da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen:
nicht das Lungenvolumen, aber die Lungenfunktion/kapazität:
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft1002/a02_10_02.pdf (PDF, 353 KB)
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S. R. Hopkins
Nahe am Limit: Die Lunge bei maximaler körperlicher Belastung
Close to the edge: The lung during maximal exercise
Department of Medicine, University of California, San Diego, La Jolla CA, USA
DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN Jahrgang 53, Nr. 10 (2002), S. 277-284
Zusammenfassung
Lange Zeit glaubte man nicht, dass die Lunge die maximale Leistungsfähigkeit
beeinflusst. Heute allerdings gibt es immer mehr Anzeichen
dafür, dass eine
pulmonale Leistungsbegrenzung vor allem bei hochintensiver
aerober Belastung nicht ungewöhnlich ist. So entwickeln mehrere
aerob trainierte Athleten mit einer VO2max über 60 ml/kg/min eine
belastungsinduzierte arterielle Hypoxämie (EIAH), in deren Folge die
alveolär-arterielle O2-Differenz (AaDO2) ansteigt, der arterielle Sauerstoffdruck
abfällt (PaO2) und damit die Hämoglobinsättigung sinkt. Eine
leichte Sauerstoffanreicherung der Atemluft kann diese Untersättigung
verhindern und erhöht die VO2max. Es konnte gezeigt werden,
dass eine Zunahme der AaDO2 die Folge sowohl eines Ventilations/Perfusionsungleichgewichtes
wie auch einer begrenzten Sauerstoffdiffusion
sein kann. Der Anstieg im Ventilations/Perfusionsungleichgewicht
könnte möglicherweise auf ein intersitielles pulmonales Ödem zurückzuführen
sein, auch wenn direkte Beweise hierfür beim Menschen fehlen.
Ebenso ist auch die Entstehung einer limitierten Sauerstoffdiffusion
über die Kapillarmembran nicht bewiesen, obwohl die Kombination
eines erniedrigten gemischtvenösen PO2 und einer schnellen Transitzeit
der Erythrozyten in den Lungenkapillaren die wahrscheinlichste Erklärung
ist. Hinzukommt, dass, obwohl einige Athleten eine relative Hypoventilation
zeigen, keine Retention von CO2 beobachtet wird. Die Ursache
dieser Hypoventilation könnte eine mechanische Ventilationseinschränkung
sein, da mehrere Athleten bei maximaler Exspiration eine
Einschränkung des Strömungsvolumens zeigen. [...]
Schlussbetrachtung
[...]
Pulmonale Einschränkungen werden vermutlich mit steigender
Leistung häufiger. Die Auswirkungen eines lebenslangen
Trainings auf die Lunge sind noch in weiten Bereichen unbekannt
und könnten ein fruchtbares Gebiet für künftige
Forschungen darstellen.
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Gruß
chianti