Hallo Speedmaus,
wenn dieser Geschäftsführer tatsächlich Ausbildungen für 2000 EUR an den Mann bringt, dann ist er ein sehr guter Geschäftsmann. Grundsätzlich darf jeder anbieten, sein Wissen gegen Geld zu vermitteln. Mit der Anerkennung ist das so eine Sache:
Diplom ist eigentlich ein wissenschaftlicher Titel und weist einen Hochschulabsolventen aus. So hab ich für den Dipl. auf meiner Visitenkarte 13 Jahre Schul- und fünf Jahre Unibank drücken müssen. Da dieser Begriff offensichtlich sehr positiv behaftet ist, scheinen sich einige Ausbildungsinstitute genötigt zu fühlen, ihre Übungsleiterscheine als "Trainerdiplome" zu bezeichnen. Ein solches Trainerdiplom ist natürlich nicht staatlich anerkannt. Es ist eine Frage des Ermessens, ob dein Arbeitgeber deine Trainerausbildung für ausreichend hält. Wenn du Übungsleiterscheine von bekannten Schulen nachweist, wie etwa IFAA, SAFS, SAFS & BETA, BSA, IST oder wie sie auch immer heißen, dann ist es in der Regel kein Problem, dass du als hinreichend qualifiziert anerkannt wirst.
Wenn ich Studiobesitzer wäre, dann würde ich zunächst skeptisch reagieren, wenn ein Bewerber mit einem unbekannten Qualifikationsnachweis aus eigenem Hause aufläuft.
Nochmal was anderes ist es bei Ausbildungsgängen wie zum Beispiel Sport- und Fitnesskaufmann. Diese sind von der IHK und der erfolgreiche Abschluss wird überall anerkannt. Eine solche Ausbildung dauert aber auch entsprechend lang und ist ein Fulltime-Job. Ebenso wird der Fitnessfachwirt der BSA von der IHK abgenommen.
So viel zur heutigen Berufsberatung,
Euer Thomas
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