Ausdauer/ Puls/ Optimaler Puls

Chrissy1

New member
Ausdauer

Hey, ist es eigentlich besser für die Ausdauer 1 h bei gleichbleibendem Puls zu trainieren oder sollte man den Puls auch ab und zu mal ein wenig hoch gehen lassen?
Danke für eine Antwort!
 
Re: Ausdauer

Kommt drauf an welches Ziel Du hast. Man kann bei konstantem Puls trainieren oder ein sogenanntes Fahrtspiel veranstalten.

Gruß

Carsten
 
Abwechslung!

Also immer 1h bei gleich(niedrigem) Puls laufen bringt sicher irgendwann keinen Fortschritt mehr. Es ist schon sinnvoll das Lauftempo öfter mal zu variieren oder auch mal Intervalltraining oder ein Fahrtspiel einzuflechten (je nach Kondition würde ich das aber zunächst auf einer kürzeren Strecke versuchen).

Meine eigene Erfahrung zeigt aber, dass man wohl auch man längere Strecken laufen, um auf „seiner“ 1h-Stunde-Strecke eine Fortschritt zu erzielen. Meine (gegenwärtig) längste Stecke sind etwas mehr als 10km, für die ich – mit Hund – auch meist so 55 bis 65 Minuten brauche (je nach Zustand der Strecke und Unterbrechungen durch Stöckchenwerfen und Treffen mit anderen Hunden). In den letzten Monaten habe ich – außer dass ich bei gleicher Laufdauer immer etwas „ausgeruhter“ angekommen bin, zeitlich keine Fortschritte gemacht. In den letzten Wochen konnte ich das wenigstens auf die verschneite und später vereiste Strecke schieben. Am WE ist aber auf der jetzt freien Strecke die Stunde der Wahrheit :winke:. Ich befürchte aber, dass ich jetzt auch mal einige 15km-Läufe einstreuen muss, damit ich mich auf der 10km-Strecke verbessere.

Von den Semiprofis wie Chianti und Carsten (der sich ja schon gemeldet hat) kommen bestimmt noch detailliertere Tipps und Links.

So long
Uwe
 
Re: Abwechslung!

empfehle dir auch einheiten im anaeroben bereich. freu dich einmal nur 5km laufen zu müssen u. gib dabei alles was geht (natürlich ohne hund). wenn die zeit über 5k stimmt, kannst du auch eine gute zeit über 10k erreichen. hatte eine phase wo ich lediglich einmal in der woche 5km gelaufen bin. das aber in renntempo. über 10k brauchst du dann etwa das doppelte + 2min. grundlagenausdauer ist über diese distanzen nicht so wichtig.
 
Re: Abwechslung!

Freuen auf "5km Renntempo" ist so 'ne Sache. 5km in 25min ist für mich noch "lockeres" Laufen. Für 23min (klingt eigentlich nicht nach einem großen Unterschied, ist es für mich aber) muss ich mich aber schon richtig quälen und versuchs auch entsprechend selten. Da ruft dann der innere Schweinehund, ich soll langsam machen, weil es doch eigentlich nur "Hundgassi" ist.
 
wie schon gesagt: Abwechslung!

verteile es ungefähr so, wenn du jetzt 1h normal durchhalten kannst:

1. locker, langsamer als bisher, dafür länger (bis über 1,5h, langsam ausbauen)
2. 1h wie bisher
3. entweder wechselndes Tempo (Fahrtspiel) 1h oder flott 40-50min plus Ein-und Auslaufen/fahren (10min), anstrengend aber auszuhalten

wenn du dich fit dafür fühlst:

4. kurz und knackig nach Ein-und Auslaufen/fahren, schnell und sehr anstrengend, ca. 30min

oder ein Intervalltraining, siehe https://de.fitness.com/exercise/articles/coopertest2.htm

Die intensivere Belastung ist ja die "Überforderung", die dem Körper einen Anreiz zur Verbesserung gibt! Wirkt besonders gut nach einigen Wochen gleichförmigem Training ...

