1 Testosteron ist am Haarausfall indirekt beteiligt. Es stellt das Prohormon für die durch das Enzym 5-α-Reduktase ausgelöste Reduktion zum Produkt Dihydrotestosteron, welches Biologisch viel wirksamer ist und sich zB auf die Prostata auswirkt. Ab vollendeter Pubertät ist dieses Hormon eigentlich überflüssig und steht sogar in Verdacht, Prostatakrebs hervorzurufen, was den eigentlichen Anstoß für die Entwicklung von Medikamentenfähigen Reduktasehemmern gab, die man allerdings in der 5-Fachen Dosis (als bei Haarausfallbehandlung) nimmt. Ca 1 % des 10% des Testosteronspiegel entsprechenden Hormones zirkuliert frei, der rest ist an Sexualhormon-bindendes Globulin gebunden und somit für Haarausfall uninteressant. Die eigentliche Krankheit ist eine DHT-Intoleranz der Haarfolikel. Normwerte bei Männern sind 0,4-1,3 µg/l, unter dem Einfluss von zB Dutasterid oder Finasterid ca 0,1-0,2 µg/l. Es wird also, wenn überhaupt, nur ein Enzym benötigt. Die Dosierung liegt übrigens bei 1 mg, eingenommen 1 - 0 - 0 peroral, unabhängig von Mahlzeiten.
2. Cortison ist das Prohormon zu Cortisol. Cortison hat keinerlei Wirkung auf den Organismus. Peroral wird es in der Nebennierenringe (es ist ein Steroidhormon) durch ein/e Steroid-Hydrogenase zu Cortisol verwandelt. Nur als Exkurs.
Beteiligte Hormone können Cortisol, adrenalin und das demethylierte Noradrenalin sein. Cortisol wirkt katabol und osteoporös, ausserdem wird die Bindegewebsstruktur der Haut und somit auch entfernter die Haare angegriffen. Das muss aber schon krankhaft sein - als kurzfristige Therapie kann man sich selbst ASS verschreiben. Bewiesenermaßen hat Acetylsalicylsäure einen signifikanten Einfluss auf die Senkung des Stresshormons Cortisol.
SO. Das war das letzte mal wo ich das hier geschrieben hab.