Diabetis-Gefahr durch ständiges essen??

Nackenkeule

New member
Momentan nehme ich etwa 7-8 Mahlzeiten am Tag zu mir, so alle 2 Stunden.
Dadurch steigt der Blutzucker ja immer wieder in die hohe, kann es da nicht leicht passieren das die Bauchspeicheldrüse überfordert ist?
Wie gefährdet sind Bodybuilder (6 Mahlzeiten am Tag) im Vergleich zum "Durchschnittsmenschen" (3 Mahlzeiten am Tag) um an Diabetis zu erkranken.
Dazu mal ein paar Fragen:
1.Wieviel Gramm Einfachzucker werden benötigt um den Blutzucker richtig steigen zu lassen?
2.Ich misch mir immer etwa 30g Kakaopulver in die Haferflocken, beeinflusst das den Blutzucker?
3.Wie sieht es mit Milchzucker aus (Disaccharid)?
Ich hatte heute eine Stunde nach nen Weightgainer (120g KH alle Zuckerarten) einen Blutzucker von 103.
Bedeutet das, dass die Diabetis-Gefahr nur gegeben ist, wenn ich bei einem hohen Blutzucker weitere Einfachzucker zuführe?? Ich also praktisch mit einem Wert von 103 gleich weiterfuttern kann?

Sind ein paar sehr spezielle Fragen drin, denke aber das der Thread trotzdem sehr interessant wird :)
 
Einen Diabetes II bekommt man durch einen zu hohen Körperfettanteil bzw. Übergewicht.

Einen Diabetes I kann man nicht verhindern, weil da Erbgut und Veranlagung die wichtigste Rolle spielen.

Die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme, der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung und auch nicht der dauernd beschworene GI haben keinen Einfluss auf die Entwicklung eines Diabetes.

Nach einer KH-reichen Mahlzeit hat man nun einmal mehr Zucker im Blut. Ist doch ganz normal. Warum isst Du denn so häufig? Lass Deinem Magen doch einmal Zeit.

Gruß
 
Sorry Widar, aber das ist völlig falsch !

Die Bauchspeicheldrüse hat nur eine gewisse "Menge" die an Insulin im Leben freigesetzt werden kann. Bei einem mehr, beim anderen weniger. Mit den Jahren "erlahmt" die Bauchspeicheldrüse und kann kein Insulin mehr freigeben. Dann bekommt man eben die "Altersdiabetes"

Zitate aus dem web:
Der Typ-2-Diabetes ist mit über 90% typischerweise eine Erkrankung des mittleren Erwachsenenalters (auch als Altersdiabetes bezeichnet). Beim Typ-2-Diabetes kommt es durch die langsame Erschöpfung der Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse zu einem Insulinmangel. Insulin hat die Aufgabe, die Zellen in Muskulatur, Leber und Fettgewebe (= Zielorgane) gewissermaßen aufzuschließen, um den Eintritt des Blutzuckers zu ermöglichen. In der Zelle wird der Zucker zur Energiegewinnung oder -speicherung weiterverarbeitet. Der Insulinmangel führt zeitweise oder dauerhaft zu erhöhten Glukosewerten (Hyperglykämie) im Blut. Der hohe Zuckergehalt schädigt die kleinen und großen Blutgefäße (Mikro- und Makroangiopathie).

Die Stoffwechselerkrankung tritt häufig bei übergewichtigen Menschen mit Bewegungsmangel auf. Vorstufe der eigentlichen Zuckerkrankheit ist eine langandauernde Phase, in der das Hormon Insulin an seinen Wirkorten Muskulatur, Leber und Fettgewebe seine Wirkung verliert (Insulinresistenz, Metabolisches Syndrom). In dieser Phase kann sogar ein Insulinüberschuss (Hyperinsulinismus) bestehen. Später erschöpft sich die Insulin-Bildungsfähigkeit und der Diabetes tritt auf.

" .... Zu Beginn des Prozesses der Insulinresistenz kann der Körper den Mehrbedarf noch durch eine Mehrproduktion von Insulin ausgleichen und so den Blutzuckerspiegel im Normbereich halten. Nach einiger Zeit erschöpft sich jedoch die Insulinproduktion. Es entsteht zunächst ein überhöhter und verlängerter Blutzuckeranstieg nach Zuckeraufnahme (gestörte Glukosetoleranz) und schließlich ein manifester Typ-2-Diabetes. ..... "



Sicherlich wird von den Ärzten immer angepriesen, Ursachen wären Bewegungsmangel und Übergewicht. Viele Ärzte springen aber auch schon auf den Zug, dass die Diabetes damit ÜBERHAUPT NIX zu tun hat.
Mehr und mehr richten sich die Ärzte danach, dass die Ernährung über Jahrzehnte ursache einer möglichen Diabetes ist.
Vor allem wir übermäßiger Zucker- und Kohlenhydratkonsum dafür mehr und mehr verantwortlich gemacht, dass die Bauchspeicheldrüse irgendwann "schlapp" macht.
Geh mal googeln ... da findest du jede Menge interessanter Seiten dazu.