Gruß

chianti
 
Re: Abwechslung!

jede minute bedeutet 12s am kilometer. das ist schon eine große sache. im renntempo zählt dann jede sekunde pro kilometer.
 
Fehlinformation

die GA ist für jede ausdauersportdisziplin das fundament, auf dem aufgebaut wird. tempoläufe bringen einem noch nicht gut ausdauertrainierten wenig bis nichts (außer für's abspecken, aber das ist kein trainingsziel im eigentlichen sinn). abgesehen davon ist die empfehlung "anaerober" trainingseiheiten ungenau und unzweckmäßig - da musst du dich schon genauer ausdrücken. wenn du ein intervalltraining empfohlen hättest, wär's o.k. gewesen. aber 5km anaerob durchzulaufen, ist nicht möglich. anaerob kann man nur 400m laufen. lies bitte mal meinen infoartikel über die muskuläre energiebereitstellung auf meiner homepage.
gruß, kurt
 
"Überökonomisierung" vermeiden

hallo chrissy,
wer immer nur mit deselben intensität läuft, "überökonomisiert" seinen muskelstoffwechsel in diesem intensitätsbereich. ich habe schon darüber geschrieben. man sollte die gesamte bandbreite des aeroben trainingsbereichs ausnutzen, der muskelstoffwechsel sollte "elastisch" sein. in der praxis heißt das: lange extensive, mittellange mittelintensive und kürzere intensive einheiten, dazu noch fahrtspiele und evtl. intervalltrainings (je nach zielsetzung). ca. 80% der WNTZ sind im GA-bereich angesiedelt. im archiv findest du viel info zu den stichworten "ausdauer" und "ausdauertraining".
lg, kurt
 
Re: Fehlinformation

man muß nicht unbeding GA aufbauen um die 5k schnell zu laufen. spreche aus eigener erfahrung. hatte vielleicht sogar die effektivste trainingsmethode. anaerobe trainingseinheiten sind mit einer intensität zu absolvieren, die im anaeroben bereich liegt. wozu soll ich dabei eine mögliche form wie intervalltraining angeben? die 5k-strecke erfordert anaerobe kapazität sprich stehvermögen. im renntempo wird niemand die 5k aerob laufen können, wenn er nicht letzter werden will. bin auf jeden fall selbst mit einem über den conconi-punkt liegenden puls gelaufen. warum trainieren denn die 5k-läufer soviel im anaeroben bereich?
 
Sag mal...

...willst du mich ernsthaft über die leistungsphysiologie der muskulären energiebereitstellung aufklären? ich glaub's nicht!!! hast du dir meinen info-artikel durchgelesen? wenn ja, dann wirst du wissen, dass die muskuläre energiebereitstellung aus anaerob und aerob ein fließender übergang in abhängigkeit von der energieflussrate ist, die durch die belastungsintensität bestimmt wird.
abgesehen davon, dass auch 5000m-spezialisten 80% ihrer WNTZ im GA-bereich absolvieren, und ein "conconi-punkt" ein fake ist, hast du einem relativ ausdaueruntrainierten eine anaerobe trainingseinheit empfohlen (siehe oben), was den gesetzen der medizinischen trainingslehre widerspricht. ebenso unsinnig ist eine empfehlung, 5k "anaerob" zu laufen, weil das nicht möglich ist, wie ich dir schon zu erklären versucht habe. du kannst höchstens sagen, er solle etwas über seiner anaeroben schwelle laufen. trotzdem muss die energiebereitstellung durch die glykolyse noch überwiegend aerob erfolgen, weil sonst die belastung vorzeitig vorzeitig abgebrochen werden müsste. auch ein weltklasseläufer über 5000m wird im rennen nicht mehr als 7 mmol lactat im kapillären blut haben, weil sonst seine lauftechnik leiden würde.
lies mal folgenden eintrag von mir und sieh dir die tabelle der muskulären energiebereitstellung an (dann siehst du, dass die energiebereitstellung bei 5000m-lauf unter wettkampfbedingungen zu 85-90% aus aerober und zu 10-15% aus anaerober glykolyse erfolgt):

