Computertomografie

chris_ray

New member
Hallo,

hatte in den letzten 30 Monaten 2 Schädel-CTs, sowie eine "normale" Röntgenaufnahme meiner Halswirbel.

Weiss jemand (möglicherweise jeckyll) wie hoch die Strahlenbelastung eines CT im Vergleich zu einer normalen Röntgenaufnahme liegt? Das CT hat jeweils 20 Bilder angefertigt, heisst das dann auch automatisch die 20fache Strahlenbelastung einer herkömmlichen Röntgenaufnahme? Oder ist beim CT die Technik bereits verfeinert, das man mit weniger Strahlenbelastung auskommt?

Das wäre für mich wichtig zu wissen. Zudem eine weitere Frage: Warum besitze ich keinen Röntgenpass? Und warum hat mich noch nie ein Arzt danach gefragt? Hab mich neulich mal mit nem Kollegen unterhalten und der konnte das garnicht Recht glauben, das ich keinen Röntgenpass habe.

danke

gruss
chris_ray
 
Die Frage nach dem Röntgenpaß ist schon berechtigt. Der sollte vorhanden sein. Aber das scheint sich noch nicht so recht gefestigt zu haben.

Die Strahlenbelastung hängt u. a. von der untersuchten Region ab. Natürlich auch, wie die Schichten gefahren werden. Es ist schwer, zu berechnen, was definitiv anfällt. Bei einer Schädel-CT geht man von 3mSv aus (je nach Quelle auch 4mSv). Ein konventionelles Schädelröntgen in einer Ebene käme auf etwa 0,05 mSv.
Wenn eine CT aber angeordnet wird, so ist aus dem Ergebnis auch ein relevanter Nutzen zu erwarten, so daß die höhere Strahlenbelastung untergeordnet wird.


jeckyll
 
Das klingt schon recht viel. Gibt es denn sowas wie Schwellenwerte ab wo man sagen kann, das ist eindeutig zuviel, bzw. das man ab da schon mit ernsthafte Schädigungen (vielleicht auch erst später) rechnen muss?

chris_ray
 
Risikoberechnungen ********
10 mSv einmalig: Krebstod 1 zu 10000 [3]
10 mSv: Leukämierisiko 1 zu 200000 [3]
10 mSv: Leukämierisiko in nächster Generation 1 zu 400000 [3]

http://www.redecke.de/michael/strahlen.htm

Was diese Verhältnisse aber genau ausdrücken sollten ist mir unklar. Kannst aber ganz nett etwas vergleichen da :)

Ich würde mir aber keine Sorgen machen. Bestrahlungen werden mit ganz anderen Dosen durchgeführt und haben ja öfters sogar die Heilung als Ziel.

Gruss
D.
 
Klar, daß bei der Aufstellung die MRT besser wegkommt. Bei einigen Erkrankungen braucht man aber meist weder das eine noch das andere. Und die Sache sieht noch viel besser aus fürs MRT, wenn ich der ohnehin tumorlastigen Liste noch ein paar Krebsarten mehr anhänge.
Zudem wird nur die Sensitivität angegeben, nicht die Spezifität.

jeckyll
 
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