dünne haare

Stenz

New member
war ne lange zeit krank (6 monate davon 7 wochen im krankehaus) hatte vorher schon ziemlich dünne haare. aber jetz nach meiner krankheitsgeschichte und zahlreichen medikamenten (unter anderem auch kortison) sind meine haare noch dünner geworden (vor allem an der seite) gibts da irgendwas was man dagegen tun kann (hormonmäßig)?
 
A

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Re: dünne haare
Kommt drauf an welche Form des Haarausfalles das ist.
Die androgenetische Alopezie kann man inzwischen relativ gut mit einem Reduktasehemmer namens Finasterid, vertrieben unter dem Namen FinaHair, Propeica und andere verzögern/therapieren.

Wenn das nicht genetisch bedingt ist, gilßt es erstmal die Ursache abzuklären.
Alopezia Areata ist warhscheinlichn schon nach deiner Beschreibung auszuschliessen, deshalb widme dich bei nem Check was "faul" sein könnte zuerst den Eisen, Zink und Schilddrüsenwerten (Folsäure / Vitamin B12). Das natürlich zu ermitteln via Blutbild beim Hautarzt, alle o.g. Werte sind soweit ich weis Kassenleistungen.
Die oben eingeklammerten Werte + Eisen und Zink (nicht jedoch Schilddrüsenhormone) können, genauso wie Medikamente den Diffusen Haarausfall auslösen. Die einfachste Selbstdiagnose ist das Erkennen der sich in der "Telogenen" Phase befindlichen Haare, dh. in der Abstoßungsphase in der sie am Ursprung feiner werden.
 
naja,testosteronblocker würden es wohl tun,aber ob du das willst?und außerdem denke ich nicht dass du so schnell einen arzt findest der dir hormone nur gegen den haarausfall verschreibt. wenn es vom cortison kommt gibt es vielleicht etwas was so dagegen hilft,darauf würde ich setzen,aber der übliche haarausfall ist halt leider erblich vorherbestimmt.
lg
 
naja,testosteronblocker würden es wohl tun,aber ob du das willst?und außerdem denke ich nicht dass du so schnell einen arzt findest der dir hormone nur gegen den haarausfall verschreibt. wenn es vom cortison kommt gibt es vielleicht etwas was so dagegen hilft,darauf würde ich setzen,aber der übliche haarausfall ist halt leider erblich vorherbestimmt.
lg

1 Testosteron ist am Haarausfall indirekt beteiligt. Es stellt das Prohormon für die durch das Enzym 5-α-Reduktase ausgelöste Reduktion zum Produkt Dihydrotestosteron, welches Biologisch viel wirksamer ist und sich zB auf die Prostata auswirkt. Ab vollendeter Pubertät ist dieses Hormon eigentlich überflüssig und steht sogar in Verdacht, Prostatakrebs hervorzurufen, was den eigentlichen Anstoß für die Entwicklung von Medikamentenfähigen Reduktasehemmern gab, die man allerdings in der 5-Fachen Dosis (als bei Haarausfallbehandlung) nimmt. Ca 1 % des 10% des Testosteronspiegel entsprechenden Hormones zirkuliert frei, der rest ist an Sexualhormon-bindendes Globulin gebunden und somit für Haarausfall uninteressant. Die eigentliche Krankheit ist eine DHT-Intoleranz der Haarfolikel. Normwerte bei Männern sind 0,4-1,3 µg/l, unter dem Einfluss von zB Dutasterid oder Finasterid ca 0,1-0,2 µg/l. Es wird also, wenn überhaupt, nur ein Enzym benötigt. Die Dosierung liegt übrigens bei 1 mg, eingenommen 1 - 0 - 0 peroral, unabhängig von Mahlzeiten.

2. Cortison ist das Prohormon zu Cortisol. Cortison hat keinerlei Wirkung auf den Organismus. Peroral wird es in der Nebennierenringe (es ist ein Steroidhormon) durch ein/e Steroid-Hydrogenase zu Cortisol verwandelt. Nur als Exkurs.
Beteiligte Hormone können Cortisol, adrenalin und das demethylierte Noradrenalin sein. Cortisol wirkt katabol und osteoporös, ausserdem wird die Bindegewebsstruktur der Haut und somit auch entfernter die Haare angegriffen. Das muss aber schon krankhaft sein - als kurzfristige Therapie kann man sich selbst ASS verschreiben. Bewiesenermaßen hat Acetylsalicylsäure einen signifikanten Einfluss auf die Senkung des Stresshormons Cortisol.