http://www.fitness.com/phpapps/ubbthreads/showthreaded.php?Cat=&Board=de_fitnessbk&Number=58789&Search=true&Forum=All_Forums&Words=tabelle&Match=And&Searchpage=2&Limit=25&Old=allposts&Main=58671

gruß, kurt
 
Haarspalterei

weißt du, dass uwe relativ ausdaueruntrainiert ist? wenn jemand die 3000m in 12min laufen kann, ist er es für mich nicht. du solltest nicht immer leistungssportler als maßstab heranziehen. du gibst selbst zu, dass 10-15% aus anaerober glycolyse gewonnen werden. folglich führt ein training in diesem bereich zu einer leistungsverbesserung. das anaerobe training hat einen hohen stellenwert, auch für 5000m-läufer. 20% bedeuten, dass praktisch fast die hälfte der trainingseinheiten im anaeroben bereich erfolgen. weil es ja um die trainingszeit geht. ein aerober lauf benötigt einfach viel mehr zeit als ein anaerober lauf. wenn man sich also nicht soviel zeit für das training nehmen kann, sind also intensivere trainings von vorteil. hast du überhaupt selbst erfahrung mit läufen über 5k? meiner meinung nach darf man ruhig persönliche erfahrungen einfließen lassen u. nicht nur nach büchern trainingsratschläge geben. oft sind unkonventionelle methoden ebenfalls effektiv.
 
nein - Basiswissen der Leistungsphysiologie

lieber skeletor,
ich sage dir nochmals: versuche nicht, mich in sachen leistungsphysiologie zu belehren, damit machst du dich lächerlich. deine aussagen beweisen, wie dünn deine kenntnisse darin sind (z.b. der unlogische rückschluss, dass 20% des umfangs im anaeroben bereich erfolgen. schon einmal was von "schwellentraining" und "entwicklungstraining" gehört? von "tempoläufen" und "intervalltraining"? weißt du eigentlich, was ein "anaerobes training" ist?). lehne dich also nicht so weit aus dem fester.
gruß, kurt (der nicht nur im 5000m-lauf erfahrung hat)
 
Trainingsplan eines 5k-läufers

bitte schick mir den trainingsplan eines wettkampfläufers. wir können dann darüber diskutieren welche einheiten im anaeroben bereich absolviert werden.
 
Pflanz jemand anderen!

außerdem sollst du wissen, dass auch der sog. anaerobe trainingsbereich abgestuft wird. ein 400m-sprinter hat andere trainingsinhalte als ein 5000m-läufer (5000m zählen bereits zur langstrecke, solltest du das nicht wissen).
"im anaeroben bereich" sagt nichts aus. wenn du mit mir diskutieren möchtest, solltest du dir zunächst das nötige hintergrundwissen aneignen.
es gibt leute, die du nicht so leicht "in den sack steckst", mein körperbewusster freund:winke:.
gruß, kurt (der es nett finden würde, wenn auch du mich am ende deiner postings grüßen würdest - ist eine sache der höflichkeit)
 
Re: Pflanz jemand anderen!

Lieber Kurt,

es ist wohl egal ob der anaerobe trainingsbereich abgestuft wird. mir geht es um anaerobes training generell. wie kommst du jetzt auf 400m zu sprechen? wir diskutieren über 5000m. der anaerobe bereich sagt natürlich etwas aus (eben nicht aerob). darf man jetzt mit dir nur diskutieren, wenn man "dein basiswissen" hat? wie kommst du auf die idee, dass ich dich in den sack stecken will? weil ich wahrscheinlich von den meisten als ekel betrachtet werde, habe ich darauf verzichtet zu grüßen. dachte mir auch, dass dein gruß zu deiner signatur gehört, sorry. also, wie sieht es jetzt mit dem training eines 5000m-läufers aus?

liebe grüße Skeletor
 
info für dich!