Gruß
 
Hast Recht RuhrSchleuse,ich hab auch einen Bericht über den Typ 2 Diabetes gelesen bzw. eine Studie,die ergab ,dass auch völlig gesunde Menschen ohne jegliches Übergewicht(sportlich Aktiv) an Diabetes erkranken.
Hat nicht unbedingt immer was mit Übergewicht zu tun,wird ja irgendwann noch zur Volkskrankheit... :eek:

Mfg Del Piero
 
Wobei man ja auch eingestehen muss, dass Übergewichtige IMMER zu viel Zucker+KH zu sich genommen haben über die Jahre ....
Von Fett wird man nicht Fett .... aber das hatten wir alles schon ....
 
Deutschland droht eine Diabetes-Epidemie

München (AP) In Deutschland droht eine Diabetes-Epidemie: Schon heute sind mehr als sechs Millionen Menschen in der Bundesrepublik am so genannten Altersdiabetes vom Typ II erkrankt, wie die Europäische Diabetesgesellschaft (EASD) am Donnerstag vor ihrer Jahrestagung in München berichtete. Bis zum 2010 seien zehn Millionen Patienten zu erwarten. Der jüngste Typ-II-Diabetiker sei ein fünfjähriger, übergewichtiger Junge in Leipzig, sagte EASD-Vizepräsident Eberhard Standl.

Angesichts immer mehr Übergewichtiger, Diabetiker und Herz-Kreislauf-Kranker sprach der Münchner Professor von einer weltweiten «dreifachen Epidemie». EASD-Direktor Viktor Jörgens sagte, die genauen Ursachen seien völlig unbekannt. Wenn ein Forscher erklären könne, warum junge Menschen plötzlich ihre Beta-Zellen zerstörten, müsse er den Nobelpreis bekommen. Von den Genen bis zu Viren als Ursache gebe es «die wildesten Theorien».

Einen zweiten Nobelpreis werde gewinnen, wer die Ursache des so genannten Altersdiabetes aufklären könne, sagte Jörgens. Erbanlagen spielten eine wichtige Rolle. Die Insulin-Empfindlichkeit werde offenbar schon in früher Kindheit festgelegt. Viel Bewegung und vernünftige Ernährung könnten das persönliche Diabetes-Risiko aber deutlich senken, betonten die Ärzte.

Als «Knüller» des EASD-Kongresses kündigten die Professoren eine Studie über die Behandlung von Diabetikern an, die einen Herzinfarkt erlitten haben. 1.253 Patienten waren in drei Gruppen unterteilt und zum Teil kurzfristig mit einer Traubenzucker-Insulin-Infusion behandelt worden, zum Teil langfristig und zum Teil mit herkömmlichen Medikamenten. Das Ergebnis soll am Montag veröffentlicht werden und «erheblichen Einfluss auf die tägliche Behandlung von Millionen Patienten mit Diabetes mellitus» haben. Für den weltweit größten Diabetes-Kongress von Sonntag bis Donnerstag haben sich 2.500 Forscher und Teilnehmer in München angemeldet.

Berichte, wonach in Holland und Frankreich zwei Drittel weniger Menschen an dem Zuckerleiden erkrankten als in Deutschland, bezweifelte Jörgens. Auch wenn unterschiedliche Ernährungs- und Bewegungsgegewohnheiten eine Rolle spielten, seien doch auch die Datensammlungen sehr verschieden. Englische Ärzte mäßen seltener Blutzucker als deutsche, so dass es dort zunächst scheinbar weniger Erkrankungen gebe. Die späte Diagnose führe allerdings anschließend zu mehr Komplikationen.

Die Stoffwechselstörung Diabetes führt nicht nur zu erhöhten Zuckerkonzentrationen im Blut, sondern auch zu Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfällen. In den Industrieländern ist die Zuckerkrankheit die häufigste Ursache für Erblindung bei Erwachsenen sowie einer der wichtigsten Gründe für schwere Nierenschäden. Die meisten Patienten leiden am Typ-II-Diabetes, lediglich zehn Prozent der Betroffenen -vor allem junge Menschen - haben Diabetes vom Typ I.



