkraft, VO2 max, muskelbiopsie.

Resultat:
Significante

Erhöhung der Maxkraft wie erwartet Gruppe 1 > G2 >3
Erhöhung der Maxausdauer und VO2 max nur Gruppe 3
Fiberhypertrophie (I, IIA und IIB) nur G 1 und G2

Das heisst der Ausdauerbereich grenzt sich schon stark von den beiden anderen ab und hat wirklich seine eigene Funktion

mfg JK.
 
@joker_ch

Ich bezog meine Kritik bezüglich einer unsinnigen Diskussion nicht auf Eure (Hart und deine), denn die ist sachlich und äußerst interessant.


Mit deinen Kritikpunkten hast du teilweise recht, aber man muß genau seine Ziele definieren und danach sein Training ausrichten.

Die Frage die sich stellt ist ja sowieso in wie weit die jeweiligen Belastungsbereiche trainiert werden, d.h. der Kraftausdauerbereich ist groß, man kann am unteren Ende dieses Bereiches trainieren oder am oberen Ende.

Ich habe auch schon mit 20-iger, 50-iger und 100-derter Sätzen trainiert und muß für mich sagen, dass 20-iger noch Sinn machen und obwohl eigentlich Kraftausdauerbereich, trotzdem auch gut Muskelmasse stimuliert wurde (bei mir).

Des weiteren findet in diesem Bereich (mit hohen Wdh.-Zahlen) auch bei einigen Grundübungen, eine Herz-Kreislauf-Belastung statt (Kniebeugen, Kreuzheben o.ä.), was auch einen Vorteil mit sich bringt.

Von Arbeitssätzen mit viel mehr als 20 Wdh. halte ich nichts, jedenfalls nicht, wenn funktionelle Muskelmasse das Ziel heißt.

Es gibt Sportarten, wo solche hohen Wdh.-Bereiche Teil des Training sein müssen, da so die Wettkampfziele optimal realisiert werden.

Du benennst die funktionelle Muskelmasse als dein primäres Ziel und da sind solchen hohen Wdh.Zahlen sicher nicht notwendig.


Aber ein Training muß auch Spaß machen und abwechslungsreich sein.

Deswegen gibt es auch keine feststehenden Regeln.


Ja, das 5x5 ist enorm interessant auch für nicht Powerlifter, wobei 5x5 nicht unbedingt zwingend 5 Sätze a 5 Wdh. beeinhaltet, man kann in jedem Satz-und Wdh.-Bereich die 5x5-Grundsätze anwenden.

So kann man z.B. statt 5x5, auch 3x10 oder 2x20 oder auch sämtl. Zwischenbereiche ausführen, womit auch das 5x5 in eine Periodisierung eingewoben werden kann.


Ich mische in meinem Training versch. Faktoren und trainiere eigentlich immer in mehreren Belastungsbereichen.


Ja, ich bin Bankdrücker, aber ich trainiere aus Leidenschaft, auf der einen Seite die Kraftleidenschaft, aber auch auf der anderen Seite die Muskelmassenleidenschaft.

Ich plane mein Training ausgewogen und strebe die von mir o. erwähnte Alterspräventivkomponente an.

Ich möchte auf naturalen Wege mein Kraftniveau und mein max. Muskelmassenmöglichkeiten ausschöpfen, aber ich bin kein von Ergeiz zerfressender Sportler, sondern ich trainiere auch ob der positiven Effekte, die ein Krafttraining bringt.

Klar habe ich vorrangig Kraft-Ziele und plane mein Training dem entsprechend, aber ich liebe auch den Muskelaufbau.


Eisenfresser
 
Naja Eisenfresser, es waren andere die den Kindern ihre Namen gegeben haben, nicht wir. Aber Du hast Recht, mit der Zeit beginnen sich die Dinge zu vermischen.

Joker hat sein Ziel unmißverständlich und nachvollziehbar deutlich gemacht. Wir teilen vielleicht nicht alle Punkte, aber darauf kommt es gar nicht an.

Trotzdem finde ich, eine gepflegte Diskussion über verschiedene Trainingsformen kann nicht schaden. Warum auch, dein 5x5 hat mich schließlich auch neugierig gemacht. Wenn Du dir nicht die Mühe gemacht hättest das System so ausführlich vorzustellen, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen mich damit, zumindest gedanklich, zu befassen.

