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40% Rendite? LoL.
Langfristig sind 6% das Maximum. Ich habe noch schnell einen Aufsatz von mir aus dem Archiv geholt [April 2001].
Feststellung 1: Die Firmengewinne wachsen langfristig (=nachhaltig) so stark, wie die Gesammtwirtschaft - Inflationsbereinigt, versteht sicht.
Dies war zwischen 1951 und 1991 auch der Fall. Der Gewinne wuchsen um 7.1%/anno, die Wirtschaft um 7%. Scheint also zu stimmen.
Ja, aber was ist den mit den 90ern? Mit jenem wunderbaren, alles bisherige in den Schatten stellendem Jahrzehnt? Die Firmengewinne wuchsen um 11.5%/anno. Die Gesammtwirtschaft jedoch nur um 6%. Hmm... ist doch seltsam. Da wuchsen die Firmengewinne wohl auf Kosten von irgendetwas anderem. Oder ist da gar etwas faul?
Jedenfalls sieht man, dass die Firmengewinne - bei einer stabilen Wirtschaft - um 36.6% zu korrigieren haben, um das Ungleichgewicht zu korrigieren. Vermutlich sogar in die andere Richtung - wird blutig, ich garantiere es Ihnen.
Vielleicht wären aber auch die Gründe für die Abweichung von der Regel in den 90ern interessant? Sie zeigen deutlich, wieso diese Abweichung temporär ist - Und wieso dieses Wachstumstempo so nicht weitergehalten werden kann.
Geringere Bezahlung der Arbeitskräfte durch Bezahlung mit Stock options (gerade letze Woche stand im WSJ, dass Amazon-manager jetzt Money kriegen), Globalisierung, Börsenbasierende Altersvorsorge (Pyramidensystem)
Geringe Zinskosten (durch Finanzierung durch Aktienausgabe, sinkende Zinsen).. gerade die Zinsen können so stark nicht weiter sinken, müssten sonst bald negativ sein.
Bilanzierungstricks von Seiten der Unternehmen. Es ist teilweise ungeheuerlich, was Unternehmen sich da leisten.
Investments an der Börse (machen zum Beispiel bei Microsoft einen respektablen Teil der Gewinns aus. Besonders gefährlich ist der Rückkauf von eigenen Aktien (auf Pump)).
Fazit: Selbst, wenn die Wirtschaft stabil bleibt oder leicht wächst, so werden die Firmengewinne einbrechen.
Feststellung 2: Die Aktienkurse steigen langfristig nur so stark, wie die Gewinne. Eigentlich logisch, sonst wäre ein Maßstab wie 'KGV' vollkommen sinnlos. Somit werden die Kurse den Gewinnen folgen. Und zwar sogar noch stärker, weil sich auch die Kurse in den 90ern durch einen selbst verstärkenden Gewinnen von der 'Feststellung' gelöst haben. Die Erwartungen auf zukünftiges Gewinnwachstum erhöhte die Kurse über ein normales Maß hinaus.
Normalerweise werden Aktien gekauft, weil man sich davon einen Gewinn in Form einer Dividende verspricht. Normalerweise. Doch dies ist nicht mehr der Fall - ein deutliches Zeichen einer Bubble. Denn die allermeisten Unternehmen zahlen noch nicht mal eine Dividende. Verkehrte Welt. Sogar die Dividendenrendite des respektablen DOW JONES liegt bei knapp einem Prozent - sogar viel tiefer als 1929. Meine Damen und Herren, genauso gut können Sie in Toilettenpapier investieren - für Tausend Dollar das Blatt.
Besonders dramatisch ist, dass eine ganze Generation ('baby boomers') arm in Rente gehen wird. Die Pensionskassen (und mit ihnen der Aktienmarkt, da im Grunde genommen Pyramidensystem) zusammenbrechen werden. Hinzu kommen weitere Manipulationen und Unzulänglichkeiten im System. Vielen Dank. Dies ist die Wahrheit und vermutlich die einzig korrekte fundamentale Überlegung, die man machen kann.
---Ontopic---
40 kg Muskelmasse/anno ist der selbe Bullshit.
Gruss
D.