Eiweiße und Herzinfarkt :)

Hallo,
ja erstmal nen ganz großes Lob an die Ersteller dieser Seite! Sie ist echt geil! Alles super erklärt usw. ein paar mehr Fotos fehlen und das Bauchmuskeltraining sollte etwas besser erklärt werden ;)

Ich habe gehört, das man durch Proteiinüberschuss Herzinfarkt gefägrdet ist...
Wie ist das nun mit dem Eiweß pulver etc?

Greetz Hurri
 
In welchem Zusammenhang hast Du das gehört? Geht´s um Nahrungsproteine, oder bestimmte Transportproteine im Blut? Lipoproteine?

jeckyll
 
@Jeckyll: Ich denke es geht um erhöhte Gefahr arteriosklerotischer Erkrankungen bei eiweissreicher Ernährung.

Gruss Skyguide
 
Große Eiweißmengen per se belasten durch entsprechende Stoffwechselprodukte die Niere, da diese über die Niere ausgeschieden werden. Eiweißreiche Ernährung birgt das Problem, daß damit auch Cholesterin, gesättigte Fettsäuren, Purine aufgenommen werden. Die ersten beiden werden mit der Entstehung von Gefäßverkalkung -> Arteriosklerose in Zusammenhang gebracht, Purine mit einer Erhöhung des Harnsäurespiegels und Gicht.
Proteinpulver sind i. d. R. cholesterin- u. purinfrei.

jeckyll
 
so isses, hab extra auch noch mal nach Studien gesucht, die einen zusammenhang zwischen Proteinaufnahme/sppl. und Arteriosklerose stellen, da war aber nix.
 
@ Defi unseren angehenden Herzdoctor ,
hatte bereits in einem anderen Beitrag auf die Aminosäure Homocystein hingewiesen. Homocystein wird bei Aufnahme von tierischem Eiweiß gebildet. M.E. ergibt sich daher doch ein erhöhtes Arterioskleroserisiko.
Tippe mal unter google.de den Begriff Homocystein ein und du bekommst genug Seiten angezeigt die auf das Risiko diesbezüglich hinweisen. Sind Eiweiß-Shakes davon ausggenommen, nur weil sie purin- und cholesterinfrei sind; ich kanns nicht glauben? Ich hatte seinerzeit folgenden Link im Zusammenhang mit Übertraining eingebracht.
http://www.golonglife.de/2002_01/brainfood.htm
Also Defi lade dich mal auf 300 und sag was?
 
In einigen Studien (am bekanntesten die nurses health study) wurde eine Korrelation zw. Schlaganfallpatienten/Patienten mit koronarer Herzkrankheit und derer Homozysteinspiegeln, die in vielen Fällen (40-50%) erhöht warengefunden. In der der Gesamtbevölkerung treten erhöhte Werte in weniher als 1% auf.
Homocystein ist ein Zwischenprodukt im Methioninstoffwechsel und wird normalerweise zu Cystein umgewandelt, das ausgeschieden wird. Einflußfaktoren auf die Höhe des Homocysteinspiegels sind höheres Lebnsalter, männliches Geschlecht, niedrige Vit. B Zufuhr, eingeschränkte Nierenfunktion und Enzymdefekte im Homocysteinstoffwechsel.
Recht häufig sind Unterversorgungen mit Folsäure, womit auch die Empfehlung einer Folsäure-Supplementierung erklärt wird. Nachgewiesen ist eine Reduktion des Homocysteinspiegels bei Folsäuregabe. Zusätzlich sollte B12 ergänzt werden.
Der normale Blutspiegel liegt übrigens bei 10µmol/l (nüchtern), eine Erhöhung auf 15µmol/l erhöht das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung um den Faktor 1,4.
Proteinpulver haben im Prinzip keinen wesentlichen Einfluß darauf, sofern kein Enzymdefekt vorliegt (Homocystinurie). Hier ist eine Methionin-arme Kost notwendig.

jeckyll
 
Im wesentliche hat jekyll alles dazu gesagt. Die erhöhte Plasmakonzentration von Homzystein is erst in jüngster Zeit als unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung von Atherosclerose beschrieben worden, wobei die Ergebnisse der Studien allerdings sehr unheitlich sind. Es scheint sich dabei herauszukristallisieren, das eine Hyperhomocyteinämie durch genetische sowie alimentäre Mängel bedingt ist und insbesondere in Abwesenheit von anderen Riskikofaktoren für die Entwicklung von arteriosklerotischen Ereignissen verantwortlich sein könnte. Bei den nicht genetischen Faktoren wird meist eine mangelnde Aufnahme von Vit b12 und Folsäure als Grund und damit auch eine Supplemetierung derselben als Therapie angegeben.


Wenn Du noch mehr dazu wissen willst, comeback, kann ich Dir bei Bedarf ein paar Studienabstracts (allerdings auf englisch) schicken.

L-Methionin ist übrigens eine essentielle Aminosäure, die der Körper nich selbst herstellen kann und damit von außen zugeführt werden muß. Ich denke, in der normalen/gesunden Bevölkerung ist bie ausreichender Vitaminzufuhr eine Erhöhung des Proteinanteils in der Nahrung deshalb kein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von Atherosklerose.
 
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