Ich habe darüber schonmal mit "Fux" geschrieben... Es gibt sehr seriöse Untersuchungen darüber, inwiefern Vollkorn-Getreide in seiner ursprünglichen Form wirklich gut oder schlecht ist. Ich möchte es nicht ausufern lassen, aber es gibt ein paar Kriterien, die unsere Vorfahren seit 1000en von Jahren beherzigen. Meist wird wurde volles Getreide a) frisch gemahlen [da sonst viele u.a. Vitamine des Korns oxidieren - es fehlt der natürliche Schutz des Korns] und b) fermentiert (entweder eine gewisse Zeit eingelegt, oder direkt mit einer fermentierten Masse, z.B. Sauerteig; so ging das Brot nicht nur auf, sondern pflanzeneigene Giftstoffe, die das Korn / Mehl schwer verdaulich machten, wurden so neutralisiert) verarbeitet.
Kartoffeln und Süßkartoffeln sind da als komplexe Kohlenhydrate eher zu empfehlen, oder sind unkomplizierter zu bewerten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir (ich backe mein Brot selbst und mahle das Korn frisch mit einer eigenen Mühle) nur echtes, selbstgemachtes Sauerteig-Brot ohne Vorbehalt bekommt. Haferflocken "steel-cut" vertrage ich auch nicht, Hafer frisch gerollt oder geschrotet und zu Porridge verarbeitet schon. Wie gesagt, es gibt dazu umfangreiche Untersuchungen, da ich aber selber ein Skeptiker bin werfe ich einen Blick auf meine Vorfahren und darauf, wie sich mein Körper gegenüber vielen Nahrungsmitteln verhält.
Ich möchte nur sagen, dass es nicht ganz so einfach ist, in Auszugsmehl = schlecht; Vollkornmehl = gut zu unterscheiden. Da gibt es sehr wohl gewaltige Unterschiede. Viele Urvölker, die Händler, Jäger o.Ä. entsandten, transportierten auf diesen Reisen beispielsweise kein Mehl, sondern ganze Körner mit einer einfachen Handmühle, obwohl ersteres wohl deutlich einfacher gewesen ist. Man sollte das Wissen unserer Vorfahren nicht unterschätzen, bzw. die Gleichgültigkeit uns Menschen gegenüber von Seiten der Industrie. Solchen Müll (sorry, anders kann ich es nicht bezeichnen) wie im ersten Post als "Brot" zu verkaufen ... Naja.
Nochmal - ich will euch nicht meinen Lebensstil aufzwingen oder behaupten, dass das der einzig wahre Weg ist, ich möchte nur ein paar Anregungen einwerfen.