Bankdrücken/ Bewegungsumfang

Sunnyboy

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bankdrücken

was haltet ihr von bankdrücken im eingeschränkten bewegungsradius,also nur bis 90°abduktion zum körper-oberrame höhe brust-und nicht tiefer.da die gelenke und sehnen bei einer weiteren beugung angeblich sehr stark belastet werden!?!
ich bin da eigentlich kein freund von,weil ich die belastung als nicht bedenklich einschätze und um anpassungsreize auch auf dem passiven bewegungsapparat zu gewehrleisten muss ich doch im vollen bewegungsumfang trainieren.
war heute thema bei uns im studio!
 
ich gehe mal davon aus du redest vom langhantelbankdrücken?

den VOLLEN bewegungsumfang halte ich für wichtig !!!

aktivierung mehrerer musekelfasern..

gruß

. : : nero : : .
 
Sonst ist doch auch eher der Trizeps als die Brust gefordert, oder?
Ich dachte, so ab ca. 100 grad ist zu 80% der Trizeps dran?! Und die Brust eben darunter?!
 
@ Honskeh

Falsch gedacht ;) Kommt aber auch auf die Griffweite an.


Grundsätzlich: Führten wir eine Top-Ten der meistdiskutierten Themen, diese hier wäre unter Garantie dabei. Also ruhig mal nen Blick in die Suche riskieren....
 
Die Belastung für Kapseln und Bänder bei der tiefen BD Ausführung sind durchaus ein Thema. Nicht umsonst gibt es beim BD so ziemlich die häufigsten Schulterverletzungen. Während die Muskulatur relativ schnell wächst, benötigen Bänder/Kapseln eine erheblich längere Anpassungszeit.

Das Problem bei der Standardausführung (Stange auf die Brust) liegt darin, daß keine einheitliche Belastung besteht, da je nach Körperbau, die Haltewinkel variieren. So hat der Proband mit großem Brustkorb und kurzen Armen einen deutlichen Vorteil gegenüber dem, der einen flachen Brustkorb und lange Arme besitzt.

Wenn mein TP und ich BD mit verkürzter Amplitude ausführen, sind unsere Leistungen praktisch identisch. Bei der Standardausführung ist er mir gegenüber ohne Chance, da ich für diese Übung besser gebaut bin.

Wir haben eine Zeit lang mit verkürzter Amplitude beim BD gearbeitet und konnten daraus großen Nutzen ziehen. Dabei gilt es aber ein paar Dinge zu beachten. 1.) Die Bewegung sollte dem Anteversionswinkel entsprechend langsamer ausgeführt werden, um durch den verkürzten Ablauf den Muskel ausreichend lange unter Spannung zu halten.

2.) Die Ausführung sollte nur zeitlich begrenzt angewendet werden. Wer lange Zeit diese Art der Ausführung beibehält und sich irgendwann wieder dem "normalen" BD widmet, wird sonst einen krassen Abfall erleben.

Die Befürchtungen, daß Aktivierungsverluste für die Brust durch die kurze Amplitude bestehen ist unbegründet. Wahrscheinlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall, da das bewältigbare Gewicht deutlich zunimmt.

Übrigens reichen oft schon ein paar Zentimeter die die Hantelstange vor der Brust gestoppt werden muß, um das Verletzungsrisiko drastisch zu senken und die Gewichtsleistung deutlich zu steigern. Das kann man mit einem TP sehr schön testen, indem man mit je 5 reps und verschiedenen Armwinkeln arbeitet. Bei meinem TP und mir reichte ein Unterschied von 6 Zentimetern, um eine kongruente Leistung herzustellen.

Es müssen also nicht unbedingt 90° Armwinkel sein.

MfG, Hart
 
wieso sollte man , wenn die verletzungsgefahr so groß sit , wieder zurück zur normlaen ausführung wechseln? Klar , ein andere reiz , aber es gibt genung kompinationen oder übungen um anders reize zu setzten?!

niffer
 
Nun, nach einiger Zeit passen sich Bänder und Kapseln an und man kann recht gefahrlos wieder "normal" trainieren. Das Problem bei ständigen Teilamplitudentraining besteht darin, daß man irgendwann zum "Bewegungsidioten" verkümmert und man muß mit evt. Muskelverkürzungen rechnen, wenn nicht zum Ausgleich ausreichend gedehnt wird.

Dann kommt es noch zu Verlusten der Kettenkraft, ähnlich wie beim ständigen expliziten Maschinentraining.

Um dem zu entgehen, gibt es das Werkzeug der Periodisierung. Damit sollen die Nachteile eines rein auf Masse angelegtes Training, das die Verwendung von Teilamplituden durchaus rechtfertigt, wieder kompensiert werden.

MfG, Hart
 
Ich stimme Hart in jeder Weise zu.

Zusätzlich kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass bei besonders schweren Wiederholungen ein zu "weit nach unten gehen" beileibe zu Schmerzen in der Schulter und noch schlimmerem führen kann.

Wenn ihr auf beide Techniken nicht verzichten wollt, rate ich, dass ihr eure Aufwärmsätze so gestaltet, dass ihr darauf achtet, eben bis ganz nach unten (so weit es eben für euch ohne Komplikationen möglich ist) zu gehen und bei den richtig schweren Sätzen dann darauf verzichtet.

Natürlich ist das ganze auch reversibel und kann am Ende gemacht werden.
 
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