"Diskussionen" über Trainingssysteme kann ich nur dann nicht ausstehen, wenn mit dummen Parolen um sich geworfen wird. Ich meine wer sich auf das Niveau begibt irgendein System als "scheiße" zu bezeichnen, hat doch im Grunde nur zum Ausdruck gebracht, wie es um ihn selbst steht.

Ich bin eigentlich immer brennend an den Erfahrungen anderer interessiert, wenn ich feststelle, daß die Betreffenden wirklich etwas zu sagen haben.

Und wenn sich ein thread wie dieser auf diesem Niveau hält, muß ich sagen, daß es sich um ein echtes highlight handelt, da dürfen die Ansichten ruhig auseinanderklaffen, ohne daß man die Befürchtung haben muß, daß sich die Sache einmal mehr in Richtung Mülleimer bewegt.

MfG, Hart
 
Ja, du hast hast recht.

Ich genieße den fachlichen Dialog zw. dir und joker_ch.

Es ist ein sachlicher, sehr interessanter Dialog, von Leuten die sich schon längere Zeit mit dieser Materie beschäftigen, das merkt man.

Macht weiter so und vielleicht kommt ja noch einiges Interesantes mehr dazu, so dass dieser Thread ein wirkliches Highlight wird, der einen Sticky verdient.


Eisenfresser
 
Um meinen Standpunkt noch mal auf einen Punkt zu bringen, ich trainiere wenn man so will auch nach "ILB", wobei mein jetztiges Trainingssystem die Summe eines langjährigen Erfahrungsprozesses ist.

Ich habe schon fast alles ausprobiert (von Volumen bis HIT) und alles brachte irgendwie Erfolg (und wenn es nur eine Erfahrung mehr war).

Alles was ich heute bin bzw. erreicht habe, ist auf diesen langen Erfahrungsweg zurück zuführen.

Ich bin dankbar für alle Sachgassen die ich ging.


"Das Hinfallen ist nicht das Problem, nur Austehen und Weitergehen muß man!!!"


Ich verwende heute periodische Elemente, versch. Belstungsbereiche (die ich teilweise parallel anwende) und trainiere auch viel flexibler und intuitiver als früher.

Mein heutiges Training befindetet sich qualitativ, in einer völlig anderen Galaxie als früher.

Ich trainiere sauberer und höre mehr auf meinen Körper und ich habe endlich gelernt (Gott sei dank), dass ein völliges Zerstören des Muskels nicht nötig, ja sogar kontraproduktiv ist, auf dem Weg zu mehr Kraft und Masse.

Intensitätstechniken habe ich komplett aus meinem Plan gestrichen.

Wenn überhaupt stoße ich gelegentlich an mein positives Muskelversagen, wobei ich dann den Satz beende (bzw. beenden lasse).


Aber Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und nicht jeder Körper reagiert gleich.

In diesem Sinne....


Eisenfresser
 
Eisenfresser

Von meiner Warte aus, kann man wirklich sagen, daß Du nach einer starken ILB Modifikation trainierst. Andere würden das nicht so sehen.

Ich habe mich ja schon seit einiger Zeit mit dem Thema ILB befasst. Und in gewisser Weise kann ich deine Abneigung gegen Diskussionen von sagen wir mal Styles verstehen, wenn ein Trainingssystem instrumentalisiert wird.

Ist ja auch damals mit ILB passiert. Eine handvoll Leute hier aus dem Forum haben sich zusammengeschlossen um diese Trainingsform zu studieren. Das war ja nichts schlimmes. Aber nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, daß ILB bestimmte Eigenheiten aufwies, die durchaus kritikwürdig waren.

Ich brachte das ein, die Reaktionen waren aber geradezu sektentypisch. Es ging wohl mehr darum, sich auf die "Doktrien" einer Person einzulassen als in der Sache weiterzuarbeiten.

Aber hüllen wir den Mantel des Schweigens über diese Peinlichkeiten.

Joker hat Recht, KA ist wirklich eine ganz andere Geschichte als die anderen Zyklen. Jeder, von dem ich Daten habe und der nach ILB trainierte, beklagte nach dem periodisieren über den KA Zyklus einen Masse/Kraftverlust. Natürlich läßt sich dieser kompensieren, aber für einen Ekto, der sich ein wenig Masse hart erarbeiten mußte, bedeutete das eine mittlere Katastrophe. Man kann es natürlich so abgeklärt sehen wie Joker, der seine ganz besondere Zielsetzung hat.