Den Nobelpreis können die an mich schicken :D
Keine KH/kein Zucker = keine Altersdiabetes !
SO einfach ist das !
 
Dazu die DEG:

BONN (ddp). Mehr Vollkornprodukte, reichlich Gemüse und Obst, bevorzugt pflanzliche Öle - so lauten die wichtigsten Ernährungsbotschaften der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Anlaß ist die Diskussion darüber, ob der Kohlenhydratanteil der Nahrung gesenkt werden sollte.

Folglich wären dann verstärkt Proteine und Fette zu verzehren. Diese Überlegungen werden in den USA bereits in konkrete Empfehlungen umgesetzt. Auch in Deutschland werden Diätformen dieser sogenannten Low-carb-Richtung nach Atkins, LOGI, Glyx oder South Beach propagiert. Die DGE weist darauf hin, daß diese Diäten und Ratschläge oft wissenschaftlich nicht abgesichert sind und damit kein Anlaß für veränderte Empfehlungen besteht.

Aus Sicht der DGE-Experten ist nach wie vor ein hoher Kohlenhydratverzehr von mindestens 50 Prozent der Nahrungsenergie empfehlenswert. Überwiegend sollten dabei komplexe Kohlenhydrate aufgenommen werden in Form von Brot, Nudeln, Reis und Getreideflocken aus Vollkorn sowie Gemüse, Obst und Kartoffeln.



Die werden erreichen, dass in einige Jahren (Jahrzehnten) 50% der deutschen Diabetes Typ 2 bekommen. Allein jetzt saufen die Kinder doch literweise Cola und essen übermäßig Süßigkeiten.
Irgendwann werden die auch bei der DEG wach. Mindestens 50% Kh ist ein witz und in meinen Augen auf lange sicht extrem Gesundheitsgefährdend. 20 bis 30% KH reichen völlig aus. Je weniger, desto besser.
 
Noch ne neue Studie hab ich gefunden:
Sehr interessant ! ;)


In der aktuellen Ausgabe von "Diabetes" zeigt eine Studie die Wirksamkeit von Lowcarb-Diäten bei Typ II Diabetes. Nach 5 Wochen Lowcarb-Diät ohne Medikamente ist der Blutzuckerspiegel dramatisch gesunken.

Es werden zwei Diäten verglichen:
a) KH:EW:Fett 55:15:30, also DGE-Empfehlung
b) KH:EW:Fett 20:30:50, also nicht ketogen, eher LOGI/Lutz

8 Teilnehmer mit Typ II Diabetes, 5 Wochen, crossover, d.h. jeder hat beides gemacht, mit je 5 Wochen Pause dazwischen.

Ergebnis: Blutzucker fiel von 198 auf 126mg/dl in der lowcarb-Gruppe, Insulin war niedriger, Cholesterin unverändert.

Die Studie kommt zu dem Schluß, eine Lowcarb-Ernährung könnte ein Weg sein Altersdiabetes "without pharmalogical intervention". also ohne Medikamente, zu behandeln.

Quelle:
Diabetes 53:2375-2382, 2004. September 2004. © 2004 by the American Diabetes Association, Inc. ICPC-2 Category T. Endocrine/Metabolic/Nutritional
"Effect of a High-Protein, Low-Carbohydrate Diet on Blood Glucose Control in People With Type 2 Diabetes", Mary C. Gannon, and Frank Q. Nuttall.

"A high-protein/low-carbohydrate, weight-maintaining, nonketogenic diet for 5 weeks dramatically reduced circulating glucose in people with untreated type 2 diabetes.

As there has been interest in the effect of various types and amounts of dietary carbohydrates and proteins on blood glucose, on the basis of previous data, Minnesota researchers designed a high-protein/low-carbohydrate, weight-maintaining, nonketogenic diet. Its effect on glucose control in people with untreated type 2 diabetes was determined. They referred to this as a low-biologically-available-glucose diet. Eight men were studied using a randomized 5-week crossover design with a 5-week washout period. The carbohydrate:protein:fat ratio of the control diet was 55:15:30. The test diet ratio was 20:30:50.

They found that plasma and urinary ß-hydroxybutyrate were similar on both diets. The mean 24 hour integrated serum glucose at the end of the control and low-biologically-available-glucose diets was 198 and 126 mg/dl, respectively. The percentage of glycohemoglobin was 9.8 and 7.6, respectively. It was still decreasing at the end of the low-biologically-available-glucose diet. Thus, the final calculated glycohemoglobin was estimated to be approximately 6.3 - 5.4%. Serum insulin was decreased, and plasma glucagon was increased. Serum cholesterol was unchanged.