SO. Das war das letzte mal wo ich das hier geschrieben hab.
 
1 Testosteron ist am Haarausfall indirekt beteiligt
war mir bewusst,aber der rest ist interessant zu wissen. hast du dich mit dem thema schon mal beschäftigt, oder stammt das alles aus deiner allgemeinbildung?
wenn das echt so funktioniert,warum nimmt dann nicht jeder erwachsene mann eines dieser mittel,bzw was gibt es denn für nebenwirkungen?
lg
 
war mir bewusst,aber der rest ist interessant zu wissen. hast du dich mit dem thema schon mal beschäftigt, oder stammt das alles aus deiner allgemeinbildung?
wenn das echt so funktioniert,warum nimmt dann nicht jeder erwachsene mann eines dieser mittel,bzw was gibt es denn für nebenwirkungen?
lg

Nein, das ist nicht alles Allgemeinbildung.
Ich hab mri das mal angelesen, aus verschiedenen Gründen.

Das nimmt wahrscheinlich nicht jeder, weil sich viele nicht drum kümmern bzw damit klar kommen. Ausserdem herrscht über die Therapiemethoden sehr viel Unklarheit. Viel Geld wird mit Koffeinshampoos gemacht, die sehr wenig bringen dürften. Das is wie wenn man Benzin übers Auto kippt und dann fahrn will.

Nebenwirkungen sind genauso breit gefächert. Von Gynäkomastie über erektile Dysfunktion bis Prostataatrophie. Vllt schreckt das auch viele ab, was ich aber nicht verstehn kann.
Dazu kommt der vergleichsweise hohe Preis der überwiegend verschreibungspflichtigen Medikamente. Ich meine die kosten um 1 € pro Tablette(1mg)
 
1 Testosteron ist am Haarausfall indirekt beteiligt. Es stellt das Prohormon für die durch das Enzym 5-α-Reduktase ausgelöste Reduktion zum Produkt Dihydrotestosteron, welches Biologisch viel wirksamer ist und sich zB auf die Prostata auswirkt. Ab vollendeter Pubertät ist dieses Hormon eigentlich überflüssig und steht sogar in Verdacht, Prostatakrebs hervorzurufen, was den eigentlichen Anstoß für die Entwicklung von Medikamentenfähigen Reduktasehemmern gab, die man allerdings in der 5-Fachen Dosis (als bei Haarausfallbehandlung) nimmt. Ca 1 % des 10% des Testosteronspiegel entsprechenden Hormones zirkuliert frei, der rest ist an Sexualhormon-bindendes Globulin gebunden und somit für Haarausfall uninteressant. Die eigentliche Krankheit ist eine DHT-Intoleranz der Haarfolikel. Normwerte bei Männern sind 0,4-1,3 µg/l, unter dem Einfluss von zB Dutasterid oder Finasterid ca 0,1-0,2 µg/l. Es wird also, wenn überhaupt, nur ein Enzym benötigt. Die Dosierung liegt übrigens bei 1 mg, eingenommen 1 - 0 - 0 peroral, unabhängig von Mahlzeiten.

2. Cortison ist das Prohormon zu Cortisol. Cortison hat keinerlei Wirkung auf den Organismus. Peroral wird es in der Nebennierenringe (es ist ein Steroidhormon) durch ein/e Steroid-Hydrogenase zu Cortisol verwandelt. Nur als Exkurs.
Beteiligte Hormone können Cortisol, adrenalin und das demethylierte Noradrenalin sein. Cortisol wirkt katabol und osteoporös, ausserdem wird die Bindegewebsstruktur der Haut und somit auch entfernter die Haare angegriffen. Das muss aber schon krankhaft sein - als kurzfristige Therapie kann man sich selbst ASS verschreiben. Bewiesenermaßen hat Acetylsalicylsäure einen signifikanten Einfluss auf die Senkung des Stresshormons Cortisol.


SO. Das war das letzte mal wo ich das hier geschrieben hab.
Sry, aber WARUM in gottes namen soll dht nach beendigung der pubertät eigentlich unwichtig sein? :eek:
 
A

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Re: dünne haare
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