Lieber Kurt,

ein auszug aus einem trainingsplan für 10k in 40min von Wilhelm Lilge:

Manche Läufer meinen, daß ein 10km Wettkampf einfacher wäre als ein Rennen über 3000m oder 5000m, wo man von Beginn an anaerob unterwegs ist und mit der zunehmenden Sauerstoffschuld zu kämpfen hat. Ein gut eingeteilter 10.000m Lauf sollte bis zur Hälfte eigentlich recht locker sein, zumindest wenn man mit der psychischen Belastung der 25 Runden keine Probleme hat.

den ganzen bericht findest du unter:

http://www.maxfun.at/ausdauersportmagazin/bericht.php?Ke=40

wahrscheinlich wirst du jetzt Lilge vorwerfen, dass er keine ahnung von leistungsphysiologie hat.

liebe grüße Skeletor
 
glaubst du wirklich, du erzählst mir was neues???

lilge ist ein anerkannter (wenngleich kein unumstrittener lauf-trainer, keine frage (ich habe auch schon einen artikel von ihm im forum präsentiert, siehe "die optimale lauftechnik"). seine kompetenz als leistungsphysiologe kann anhand deines postings nicht beurteilt werden.
nochmals: "anaerob" ist nicht gleich "anaerob". dein fehler - und damit beantworte ich auch dein posting unten - ist der, dass du nur zwischen "aerob" und "anaerob" unterscheidest. die muskuläre energiebereitstellung ist aber von beginn an durch einen fließenden übergang von aerob zu anaerob gekennzeichnet.
zu deinem beispiel: die einzigen, die von beginn an ausschließlich anaerob unterwegs sind, sind sprinter bis 400m, nicht jedoch ein 5000m-läufer, ja nicht einmal ein 800m-läufer. ich habe dir doch den link zu einer tabelle geschickt, wo du die anteilsmäßige energiebereitstellung aus betaoxidation, aerober glykolyse, anaerober glykolyse sowie kreatinphosphat in abhängigkeit von der laufstrecke unter wettkampfbedingungen ersehen kannst.
was lilge in zuammenhang mit dem 5000m-lauf mit "anaerob" meint, ist, dass hier von beginn an ein gewisser anteil der anaerob-lactataziden energiebereitstellung gegeben ist, dass also glucose nicht nur aerob verbrannt wird und somit entsprechend viel lactat gebildet wird (wenn du meinen artikel "die muskuläre energiebereitstellung im sport" gelesen hättest, hättest du gesehen, dass ich genau das beschreibe). natürlich ist dieser anaerobe anteil der energiebereitstellung höher als bei einem 10000m-lauf (prinzip der gegenläufigkeit von kapazität und intensität der leistung, siehe meinen artikel).
nochmals: 5000m gehört zum langstreckenlauf, die basis ist eine gute GA. gerade die ist es, die eine vorzeitige muskuläre übersäuerung verhindert. dass tempoläufe und intervalle auch sehr wichtig sind, habe ich nie abgestritten. aber dafür genügen 20% der WNTZ.
gruß, kurt
 
P.S.

lieber skeletor (wie heißt du eigentlich wirklich?),
das mit dem "in den sack stecken" bezog sich auf dein profil. wer sowas sagt und dazu noch "fotomodell" als beruf angibt, braucht sich über entsprechende reaktionen nicht zu wundern. ich habe aber nicht den eindruck, dass du hier als "ekel" giltst. eher als provokateur:winke: (jetzt eh nicht mehr)
gruß, kurt
 
natürlich, das wußtest du nicht :)

Servus Kurt,

bestehe einfach darauf, dass der 5000m-lauf anaerobe anteile hat und es deshalb nicht verkehrt ist, auch anaerob zu trainieren. ob es jetzt an der schwelle oder darüber ist, sei dahingestellt. man verbessert auf jeden fall das stehvermögen und somit die leistung. stimmst du dem jetzt zu oder nicht? glaub mir ich weiß was anaerob bedeutet. habe ein sehr gutes stehvermögen aber keine aerobe ausdauer. meine lactatwerte bei einem leistungstest waren beeindruckend. leider weiß ich es nicht mehr auswendig. werde einmal den test suchen.

liebe grüße Skeletor
 
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