The researchers concluded: "A low-biologically-available-glucose diet ingested for 5 weeks dramatically reduced the circulating glucose concentration in people with untreated type 2 diabetes. Potentially, this could be a patient-empowering way to ameliorate hyperglycemia without pharmacological intervention. The long-term effects of such a diet remain to be determined."
 
@RuhrSchleuse

Deine Aussage "Die Bauchspeicheldrüse hat nur eine gewisse "Menge" die an Insulin im Leben freigesetzt werden kann. Bei einem mehr, beim anderen weniger. Mit den Jahren "erlahmt" die Bauchspeicheldrüse und kann kein Insulin mehr freigeben. Dann bekommt man eben die "Altersdiabetes"

ist völliger quatsch. (übrigens die Bauchspeicheldrüsse, hat kein Insulin sondern produziert es).

Diabetes typ II is primär Nicht eine Krankheit der Bauchspeicheldrüse, sondern eine Krankheit der Muskeln, besser gesagt der Insulinrezeptoren.

Insulin muss sich nämlich an die Zellen andocken (Rezeptoren) um diesen zu ermöglichen Zücker aufzunehmen. Wenn diese Rezeptoren nicht mehr funktionsfähig sind, muss die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produzieren um den gleichen Blutzuckersenkenden Effekt zu haben. Am schluss reicht dann die Produktion der Bauchspeichedrüse nicht mehr aus, und der patient muss Insulin bekommen.

Der Grund dieser Insulinresistenz ist 1.) Fettleibigkeit (besonders die intra-abdominale fettdepots) und 2.) Bewegungsmangel.

Wenn ein Diabetes typ II mal exisistiert ist es klar das KH mit einem tiefen glykämischen Index, weniger den Blutzucker ansteigen lassen und somit die Insulinproduktion nicht so angeheitz werden muss. Primär behandelt man einen Diabetes typ II mit Gewichtabnahme und Sport.

Wenn es jemanden interessiert sollte er mal unter Google das Stichwort Rimonabant eingeben :D

Joker
 
RuhrSchleuse schrieb:
Und was ist mit der erlahmenden Bauchspeicheldrüse, die nach der Insulinresistenz kein Insulin mehr produziert ?

Sie produziert noch Insulin , nur nicht genug um gegen die Insulinresistenz anzugehen. Man muss sich die Bauchspeicheldrüse nicht wie ein Gefäss mit eine begrenzten Quantität von Insulin vorstellen, sowie zb die Eierstöcke der Frau. Die Bauchspeichedrüse produziert Insulin, es ist wie eine Fabrik, aber halt mit einer Begrenzten Produktionskapazität.
Im übrigen wenn Diabetiker typ II, die unter Insulin sind, Gewicht verlieren und Sport machen (sprich die Insulinresistenz geht zurück), kann oft auf das Insulin verzichtet werden. Ein weiterer Punkt, ist das Diabetiker typ II die unter Insulin sind, meistens unglaubliche Quantitäten von Insulin brauchen, im Vergleich, mit Diabetikern typ I.
Eins muss noch gesagt werden, es gibt offensichtlich Mischtypen, wo der Patient so eine Mischung zwischen Typ I und Typ II. In diesem Fall ist die Produktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse reduziert und ein Typ II wird sehr schnell in einer Insulinanbhängigkeit enden.


Joker
 
Die Bauchspeichedrüse produziert Insulin, es ist wie eine Fabrik, aber halt mit einer Begrenzten Produktionskapazität.

SO hab ich es auch gemeint ... vielleicht ist es falsch rübergekommen. :eek:

Es gibt aber auch Übergewichtige Diabetes II Leute, die auf Kh verzichten und auch kein Insuln mehr brauchen. Einige davon findest du im LC Forum.
 
uff, hab mir nich alles durchgelesen, aber ab ca. 60g zucker wird der insulinspiegel stark angehoben. alles darunter fällt weniger ins gewicht. 60-100gramm

(quelle: strategien der leistungsernärhung für sportler, jan prinzhausen, irgendeine seite, habs vergessen ;))
 
Incobus schrieb:
uff, hab mir nich alles durchgelesen, aber ab ca. 60g zucker wird der insulinspiegel stark angehoben. alles darunter fällt weniger ins gewicht. 60-100gramm

(quelle: strategien der leistungsernärhung für sportler, jan prinzhausen, irgendeine seite, habs vergessen ;))

In welchem Zeitrahmen??
 
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