Aber andere und auch ich, mögen das überhaupt nicht. Wozu jedes Mal Kraft / Masse verlieren ? Sicher man holt es auf, aber es erzeugt, mal abgesehen von der Frage wieviel Zeit man wirklich verschwendet,
mentale Unzufriedenheit. Dieser Aspekt wird nur selten angeführt, aber ich sage, das ist der tödlichste von allen.

Zusätzlich gab es eine weitere Übereinstimmung, die ILB Trainierenden fielen fast alle bei einer ILB Intensität von 75% plusminus 3% in ein tiefes Loch. Hier rächte sich ohne Zweifel die starre, lineare Vorgehensweise bei der Intensitätserhöhung, denn die Adaptionsgeschwindigkeit verläuft nicht linear.

Wenn man, vorrausgesetzt man beginnt mit einem vernünftigen Intensitätsbereich, die Steigerung gering hält und nach dem "Eisenfressersystem" der Intensitätserhöhung arbeitet (siehe 5x5), kann man dem Erfolg kaum entkommen, was das Prinzip betrifft.

MfG, Hart
 
@Hart

Betreffend Ekto hab ich da eine Anektdote.

Freund, 18 geht zur Rekrutierung. 185cm 63 Kg (musste also festgebunden werden wenn es Wind gab). Katastrophaler Sporttest (180 Punkte), die CH wissen was das bedeutet.
Der Major: Wo möchten sie hin
Er: Keine Ahnung aber nicht zu schwierig.
Der Major. Ich habe das passende für sie, Minenwerfer bei den Grenadieren, der Minenwerfer ist zu schwer um getragen zu werden, sie werden zum Schiessplatz mit einem Pinzgauer gebracht und brauchen sich nicht anzustrengen. Ausserdem ist das ganze im Tessin, da ist im Sommer nur schönes Wetter.
Er: Zufrieden bedankt sich
Der Major: (Eine Vermutung) Muss einen Lachkrampf bekommen haben, kaum war mein Freund draussen.

Die Grenadiersschule fand im Tessin in Isone statt. Am ersten Tag fand mein Freund es schon ein bisschen merkwürdig dass alle anderen mindesten dreimal so breit waren und ausserdem so das aussehenn hatten von "Born to kill".
Für die nicht CH, Grenadierschulen sind für die Elite der Schweizerarmee und bekannt für ihre extreme Härte. Eigentlich kommen da nur Freiwillige mit einem hervoragenden Sporttest hin.
Wiegesagt da wurde sportliche Ertüchtigung grossgeschrieben. Farmers walk (mit dem Minewerferrohr oder Platte). Vor jedem Essen Liegestützen mit Rucksack usw.

Nach 4 Monaten hatte mein Freund 15 Kilo Muskeln zugenommen. Dies zum thema ekto.

mfg JK
 
also, ich hab mir hier mal alles durchgelesen und muss mir echt am kopf greifen. nach der ILB Methode zu trainiern ist wohl eines der effektivesten Methoden die es zurzeit gibt.

und die leute die hier was labern von wegen schlafen und was weiss ich dann haben die meinen augen noch nie nach der methode trainiert .. weil wenn ich als fortgeschrittener mit einer intensität von 70-90% in den 6 wochen trainiere dann weis ich nicht was da so leicht sein sollt ...

angenommen wir würden bankdrücken weil ja das von vielen die lieblingsübung ist wobei obere brust mehr bringen würd aber ja für die denker ..

LB Test 100% ..... 12 WH machenb wir bsp.: 100kg
dann wäre das in der ersten woche 70% ..... 12 WH 70kg
in der sechsten woche wären das dann 90% ..... 12 WH 90kg

in der ersten woche .. und dieses gewicht 2-3 sätze für einen der Maximal und mit Maximal mein ich das er sich ankackt wenn er die 12Wh 100kg drückt, reichen vollkommen aus.

