Fitnesstrainer-Ausbildung

speedmaus1

New member
Bei uns im Studio ist ein kaufmännnischer Geschäftsührer, der ein Händchen dafür hat, Kohle zu machen. Er bildet Instruktoren aus. Aerobic, Tae Boe, Step, Spinning, Fitness... Er mach das sehr gut und findet immer "Opfer". Meiner Meinung nach ist doch der Titel nicht geschützt, oder? Sprich: er hat ne tolle Infmappe, schöne neue Kursräume und nimmt diese Prüfungen auch selbst ab. Kostenpunkt: 2000,-- Euro. Ich denke, mit diesem von ihm ausgestellten Diplom kann man gar nichts, absolut gar nichts anfangen. Ist das nicht Betrug? Auf was sollte ich achten, welche Ausbildung sollte ein Fitnesstrainer vorweisen können?
Danke für Antwort
Speedmaus1
 
Klingt fast so!
Hi Speedmaus, soviel ich weiss sind Spinning und Tae Bo geschützte Marken und da kann nicht irgend ein dahergelaufener zum Instructor ausbilden. Eine einwöchige Ausbildung Tae Bo kostet ca. 1000 Euro. Beim Spinning wirds denke ich genau so sein. Eventuell hat der Geschäftsführer aber auch die Möglichkeit auszubilden. Wenn dann die Kunden diesen Preis zahlen, dann solls so sein! Aber in diesem Fall ist auch das Diplom wert!

viele Grüße,

Braveone

http://www.clean-protect.de/Bild3.jpg
 
Hallo Speedmaus,

wenn dieser Geschäftsführer tatsächlich Ausbildungen für 2000 EUR an den Mann bringt, dann ist er ein sehr guter Geschäftsmann. Grundsätzlich darf jeder anbieten, sein Wissen gegen Geld zu vermitteln. Mit der Anerkennung ist das so eine Sache:
Diplom ist eigentlich ein wissenschaftlicher Titel und weist einen Hochschulabsolventen aus. So hab ich für den Dipl. auf meiner Visitenkarte 13 Jahre Schul- und fünf Jahre Unibank drücken müssen. Da dieser Begriff offensichtlich sehr positiv behaftet ist, scheinen sich einige Ausbildungsinstitute genötigt zu fühlen, ihre Übungsleiterscheine als "Trainerdiplome" zu bezeichnen. Ein solches Trainerdiplom ist natürlich nicht staatlich anerkannt. Es ist eine Frage des Ermessens, ob dein Arbeitgeber deine Trainerausbildung für ausreichend hält. Wenn du Übungsleiterscheine von bekannten Schulen nachweist, wie etwa IFAA, SAFS, SAFS & BETA, BSA, IST oder wie sie auch immer heißen, dann ist es in der Regel kein Problem, dass du als hinreichend qualifiziert anerkannt wirst.

Wenn ich Studiobesitzer wäre, dann würde ich zunächst skeptisch reagieren, wenn ein Bewerber mit einem unbekannten Qualifikationsnachweis aus eigenem Hause aufläuft.

Nochmal was anderes ist es bei Ausbildungsgängen wie zum Beispiel Sport- und Fitnesskaufmann. Diese sind von der IHK und der erfolgreiche Abschluss wird überall anerkannt. Eine solche Ausbildung dauert aber auch entsprechend lang und ist ein Fulltime-Job. Ebenso wird der Fitnessfachwirt der BSA von der IHK abgenommen.

So viel zur heutigen Berufsberatung,
Euer Thomas

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