Da kann ich mich duefer nur anschließen. Ich würde die ganze Geschichte auch als eine Art Intensitätstechnik betrachten. Ich habe früher mal alte Zeitschriftenartikeln gesammelt und da ist auch ein ganz interessanter Artikel zu dem von dir angesprochenen Schnell-Langsam bzw. Hoch-Niedrig Prinzip dabei. Allerdings sind da die niedrigen Wdh. im Bereich von 5-6 und die höheren Wdh. im Bereich von 15-25 angesiedelt. Der Autor beschreibt darin vier Wege, um das Hoch & Niedrig Prinzip anzuwenden. Die Systematik, die du beschrieben hast, d.h. eine hohe Wiederholungszahl bei einer Übung mit einer niedrigen bei einer anderen Übung für denselben Körperteil abzuwechseln, ist sein zweiter Weg. Dazu schreibt er u.a.:
"Sie können entweder mit hohen oder mit niedrigen Wiederholungszahlen beginnen. Wenn Sie mit der hohen Wiederholungszahl anfangen, dann bereiten Sie so Ihren Körper auf das schwere, nachfolgende Training vor. Wenn Sie lieber mit den niedrigen Wiederholungszahlen beginnen möchten, dann wärmen Sie sich gut auf, bevor Sie den ersten schweren Satz ausführen. Sie sollten sich besser immer gut vor schwerem Training aufwärmen, auch wenn Sie vorher bereits einige Sätze mit hohen Wiederholungszahlen für denselben Körperteil ausgeführt haben. Auf Seite 96 finden Sie einige Kombinationen für diese Art des Trainings. Denken Sie immer daran, daß es sich nur um Beispiele handelt, nicht um Vorschriften. Finden Sie durch Experimentieren heraus, welche Hoch & Niedrig Kombination für Sie am besten ist. Sie werden wahrscheinlich die besten Resultate erzielen, wenn Sie ab und an die hohen Wiederholungszahlen gegen niedrigere Wiederholungszahlen austauschen und andersherum (tauschen Sie auch die Übungen aus). Sie sollten dieses Hoch & Niedrig Training nur für kurze Zeit anwenden, um Ihre Muskeln zu überraschen und so zu neuem Wachstum anzuregen."
Außerdem schreibt er Folgendes:
"Das Training mit hoher und niedriger Wiederholungszahl ist eine brutale Angelegenheit, das bedeutet, Sie werden große Muskelschmerzen haben, da sich in den Muskeln viel Milchsäure aufbaut."
Mein Zwischenfazit:
So eine Systematik kann man zur Abwechslung für eine kurze Zeit schon mal ausprobieren, wenn man den Muskeln immer genug Ruhepausen einräumt.
Abschließend hier noch ein Auszug aus seinem Fazit, was sich aber natürlich auf alle 4 Wege bezieht:
"Die Abwechslung der Gewichte, Übungen und Wiederholungszahlen und das Fehlen eines gleichbleibenden Rhythmus setzt den Körper wie bei einer Serie von Jabs und Hacken unter Streß. Hohe Wiederholungszahlen. Niedrige Wiederholungszahlen. Hohe Wiederholungszahlen. Niedrige Wiederholungszahlen. Die Muskeln (schnell und langsam kontrahierende Fasern) können sich einfach nicht daran gewöhnen, also werden sie gezwungen, stärker zu werden, um die Belastung zu kompensieren.
Irgendwann, wie bei allen Systemen, wird das Hoch & Niedrig Prinzip aber Routine werden und Ihr Körper wird sich ihm anpassen. Dann sollten sie für einen Monat oder so zu ihrem normalen Programm zurückkehren oder andere Übungen oder Sequenzen in ihr Hoch & Niedrig Programm einbauen (...)"