freut mich, wenn wir mal einer Meinung sind
mir ist sehr wohl bewusst, dass nicht alle ärzte immer korrekt informieren. die statinherstellenden pharmafirmen halten sich übrigens aus jeglicher ernährungsdiskussion heraus. eine statintherapie soll ja keine reine laborkosmetik sein, sondern zweckmäßig eingesetzt werden, wobei auch an die pleiotropen effekte der statine zu denken ist.
zur zeit tagt europas größter kardiologenkongress in wien, wie du vielleicht weißt. dabei wurde u.a. eine 30%ige cholesterinabsenkung mittels fettarmer bzw. fettmodifizierter kost postuliert. ich kann dem nicht zustimmen, mehr als 10% sind nicht drin (ausnahmen bestätige die regel:winke

. außerdem soll, wie gesagt, keine cholesterinkosmetik betrieben werden, sondern der atherogenese und atherothrombose vorgebeugt werden. wer sich über einen diäterfolg freut, weil sein chol. von 220 auf 190mg/dl gesunken ist, übersieht dabei gern, dass auch das HDL abgesunken ist... aber dass die statine hochpotente medikamente sind, die für risikopatienten vorbehalten sein sollen, steht außer frage. ich habe sie selbst mal ausprobiert und war beeindruckt, wie mein gesamtchol. und das LDL in den "keller" gerauscht sind und das HDL gestiegen ist. mein lipidstatus ist - genetisch bedingt, wie du und ich wissen - nicht gerade der beste, aber da ich (noch) kein cardiovaskulärer risikopatient bin, besteht für mich keine indikation für eine statintherapie.
gruß, kurt