fürs nächste beispiel .. 100kg 12x = 1200kg
70kg 12x = 840kg

wenn am boden 840kg sand liegen würden und man müsste die von A nach B befördern glaubt irgendwer, das das leicht ist? ne tonne sand herum zu schleppen und die brust erkennt nicht ob das jetzt 1200 oder 840 kg sind .. dh der muskel ist voll ausgereizt .. und man steigert das gewicht von 70-90% dh in der 6 woche würde man 90kg 2-3x drücken und für einen der max 100kg drückt wird das sicher nicht einfach .. aber er wird es ohne hilfe schaffen durch das "richtige training" alles andere würd ich eher als üben bezeichnen .. und für die spezialisten die noch immer zweifel haben sollten vl mal aus reinem interesse eine trainer B-Lizenz oder nen kurs Leistungsport-Body trainer machen .. dann wird man sehen was effektiv ist und was nicht.

ausserdem wenn man richtig trainiert mit den richtigen pausen glaub ich nicht das ne ilb methode zum einschlafen ist .. weil zb mach mal 25Wh also trainier im Kraftausdauer bereich und mach genau 90 sekunden pausen und das 2-3 sätze. bei 90% was du nehmen kannst :D würd das gern mal sehen .. viele haben nach so einem training nen muskelkater weil sie solche reize garnichtmehr gewohnt waren

das sind nur kleine beispiele um zu zeigen wovon die leute der ilb methode reden .. alles andere wie schlafen oder zu leicht oder was weis ich oder nicht zielführend find ich persönlich lächerlich .. und wenn man als anfänger in ein studio geht und sich nichtmal zb ne stunde bei nem trainer ausmacht ist man in meinen augen selber schuld wenn er nach 6 monaten kaputte schultern, knie oder sonstetwas hat. einfach reingehen gewichter schwingen und wieder gehen reicht leider nicht, ausser man will dann stunden beim rehatrainer buchen =)

und bei anfängern ist es so, das die ersten 6 monate die zuwächse fast gleich sind, egal was der macht. da gibts 3 verschieden methoden ..

die ich komm wann ich lust hab methode so einmal in der woche
die viel bringt viel methode ( viel zu schwer trainiern, was die meisten machen und dann probs mit der rotationsmanschette haben oder ein stechen im unterarm =) )
die methode in der man sich bessert ( ilb methode ) alle 6 wochen wird der muskel komplett neu beansprucht und der muskelreiz voll ausgeschöpft genug pausen sorgen für kein übertraining.

man kann sich aussuchen wie man trainiern will nur die leute die schon jahrelang das gleiche gewicht haben denen würd ich mal empfehlen so zu trainiern .. ja stoff bringts natürlich auch soviele ausweich möglichkeiten gibts ja nichtmehr.

also von meiner warte aus kann ich diese methode nur empfehlen, trainiere seit einem jahr mit dieser und war selber schon auf der bühne in der kategorie fitness

beginner 0-6 monate
geübert 6-12 monate
fortgeschrittener 12-36 monate
leistungssportler 36 >

man redet hier von Training ... und nicht von üben und wie ich damals meinen B-Lizenz bei der BSA Akademie gemacht habe hätte mich der Trainer als geübter eingestuft wobei ich schon länger als 3 jahre "trainiere" =) 170kg kreuzheben beim test hat ihm dann doch gezeigt das ich schon fortgeschritten bin.

jeder wie er meint nur ich finds ne klasse methode
 
Irgendwie tust du mir leid, weil du hast dir da echt mühe gegeben, hast alle beiträge gelesen und bist mit argumenten gekommen. Alles umsonst. Warscheinlich hast die Suche benutzt, stimmts? Ich wär auch schonmal fast drauf reingefallen.
 
Der Jammer an dem Ganzen ist, dass die Leute, die in diesem Thread diskutiert haben, längst nicht mehr online sind und somit die ganze Kompetenz verschwunden ist.
Hier gibt es hauptsächlich nur mehr gefährliches Halbwissen und gerade das wird hier sehr stark verbreitet...

Und selbst wenn dieser Thread schon ein paar Jahre alt ist, ist er deswgen trotzdem noch aktuell, aber nachdem sich keiner mehr mit richtigen Zielsetzungen in div. Zyklen beschäftigt usw., hat er seine Gültigkeit verloren.
 
Der Jammer an dem Ganzen ist, dass die Leute, die in diesem Thread diskutiert haben, längst nicht mehr online sind und somit die ganze Kompetenz verschwunden ist.

Jop. Das denk ich mir oft beim lesen hier leider auch immer wieder.
 
A

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Re: ilb methode
Hallo Fx88,

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